Zeitschriften und Zeitungen

Krisis

Krisis – Kritik der Warengesellschaft ist ein Zusammenschluss von theoretisch arbeitenden Einzelpersonen und Gruppen, die sich der Reformulierung einer radikalen Kapitalismuskritik jenseits des traditionellen Marxismus verschrieben haben.

Der Name ist Programm. Kapitalismuskritik heißt für uns: Kritik einer Gesellschaft, die auf Warenproduktion, abstrakter Arbeit und Verwertung des Werts beruht und einer verselbstständigten historischen Dynamik unterliegt, welche im gegenwärtigen Krisenprozess kulminiert. Diese Krise hat einen fundamentalen Charakter. Sie untergräbt nicht nur die Grundlagen der kapitalistischen Verwertung, sondern bedroht zugleich auch die Bedingungen menschlichen Zusammenlebens überhaupt und wirft daher die Frage nach einer emanzipatorischen Aufhebung des Kapitalismus mit neuer Dringlichkeit auf.

Mit unseren Texten intervenieren wir in den öffentlichen Diskurs, mit dem Ziel, das Bewusstsein über die verrückte und zerstörerische Logik des warenproduzierenden Systems zu schärfen und eine neue Perspektive sozialer Emanzipation zu erschließen. Diese Texte, die wir in Zeitschriften, Zeitungen, Büchern und Internetforen veröffentlichen, finden sich zum allergrößten Teil auf unserer Homepage. Theoretisches Kernstück ist die Zeitschrift Krisis, die seit 1986 als Printausgabe publiziert wurde (zunächst unter dem Namen Marxistische Kritik) und seit Juni 2013 in einem neuen Online-Format erscheint.

Neueste Beitræge

Vorankündigung: Sommercamp der Gruppe Krisis

Norbert, 22. Februar 2024
Gegen die autoritäre Wende 3. – 7. Juli 2024 in Berlin Heiligensee Der Autoritarismus ist auf dem Vormarsch. Die extreme Rechte wird gesellschaftsfähig und erobert politische Positionen. Zwar hält eine gesellschaftliche Mehrheit vorerst an der liberalen Demokratie fest. Aber der Konsens ist (...)

Gigs für die Massen. Arbeitnehmerrechte für Plattformarbeiter konnten auf EU-Ebene nicht gesichert werden

Peter, 19. Februar 2024
von Minh Schredle (zuerst erschienen in der Jungle World 2024/07 vom 15.02.2024; hier leicht aktualisiert) Deutschland und Frankreich haben einen Vorschlag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Plattformarbeiter:innen seitens der EU-Kommission und des Europaparlaments blockiert. Nun (...)

Bürgergeld unter Beschuss. Der vermeintlich faule Arbeitslose als gern gepflegtes Feindbild

Peter, 13. Februar 2024
Von Peter Samol (Zuerst erschienen in der Jungle World 2024/06 vom 08.02.2024) Viele Menschen sind von der Inflation gebeutelt. Sie reagieren darauf jedoch nicht mit Kritik am Konkurrenzkapitalismus oder wenigstens mit der Forderung, Bessergestellte stärker in die Pflicht zu nehmen, sondern (...)

Diskussion zur Kategorie der Arbeit. Kritik und Analyse eines gesellschaftlichen Verhältnisses

Norbert, 12. Februar 2024
Podiumsdiskussion mit Daniel Göcht und Ernst Lohoff Dienstag 27. Februar, 19 Uhr, DresdenJugendraum im Volkshaus Dresden, Schützenplatz 14, 01067 Dresden (Zugang über Parkplatz) Eine Veranstaltung vom Referat Politische Bildung (StuRa TU Dresden) in Kooperation mit der DGB-Jugend Dresden Erst (...)

Thesen zur Kritik des modernen Naturverhältnisses

Norbert, 12. Februar 2024
von Julian Bierwirth Working Paper Nr. 2, Februar 2024Download als PDF Furchtbares hat die Menschheit sich antun müssen,bis das Selbst, der identische, zweckgerichtete,männliche Charakter des Menschen geschaffen war,und etwas davon wird noch in jeder Kindheit wiederholt.(Theodor W. Adorno) Das (...)

Schlimmer geht immer. Die Lage von Mieter:innen wird sich weiter verschlechtern

Peter, 6. Februar 2024
Von Peter Samol (Zuerst erschienen in der Jungle World 2024/05 vom 01.02.2024 ) Die Mieten werden in Deutschland weiter steigen und die Wohnungsnot wird noch schlimmer. Wer denkt, die Situation auf dem Wohnungsmarkt könnte für Mieterinnen und Mieter nicht noch schlimmer werden als derzeit, irrt (...)

Wer hat, dem wird gegeben. Alles wird teurer – vor allem für untere Einkommensschichten

Peter, 23. Januar 2024
Kommentar von Minh Schredle (Zuerst erschienen in der Jungle World 2024/02 vom 18.01.2024) Essen, Heizen, Miete, U-Bahn und Benzin: Alles wird immer teurer. Das trifft arme Menschen härter als Gutverdienende – und die Steuerpolitik der Bundesregierung verschärft dieses Ungleichgewicht sogar noch. (...)

100 anos de solidão? Martin Jay sobre os limites e as perspectivas da teoria crítica

Norbert, 22. Januar 2024
Entrevista por Nick Gietinger e Finn GölitzerTradução ao português por Marcos Barreira Publicado originalmente na Diskus de 18.01.2024 O Instituto de Pesquisa Social de Frankfurt (IfS) foi fundado em 1923. Nas décadas seguintes, o Instituto e seus arredores se tornaram o centro da Teoria Crítica. (...)

100 Jahre Einsamkeit? Martin Jay über die Grenzen und Perspektiven der Kritischen Theorie

Peter, 20. Januar 2024
Interview von Nick Gietinger und Finn Gölitzer Zuerst erschienen in Diskus vom 18.01.2024 Im Jahre 1923 wurde das Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS) gegründet. In den folgenden Jahrzehnten entwickelten sich das Institut und seine Umgebung zum Zentrum der Kritischen Theorie. Doch erst (...)

Wie weiter nach dem 7. Oktober? Aktuelle Texte und Hintergrund (aktualisiert am 4.1.2024)

Norbert, 2. Januar 2024
Der 7. Oktober 2023 ist eine Zäsur. An diesem Tag wurden im Süden Israels 1400 Menschen auf bestialische Weise ermordet, gefoltert oder als Geiseln genommen. Zu Opfern des detailliert geplanten Terrors wurden sie aus einem einzigen Grund: weil die fundamentalistische Hamas sich nach Vernichtung (...)
Krisis

Beschreibung deutsche politische Zeitschrift
Fachgebiet Kapitalismuskritik
Verlag Unrast Verlag
Erstausgabe 1986
Einstellung 2010
ISSN (Print)

Krisis war eine politische Zeitschrift und kapitalismuskritische Gruppe, deren Hauptfokus eine theoretische Kritik der „Warengesellschaft“ darstellt (Wertkritik).

Die Zeitschrift existiert seit dem Jahre 1986 (bis 1989 unter dem Namen Marxistische Kritik) und erscheint seit 2004 im Unrast Verlag. Die letzte Printausgabe (Nr. 33) erschien im Jahre 2010. Seit 2013 werden neue Artikel in unregelmäßiger Folge nur noch auf der Homepage veröffentlicht.[1]

Parallel zur Zeitschrift existiert das gleichnamige Projekt, das eine Diskussionsplattform für Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen schaffen will, die sich nach eigenen Angaben kritisch mit den Entwicklungen der „vorgeblichen Alternativlosigkeit des kapitalistischen Weltsystems“ auseinandersetzen. Sein Ziel ist die „Formierung einer neuen global kooperierenden, nicht-hierarchischen sozialen Bewegung gegen die herrschenden Zustände“.

Im Jahr 1999 veröffentlichte die Gruppe das Manifest gegen die Arbeit, das sich gegen die Marxsche Auffassung von der Arbeit als die alles begründende gesellschaftliche Wirklichkeit wendet.

Der prominenteste Autor der Zeitschrift und Mitarbeiter der Gruppe war bis April 2004 Robert Kurz. Dann kam es zur Spaltung und Neugründung der Gruppe EXIT! (wieder samt gleichnamiger Zeitschrift), in der Robert Kurz bis zu seinem Tod im Juli 2012 Mitglied war. Weitere Autoren der Krisis-Gruppe sind Ernst Lohoff (* 1960)[2][3], Norbert Trenkle (* 1959)[4][5] und Claus Peter Ortlieb.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitschrift Krisis. Abgerufen am 25. August 2016.
  2. Autorenprofil: Ernst Lohoff beim Unrast Verlag.
  3. Krisis-Texte von Ernst Lohoff
  4. Autorenprofil: Norbert Trenkle bei Soziopolis.
  5. Krisis-Texte von Norbert Trenkle
Videos