Zeitschriften und Zeitungen

TATblatt

7500 Seiten sind genug.

Nach 17 Jahren, fast 320 Ausgaben und über 7500 produzierten Seiten des TATblatts ist es einfach genug: Ende Juni [2005] bringen wir das letzte TATblatt unter die Leute ...

Unregelmäßige Erscheinungsabstände haben es vielleicht bereits vorhersehbar gemacht: Das TATblatt wird eingestellt. Was als Projekt der schnellen Gegeninformation nach dem StudentInnenstreik 1987/88 begonnen hat, hat sich im Zeitalter der Informationsübertragung in Millisekunden überlebt.

Das TATblatt tritt nicht ab ohne Resümee: Ende Juni erscheint eine letzte Ausgabe, in der wir 17 Jahre politische Existenz in einer radikalen Linken nachvollziehbar machen wollen; in der wir unsere subjektiven Erfolge wie Misserfolge darstellen wollen.

Derzeit ist nur ein Großteil der in den letzten Jahren erschienenen Ausgaben online abrufbar — in HTML-Dokumenten oder PDF-Files.

TATblatt

Beschreibung Anarchistische Zeitschrift
Fachgebiet Autonomie
Sprache Deutsch
Erstausgabe 1988
Verkaufte Auflage 4000 Exemplare
(DadA)
Weblink TATblatt OnlineArchiv

Das TATblatt war eine österreichische anarchistische Zeitschrift.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das TATblatt hatte als Medium für schnelle Gegeninformation von und für politische Aktivisten nach dem Studentenstreik 1987/88 mit der Nummer -101 begonnen. Stand am Anfang hinter dem Projekt die Idee, eine Zweitageszeitung zu produzieren, pendelte der Erscheinungsrhythmus des TATblatts zwischen zwei Wochen und einem Monat.

Nach 17 Jahren, fast 320 Ausgaben und über 7'500 produzierten Seiten erschien Ende Juni 2005 die letzte Nummer des TATblatts.

Bedeutung und Einstufung durch die Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde das TATblatt durch die von Jörg Haider bekannt gemachten Spenden des ehemaligen Innenministers Caspar Einem an das TATblatt.

Vom BVT wurde das TATblatt, zusammen mit der Zeitung akin, jahrelang als linksextremistische Zeitschrift eingestuft.[1] Das TATblatt war die einzige Zeitung in Österreich, die Anschlagserklärungen der militanten Linken in Österreich im Originaltext abdruckte.

Den letzten Aufschwung erlebte das TATblatt im Zuge der Proteste gegen die nach den Nationalratswahlen 1999 eingesetzte ÖVP-FPÖ-Koalitionsregierung, die sich in Aktionen und Demonstrationen, darunter auch den Donnerstagsdemonstrationen, manifestierten. Als „WiderstandsChronologie“[2] wurden dabei im TATblatt über Jahre hinweg sämtliche dieser Proteste dokumentiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. @1@2Vorlage:Toter Link/www.bmi.gv.at(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Verfassungsschutzbericht 2006) des BVT
  2. http://tatblatt.net/widerstandschronologie/chronik2005.html