Osteuropa
Beiträge
FORVM, No. 261

Sozialdemokratie und Imperialismus

1. Teil: Kriegsziele und Beutehoffnungen 1914-1918
September
1975

Das Schlagwort vom „Sozialimperialismus“ ist jetzt in Mode gekommen, vor allem durch den ausgiebigen Gebrauch‚ den die chinesische Propaganda der Sowjetunion gegenüber davon macht. Ähnlich geht es mit den Stichworten „Führerverrat“ und „Arbeiteraristokratie“; konkrete Untersuchungen, was das bedeuten (...)

FORVM, No. 323/324

Die Judenfalle

Hersch Mendel — wie ostjüdische Arbeiter Zionisten wurden
November
1980

Über Wege, Umwege und Sackgassen der jüdischen Arbeiterbewegung im Osten sprach der deutsche Journalist Eike Geisel mit zwei deutschen Juden, Jakob Moneta und Jakob Taut, die beide aus Polen stammen. Anlaß war das Erscheinen der Autobiographie eines Proletariers aus Warschau: Hersch Mendel: (...)

FORVM, No. 430/431

Kapitalismus kommt sofort!

November
1989

MOZ, Nummer 46

Neues Denken, Neue Politik

Inklusive: Ein Russe in Amerika
November
1989

Seit einigen Wochen steht der gute Boris Jelzin Kopf: „Alle meine Eindrücke über Kapitalismus, über die Vereinigten Staaten, die mir im Lauf der Jahre eingebläut wurden — sie alle haben sich um 180 Grad verändert“, durfte er anläßlich seiner Sightseeing-Tour der internationalen Presse verkünden. Er kam, (...)

MOZ, Nummer 48

Kalter Frieden

Januar
1990

„Der Kalte Krieg ist vorbei!“ schlagzeilten westliche wie östliche Medien. Gorbatschow und Bush sind einer Meinung, nämlich der des letzteren. Nach dem Gipfel von Malta scheint die Kriegsgefahr gebannt. Wenn wir den Urteilen von Politikern, Ökonomen und Medienmännern folgen, dann liegen wahrlich (...)

MOZ, Nummer 49

Die große bürgerliche Hochzeit

Februar
1990

Über die Verwandlung der realsozialistischen Anti-Natur in die bürgerliche Pseudo-Natur. Ein Essay. Die sich überstürzenden Ereignisse im Osten, die Öffnung der Grenzen und die ersten Kontakte der ‚Blockmenschen‘ miteinander haben gleichviel Sich-Überstürzendes in der westlichen Wirtschaft und (...)

MOZ, Nummer 52
Europäische Integration:

Flaggschiff im Westen — Titanic im Osten

Mai
1990

Das ‚amerikanische‘ Jahrhundert geht zur Neige, das sowjetische Imperium löst sich auf. Die neue Weltmacht heißt Europa. Der norwegische Friedens- und Konfliktforscher Johan Galtung warnt vor einem europäischen Großraum, dessen stärkster Teil als ‚Viertes Reich‘ in Richtung Osten (...)

MOZ, Nummer 52

Heute gehört uns Ungarn ...

Mai
1990

Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine: Deutschland ist wieder wer oder was in der Welt. Und wir Österreicher? Wollen wir uns im großen Haus Europa wirklich mit Zimmer-Kuchl-Kabinett zufriedengeben? Keineswegs und keinesfalls! In einer — bisher streng geheim gehaltenen — Rede will (...)

MOZ, Nummer 52
West-Ost-Süd: Die Erde ist rund

Galoppierender Kapitalismus

Mai
1990

Gescheitert ist der Osten letztlich an seiner Unfähigkeit, mit dem Weltmarkt konkurrieren zu können. Statt einem wirtschaftlichen Aufbruch steht allerdings ein Desaster ins Haus. Das entscheidende Manko des real existierenden (Non-)Sozialismus in Osteuropa war sein Unvermögen, mit dem Westen (...)

MOZ, Nummer 54
Revolutionen und wirtschaftliche Folgen

Bankrott

Juli
1990

Im Osten ist ein System zusammengebrochen, dessen ökonomische und politische Prämissen gänzlich falsch waren. Was ist da eigentlich schiefgelaufen? Wie nun wurde dies in die Praxis umgesetzt? Bekanntlich erreichte in der sozialistischen Bewegung nach langandauernden Diskussionen im 19. (...)

Amelie Lanier, Transformation Osteuropas

Über Nationalismus und Staatsgründungen

Juli
1993

FORVM, No. 485/486

Gut informierte Kreise

Die Reformen in Osteuropa in der westlichen Presse
Juni
1994

Die früheren Freunde der vom Kommunismus unterdrückten Völker sind ehrlich betroffen: Jetzt ist es weg, das Reich des Bösen, und anstatt daß die stillschweigend als Normalität unterstellten mitteleuropäischen Zustände dort einreißen, versinken die Staaten Osteuropas in Elend und Bürgerkrieg. Das geht (...)

Streifzüge, Heft 1/1996

Immer am Rande Europas

März
1996

Seit dem Mittelalter steht Osteuropa in Abhän­gigkeit von den wirtschaftlichen Zentren des Kontinents. Erst die stalinistischen Entwick­lungsdiktaturen entzogen die Region dem öko­nomischen Zugriff des Westens — allerdings nur vordergründig: Mit der Aufnahme von Krediten im Westen zur Überwindung der (...)

Amelie Lanier, Transformation Osteuropas

Der Neue Mensch in Osteuropa: Der Unternehmer

 
1997

1. Der Unternehmer, Marke West: Der Lieblingsbürger der Nation Selten hat sich der Unternehmer im an und für sich ohnehin unternehmensfreundlichen Klima Mitteleuropas oder Nordamerikas eines besseren Rufes erfreut als heute. Der Unternehmer stärkt und stützt die „Wirtschaft“, er schafft die (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998

Fluchtgrund: Elend

Die ökonomische Situation in den Ländern Osteuropas
Mai
1998

Niemand spricht heute mehr von den Anwerbungsbüros für Hilfsarbeiter, die mit Unterstützung der Bundeswirtschaftskammer und sozialpartnerschaftlichem Segen in türkischen Städten um Arbeitskräfte gebuhlt haben. Keine 30 Jahre ist es her, daß man ausreisewilligen jungen Männern aus Istanbul von guten (...)

Context XXI, ZOOM 6-7/1998

Es wächst zusammen was zusammen gehört

Stellt die EU-Osterweiterung die Verhältnisse vor 1918 wieder her?
Dezember
1998

Die Grenzen der Europäischen Gemeinschaft rücken nach Osten. Die nationalstaatliche Zerteilung des Habsburger Reiches 1918 und die Spaltung Europas in zwei verfeindete Lager dreißig Jahre später hat ein Ende genommen. Die EU-„Frontstaaten“ Italien, Österreich, Deutschland und Finnland werden (...)

Context XXI, Heft 4-5/2004

Im Westen nichts Neues? – Der Osten ruft!

„Osteuropa“ als Erfindung und Trade Mark
Juni
2004

Osteuropa, so stellt Larry Wolff in der „Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens“ lapidar fest, sei eine „Erfindung“ der WesteuropäerInnen. Der Historiker schreibt: „Paradoxerweise bedient man sich bei der Erfindung Osteuropas der materiellen Wirklichkeit – Länder und Flüsse, Dörfer und Städte, (...)

Context XXI, Heft 4-5/2004

Germany goes east. Reloaded.

Juni
2004

Zwei Aufgaben gilt es parallel zu meistern: Im Innern müssen wir wieder zu einem Volk werden, nach außen gilt es etwas zu vollbringen, woran wir zweimal gescheitert sind. Klaus Kinkel, damaliger deutscher Bundesaußenminister 1993 Die Anstrengungen Deutschlands die Nachkriegsordnung zu begraben, (...)

Context XXI, Heft 4-5/2004

East meets West

Wie Ost-West-Verhältnisse gedacht werden können
Juni
2004

Welcome to East meet West the UK’s premier Russian women dating service for men looking to correspond and meet single Russian women. We have over 18’000 Russian ladies seeking men for serious relationships leading to marriage. All our women are real. Der Westen ist in aller Munde. Der Osten (...)

Grundrisse, Nummer 22

Ein ganz normaler Kapitalismus

Juni
2007

Die symbolische und historische Bedeutung Osteuropas für die Linke steht außer Zweifel. Es war ja Osteuropa, wo das sozialistische Experiment angeblich unternommen worden war. Der Zusammenbruch der Ostblockregime 1989 bedeutete für die meisten Menschen, dass es jenseits des Horizonts eines (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Kommunismus nach 1989: Die Transformation der Klassenfrage

August
2016

mit G. M. Tamás 3. Mai 2016, 19 Uhr Institut für Wissenschaft und Kunst Berggasse 17, 1090 Wien G.M. Tamás liefert für das traditionelle westlich-marxistische Verständnis neue Ansätze und bereichert die Diskussion nicht nur im Hinblick auf die Geschichte des »real existierenden Sozialismus« und (...)

Vorschlag des Ständigen Ausschusses für geographische Namen zur Abgrenzung Osteuropas
Die ehemaligen Ostblockstaaten in Rot

Mit Osteuropa wird der östliche, Mitteleuropa benachbart gelegene Teil Europas bezeichnet. Eine speziellere Definition des Begriffes Osteuropa hängt davon ab, in welchem Zusammenhang diese Bezeichnung verwendet wird:

Die osteuropäischen und die ostmitteleuropäischen Länder werden aus politischen Gründen häufig gemeinsam betrachtet. Im EU-Jargon lautet die Abkürzung dafür MOEL.

  • Im statistischen Sinne seit frühestens 1945 der Vereinten Nationen[2] umfasst das östliche Europa: Bulgarien, die Republik Moldau, Rumänien, Russland, die Slowakei, die Ukraine, Ungarn, Polen, Tschechien und Belarus. Die baltischen Staaten zählen bereits zum nördlichen Europa.
  • Im sprachlich-geografischen Sinne der Vereinten Nationen[3] umfasst die Abteilung für Osteuropa, Nord- und Zentralasien folgende Staaten: Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Kirgisistan, Mongolei, Russland, die Ukraine, Usbekistan und Belarus.

Osteuropa war ein zentrales Forschungsgebiet der Ostforschung, die im östlichen Teil Deutschlands ihren Anfang hat. Viele osteuropäische Länder benutzen die osteuropäische Zeit (OEZ).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Studienhandbuch Östliches Europa
    • Band 1: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas [Broschiert], hrsg. von Harald Roth, 2. überarb. und aktualisierte Aufl. UTB, Stuttgart 2009, ISBN 3-8252-3167-4.
    • Band 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion [Broschiert], hrsg. von Thomas Bohn und Dietmar Neutatz, 2. überarb. und aktual. Auflage. UTB, Stuttgart 2009, ISBN 3-8252-3168-2.
  • Christa Ebert: Literatur in Osteuropa: Russland und Polen. Akademie Verlag, Berlin 2010, ISBN 3-05-004537-X.
  • Wolfgang Ismayr (Hrsg.): Die politischen Systeme Osteuropas. 3. Auflage. Wiesbaden 2009, ISBN 3-531-16201-2.
  • Alexander Motyl: National Questions: Theoretical Reflections on Nations and Nationalism in Eastern Europe. ibidem, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-8382-1675-1.
  • Tina Olteanu, Tiobias Spöri, Felix Jaitner, Hans Asenbaum (Hrsg.): Osteuropa transformiert. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, 2017, ISBN 978-3-658-17818-5.
  • Larry Wolff: Inventing Eastern Europe: The Map of Civilization on the Mind of the Enlightenment. Stanford University Press, Stanford 1994, ISBN 0-8047-2702-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Osteuropa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Osteuropa – Reiseführer
Wiktionary: Osteuropa – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interdependente Vielfalt: Die historischen Regionen Europas. In: Karl Kaser u. a. (Hrsg.): Europa und die Grenzen im Kopf. Wieser-Verlag, Klagenfurt 2003, S. 113–134.
  2. Statistikseite der Vereinten Nationen
  3. unstats.un.org (Memento vom 17. August 2002 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt