FORVM, No. 411/412

Internationale Zeitschrift für kulturelle Freiheit politische Gleichheit und solidarische Arbeit · Begründet 1954 von Friedrich Torberg · Geleitet 1966-86 von Günther Nenning · Herausgeber Gerhard Oberschlick
Offenlegung: Medieninhaber ist der Herausgeber, Unternehmenszweck siehe Untertitel.
Hersteller: Typographische Anstalt, 1190 Wien

Beiträge

Errata • Schwärmen

1

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Auf nach Europa!!

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Vernichtungsfeldzug mit Hilfe

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Seit Indonesien die portugiesische Kolonie Osttimor widerrechtlich annektierte, ermordeten Angehörige der Indonesischen Sicherheitskräfte ein Drittel der Bevölkerung, führen einen grausamen Krieg auf allen Ebenen, doch die Weltöffentlichkeit will von den 300.000 Toten nichts wissen. Begonnen hat (...)


Die Sonne südöstlich der Alpen

4

Die Slowenen — in Kärnten vom Staatsvertrag unwirksam geschützte Minderheit, politisch, ökonomisch und gesellschaftlich zum Schaden auch der Mehrheit niedergehalten — haben ihre „Sozialistische Republik Slowenien“, als zweitkleinste Teilrepublik Jugoslawiens nur gut doppelt so groß wie Kärnten, zur (...)


Für Wim Wenders

„Compañero Wim, ich kann Dich nicht sehen, aber ich weiß, daß Du da bist.“

4

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Liebe Juden!

6

24 slowakische Intellektuelle — darunter ein leibhaftiger katholischer Bischof — wandten sich im vorigen Oktober an die Angehörigen des jüdischen Volkes. Ihre nachstehende Erklärung, mit der sie für die Deportationen von Juden aus der Slowakei Abbitte leisten, zeigt uns, wie man mit Geschichte auch (...)


Die Pfaffenrepublik*

7

Die Slowaken wurden staatssüchtig. Seit der Zerschlagung des nicht einmal hundert Jahre bestehenden Großmährischen Reiches zu Anfang des 10. Jahrhunderts durch berittene Krieger der Magyaren — die Slowaken leiten die Legitimität ihres Anspruchs auf Eigenstaatlichkeit von der Existenz dieses Reiches (...)


Die Vernunft der Täter

11

Ein aufwendiges Symposion — es dauerte eine Woche, vom 19. bis 23. Oktober. Zu den Mitveranstaltern gehörten viele Institutionen. Unter den leitenden Personen die Zeithistorikerin Erika Weinzierl, zur Planung hatte man Friedrich Stadler geholt, der sich von dem Titel „Die vertriebene Vernunft — (...)


Unter Brüdern

12

Die Erblast ist drückend. Denn es ist nichts mehr da für jene Generation, die um die Jahrhundertwende geboren ist, das deutsche Bürgertum hat abgewirtschaftet und hinterläßt seinen Söhnen hohle Phrasen und leere Taschen. Nimmt man die „Kinderstube“ als Annäherung an die Charakterstruktur der sinkenden (...)


Kriegsgerichtsrat a. D. Schwinge macht mobil

18

Die Justiz und die Juristen konnten bekanntlich nach 1945 (fast) ungehindert weiterarbeiten: Wenig betroffen von der Entnazifizierung und kaum gezeichnet von antifaschistischer Gesinnung vermochten Kommentatoren, Legisten, Professoren, Richter und Anwälte der Nazi-Zeit ihre rechtstechnischen (...)


Mitteilung gemäß § 37 Abs. 1 MedG

21

Dr. Hans Peter Januschke als Privatankläger, hat gegen den Verfasser des Artikels „Achtung! Scharfe Richter!“ in der Zeitschrift „Forvm“ Nr. 397/398 vom 15. 3. 1987 ein Strafverfahren wegen übler Nachrede wegen der auf den Seiten 32-44 angeführten Textstellen, in denen es unter Bezug auf dem (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Von Krucken-, Haken- und anderen Kreuzen

22

Vor fünfzig Jahren, im März 1938, hat Österreich in einem Begeisterungstaumel sondergleichen seine staatliche Selbständigkeit aufgegeben, und ist von Nazideutschland annektiert worden. In der Folge — während der letzten sieben Jahre des „tausendjährigen Reiches“ wurden Österreicher an den deutschen (...)


Der ewige Antisemit

Klopfzeichen aus der Wiener Polizei

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Fernschreiben mit der Vorrangstufe „ssd“ sind, der offiziellen polizeiinternen Definition nach, Nachrichten, die den Empfänger möglichst schnell erreichen müssen. Das ssd-Fernschreiben PWPR Nr. 9275 kam am Samstag, dem 27. Juni 1987, um 10.05 Uhr, es war ein Fernschreiben des (...)


Meinen Vater soll es nicht gegeben haben?

31

Jüngst stand in einer heimischen Wochenzeitschrift, es gäbe viele Österreicher, die gar nicht glauben, daß es Widerstandskämpfer (während der Nazizeit) gegeben habe. Viele glauben, so hieß es auch, daß jene Verräter gewesen seien. Posthum und stellvertretend für meinen Vater krampfte ein weiteres Mal (...)


Wie nehmen mer’n denn?

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Alle wollen ihn — zu Österreichs Ehre — weghaben, einige geben’s nur noch nicht zu, weil und solange keiner weiß, wie das geht. Einzelne bitten ihn, zurückzutreten, Tausende appellieren an ihn und/oder fordern diesen Schritt — wir dokumentieren hier die sonstigen zivilen Ansätze, den unhandlichen (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Ostrofn!

Offener Brief an den Staatsanwalt

33

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Erfüllt eure Pflicht!

Offener Brief an Abgeordnete

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Betrifft: Absetzung des Bundespräsidenten nach Art 60 Ab 6 B-VG Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Dr. Kurt Waldheim hat die Öffentlichkeit über seine Vergangenheit im Unklaren gelassen und ist durch Täuschung eines Teils seiner Wähler zum Bundespräsidenten gemacht (...)


Verpflichtungserklärung

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Zahlzeseam!

Vertraulicher Brief an Finanzwelt

35

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Schiffe, trunkenes Glück

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Friedel Beyer ist der jüngere Bruder von Friederice Beyer, der ihren penibel recherchierten Analysen von Waldheims Kriegsvergangenheit seit Anbeginn nichts abgewinnen mochte: „Weiß ich doch eh, was von dem zu halten ist“, sagte er gern und wußte sich eines Sinnes mit zahlreichen FORVM-Lesern, „so im (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Schleichzeich!

Offener Brief an Kriegsteilnehmer

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Werte Vorgeborene! Wann werdet Ihr endlich Euer Schweigen brechen? Vierzig Jahre warten wir nun schon vergeblich auf Eure persönlichen Rechenschaftsberichte. Doch Ihr wollt nicht Rechenschaft geben, Ihr denkt in all Eurer geistigen Beschränktheit eher an Revanche denn an Reue. Ihr habt nichts (...)


Hokuspokus lebensfroh!

38

W. K. war schon FORVM-Autor der ersten Stunde, jedoch immer schon, seiner Zeit voraus, postlinear und auf keine der alten Linien zu bringen — so ist er uns um so herzlicher jetzt willkommen. „Von Glücksverheißern und Unglücksverhinderern“ erzählt er uns (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Thomas Bernhards Seelenschaum

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Lutz Löwengrein ist Wärter in einem bunten Zoo. Er liest den Tieren täglich aus den Werken prominenter Dichter vor, und achtet auf ihre Reaktionen. Während die Exoten einst bei Texten Thomas Bernhards aufgeregt durch die Gegend liefen, oft auch tauchten, und mit den Tatzen in die Luft hieben, ist (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Lieber Lukács!

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Die Geschichte einer verspäteten Jugendliebe, aus veröffentlichten und privaten Schriften von Lukäcs (kursive Stellen im Text sind Zitate) rekonstruiert; von A. N., geboren 1956 in Budapest, ebendort Lektor, Theater-, Film- und sonstiger Autor. Unsere Szene entwickelt den Keim der Katastrophe: Der (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Bar jeder Hoffnung

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Ein junger Wiener Literat im postmodernen Szenendschungel von São Paulo (wo R. M. seit 1981 lebt) sucht den Professor Singer, alias Naptha vom Zauberberg‚ vulgo Lukács; und wie er ihn findet, erzählt er uns hier. Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Der Philosoph in der Fabel

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K. P. L., selbst philosophisch kontaminiert, reflektiert hier essayistisch die folgerichtige Poetisierung bei Nagy und Menasse als literarische Lösungsversuche eines Problems, das Lukács nur lebte. Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Ultima

Notizen aus dem Hospital 1987

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