Sport
Beitræge
FORVM, No. 219

Der Herr Karl (Schranz)

März
1972

Als ein Skifahrer von den olympischen Konkurrenzen ausgeschaltet wurde, präsentierte die österreichische Gesellschaft ihren zerrütteten Gemütszustand. 9 Tage lang, vom 31. Jänner bis zum 8 Februar, inszenierten die Politk- und Meinungsmacher im „Schranzenland“ (Kronenzeitung) die letzten Dinge der (...)

FORVM, No. 224

Ehret eure deutschen Meister

Zur Psychoanalyse der Aggressivität im Sport
September
1972

I. Aspekte der Sportideologie Diese Studie hat nicht den Ehrgeiz, die Ideologie des Sports in allen ihren negativen Aspekten zu beschreiben. Es wäre an der Zeit, den ökonomischen Unterbau des Sportbetriebs (Fremdenverkehrswerbung, Sportartikelerzeugung und Textilreklame) zu analysieren. Ebenso (...)

FORVM, No. 226/227

2 : 2

Dezember
1972

Am 13.10.1972 sendete Ö 3 um 15.30 Uhr eine Reportage des Fußballspiels Österreich gegen Ungarn. Edi Finger war Kommentator der zweiten Spielhälfte. Der vorliegende Text ist ein Tonbandmitschnitt der ersten 6 Minuten. Einzige Änderung: Die Spieler verlieren durch Weglassen der Namen ihre (...)

MOZ, Nummer 42

Kultstätten und Brennpunkte der Aggression und des Kampfes

Juni
1989

Wir können sicher beobachten, daß in den Stadien die Gewalt nicht geboren und auch nicht gezüchtet wird. Als ob es diese Gewalt und Aggression nicht auch außerhalb eines Wettkampfes gäbe? In den Sportstätten wird Aggression kultiviert, gebündelt und — dies ist das eigentlich Entfremdende — nur von den (...)

MOZ, Nummer 42

Über den Fußball kann man nur Positives sagen

Juni
1989

Eine Begeisterung für den Fuballsport, so wie sie die richtigen Fans haben, die ihre Mannschaft anfeuern und sich freuen mit dem Sieg ihrer Mannschaft und leiden mit der Niederlage ihrer Mannschaft, diese Begeisterung kann doch nie Gewalt sein. Nur Leute, die dem Fußballsport nicht positiv (...)

MOZ, Nummer 57
Neue Weltfußballordnung:

Mehr Geld, weniger Spaß

November
1990

Europacupspiele und Fußballweltmeisterschaft 1990 machen deutlich: Der Fußballsport stagniert. Kreativität und Spielwitz haben taktischen Überlegungen Platz gemacht. Von Rio de Janeiro bis Bukarest dieselbe Spielanlage: phantasiearmer europäischer Krautfußball. „Mir ist aufgefallen, daß eigentlich (...)

Context XXI, Heft 4-5/2006

Frisch Fromm Fröhlich Frei

März
2006

In Form eines Hakenkreuzes angeordnet prangten bis vor wenigen Jahren vier „F“ als Motto über dem Seiteneingang der Turn- und Veranstaltungshalle „Jahnturnhalle“ in Ried im Innkreis. Der Leitspruch des Österreichischen Turnerbundes und die Form des so genannten Turnerkreuzes gehen direkt auf seinen (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Liebe Leserin, lieber Leser!

Mai
2006

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist gelaufen. Im Gegensatz etwa zur Europameisterschaft vor zwei Jahren (als Griechenland etwas unverdient den Titel holte), setzten sich diesmal die Favoriten durch. In der vorliegenden Ausgabe der Context XXI wollen wir zwar über Fußball schreiben, wir wollen uns (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Wissenschaft, Fußball und Geschlecht

Geschlecht als fußballanalytische Kategorie
Mai
2006

Context XXI, Heft 1-2/2006

„WE ALL SPEAK football“. But WOMEN don’t.

Mai
2006

Anmerkungen zur Kreation eines scheinbar geschlechtsneutralen "Wir” im Diskurs um und über Fußball, das durch die Exklusion von Frauen das Männliche als Norm (re)produziert und Frauen als Sonderfall konstituiert. Ab heute noch 45 Tage bis zur Fußball WM, genauer gesagt zur Fußball WM der Männer. (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

„Haut’s die Juden eini’!“

Zum Verhältnis von Antisemitismus und Fußball in Österreich
Mai
2006

Dass ein Fußballspiel seit jeher mehr als nur ein Spiel gewesen ist und auch länger als 90 Minuten dauert, haben verschiedene SportforscherInnen und SporttheoretikerInnen bereits beleuchtet und dabei nicht nur auf die Tätigkeiten von Fußballvereinen und Clubs sowie deren AnhängerInnen verwiesen, (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Footballs

Männlichkeit und Homophobie im Mannschaftssport
Mai
2006

Im Jahr 2002 wurde der österreichischen Öffentlichkeit bekannt, was alle Beteiligten im Fußballzirkus sowieso schon wussten: dass sexuelle Übergriffe als Einstandsritual in einer Fußballmannschaft gang und gäbe sind. Ein misshandelter 15-jähriger brach das Schweigen des Männerbundes und berichtete (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Ist Fußball unislamisch?

Mai
2006

Die Aufregung vor allem in konservativen Kreisen war groß, als der als Hardliner verschriene Präsident Achmadinejad ankündigte, dass es in Zukunft auch Frauen erlaubt sein werde, in den Stadien Fußballspiele mitzuverfolgen. Mancher Journalist im Westen mochte darin sogar eine liberale Wende des (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Fans, überwacht

Mai
2006

Polizeiapparate und Polizeibehörden kommen, wie wir wissen, nicht ohne Feindbilder aus. In Zürich sind es seit den 80er Jahren vor allem HausbesetzerInnen, Punks und Hip-HopperInnen, die sich als Blitzableiter anbieten. Dass junge ausländische und vor allem dunkelhäutige AsylbewerberInnen nicht (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Linke auf St. Pauli

Mai
2006

Der Hamburger FC St. Pauli hat sich einen antifaschistischen Nischenplatz im sonst eher unpolitischen Fußball erobert. Was steckt hinter diesem Verständnis, und gibt es tatsächlich einen „linken“ Fußball? „Wir bauen eine U-Bahn - von St. Pauli bis nach Auschwitz“ grölt der besoffene Mob aus (...)

Streifzüge, Heft 53

Sp(r)itzenleistungen

Doping am Arbeitsplatz dürfte langsam aber sicher zum Normalfall werden
Oktober
2011

Um in der Arbeitsgesellschaft als vollwertiges Mitglied zu gelten, genügt es für gewöhnlich nicht, eine Arbeit zu haben. Man muss darüber hinaus auch ein gewisses Maß an Leistung vorweisen. Meistens ein sehr hohes. Sonst drohen Anerkennungsverlust, Druck von Seiten der Kollegen bzw. Vorgesetzten und (...)

Streifzüge, Heft 56

Außer Konkurrenz

Über den Zusammenhang von Leistungssport und Markt
Oktober
2012

Kapitalismus wird gerne als eine sportliche Veranstaltung begriffen, die den Wettbewerb um stetige Verbesserungen ankurbelt. Gerät ein Land, ein Unternehmen oder ein Vorhaben ins Hintertreffen, dann spornt die Diagnose, nicht gut genug gewesen zu sein, dazu an, es „besser“ zu machen, mehr zu (...)

Streifzüge, Heft 65

Champions League oder Sei kein Spielverderber!

November
2015

Homestory Obwohl ich Champions gar nicht mag und deren Queen-Hymne furchtbar finde, freue ich mich, wenn es Herbst und trübe wird, immer wieder auf die Champions League. So sind zumindest Dienstag und Mittwoch leichter zu überstehen. Nicht dass ich allen Spielen folge, schon gar nicht parallel (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Kleine Philosophie des Fouls

Juli
2016

Vielleicht habe ich ja auch irgendetwas überlesen, aber tatsächlich kommt es mir so vor, als würde sich trotz der Allgegenwart des Fußballs so ziemlich niemand Gedanken über den spezifischen Charakter des Fouls machen. Ein unvoreingenommener Beobachter müsste, zwänge man ihn das Spiel zu (...)

Streifzüge, Heft 70

Der „beruhigende“ Terror des Geldes

Juni
2017

Am 11. April diesen Jahres wurde in Dortmund ein Bombenanschlag auf den vollbesetzten Mannschaftsbus des Bundesligavereins Borussia Dortmund (BVB) verübt. Drei mit Metallstücken versehene Sprengsätze, die vor dem Hotel der Spieler deponiert waren, explodierten, kurz nachdem sämtliche (...)