Zeitschriften und Zeitungen

Prodomo

Mit der Prodomo — Zeitschrift in eigener Sache wollen wir einen Beitrag zur materialistischen Gesellschaftskritik leisten, um uns aus dem Zustand der Ohnmacht zu befreien. Diese Zeitschrift wird „in eigener Sache“ produziert, weil Arbeitszwang, repressive Gleichheit, die Perspektive der Armut und die entfesselte Gewalt des zum Wahn gesteigerten kapitalistischen Fetischismus uns auch ganz direkt und persönlich bedroht.

Neueste Beiträge

Editorial

12. April 2019
Liebe Leserinnen und Leser, einen Schwerpunkt der neuen Prodomo bilden die Texte zum Racket, die auf eine Veranstaltungsreihe der Georg-Weerth-Gesellschaft Köln zurückgehen. Der Anlass zur Durchführung dieser Veranstaltungsreihe war, wie die GWG in dem nachfolgend dokumentierten Einladungstext (...)

Zur Aktualität des Racketbegriffs

12. April 2019
2017 veranstaltete die Georg-Weerth-Gesellschaft Köln eine Vortragsreihe unter dem Titel „Schutz, Beute und Vernichtung. Zur Aktualität des Racketbegriffs“. Aus den Vorträgen sind drei Texte für die Prodomo entstanden. Neben den Texten dokumentieren wir auch den Ankündigungstext der GWG Köln, der (...)

Racket und Antisemitismus

12. April 2019
In den letzten Jahren hat Gerhard Scheit in immer neuen Anläufen versucht, den „blinden Fleck“ der Kritischen Theorie Adornos sichtbar zu machen, der seiner Ansicht nach in der Abwesenheit einer Kritik der Souveränität liegt.[1] Um diese Schwachstelle auszugleichen, hat er zum einen – unter (...)

„… einzig das Gesetz der Selbsterhaltung“?

12. April 2019
1. Die Rackets und der Geist, der nicht deutsch ist Die „sich totalitär gestaltende Gesellschaft“ führt, so Max Horkheimer in seinem Entwurf „Die Rackets und der Geist“, „den Kampf gegen das Recht, gegen alle Vermittlungen, die eigenes Leben gewannen“.[1] Als Inbegriff dieser Gesellschaft gilt nun (...)

Rackets und Souveränität

12. April 2019
Folgt man der Verwendung des Wortes Racket in einschlägigen Publikationen, scheint heute alles Mögliche ein Racket zu sein: Trump und seine Entourage, der Nationalsozialismus, das Finanzkapital, der Ärztestand, Putins Russland, der Iran. Das lädt zur Skepsis ein. Die Georg-Weerth-Gesellschaft Köln (...)

Einheit und Zerfall

12. April 2019
Die ideologiekritische Szene hat sich allerspätestens mit den Erfolgen des sogenannten Rechtspopulismus von Donald Trump bis zur AfD vor allem an der Frage, wie die Stellung dieser Akteure zur nachbürgerlichen Republik und zum Islam zu bewerten sind, zerlegt. Vereinfacht gesprochen hat sich die (...)

Heute fährt die 18 bis nach Istanbul

12. April 2019
Die Menschen, die in Köln leben, entweder hier geboren wurden oder herzogen, weil diese Stadt von der Eifel, dem Bergischen Land oder anderen egal-Regionen Deutschlands aus betrachtet, etwas von einer Metropole zu haben scheint, vertragen neben den beiden Großereignissen CSD und Karneval nicht (...)

„Bange machen gilt nicht“

12. April 2019
I. Die bestehende Weltordnung ist kapitalistisch. Das bedeutet, dass die Menschheit vom gesellschaftlichen Reichtum, den sie produziert, getrennt ist. Um ihn konsumieren zu können, bedarf es zuvor der Aneignung. Diese kann auf drei verschiedene Weisen vonstatten gehen: Legal, also durch den (...)

Was bleibt von Marx?

12. April 2019
Marx stellte die bekannte Prognose auf, der Kapitalismus würde an seinen eigenen Widersprüchen zu Grunde gehen und auf ihn der Kommunismus folgen. Umso erstaunlicher, dass Max Horkheimer seinen 1940 im Exil geschriebenen Aufsatz über den Autoritären Staat mit folgendem Satz beginnt: „Die (...)

Im Federmieder

12. April 2019
„Die einzige Passion meines Lebens war die Angst.“ Thomas Hobbes Ein Märchen wird herumerzählt Von einem, dem das Geld ausgeht Er zog aus seinen Wänden stark Auf eine Bank im nahen Park Dort lebte er wohl rasch sich ein Und ließ hier auch das Saufen sein Er war fast völlig integriert, Als (...)