Zeitschriften und Zeitungen

ak — analyse & kritik

ak — analyse & kritik, die Zeitung für linke Debatte und Praxis, informiert monatlich über den Klassenkampf von oben und unten (zwischen Hamburg und Haiti), das Treiben von Rechten und Rassisten — und die linke Gegenwehr. Sie bekämpft die Verharmloser des Nationalsozialismus, propagiert die internationale Solidarität und polemisiert gegen Anpasser und Sektierer. Ein Jahrgang ak ist ein Lexikon der Zeitgeschichte — aus radikal linker Sicht.

ak hat eine lange Geschichte. Ihr Vorläufer, der 1971 gegründete Arbeiterkampf, war 20 Jahre lang die zentrale Publikation des Kommunistischen Bundes (KB). Als der KB sich 1991 auflöste, blieb die Zeitung erhalten. Sie steht jenseits von Dogmatismus und Anpassung an den Zeitgeist.

Wir wollen aber nicht nur informieren und kommentieren, sondern auch eingreifen. Unsere kritische Solidarität gilt den sozialen Bewegungen und den Linken, die an dem Versuch der Gesellschaftsveränderung festhalten: sei es in antifaschistischen und antirasisstischen Gruppen, in der Anti-AKW-Bewegung, in Betrieben und Gewerkschaften oder in Erwerbslosen-Initiativen.

Die linke Debatte nimmt in ak breiten Raum ein. Wir bringen Beiträge aus marxistischer, feministischer, linksradikaler oder auch reformerischer Sicht.

Neueste Beiträge

Wie kann sich die Klima­bewegung mit den Arbeiter*innen der Auto­industrie verbünden?

Jan Ole Arps, 14. September 2021
Mit den Protesten gegen die Internationale Automobilausstellung in München haben Teile der Klimabewegung den Kampf mit Deutschlands einflussreichster Klimakillerbranche aufgenommen. Allerdings tauchen die etwa 800.000 Beschäftigten der Autoindustrie in den Überlegungen der Bewegung bislang kaum (...)

Bitte nicht grün umlackieren

Anna Dotti, 13. September 2021
Zwei Polizisten klettern auf einen Holzzaun, die Latten brechen, sie fallen zu Boden. Sie stehen wieder auf und schließen sich der Reihe der gegenüber stehenden Polizist*innen an. Zwischen dem kaputten Holzzaun und den behelmten Beamt*innen stehen zwei Bäume, darauf sitzen zwei Aktivist*innen. (...)

Wir haben Geschichte

Tarek Shukrallah, 17. August 2021
Aktuelle Debatten um »Identitäts- gegen Klassenpolitik« machen die Vielschichtigkeit linker Politik unsichtbar. Ein historisch-kritischer Blickwinkel kann dazu beitragen, scheinbare Gegensätze zu dekonstruieren und Ansatzpunkte für eine gegenwärtige politische Praxis von unten zu liefern. Mit dieser (...)

Geh bitte! Wolfgang M. Schmitt jr.

Kuku Schrapnell, 17. August 2021
Wolfgang M. Schmitt jr., der manchen vielleicht eher unter seinem YouTube-Nickname »Die Filmanalyse« bekannt sein dürfte, hat es schon wieder getan. Wolfgang M. Schmitt jr. hat die Welt gerettet. Vielleicht nicht gleich die Welt, aber zumindest doch die Kultur, also die westliche. WMS tritt da auf (...)

Frauen im antikolonialen Widerstand

Carina Book, 17. August 2021
In ihrem neuesten Stück »Embrace your crown« geht Mable Preach auf eine biografisch-historische Spurensuche nach weiblichen Akteurinnen im antikolonialen Widerstand. Eine Suche, die Stoff für hunderte Stücke hergäbe, weil so vieles bisher unerzählt blieb. Weiterlesen auf (...)

Umkämpfte Erinnerung

Jonathan Welker, 17. August 2021
Am 20. September 1941 explodierte eine Bombe in der Zitadelle in Kiew, zahlreiche weitere Explosionen in der Innenstadt folgten. Ziel der Anschläge waren die neu errichteten Stützpunkte der deutschen Truppen, die im Begriff waren, die Hauptstadt der ukrainischen Sowjetrepublik einzunehmen. Dass (...)

Arbeitskampf in den Gedenkstätten

Erinnerungskultur anstellen, 17. August 2021
Es ist das wohl berühmteste Zitat über die Bedeutung der Erinnerung an den Nationalsozialismus: »Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.« Zugeschrieben wird es wahlweise Primo Levi oder George Santayana, und es ist der Maßstab jeder antifaschistischen (...)

Aufholen statt Erholen

David Pape, 17. August 2021
Die Pandemie hielt für die Schüler*innen eine Lehre parat, die schon Bertolt Brecht in den »Flüchtlingsgesprächen« durch seinen Protagonisten Ziffel über die Schule sagen ließ: »Die Kinder der besseren Leute wurden besser behandelt als die der Leute, welche arbeiteten.« Dass die Kinder diese Lektion (...)

Professor Happis Impfstoff

Paul Dziedzic, 17. August 2021
Was gab es am Anfang der Pandemie noch für pathetische Töne von westlichen Regierungen. Zum Beispiel, die Welt müsse »gemeinsam« durch die Krise, es dürfe keinen Impfnationalismus geben. Doch als Vorschläge wie die Freigabe der Patente kamen, wurden diese abgeschmettert. Das passte amerikanischen und (...)

Erhitzt und verdichtet

Christian Zeller, 17. August 2021
Die aktuellen Überschwemmungen und Brände, die Verwüstungen und der Tod vieler Menschen in ganz unterschiedlichen Regionen der Welt machen abstrakte Befürchtungen zur erlebten Erfahrung. Diese Ereignisse kommen nicht überraschend. Sie bestätigen, wovor die Klimaforscher*innen seit vielen Jahrzehnten (...)
ak – analyse & kritik
Logo von Analyse & kritik
Beschreibung politische Zeitung
Fachgebiet politische Bildung, soziale Bewegungen
Sprache Deutsch
Verlag a.k.i Verlag für analyse, kritik und information GmbH; Geschäftsführer: Hannah-Maria Eberle und Jan Ole Arps (Deutschland)
Hauptsitz Hamburg
Erstausgabe 1992
Erscheinungsweise Monatlich
Verkaufte Auflage 5400 Exemplare
Herausgeber Verein für politische Bildung, Analyse und Kritik e. V.
Weblink www.akweb.de
ISSN (Print)

Die Monatszeitung ak – analyse & kritik (ak) mit dem Untertitel Zeitung für linke Debatte und Praxis, bis August 1992 Arbeiterkampf (AK), erscheint in Hamburg. Sie erscheint monatlich, außer im Juli. Herausgeber ist der Verein für politische Bildung, Analyse und Kritik e. V. Erscheinungsort ist Hamburg. Bis Ende 2018 wurden insgesamt 644 Ausgaben produziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ak – analyse & kritik ist Nachfolgerin des Arbeiterkampf (AK), der Zeitung des Kommunistischen Bundes (KB). Der AK erschien erstmals im Dezember 1971. Als der KB sich 1991 auflöste, blieb die Zeitung erhalten. Etwas mehr als ein Jahr lang, bis Sommer 1992, wurde sie als „Dach-AK“ von den beiden KB-Strömungen, der Mehrheit und der Minderheit, gemeinsam produziert. Ab August 1992 (Nr. 345) war die ehemalige KB-Mehrheit alleinige Herausgeberin, und die Zeitung erhielt ihren bis heute gültigen Namen: ak – analyse & kritik. Ende 1999 übernahm der Verein für politische Bildung, Analyse und Kritik e. V. die Herausgeberschaft.

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens[1] im Dezember 2011 erhielt die Zeitung (ak Nr. 566) ein neues Gesicht. Seitdem besteht sie aus vier „Büchern“: Politik, Thema, Bewegung, Gesellschaft. Thematische Rubriken sind Aktion, Deutschland, Diskussion, Gender, Geschichte, International, Kultur, Rechte und Wirtschaft & Soziales.

Die linke Debatte nimmt in ak breiten Raum ein. ak bringt Beiträge aus marxistischer, feministischer, linksradikaler oder auch reformerischer Sicht. Sie berichtet über soziale Bewegungen und stellt an diese kritische Fragen. Antifaschistische und antirassistische Themen werden regelmäßig behandelt. Jede Ausgabe hat einen drei bis fünf Seiten umfassenden Schwerpunkt. Die Schwerpunktthemen 2018 waren: Imperiale Lebensweise, Black History Month, 1968, China, Sexarbeit, Fußball-WM, Lagersystem, Solidarität, Klima, Novemberrevolution, Über den Wolken. Hinzu kommen Artikelserien. Die letzte Serie erschien 2018 als Buch.[2]

Das ak-Projekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Redaktion besteht (Stand Juni 2019) aus neun Personen.[3] Hinzu kommen Mitarbeiter aus den Bereichen Grafik, Layout, Korrekturlesen, Technik, Buchhaltung und Vertrieb. Insgesamt schrieben in den vergangenen vier Jahren über 350 Autoren aus dem In- und Ausland für ak. Die Redaktion ist politisch der Interventionistischen Linken sowie zahlreichen Bewegungen und Basisorganisierungen solidarisch verbunden.[4] Für jede Ausgabe gilt eine Frauenquote: Derzeit sollen mindestens 35 Prozent der Texte von Frauen geschrieben werden. Seit Dezember 2012 galt eine Quote von 30 Prozent.[5]

Fantômas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von April 2002 bis Sommer 2008 erschien unter dem Namen Fantômas ein Themenheft und Halbjahres-Magazin der ak in 13 Ausgaben.[6]

Umfang, Beilagen, Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ak hat 36 Seiten im Berliner Format. In unregelmäßigen Abständen ist der Zeitung eine Broschüre beigelegt, in der überwiegend bereits erschienene ak-Artikel zu einem Thema nachgedruckt sind.

In den vergangene Jahren waren das:

  • Critical Whiteness. Debatte um antirassistische Politik und nicht diskriminierende Sprache
  • Kampf um Kurdistan. Der Aufstieg des Islamischen Staates und das Revival des linken Internationalismus
  • Was tun gegen die AfD? Zehn Vorschläge wie der rechte Vormarsch gestoppt werden könnte.
  • Winter 2017/18: Hetzen und Jammern. Wie rechte Normalisierung funktioniert und wie Gegenstrategien aussehen könnten.
  • Emission Impossible. Was tun gegen die kapitalistische Klimazerstörung?

Die Broschüren werden auch gesondert über den a.k.i. Verlag vertrieben. ak hat (Stand August 2019) eine Auflage von 5.400 Exemplaren.[7]

Website[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der noch laufenden Modernisierung der Website sollen auch alle Artikel aus dem ak-Archiv zugänglich sein.[8] Derzeit sind jeweils nur einige Artikel der aktuellen Ausgabe online. Im September 2019 wurde eine Crowd-Funding-Kampagne von der Redaktion ins Leben gerufen, mit der die Neugestaltung der Website finanziert werden soll.[9] Bis Mitte Oktober wurden Spenden in Höhe von 50.000 Euro eingenommen.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Steffen: Geschichten vom Trüffelschwein. Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991. Assoziation A, Berlin 2002, ISBN 3-935936-07-9 (Dissertation an der Universität Marburg, Download, PDF; 20,5 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tom Strohschneider: Der Arbeiterkampf geht weiter, Kollegen! In: Der Freitag, 23. November 2011.
  2. Sebastian Friedrich / Redaktion ak – analyse & kritik (Hg.): Neue Klassenpolitik. Linke Strategien gegen Rechtsruck und Neoliberalismus. Bertz + Fischer, Berlin 2018, ISBN 978-3-86505-752-5 (Verlagsanzeige mit Leseprobe).
  3. ak Nr. 650. S. 18.
  4. ak Homepage – Wir über uns. In: ak – analyse & kritik. Abgerufen am 11. Juli 2019.
  5. Sichtbarmachung männlicher Strukturen. In: ak – analyse & kritik. Abgerufen am 1. September 2019.
  6. Fantômas-Intro, Das Ende eines Gespenstes Fantômas hat sein Erscheinen eingestellt, Fantômas Archiv
  7. ak Nr. 651, 20. August 2019, S. 18.
  8. ak Nr. 651, 20. August 2019, S. 2.
  9. Sebastian Bähr: Selbstverwaltet ins Internet. In: Neues Deutschland. 15. September 2019, abgerufen am 16. September 2019.
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