Christoph Wendler

Geboren 1984, lebt und studiert in Wien. Zu seinen Studienschwerpunkten zählen Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Er beschäftigt sich bevorzugt mit gesellschaftskritischen Analysen. Sein theoretisches Hauptaugenmerk gilt dabei der Kritik der politischen Ökonomie und der Kritischen Theorie, mit welcher er gerne seine Auffassung von „Theorie als Praxis“ verteidigt: „Praxis, welche die Herstellung einer vernünftigen und mündigen Menschheit bezweckt, verharrt im Bann des Unheils ohne eine das Ganze in seiner Unwahrheit denkende Theorie.“ (Theodor W.Adorno) Darüber hinaus setzt er sich intensiv mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen und sozialen Bewegungen (u.a. in Lateinamerika) auseinander, die er mit großem Interesse zu verfolgen pflegt.

Beiträge von Christoph Wendler
Streifzüge, Heft 38
2000 Zeichen abwärts

Krieg der Engel

■  Christoph Wendler
Oktober
2006

Der größte Rüstungskonzern Europas (BAE Systems) ließ vor kurzem mit dem Postulat aufhorchen, er plane auf lange Sicht alle gefährlichen Komponenten, „die der Umwelt schaden und ein Risiko für den Menschen sind“, aus seiner Produktpalette zu entfernen. Eine an Zynismus schier unübertreffbare Aussage! (...)

Streifzüge, Heft 39
2000 Zeichen abwärts

Akademische Prekarisierung

■  Christoph Wendler
März
2007

Dieser Tage zeigt sich einmal mehr das „Elend im Studentenmilieu“, gegen das schon die Situationistische Internationale zu einer Zeit polemisiert hat, als eine andere Welt greifbar schien, nämlich kurz vor der 68er-Bewegung. Damals wie heute trifft ihre Analyse, die das Dilemma der (...)

Streifzüge, Heft 40
2000 Zeichen abwärts

Biene Maja hat Aids!

■  Christoph Wendler
Juni
2007

Diese Hiobsbotschaft sollte nicht nur Kinder oder Junggebliebene schockieren, sondern auch all jene, die gar keinen Honig mögen. Wie Wissenschafter unlängst herausgefunden haben, ist das Leben der Bienen akut bedroht. Sogar von einem Colony Collapse Disorder(CCD) ist die Rede, da sie vielerorts (...)

Streifzüge, Heft 41
2000 Zeichen abwärts

Schrei nach Kapitulation

■  Christoph Wendler
Oktober
2007

Tag ein, Tag aus dasselbe Theater: ständig reüssieren, sich präsentieren müssen; und doch permanent dem Untergang geweiht sein: Das Leben als bürgerliches Konkurrenz-Subjekt ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Die Warengesellschaft sorgt dafür. Doch was dagegen tun? Musik-Hören könnte hilfreich sein. (...)

Streifzüge, Heft 44

Rausch mit Rechnung!

Thesen über die Dimensionen des Rausches im Kapitalismus
■  Christoph Wendler
Oktober
2008

Mühsal prägt das Leben des homo oeconomicus. Nur zwischendurch wird dem doppelt freien Individuum eine Verschnaufpause gegönnt, ohne die es die Ware Arbeitskraft nicht regenerieren, geschweige denn erneut auf dem Markt verkaufen könnte. Und doch ist diese Freizeit nicht frei. Sie, die vermeintliche (...)