Ernst Jünger
Beiträge von Ernst Jünger
FORVM, No. 154

Alfred Kubin

■  Ernst Jünger
Oktober
1966

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Beiträge zu Ernst Jünger
FORVM, No. 361/363

Orwell nach dem Countdown

Obszöne Buchbesprechung*
März
1984

Orwell or not well

radiX, Texte

Alles Öko?

Positionen der Ökologischen Linken
Juni
1994

Bis in die 70er Jahre hinein war Ökologie ein beschauliches Teilgebiet der Biologie. Dann entstand eine Bewegung mit hundertausenden von AktivistInnen und SympathisantInnen. 1972 wurde der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) gegründet, im Kampf gegen das Atomkraftwerk im badischen (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998

Schwafeln über Gewalt

Mai
1998

Im letzten ZOOM schrieb Franz Schandl „Über Dialektik und Dimension der Gewalt“. Hier eine erste Kritik. Der Autor schrieb den Artikel erstmals nach den Ereignissen von Ebergassing, geht darin aber mit keinem Wort auf diese allen gänzlich unverständlichen (...)

Context XXI, Heft 1/2000

Krieg und Fotografie

Zur Wahrnehmung des Krieges
Februar
2000

Wie objektiv ist ein Objektiv? Was macht ein Fotograf im Krieg? Und was sagt der Jedi-Ritter dazu? Die Fotografie leitete das Zeitalter des objektiven Blicks ein. Von ihr erhoffte man sich ein neutrales Betrachten von Objekten. Diese Schärfung des Sehens brachte eine neue Form der Repräsentation (...)

Café Critique, Jahr 2002

Eine deutsche Rechtslehre

Über den Antisemiten Carl Schmitt
Februar
2002

Ein neues Buch zeigt zum ersten Mal das ganze Ausmaß und die Intensität des Antisemitismus im politischen Denken Carl Schmitts. Es geht um den Kern der deutschen Rechtslehre. Die Studie von Raphael Gross über Carl Schmitt und die Juden widerlegt die apologetische Schmitt-Rezeption, die immer (...)

Grundrisse, Nummer 1

Apologie der Erstarrung

März
2002

Die Gesichtspunkte der Eiszeit ermangelten nicht einer gewissen Größe. Der Mensch wurde nicht so sehr nach seiner Leistung geschätzt als vielmehr dem Vertrauen nach, das auf ihn (in ihm) gehäuft lag. Das ist kein unfreier Standpunkt. Das Gefühl der Freiheit wird gemeinhin weniger geschätzt als das (...)

Streifzüge, Heft 42

Unpopuläres zum Populismus

3. Teil: Skizzen einer Antipolitik
März
2008

Ob wir wollen oder nicht, wir sind nicht nur populistisch zugerichtet, sondern auch populistisch ausgerichtet. Was denn sonst? Der Unterschied liegt lediglich darin, dass einige das auch wissen und vielleicht sogar reflektieren, während die allermeisten es bloß handhaben. Weder die negative (...)

Ernst Jünger
am 15. September 1986 in Bad Godesberg
Autogramm Ernst Jünger.jpg

Ernst Jünger (* 29. März 1895 in Heidelberg; † 17. Februar 1998 in Riedlingen) war ein deutscher Schriftsteller, dessen Persönlichkeit und Werk durch seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg geprägt wurden. Er ist vor allem durch seine Kriegserlebnisbücher wie In Stahlgewittern, phantastische Romane und Erzählungen und verschiedene Essays bekannt. In seinem elitären, antibürgerlichen und nationalistischen Frühwerk, das der sogenannten Konservativen Revolution zugerechnet wird, bekämpfte Jünger die Weimarer Republik entschieden. Obwohl er der NSDAP nicht beitrat und deren rassistische Ideologie ablehnte, galt er nach 1945 als intellektueller Wegbereiter des Nationalsozialismus und gehört zu den umstrittensten Autoren Deutschlands. Er erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen, darunter 1918 den Pour le Mérite, das Große Bundesverdienstkreuz (1959) mit Stern (1977) und Schulterband (1985) und 1982 den Goethepreis, dessen Verleihung für einen politischen Skandal sorgte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühzeit und Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1895 wurde Ernst Jünger in Heidelberg als erstes von sieben Kindern des Chemikers Ernst Georg Jünger (1868–1943) und dessen späterer Frau Karoline Lampl (* 1873 in München; † 1950 in Leisnig/Sachsen) geboren. Er wurde protestantisch getauft. Zwei seiner Geschwister starben im Säuglingsalter.[1] Sein jüngerer Bruder Friedrich Georg Jünger wurde später ebenfalls Schriftsteller. Ernst Jünger verbrachte seine Kindheit in Hannover, in Schwarzenberg/Erzgeb. und schließlich ab 1907 in Rehburg. Der Vater hatte im Kalibergbau beträchtliche Einkünfte erzielt.

1901 wurde Ernst Jünger am Goethegymnasium in Hannover eingeschult. 1905 bis 1907 verbrachte er auf Internaten in Hannover und Braunschweig. Ab 1907 lebte er wieder bei seiner Familie in Rehburg. Mit seinen Geschwistern besuchte er die Scharnhorst-Realschule in Wunstorf. In dieser Zeit entdeckte er neben seiner Vorliebe für Abenteuerromane auch die Liebe zur Insektenkunde.

1911 traten die Brüder Ernst und Friedrich Georg dem Wunstorfer Wandervogel-Club bei. Dort fand er den Stoff für seine ersten Gedichte, die in einer Wandervogel-Zeitschrift veröffentlicht wurden. Sie brachten ihm die Anerkennung seiner Lehrer und Mitschüler ein. Er genoss von diesem Zeitpunkt an den Ruf eines Poeten und Dandys.

Marokko, Fremdenlegionäre

Im November 1913 trat Ernst Jünger als Schüler, der inzwischen ein Gymnasium in Hameln besuchte, in Verdun der Fremdenlegion bei und verpflichtete sich zu einer fünfjährigen Dienstzeit. Danach kam er in das Ausbildungslager Sidi bel Abbès in Algerien und gehörte zur 26. Instruktionskompanie. Von dort floh er mit einem Kameraden nach Marokko, wurde aber schnell aufgegriffen und zur Legion zurückgebracht. Sechs Wochen später wurde er nach einer von seinem Vater betriebenen Intervention des Auswärtigen Amtes auf Grund seines Alters wieder entlassen. Diese Episode seines Lebens wird in dem 1936 erschienenen Buch Afrikanische Spiele verarbeitet. Zur Strafe wurde er von seinem Vater auf ein Internat nach Hannover geschickt, wo er Banknachbar des späteren KPD-Politikers Werner Scholem war.[2]

Kriegsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jünger als Soldat 1918 in Rekonvaleszenz

Am 1. August 1914, kurz nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, meldete sich Ernst Jünger beim Füsilier-Regiment „General-Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen“ (Hannoversches) Nr. 73 in Hannover als Kriegsfreiwilliger. Nach dem Notabitur absolvierte er die militärische Ausbildung und kam im Dezember mit einem Ersatztransport an die Champagne-Front in Frankreich. Im April 1915 wurde Jünger erstmals verwundet.[3] Im Heimaturlaub schlug er auf Anraten seines Vaters die Offizierslaufbahn (Fahnenjunker) ein. Wieder zurück in Frankreich, wurde er am 27. November 1915 Leutnant und Zugführer und machte sich durch spektakuläre Aktionen bei Patrouillen und Stoßtrupps einen Namen. Er kämpfte über die gesamte Dauer des Krieges mit dem Ethos eines Berufssoldaten. Aber im Dezember 1915 notierte er ins Tagebuch, das er ständig mit sich führte, dass das Töten im Krieg ein „Morden“ ist, und auch, dass „[d]er Krieg in mir doch die Sehnsucht nach den Segnungen des Friedens geweckt“ hat.[4]

Im Laufe des dritten Kriegsjahres 1916 wurde Jüngers Regiment an sämtlichen Brennpunkten der Westfront eingesetzt. Während der zweiten Somme-Schlacht wurde Jünger am Vorabend der britischen Offensive in der Ruhestellung in Combles verwundet[5] und kam ins Lazarett. In der Folgezeit wurde sein gesamter Zug bei Guillemont aufgerieben. Im November 1916 wurde Jünger bei einem Spähtruppeinsatz zum dritten Mal verwundet[6] und erhielt wenig später das Eiserne Kreuz erster Klasse. Im Frühjahr 1917 wurde Jünger zum Chef der 7. Kompanie ernannt. Beim Anblick grüner Wiesen im Mai 1917 fragte sich selbst ein „einst so kriegslustiger“ Jünger:

„Wann hat dieser Scheißkrieg ein Ende?“[4]

Er rettete durch einen Zufall am 29. Juli 1917 seinem Bruder Friedrich Georg Jünger auf dem Schlachtfeld von Langemark das Leben. Daraufhin folgten weitere Auszeichnungen, darunter am 4. Dezember 1917 das Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern. Im März 1918 überlebte Ernst Jünger einen Granateneinschlag, dem fast seine gesamte Kompanie zum Opfer fiel. Das Kriegsende erlebte Jünger nach einer im August 1918 vor Cambrai erlittenen Verwundung im Lazarett in Hannover. Am 22. September 1918 erhielt er den Orden Pour le Mérite, die höchste militärische Auszeichnung der Krone Preußens.

Deutscher Stoßtrupp im Ersten Weltkrieg

Die Gefechtspausen seines Frontalltags gegen Ende des Krieges verbrachte er vor allem damit, Werke von Nietzsche, Schopenhauer, Ariost und Kubin zu lesen. Außerdem ließ er sich aus der Heimat entomologische Zeitschriften schicken. Die 15 Kriegstagebücher wurden vor Jüngers Tod dem Deutschen Literaturarchiv Marbach übergeben. 2010 erschienen sie, herausgegeben und kommentiert von Helmuth Kiesel.[7] Darin erscheine Ernst Jünger, so Benjamin Ziemann, weder als protofaschistische Kampfmaschine noch als Vordenker einer Amalgamierung von Mensch und Kriegstechnik, sondern als „sehr genauer Chronist“ der Gewaltpraxis im Ersten Weltkrieg.[8] Die Notizen dienten Jünger als Rohmaterial für sein erstes Buch (In Stahlgewittern, 1920). 2013 fasste sein Biograph Helmuth Kiesel erstmals alle Versionen von Jüngers In Stahlgewittern in einer historisch-kritischen Edition zusammen.[9]

Weimarer Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Café Kröpcke in Hannover

Erste Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Krieg diente Jünger zunächst noch als Leutnant im Infanterieregiment 16 der Reichswehr in Hannover. Während seiner Dienstzeit war er unter anderem mit der Ausarbeitung von Dienstvorschriften für den Infanteriekampf (Heeresdienstvorschrift 130) beim Reichswehrministerium in Berlin befasst.[10] Im zentral gelegenen Café Kröpcke kam er mit dem Kreis um den Verleger Paul Steegemann in Berührung, zu dem unter anderem die Dadaisten Walter Serner und Kurt Schwitters gehören.[11] Von Thomas Mann las er die Betrachtungen eines Unpolitischen (1918), später auch den Zauberberg (1924). Er begeisterte sich besonders für den französischen Dichter Arthur Rimbaud. Vom Trunkenen Schiff war er 1921 so hingerissen, dass er es eines Abends zwei Kameraden vorlas. Einer der beiden war der spätere Generaloberst Werner von Fritsch. Mit Baudelaire und Rimbaud erschloss sich Jünger nicht nur die Poetik der Moderne, betont Helmuth Kiesel, sondern auch das Seinsgefühl der Obdachlosigkeit und der Selbstentfremdung.[12]

Bald profilierte er sich als entschiedener Gegner der Republik, hielt sich aber aus den politischen Auseinandersetzungen weitgehend heraus und überarbeitete seine Kriegsaufzeichnungen, die in die Werke In Stahlgewittern. Aus dem Tagebuch eines Stoßtruppführers (1920), Der Kampf als inneres Erlebnis (1922), Sturm (1923), Das Wäldchen 125 (1925) und Feuer und Blut (1925) einflossen. Dabei schrieb er einige kürzere Aufsätze, die Fragen der modernen Kriegsführung behandeln, im Militär-Wochenblatt. In Stahlgewittern selbst wurde zunächst nicht als literarisches Werk gelesen, sondern erschien als „eine Art von Sachbuch“ (Kiesel) in einem Militärverlag.[13]

Nach seinem Ausscheiden aus der Reichswehr am 31. August 1923 immatrikulierte er sich in Leipzig als stud. rer. nat. Er hörte Zoologie bei dem Philosophen und Biologen Hans Driesch, dem führenden Sprecher des Neovitalismus, und Philosophie bei Felix Krüger und dessen Assistenten Ernst Hugo Fischer. Auch dürfte er Hans Freyer, der seit 1925 in Leipzig Professor war, an der Universität kennengelernt haben.[14]

NSDAP-Versammlung im Bürgerbräukeller, München 1923

1923 trat er für kurze Zeit in das Freikorps von Gerhard Roßbach ein und war vor allem als reisender Verbindungsmann zu anderen Teilen der nationalen Bewegung aktiv. Während eines längeren Aufenthalts in München, dem Heimatort seiner Mutter, sympathisierte Jünger mit jenem Kreis von gewesenen Frontsoldaten um Erich Ludendorff und Adolf Hitler, der den November-Putsch organisierte.[15] Eine Hitlerrede, die er dort hörte, beschrieb er rückblickend als „Elementarereignis“. Wenige Wochen vor dem gescheiterten Hitlerputsch publizierte er im Völkischen Beobachter, dem Parteiblatt der NSDAP, seinen ersten dezidiert politischen Artikel, Revolution und Idee, ein Plädoyer für eine „wirkliche Revolution“, deren Banner und Ausdrucksform das Hakenkreuz und die Diktatur sein sollten.[16][17] In einem Münchner Vorort besuchte er Ludendorff, dem er im April 1924 eine Eloge im Deutschen Tageblatt widmete.[18]

Brief von Adolf Hitler an Ernst Jünger, 27. Mai 1926

Die erste Zeitschrift, für die Jünger ab dem 6. Juni 1925 regelmäßig arbeitete, war das von ihm mitherausgegebene Blatt Die Standarte. Beiträge zur geistigen Vertiefung des Frontgedankens, der Sonderbeilage der Stahlhelm-Zeitung. Hier konnte er seine politischen Schlussfolgerungen aus dem Weltkriegserlebnis publizistisch ausbreiten. Bald geriet er als Sprecher der jungen Radikalen in Gegensatz zur Stahlhelmführung und zum Legalitätskurs von Franz Seldte.[19] Zwischen September 1925 und März 1926 publizierte er 19 Aufsätze. Bei einer Auflage von ungefähr 170.000 Exemplaren erreichten seine Ideen ein relativ breites Publikum.

Nach der Abschaffung der missliebigen Beilage im April 1926 gab Jünger zusammen mit Helmut Franke, Franz Schauwecker und Wilhelm Kleinau die Standarte in eigener Regie mit dem programmatischen Untertitel „Wochenschrift des neuen Nationalismus“ heraus. Ihre Auflage von vermutlich wenigen Tausend Exemplaren reichte aber nicht annähernd an Die Standarte heran.[14] Nach nur fünfmonatigem Erscheinen musste die neue Standarte im August 1926 auf Anordnung des Magdeburger Oberpräsidenten Otto Hörsing eingestellt werden, weil in dem Artikel Nationalistische Märtyrer die Morde an Walther Rathenau und Matthias Erzberger legitimiert worden waren. Darauf kündigte der Stahlhelm auch dem Schriftleiter Helmut Franke. Jünger verließ den Verband und übernahm als Mitherausgeber die Münchner Zeitschrift Arminius, eine Kampfschrift für deutsche Nationalisten (so der Untertitel).[19]

Am 3. August 1925 heiratete Jünger Gretha von Jeinsen. Am 1. Mai 1926 wurde in Leipzig der Sohn Ernst geboren (in Jüngers Aufzeichnungen meist „Ernstel“ genannt). Das Studium brach er am 26. Mai ohne Abschluss ab und wandte sich ganz der Schriftstellerei zu.

Im Oktober 1927 gründete Jünger mit Werner Lass die Zeitschrift Vormarsch. Blätter der nationalistischen Jugend, die bis 1929 erschien. Von Januar 1930 bis Juli 1931 gaben sie die Zeitschrift Die Kommenden. Überbündische Wochenschrift der deutschen Jugend heraus. Nach 1931 schrieb er fast nur noch in Ernst Niekischs Widerstand. Zeitschrift für nationalrevolutionäre Politik.

Antidemokratisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Philosoph Friedrich Nietzsche

In seiner nationalrevolutionären Publizistik forderte Jünger aus der Verabsolutierung seiner Kriegserlebnisse heraus eine Militarisierung aller Lebensbereiche. Die Weimarer Republik bekämpfte er radikal. Er sprach sich für ihre gewaltsame Zerschlagung und die Errichtung einer nationalen Diktatur aus. Die Ideale des Humanismus, Pazifismus, generell aller bürgerlichen Ordnungs- und Zivilisiertheitsvorstellungen lehnte er ab: Stattdessen propagierte er ein Menschenbild, das keine Scheu vor Schmerz und Opfer kennt und Disziplin und Rangordnung höher achtet als das aus seiner Sicht ungerechtfertigte Postulat der Gleichheit. Nach Ansicht Kiesels steckte zwar dahinter ein „früh anerzogener und durch die Lektüre Nietzsches befestigter Antidemokratismus und Antihumanismus“, aber auch der Verdacht, dass, wenn die Humanisten Recht hätten, die vier Jahre Krieg sinnlos gewesen seien.[20] In der Erstauflage 1925 von Wäldchen 125 findet sich der Satz:

„Ich hasse die Demokratie wie die Pest.“

Gegen das „geschäftsmäßige Literatenpack“, das sich für Aufklärung, Demokratie und Pazifismus einsetze, müsse „sofort die Prügelstrafe wieder eingeführt“ werden. Diese Sätze ließ er 1933 aus den folgenden Ausgaben des Buchs entfernen.[21] Dennoch glaubt der Historiker Peter Longerich, dies sei eine „auch in der Diktion für ihn typische Aussage“.[22] Jünger lebte 1925 im Glauben, dass „der große Krieg“ noch gar kein Ende gefunden habe. In Umkehrung des Zitats von Clausewitz sah er Politik als eine „Fortsetzung des Krieges mit veränderten Mitteln“.[23] Diese Weltanschauung, betont Matthias Schloßberger, habe ihre Wurzeln in der Romantik und der Lebensphilosophie Nietzsches.[14] Jünger fordert, mit „dem unheilvollen Streben nach Objektivität, die nur zur relativistischen Aufhebung der Kräfte führt, aufzuräumen“ und sich zu bewusster Einseitigkeit zu bekennen, „die auf Wertung und nicht auf ‚Verständnis‘ beruht“,[24] und betont die Bedeutung des Gefühls der Gemeinschaft, der Verbindung mit dem Ganzen, denn das Gefühl stehe am Anfang jeder großen Tat. Wachstum sei für Jünger das natürliche Recht alles Lebendigen,[25] das keines Beweises zu seiner Rechtfertigung bedarf:[26] „Alles Leben unterscheidet sich und ist schon deshalb kriegerisch gegeneinander gestellt.“[27] Gegen das rationalistische, mechanistische, materialistische Denken des Verstandes setzt Jünger das Gefühl und den organischen Zusammenhang mit dem Ganzen. Das Gefühl der „Gemeinschaft in einem großen Schicksal“, das am Beginn des Krieges stand, das Bewusstsein der Idee der Nation und die gemeinsame „Unterwerfung unter eine Idee“ sind für Jünger Zeichen einer grundsätzlichen Revolution.[28] Sie kann aber nur Methode sein, denn der „Frontsoldat besitzt Tradition“.[29] Die großen Gefahren sieht Jünger „nicht im marxistischen Bollwerk“, sondern in allem, was mit dem Liberalismus zusammenhängt: „Sicher steht uns der Kommunismus als Kampfbewegung näher als die Demokratie“.[30] Zugleich artikulierte er in dieser Phase eine extrem nationalistische Einstellung:

„Wir können gar nicht national, ja nationalistisch genug sein.“[31]

Das nationalistische Programm sollte auf vier Grundpfeilern basieren: Der kommende Staat müsse national, sozial, wehrhaft und autoritativ gegliedert sein.[14] Dabei sei die Staatsform „nebensächlich, wenn nur ihre Verfassung eine scharf nationale ist“.[32] Ob die Zuordnung Jüngers zur Konservativen Revolution Arthur Moeller van den Brucks gerechtfertigt ist, ist umstritten. Den Gedanken einer hierarchisch geprägten Stände-Gesellschaft lehnte er ab: „Aufgrund des Blutes und des Charakters wollen wir uns in Gemeinschaften und immer größere Gemeinschaften binden, ohne Rücksicht auf Wissen, Stand und Besitz“.[33] Es gebe keine allgemeine Wahrheiten, jedes Gesetz werde „durch Zeit, Raum und Blut“ bestimmt.[34] Wenn aber das „wofür“ der Entscheidung beliebig wird, dann ist diese nihilistische Position mit einer konservativen Haltung nicht mehr in Einklang zu bringen.[35] Jünger stellte klar, dass sein Nationalismus mit dem „Konservativismus“ nicht „das mindeste zu schaffen“ habe. Seine Kritik an der parlamentarischen Demokratie trifft jeden, der sich nicht außerhalb der Ordnung des bestehenden Systems stellt.[36]

Am 17. Oktober 1930 befand sich Jünger im Beethovensaal gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich Georg zwischen den SA-Leuten, die unter der Führung Arnolt Bronnens die Deutsche Ansprache von Thomas Mann störten, in der dieser vor den Gefahren des aufkommenden Nationalsozialismus warnte. Man hatte beschlossen, so Bronnen in seinem Protokoll, die Veranstaltung zu besuchen, um „dort selbst eine Diskussion zu entfachen“. Unabhängig davon – so Bronnen – hatte Joseph Goebbels zwanzig mit Smoking bekleidete SA-Männer geschickt, die den Auftrag hatten, sich „nur geistig“ zu betätigen, johlend, rufend, pfeifend, aber ausnahmsweise einmal nicht als Schläger. Die Störungen hätten sich zunächst auf einige Zwischenrufe beschränkt, bis die Polizei einen allgemeinen Tumult auslöste.[37] Jünger selbst beteiligte sich nicht direkt an den Störungen, billigte sie allerdings stillschweigend, wie sich der ebenfalls anwesende Alexander Mitscherlich in seiner Autobiographie Ein Leben für die Psychoanalyse erinnerte.[38] Der französische Jüngerianer Julien Hervier meint hingegen, Jünger habe lediglich die von ihm bevorzugte Beobachterrolle übernommen.[39] Dirk Heisserer und die Enkelin Barbara Bronnen weisen auch auf inkorrekte Darstellungen hin.[40] Seinem Privatsekretär Heinz Ludwig Arnold zufolge erzählte Jünger nach dem Krieg, sie hätten „die erste Reihe [besetzt], und als Thomas Mann seine Lesung begann, schlugen alle in der ersten Reihe große Zeitungen auf“.[41]

In seinem Tagebuch fragte sich Thomas Mann später, wie Jünger es in dieser Gesellschaft „aushalten“ konnte, eine Frage, die nur verständlich ist, wenn er bei ihm ein gewisses Niveau voraussetzte, das zu dem Umfeld der Störer nicht passte. Anders als sein Bruder Friedrich Georg, der sich süffisant über den Zauberberg und Manns Angriffe auf den deutschen Nationalismus geäußert hatte, hielt sich Ernst Jünger erstaunlich zurück.[42]

Erst später finden sich vereinzelte Äußerungen. So sagte er anlässlich der bevorstehenden Verleihung des Goethepreises in einem Spiegel-Gespräch, er habe sich stets geärgert, wenn „eine Stadt in Flammen aufging“ und Mann „seine Reden“ hielt, bewundere ihn allerdings als großen Stilisten. Mann sei „einer der wenigen, der Verantwortung für die deutsche Sprache“ zeige.[43]

Verhältnis zur NSDAP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteikongress anlässlich der Neugründung der NSDAP im Februar 1925

Allgemein begrüßte Jünger die nationalsozialistische Bewegung von damals als eine der radikalsten und unbürgerlichsten.[44] In ihr erblickte er 1925 in der Standarte „mehr Feuer und Blut, als die sogenannte Revolution in den ganzen Jahren aufzubringen imstande war“.[45] Er sah in der „Gestalt des Gefreiten Hitler“ eine „Gestalt, die unzweifelhaft schon wie die Mussolinis die Vorahnung eines ganz neuen Führertypus“ erwecke.[46] Hier deute sich bereits, Kai Köhler zufolge, eine Haltung der Überlegenheit an: Hitler sei aus Sicht dessen, der in die Zukunft blickte, eben nicht der Führer, sondern nur die Vorahnung eines kommenden Typus, dessen Merkmale der Betrachter besser zu erkennen beanspruche.[47] Im Stahlhelm-Jahrbuch 1926 erklärte Jünger, im eigenen Denken gezwungen zu sein, außer dem Nationalismus noch „dem Sozialismus einen wichtigen Platz auf dem Felde unseres Denkens einzuräumen, und daß es sehr vielen so gegangen ist, das beweist die Gründung der Nationalsozialistischen Partei, die aus einem tiefen Bedürfnis heraus hervorgegangen ist.“[48] Weiter kommentiert er den gescheiterten Hitler-Putsch und die Neugründung der NSDAP:

„Nun, wir haben als Anhänger den plötzlichen Aufstieg dieser Partei erlebt, wir waren in den Novembertagen begeistert dabei, und wir haben den Fehlschlag für einen unerklärlichen Irrtum der Geschichte gehalten. […] Heute, wo wir schon wieder einen kleinen Abstand von den Ereignissen gewonnen haben, sehen wir, daß die Arbeit, die in dieser Partei geleistet wurde, nicht vergebens war.“[48]

Adolf Hitler (um 1925)

Am 29. Januar 1926 sandte er Hitler sein Buch Feuer und Blut mit der Widmung „Dem nationalen Führer Adolf Hitler“, worauf dieser sich persönlich bei ihm bedankte.[49] Hitler kündigte sogar einen Besuch in Leipzig an, sagte aber in letzter Minute ab. Trotz seiner Sympathie für die Idee einer „nationalen Revolution“ hielt Jünger sich von Hitler fern. Einig mit ihm im Kampf um die Revision des Versailler Vertrages, lehnte er die Partei als Instrument ab.

Im März 1926 plädiert Jünger für die „aktive Eingliederung in das politische Kräftespiel“ und fordert die Zusammenfassung der „nationalen Frontsoldatenverbände“, der „Kräfte der radikalen, der völkischen und der nationalsozialen Gruppen“ sowie des „blutmäßige[n] Kern[s] des Frontsoldatentums der Arbeiterschaft“.[50] Am 20. Mai 1926 kommt er wieder auf den misslungenen Hitler-Putsch zu sprechen, den er als „noch unklaren Aufstand in München“ umschreibt, bei dem allerdings der Nationalismus noch mitten im Prozess einer innerlichen Überwindung der „Formen eines alten Staates“ gesteckt habe, und spricht sich trotz der ersten Risse im Verhältnis zum Stahlhelm dafür aus, „unseren Einfluß in den Kampfbünden zu stärken“ und ihre „Revolutionierung“ voranzutreiben.[51] In seinem Aufruf „Schließt euch zusammen!“ vom 3. Juni 1926 forderte er schließlich ergebnislos[52] den Zusammenschluss der „Einzelbewegungen“ zur „nationalistischen Endfront“, denn „die Form unserer Bewegung wird auch die Form des zukünftigen Staates sein“, und bezog die NSDAP, mit deren Hilfe die Arbeiterschaft gewonnen werden sollte, ausdrücklich mit ein:

„Der Nationalsozialismus besitzt auf Grund seiner andersgearteten Führerschicht diese Fähigkeit, und es wird kein entscheidender Erfolg erzielt werden, ehe man sich nicht unter Ausschaltung alles Kleinlichen von beiden Seiten her die Hand gegeben hat […] Es gibt aber heute keine Kampftruppe, die für den Nationalismus in Frage kommt, als die Bünde und die Nationalsozialisten.“[53]

Allerdings gab es weitgehende inhaltliche Übereinstimmungen mit der NSDAP in der Propagierung eines „nationalen Sozialismus“. Der entscheidende Unterschied zwischen „neuem Nationalismus“ und Nationalsozialismus lag nicht auf inhaltlicher Ebene, so der deutsche Historiker Daniel Morat, sondern bestand in der Organisationsform als esoterische Zirkel auf der einen und als Massenpartei auf der anderen Seite.[54] In seinem 1927 im Arminius erschienenen Aufsatz „Nationalismus und Nationalsozialismus“ legte Jünger besonderen Wert auf die Bedeutung der „vorwiegend literarischen Tätigkeit“ der Vorkämpfer des Neuen Nationalismus. Während der Nationalsozialismus „als politische Organisation auf die Gewinnung von tatsächlichen Machtmitteln angewiesen ist“, um „eine Idee zu verwirklichen“, sei es die Aufgabe des Nationalismus, „sie möglichst tief und rein zu erfassen“. Jemand, der dies tue, könne schwerer wiegen „als hundert Sitze im Parlament“.[55]

Hitler soll Jünger 1927 ein Reichstagsmandat angeboten haben. Karl Otto Paetel, der um 1930 zu den Bündischen und Nationalrevolutionären zählte, berichtete 1949, Jünger habe dies mit der Begründung abgelehnt, er halte „das Schreiben eines einzigen Verses für verdienstvoller als 60 000 Trottel zu vertreten.“[56] Helmuth Kiesel weist darauf hin, dass weder das Angebot noch seine Ablehnung dokumentiert seien.[57]

Als sich Hitler 1929 gegen die terroristische Landvolkbewegung wandte, in der Jünger den Vorreiter der von ihm erhofften nationalrevolutionären Bewegung gesehen hatte, kam es zum offenen Bruch.[22] Hans Sarkowicz und Alf Mentzer meinen, Jünger habe Hitlers Entscheidung, nicht revolutionär, sondern im legalen Marsch durch die Institutionen an die Macht zu gelangen, als Konzession an den verhassten Parteienstaat abgelehnt.[58] Zu Recht, meint auch Helmut Kiesel, habe man gesagt, die NSDAP sei Jünger nicht radikal genug gewesen, sondern habe sich in seinen Augen als Teil des bürgerlichen Systems erwiesen.[59] Harro Segeberg bezeichnet Jüngers kurzes Engagement als „frühen Flirt“ mit dem Nationalsozialismus jener Zeit.[60] Wojciech Kunicki zufolge war die „Landvolkbewegung“ um Bruno von Salomon die einzige national-revolutionäre Gruppe, die von Jünger Ende der Zwanzigerjahre noch unterstützt wurde, „und zwar aufgrund ihres offenen, kompromißlosen Anarchismus“.[61] So schrieb Jünger am 10. September 1929 an Salomon:

„Es ist sehr wichtig, daß wir Herde besitzen, in denen das Feuer der Anarchie sich erhält. Eine latente und anonyme Anarchie ist unter den gegebenen Verhältnissen wertvoller als die offenen Ausbrüche, die schneller gelöscht werden können. Es ist sehr gut, daß an der Stelle, an der Sie sich befinden, die Gegensätze bereits sichtbar werden, die den Nationalismus in unserem Sinne von der extremen Rechten trennen.“[62]

Durch seinen freundschaftlichen Umgang mit Ernst Niekisch und seine regelmäßigen Beiträge zu Niekischs Zeitschrift Widerstand wurde Jünger in die Nähe des Nationalbolschewismus gerückt. Die Ablehnung des Westens und die Forderung nach einem Bündnis mit der Sowjetunion, Antikapitalismus und preußischer Sozialismus, beeinflussten seine Konzeption des Groß-Essays Der Arbeiter zwischen 1930 und 1932. Niekisch sah deshalb in Jünger einen der wichtigsten Vertreter des Nationalbolschewismus, während Jünger sich vorsichtig gegen diese Vereinnahmung zur Wehr setzte.[63] Für Jan Robert Weber waren es die nationalbolschewistischen Implikation des Arbeiters, die Jünger 1933 ein Bekenntnis zu Hitler unmöglich machten. Da er als einer der Köpfe des politisch gescheiterten Nationalbolschewismus galt, habe er Weggefährten und auch sein eigenes Werk nicht zugunsten einer Karriere im NS-Staat verraten müssen. Dem politischen Widerstand der Nationalbolschewisten um Niekisch gegen den Nationalsozialismus schloss sich Jünger gleichwohl nicht an, sondern zog sich auf die Position des Solitärs zurück.[64]

Joseph Goebbels 1930 (mit Hermann Göring)

1929 antwortete der von Joseph Goebbels herausgegebene Angriff als Reaktion auf einen Artikel Jüngers im linksliberalen Tagebuch, in dem Jünger erklärt hatte, dass der Antisemitismus für den „neuen Nationalismus“ „keine Fragestellung wesentlicher Art“ sei und dass sich der Nationalsozialismus durch seinen Legalitätskurs als Teil der bürgerlichen Ordnung erwiesen habe: „Wir debattieren nicht mit Renegaten, die uns in Schmutzblättern jüdischer Landesverräter anpöbeln. Herr Jünger aber ist damit für uns erledigt.“[65] Dennoch versuchte 1930 der expressionistische Dramatiker Arnolt Bronnen, Jünger mit Goebbels zu versöhnen.[66][67]

Politischer Publizist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berlin, Blick auf die Oberbaumbrücke und den Osthafen

Im Juli 1927 übersiedelte Jünger mit seiner Familie von Leipzig nach Berlin, um das moderne Leben in seiner „Traumstärke“ zu erfassen.[66] Zunächst wohnte er in der Nollendorfstraße 29/3 im Ortsteil Schöneberg, in der Nähe der Motzstraße, wo der Juniklub im sogenannten Schutzbundhaus seine Zusammenkünfte abhielt. Nach einem Jahr siedelte Jünger in die Stralauer Allee (36, 1. Stock) um, in eine Arbeitergegend, unweit des Osthafens.[68] In Berlin intensivierte sich der Austausch mit konservativen Revolutionären wie Ludwig Alwens, Franz Schauwecker, Friedrich Hielscher, Albrecht Erich Günther, Bruno und Ernst von Salomon sowie Ernst Niekisch, aber auch mit Schriftstellern der Linken wie Bertolt Brecht, Ernst Toller und Erich Mühsam. Er unterhielt Beziehungen zu Arnolt Bronnen, zu den Malern A. Paul Weber und Rudolf Schlichter, zu den Verlegern Ernst Rowohlt und Benno Ziegler, zum Philosophen Ernst Hugo Fischer, den er bereits aus Leipzig kannte, und schloss neue Freundschaften mit Valeriu Marcu, Alfred Kubin und Carl Schmitt. In der Berliner Zeit machte er sich den Lebensstil der Bohème zu eigen und bestellte endlich mit Erfolg zwei Felder zugleich: Publizistik und Essayistik, Politik und Literatur.[69]

Bis September 1927 publizierte Jünger im Arminius 27 Beiträge.[70] Bis April/Mai 1927 war er auch Mitherausgeber. Jünger legte seine Herausgebertätigkeit nieder, weil er erfahren hatte, dass das Blatt von Hermann Ehrhardt finanziert wurde, dessen Legalitätskurs er nicht gutheißen mochte. Zusammen mit Hielscher betätigte er sich für die neu gegründete Monatsschrift „Der Vormarsch“, die ein Blatt „für die nationalistische Jugend“ sein sollte. Sie wurde zwar auch von Ehrhardt finanziert, war aber nicht mehr auf den Legalitätskurs festgelegt.[71] 1928 erregte Jüngers an die Tradition des europäischen Surrealismus anknüpfendes Buch Das abenteuerliche Herz Aufsehen, zumal es als „Literarisierung“ des Autors und Abwendung von der Politik interpretiert wurde. In der damaligen Jüngerschen Publizistik fand der Nationalsozialismus keinerlei Erwähnung.[72] Zum Ende der 1920er Jahre trat Jünger zunehmend in den Dialog mit politischen Gegnern der Rechten und zog sich gleichzeitig aus der politischen Publizistik zurück. An der tagespolitischen Entwicklung wollte er nicht mehr teilhaben.[73]

In den frühen 1930er Jahren bemühte Jünger sich in seinen Schriften um eine geschichtsphilosophische Erweiterung seines weltanschaulichen Programms.[74] Er gab mehrere nationalrevolutionäre Sammelbände heraus. Um ihn herum bildete sich ein Zirkel nationalistischer Publizisten aus sehr unterschiedlichen Flügeln, angefangen von späteren Nationalsozialisten bis hin zum Nationalbolschewisten Ernst Niekisch. Es sei der mitreißende Schwung und der glühende Idealismus, so Heimo Schwilk, die seine Zeitschriftenbeiträge und Aufrufe gerade in den prosperierenden Jahren der Weimarer Republik für die Jugend so verführerisch machen, dass ihm auch der politische Gegner die Anerkennung nicht versagen könne.[75]

In Kreisen, die nicht dem nationalistischen Spektrum zuzuordnen sind, wurde man 1929 durch Jüngers Essay „Nationalismus“ und Nationalismus im linksliberalen Das Tage-Buch auf ihn aufmerksam. Leopold Schwarzschild replizierte unter dem Titel Heroismus aus Langeweile und kritisierte, dass der junge Nationalismus nicht konstruktiv sei.[76] Im Jahr 1930 erschien die Abhandlung Die totale Mobilmachung, einer von Jüngers Versuchen, nach dem politischen Scheitern des neuen Nationalismus einen neuen Zugriff auf die Wirklichkeit zu erproben.[77] Walter Benjamin nahm den Band Krieg und Krieger, in welchem dieser Aufsatz erschienen war, zum Anlass, um Jünger und seinen Mitautoren vorzuwerfen, ihr Horizont sei vom Krieg bestimmt. Vom Frieden wüssten sie nichts. „[U]nter der Maske erst des Freiwilligen im Weltkrieg, dann des Söldners im Nachkrieg“ stecke der „zuverlässige faschistische Klassenkrieger“.[78] Klaus Mann diskutierte Jünger als Typus im Kontext der paneuropäischen Idee. Ein geeintes Europa sei die einzige Möglichkeit, einen neuen Krieg zu vermeiden. Dem stehe „die Sympathie der Jugend mit dem Terror“ gegenüber und Jünger verlocke „mit seinem pathetisch blutrünstigen Todhaß gegen die Zivilisation“.[79]

Jünger distanzierte sich vom Antimodernismus rechter Kreise genauso wie vom biologistischen Rassismus der völkischen Bewegung. In Der Arbeiter bediente er sich zwar biologistischer, sozialdarwinistischer Metaphorik und sprach von „einer neuen Rasse“, die durch „Züchtung“ und „Auslese“ zustande komme.[80] Unter „einer sehr einheitlichen Rasse“ als zentralem Merkmal des zukünftigen nationalistischen Staates verstand Jünger jedoch die „Rasse der Gräben“, also die Frontsoldaten des Ersten Weltkriegs.[81] Das „Blut“ stellte für Jünger eine Gegenmacht zum „Intellekt“ dar, sodass die „Blutmäßigkeit“ einer Haltung oder Bewegung für ihn keine Frage der Abstammung, sondern eine des Glaubens und des Opfers war.[82]

„Daher lehnen wir jene Bestrebungen ab, die die Begriffe Rasse und Blut verstandesmäßig zu stützen suchen. Den Wert des Blutes durch das Gehirn, durch Mittel der modernen Naturwissenschaften beweisen wollen, das heißt den Knecht für den Herrn zeugen zu lassen. Wir wollen nichts hören von chemischen Reaktionen, von Bluteinspritzungen, von Schädelformen und arischen Profilen. Das alles muß ausarten in Unfug und Haarspaltereien und öffnet dem Intellekt die Einfallspforten in das Reich der Werte, die er nur zerstören, aber niemals begreifen kann.“

Ernst Jünger: Das Blut. In: Standarte, 29. April 1926.[83]

„Blut“ war ein Zentralbegriff des rechtsintellektuellen Antiintellektualismus Jüngers und die „Blutgemeinschaft“ ein Gegenentwurf zur „Geistgemeinschaft“ des Intellekts.[82]

Auch wenn Jünger keinen rassebiologischen Antisemitismus vertrat, finden sich in seinen nationalistischen Texten dennoch antisemitische Stereotype. Die Juden werden stets dem feindlichen Lager, dem Liberalismus, Pazifismus und Internationalismus zugeordnet. Am Deutschtum können sie bei Jünger keinen Anteil haben; erledigt würde die „jüdische Frage“, wenn das Deutschtum in Reinheit zum Ausdruck komme.[84] In seinem Essay Nationalismus und Judenfrage (1930) schreibt er beispielsweise:

„Der Jude aber ist nicht der Vater, er ist der Sohn des Liberalismus, wie er überhaupt in nichts, was das deutsche Leben anbetrifft, weder im Guten noch im Bösen, eine schöpferische Rolle spielen kann. Um gefährlich, ansteckend, zerstörend werden zu können, war für ihn zunächst ein Zustand nötig, der ihn in seiner neuen Gestalt, in der Gestalt des Zivilisationsjuden überhaupt möglich machte. Dieser Zustand wurde durch den Liberalismus, die die große Unabhängigkeitserklärung des Geistes geschaffen, und er wird auch durch kein anderes Ereignis als durch den völligen Bankerott des Liberalismus wieder zu beenden sein. […] Im gleichen Maße, in dem der deutsche Wille an Schärfe und Gestalt gewinnt, wird für den Juden auch der leiseste Wahn, in Deutschland Deutscher sein zu können, unvollziehbarer werden, und er wird sich vor seiner letzten Alternative sehen, die lautet: in Deutschland entweder Jude zu sein oder nicht zu sein.“

Ernst Jünger: Über Nationalismus und Judenfrage. In: Süddeutsche Monatshefte 27, 1930.[85]

Diese Äußerungen seien im Zusammenhang mit seinem radikalen „Anti-Liberalismus und Anti-Demokratismus“ (Harro Segeberg) zu sehen und richteten sich daher in erster Linie gegen die Assimilation der deutschen Juden, die er als „Zivilisationsjuden“ abqualifiziert; Jünger bevorzugte wie damals auch sein Bruder Friedrich Georg und andere Nationalrevolutionäre das orthodoxe Judentum bzw. später den modernen Zionismus: Franz Schauwecker und Friedrich Hielscher etwa sprachen sich hierbei besonders für Martin Bubers spirituellen Zionismus aus.

1931 zog Jünger in die Berliner Dortmunder Straße, nähe Bellevue, 1932 nach Berlin-Steglitz. Im Frühjahr 1932 trat Jüngers Vater der NSDAP bei. Nach Helmuth Kiesels Vermutung folgte Georg Jünger „hier nicht – oder nicht nur – seiner politischen Überzeugung, sondern gab dem Druck nach, der in dieser Zeit auf seinesgleichen ausgeübt wurde und der enorm war.“[86] Im November 1932, auf dem Höhepunkt der politischen und gesellschaftlichen Krise der Weimarer Republik, erschien Jüngers umfangreicher Essay Der Arbeiter. Herrschaft und Gestalt, in dem er für einen hierarchischen, autoritären, diktatorischen, vielleicht totalitären Staat plädierte. Jünger glaubte, so Kiesel, die Nöte und Ungerechtigkeiten der Zeit mit technokratischen Mitteln, durch Organisation und Maschineneinsatz beheben zu können.[87]

Haltung während der NS-Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückzug von der Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. April 1933 wurde Jüngers Wohnung aufgrund seiner Kontakte zu Erich Mühsam durch zwei Polizisten durchsucht. Sie hätten das Unternehmen abgebrochen, so erinnerte sich Jünger später, als sie auf Briefe von Heß und Hitler gestoßen seien.[88] Danach vernichtete Jünger seine Tagebücher seit 1919, Gedichte, den größten Teil seines Briefwechsels und seine Aufzeichnungen über die politischen Ereignisse. Im November 1933 zog er mit seiner Familie nach Goslar, wo 1934 sein zweiter Sohn Alexander geboren wurde.[89]

Im November 1933 lehnte Jünger die Aufnahme in die neu besetzte Deutsche Akademie der Dichtung in Berlin ab, für die ihn Hans Grimm vorgeschlagen hatte, sagte dem Reichssender Leipzig ab und verbat sich im Juni 1934 nicht autorisierte Abdrucke seiner Schriften im Völkischen Beobachter. Gegenüber dem Präsidenten der Dichterakademie, Werner Beumelburg, erklärte Jünger seine Bereitschaft „zur positiven Mitarbeit am neuen Staate“.[90] Für Daniel Morat hatte dieses Schreiben in erster Linie taktische Bedeutung. Ebenso hält er einen den NS-Staat bejahenden Text Jüngers im Nachrichtenblatt für die Ritter des Ordens „Pour le Merite“ vom September 1933 für ein „Lippenbekenntnis“.[91]

An der Distanz Jüngers zum NS-Regime könne, so Steffen Martus, bei aller Nähe zum Nationalsozialismus vor 1933 kein Zweifel bestehen.[89] Jüngers Karriere tat dies keinen Abbruch. Während der 1930er-Jahre war er ein anerkannter, sich gut verkaufender Autor. Seine Werke wurden wohlwollend besprochen und Auswahlausgaben seiner Weltkriegsschriften veranstaltet. Seine neuen Werke erschienen in mehreren Auflagen, die Marmorklippen etwa von 1939 bis 1942 in sechs Auflagen. Ab 1942 wurde ihm nach einer Intervention Goebbels das Papier zum Druck verweigert.[92] Michael Ansel argumentiert, dass es Jünger durch seine Akzeptanz möglich gewesen sei, sich wie mit der ausgeschlagenen Akademieberufung provokant zu distanzieren, zumal er nicht öffentlich gegenüber den neuen Machthabern Stellung bezogen hatte. Im Gegensatz etwa zu Gottfried Benn habe Jünger von seinem politischen Kapital als Visionär eines starken nationalistischen Deutschland und von der Interpretation des Arbeiters als faschistoide Programmschrift profitiert. Da sich Jünger aber nicht als kulturpolitischer Repräsentant des Nationalsozialismus vereinnahmen ließ, hätten die Jünger-Gegner innerhalb des NS-Regimes schließlich die Oberhand gewonnen, ihn jedoch nicht offiziell geächtet, sondern seine Publikationen mit dem Argument der Papierknappheit unterbunden.[93]

Ernst Niekisch gab nach dem Krieg an, Jünger habe 1936 und zuletzt Anfang Februar 1937 seine Goslarer Wohnung für konspirative Treffen des Widerstandskreises um Niekisch zur Verfügung gestellt.[94] Allerdings war Jünger am 18. Oktober 1936 auf eine Reise nach Südamerika gegangen, von der er nicht mehr nach Goslar zurückkehrte. Nach seiner Rückkehr am 15. Dezember 1936 zog er gleich nach Überlingen am Bodensee in das Haus, das seine Frau Gretha in der Zwischenzeit angemietet hatte.[95] Nach Niekischs Verhaftung im März 1937 wurden die Gebrüder Jünger von der Gestapo verhört und verbrannten ihre Korrespondenz mit Niekisch. Ohne großen Erfolg bemühten sie sich, Niekisch und seiner Frau mögliche Unterstützung zukommen zu lassen.[94]

Während der Zeit in Überlingen unternahm Jünger drei bis vier bemerkenswerte Reisen. Er besuchte Alfred Kubin in Zwickledt, hielt sich sechs Wochen auf Rhodos auf und traf in Paris Joseph Breitbach. Durch dessen Vermittlung lernte Jünger Julien Green, André Gide und Jean Schlumberger kennen. In dieser Zeit stießen auch Gerhard Nebel und Stefan Andres zu Jüngers Bekanntenkreis.[96] Ab 1939 lebte Jünger in Kirchhorst nahe Hannover. Im selben Jahr erschien seine Erzählung Auf den Marmorklippen, die oft als verdeckte Kritik an der Gewaltherrschaft Hitlers interpretiert wird. Jünger selbst wehrte sich jedoch zeitlebens gegen die Interpretation der Marmorklippen als Widerstandsbuch gegen den Nationalsozialismus. Die „Marmorklippen“ liest Kiesel als respektables Zeugnis der Distanzierung, das der Idee eines Attentats allerdings eine „klare Absage“ erteilte. Den Umzug nach Kirchhorst bei Hannover deutet er als kluge Strategie, „für den Fall der Mobilmachung im Einzugsbereich seiner alten Einheit“ zu sein.[97]

Besatzungsoffizier in Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hôtel Raphael in Paris, in dem Jünger ab Juni 1941 wohnte

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Jünger zur Wehrmacht eingezogen und im August 1939 zum Hauptmann befördert. Vom November 1939 bis Ende April 1940 tat er als Kompaniechef am Westwall in der Nähe von Greffern und Iffezheim, gegenüber der Maginot-Linie Dienst. In dieser Zeit erhielt er für die Bergung eines Verwundeten die Spange zum Eisernen Kreuz II. Klasse. 1941 wurde seine Einheit nach Paris verlegt. Ernst Jünger kam im Sommer des Jahres gegen den Widerstand von Wilhelm Keitel in den Stab des Militärbefehlshabers von Frankreich (MBF) unter Otto von Stülpnagel, später Chef des Generalstabes der Heeresgruppe B, wo er unter anderem für die Briefzensur in der Ic-Abteilung für Feindaufklärung und Abwehr zuständig war. Der Stab befand sich zu der Zeit im Pariser Hôtel Majestic in der Avenue Kléber in Sichtweite des Arc de Triomphe. Dort hatte Jünger bis zum Sommer 1944 sein Büro und wohnte daneben im Luxushotel „Raphael“.[98] Als Zeitdokument einer deutschen Sicht des Zweiten Weltkrieges entstanden die Pariser Tagebücher, die 1949 in das Buch Strahlungen Eingang fanden, nachdem das Tagebuch vom Frankreichfeldzug schon 1942 unter dem Titel Gärten und Straßen erschienen war.[99]

Einer beobachtungsreichen Studie von Rainer Gruenter zufolge, so Helmuth Kiesel, habe man Jüngers Pariser Existenzform oft als dandyhaft bezeichnet. Eine Affinität Jüngers zum Soazialtypus des Dandys, so Kiesel weiter, könne man durchaus behaupten, aber ihn darauf zu reduzieren hieße zu übersehen das er „im Bauche des Leviathans“ die Erfahrungen im Bewusstsein „von Leidenden umgeben“ zu sein aufsog und sammelte.[100] Die ausführlichen Schilderungen seiner Lektüre und seiner Streifzüge durch die Pariser Antiquariate, seiner Teestunden bei der Damenwelt und seiner Abende in den Salons der Kollaborationskultur sind nach dem Krieg vielfach kritisiert worden.[101] Man lebte gut, mit Champagner und Austern. Er befand sich in unmittelbarer Nähe der Macht, wie Jörg Magenau betont, aber er tat so, als gehöre er selbst gar nicht dazu. Zu seiner Pariser Zeit zählt auch eine Affäre zur „Halbjüdin“ Sophie Ravoux, eine Episode, deren Stellenwert laut Kiesel schwer zu rekonstruieren ist, weil immer noch Teile des Briefwechsels gesperrt sind.[102]

Jünger war auch in die Differenzen zwischen Partei und Wehrmacht in der so genannten Geiselfrage involviert. Es ging darum, ob es ratsam sei nach Anschlägen der Resistance Geiseln zu erschießen. In dieser Frage ging es, so Magenau, fernab jeglicher Moral um ein Ringen um die Anzahl der Erschießungen, nicht jedoch um einen Streit ums Prinzip.[103] Am 29. Mai 1941 wohnte er der Hinrichtung eines deutschen Deserteurs bei. Daniel Morat verglich diese Passage der Strahlungen mit Jüngers Originaltagebüchern und urteilte, dass er seine eigene Funktion als leitender Offizier dieser Erschießung in der Veröffentlichung weitgehend ausblendete und sich zum rein von „höherer Neugier“ angetriebenen Beobachter stilisierte.[104] Jüngers Biograph Kiesel verteidigte Jünger vor den Vorwürfen des Ästhetizismus und Amoralismus denn Jünger hätte insbesondere unter den Geiselerschießungen gelitten.[105] In Jüngers Nachlass fanden sich übersetzte Abschiedsbriefe von Geiseln, die anlässlich des Attentates von Nantes im Oktober 1941 zum Tode verurteilt worden waren.[106]

1994 bestätigte Jünger dass die Figur »Merline« in seinen Strahlungen identisch mit Louis-Ferdinand Céline ist. Er habe in seiner Pariser Zeit verschiedene französische Schriftsteller, wie etwa Jean Cocteau, Henry de Montherlant, Jean Paulhan und eben Céline getroffen, auf den er neugierig gewesen sei. Am Nachmittag des 7. Dezember 1941 im Deutschen Institut traf er auf Céline, der ihn mit wüsten antisemitischen Reden in Erstaunen versetzte. Jünger tat in seinem Tagebuch seine Abscheu vor „solchen Menschen“ kund.[107] Der französische Arzt Germain Sée berichtete, er sei im Juni 1942 in der Avenue Kléber von einem deutschen Offizier, als er den Stern trug, militärisch gegrüßt worden. Dies bestätigte Jünger nach dem Krieg und schrieb Sée, er habe „immer den Stern gegrüßt“.[108]

1942 begannen die Arbeiten an dem Traktat Der Friede, der als Appell an die Jugend Europas gedacht war und Forderungen nach Sühnung der Verbrechen und Überwindungen des Nationalstaates enthielt.[109] Damals gehörte Jünger zur Stabsabteilung des Militärbefehlshabers in Frankreich, des Generals der Infanterie und späteren Widerstandskämpfers Carl-Heinrich von Stülpnagel. Stülpnagel schickte Jünger am 21. November 1942 in den Kaukasus. Dort setzte Jünger sein Tagebuchwerk unter dem Titel Kaukasische Aufzeichnungen fort, die ebenfalls in die Strahlungen aufgenommen wurden. Im Kaukasus wurde Jünger Zeuge von Mordaktionen, die dort von „Einsatzgruppen“ begangen wurden. Zwar schrieb Jünger: „Ein Ekel ergreift mich dann vor den Uniformen, den Schulterstücken, den Orden, dem Wein, den Waffen, deren Glanz ich so geliebt.“ Laut Morat wandte Jünger eine geschichtsphilosophische Verallgemeinerung auf die Verbrechen an. Seine Deutungsmuster erlaubten es ihm das angeekelte Wegsehen als höhere Schau der geschichtsphilosophischen Zusammenhänge auszugeben.[110] Der Kaukasus wurde so zum Desaster des Wahrnehmungsprogramms, das er unter anderem im „Arbeiter“ entwickelt hatte.[111] Am 9. Januar 1943 kehrte er nach Paris zurück.[112]

Kontakte zum Widerstand der Wehrmacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Daniel Morat hatte Jünger in Paris unmittelbaren Kontakt zu Widerstandskreisen innerhalb der Wehrmacht und war zum Teil auch an deren taktischen Überlegungen beteiligt.[113] Nach dem Scheitern des Unternehmens Walküre notierte Jünger in seinem Zweiten Pariser Tagebuch kommentarlos eine in einem Gespräch mit ihm geäußerte Aussage von Max Hattingen, Hauptmann im Pariser Generalstab, der das Geschehen mit den Worten zusammenfasste: „Die Riesenschlange im Sack gehabt und wieder herausgelassen“. Hattingen bezeichnete damit den Tatbestand, dass es Stülpnagel zunächst gelungen war, in Paris die wichtigsten Funktionäre und Führer der SS, des SD und der Gestapo festnehmen zu lassen, um sie dann wieder in Freiheit zu setzen, nachdem das Scheitern des Attentats feststand.[114]

Heimkehr und Schicksal des Sohns[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Operation Overlord und der alliierten Befreiung von Paris verließ Jünger mit den abziehenden deutschen Truppen die französische Hauptstadt und kehrte nach Deutschland zurück, wo er im September 1944 im Alter von 49 Jahren als Hauptmann aufgrund seiner Kontakte zum Widerstand als „wehrunwürdig“ aus der Wehrmacht entlassen wurde.[115] Er zog sich nach Kirchhorst in Niedersachsen zurück, wo er gegen Kriegsende als Volkssturmkommandant befahl, keinen Widerstand gegen die anrückenden alliierten Truppen zu leisten.

Jüngers Sohn Ernst, Ernstel genannt, wurde 1944 im Alter von 17 Jahren zusammen mit seinem Freund Wolf Jobst Siedler in dem Internat Hermann Lietz-Schule Spiekeroog verhaftet, in dem sie zur Schule gingen. Die Schüler waren dort auch als Marinehelfer tätig. Ein Mitschüler hatte sie bei einer vorgesetzten Dienststelle mit der Meldung denunziert, sie hätten während des Dienstes für die Marine „fortwährend regimekritische und defätistische“ Bemerkungen gemacht. Ernstel habe sogar u. a. gesagt, „Hitler müsse ‚gehängt‘ werden“. Das waren schwere Vergehen in der Zeit des Nationalsozialismus und es bestand die Gefahr, dass es ein Strafverfahren vor dem Volksgerichtshof geben würde, bei dem solche Äußerungen in der Regel mit der Verhängung der Todesstrafe geahndet wurden. Dank Jüngers Fürsprache bei militärischen Vorgesetzten der beiden Jungen fand ein Kriegsgerichtsverfahren statt, in dem beide nur zu Gefängnisstrafen verurteilt und ein halbes Jahr später auf Bewährung entlassen wurden.[116] Ernst meldete sich freiwillig bei den Panzergrenadieren einer SS-Einheit, um einer Verhaftung durch die Gestapo zu entgehen. Am 29. November 1944 fiel er in Italien in der Nähe von Carrara. Ernst Jünger und seine Frau hatten noch lange immer wieder Zweifel, ob ihr Sohn nicht in Wirklichkeit „liquidiert“ worden sei.[117]

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationsverbot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jünger-Haus in Wilflingen
Ernst Jüngers Schreibtisch in Wilflingen

Nach dem Krieg weigerte sich Jünger, den Fragebogen der Alliierten für die sogenannte Entnazifizierung auszufüllen, und erhielt daraufhin in der britischen Besatzungszone bis 1949 Publikationsverbot.[118] Sein Bruder Friedrich Georg Jünger hierzu: „Dass er als «belastet» galt und als Wegbereiter des Nationalsozialismus mit einem Publikationsverbot belegt wurde, nahm Ernst hin und wollte sich einreden, auch darin eine Auszeichnung zu sehen.“ Laut seinem Bruder wartete er sehnlichst darauf, dass die „Friedensschrift“ in Deutschland erscheinen könne, wo ab 1946 eine in Amsterdam gedruckte Ausgabe zirkulierte.[119] Im Anschluss an eine Geburtstagsfeier seines Bruders in Überlingen, reiste er zusammen mit Vittorio Klostermann nach Freiburg, wo er erstmals mit Martin Heidegger zusammentraf. Diese Begegnung scheint laut Daniel Morat so nachhaltig gewesen zu sein, dass Jünger im Dezember 1948 nach Ravensburg in die französische Besatzungszone übersiedelte.[120] Im Sommer 1950 erfolgte auf persönliche Einladung von Friedrich von Stauffenberg der Umzug nach Wilflingen.[121] Dort wohnte Jünger zunächst im Schloss, ab Frühjahr 1951 an bis zu seinem Tode in dem 1727 vom Fürstbischof von Konstanz und Augsburg Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg erbauten Forsthaus der ehemaligen Oberförsterei der Schenken von Stauffenberg.

Auf den Journalisten Armin Mohler wurde Jünger aufmerksam, als dieser 1946 einen ihn lobenden Artikel in der Weltwoche veröffentlichte. Daraus entwickelte sich ein persönlicher Kontakt, der dazu führte das Jünger ihn anbot sein Sekretär zu werden. Von 1949 bis 1953 war Mohler Privatsekretär von Jünger.[122] 1949 lernte Jünger den LSD-Entdecker Albert Hofmann kennen. Gemeinsam experimentierten beide mit der Droge. Jünger schrieb anschließend ein Buch über seine Erfahrungen mit LSD (Besuch auf Godenholm).[123]

Spätwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Aufhebung des Publikationsverbots 1949 erschienen die Strahlungen, die in Deutschland Bestseller des Jahres wurden. In wenigen Wochen waren 20.000 Exemplare des Tagebuchs verkauft.[124] Als zweites Werk erschien im Herbst 1949 der Roman Heliopolis, an dem Jünger von Januar 1947 bis März 1949 gearbeitet hat. Heliopolis würdigte Kiesel als „unzeitgemäßigen“ und „großartigen Roman“.[125] Laut Reinhard Mehrling wertete Kiesel das Spätwerk Jüngers nicht, wie etwa Peter Koslowski, als große Geschichtsphilosophie gegenüber dem Frühwerk.[126]

1951 entstand Jüngers Essay Der Waldgang, eine Art Widerstandsfibel gegen Totalitarismus und Anpassung.[127] Laut einem russischen Lesebuch für Deutschstudierende sei Fortsetzung und Abschluss dieser Thematik in dem 1977 erschienenen Roman Eumeswil zu sehen.[128] Gemäß Bernd A. Laska entwickelte er darin die Gestalt des Waldgängers zu der des Anarchen weiter, wobei Jünger sich hauptsächlich auf Max Stirner und dessen 1844 erschienenes Buch Der Einzige und sein Eigentum bezogen hätte.[129] Von 1959 bis 1971 war Jünger gemeinsam mit Mircea Eliade Herausgeber der im Ernst Klett Verlag erschienenen Kulturzeitschrift Antaios.[130]

Nach dem Tod seiner ersten Frau Gretha (1960) heiratete Jünger 1962 die promovierte Germanistin Liselotte Lohrer (1917–2010),[131] die unter anderem das Cotta-Archiv im Deutschen Literaturarchiv aufgebaut und betreut hat. In seinen Schriften bezeichnet Jünger sie gewöhnlich mit ihrem Kosenamen als „das Stierlein“. Sie war auch an der Edition der Werke ihres Mannes bei Klett-Cotta beteiligt. Am 20. Juli 1977 starb Jüngers Bruder Friedrich Georg.

Goethepreis-Verleihung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Mai 1982 entschied das Kuratorium des Frankfurter Goethepreises, Ernst Jünger auszuzeichnen. Vorgeschlagen wurde er vom Kuratoriumsmitglied Rudolf Hirsch, einem jüdischen Schriftsteller, der 1933 aus Deutschland emigrierte.[132]

Gegen diese Entscheidung erhob als einer der ersten der CDU-Landtagsabgeordnete Horst Geipel in der FAZ Vorwürfe. Für eine solche Ehrung komme Jünger nicht in Frage, da er mit seinem Drogenbuch den „Fixern“ und „Haschern“ das Wort geredet habe. Die Opposition im Frankfurter Stadtparlament, bestehend aus SPD und Grünen, protestierte dagegen. Die Grünen: „Uns ist es relativ gleichgültig, ob Ernst Jünger ein guter oder schlechter Schriftsteller ist. Er war unbestritten ein ideologischer Wegbereiter des Faschismus und ein Träger des Nationalsozialismus von Kopf bis Fuß. Ein Kriegsverherrlicher und erklärter Feind der Demokratie. Er war und ist ein durch und durch unmoralischer Mensch.“ Die SPD stellte sich ebenfalls gegen die Verleihung. Jünger sei „geradezu präfaschistisch“ und passe nicht zur „humanistischen Tradition“ des Goethepreises.[133]

Zur Verleihung am 28. August 1982 in der Frankfurter Paulskirche, dem Symbolort deutscher Demokratie, zeigte die Polizei starke Präsenz. In der Paulskirche selbst fehlte fast die gesamte politische Prominenz. Jünger musste durch ein Spalier protestierender Gegner schreiten. Auf Spruchbändern und Flugblättern wurden Jünger Sätze aus Frühwerken entgegengehalten, wie etwa: „Ich hasse die Demokratie wie die Pest.“[134] In seiner Rede anlässlich der Preisverleihung zeigt er sich verständnislos gegenüber der Kritik.[135]

Ernst Jünger 1984 mit dem Verleger Ernst Klett

Spätere Jahre und Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Jünger reiste und schrieb bis kurz vor seinem Tod. Einige Reisen zwischen 1929 und 1964 wurden in Jüngers elf Reisetagebüchern literarisch festgehalten. Die Kriminalgeschichte Eine gefährliche Begegnung erschien 1985. 1986 reiste er nach Kuala Lumpur, um zum zweiten Mal in seinem Leben den Halleyschen Kometen zu sehen. Darüber berichtet er im Tagebuch Zwei Mal Halley, das zugleich einen Teil seines diaristischen Hauptwerks Siebzig verweht bildet.[136] Jünger begann dieses Alterstagebuch nach seinem 70. Geburtstag (1965) und führte es bis zum Frühjahr 1996 fort.

Jüngers Grab in Wilflingen

Am 20. Juli 1993 besuchten der damalige französische Staatspräsident François Mitterrand und der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl Jünger im Stauffenbergschen Forsthaus in Wilflingen. Am 26. September 1996 konvertierte Jünger zum römisch-katholischen Glauben. Erst nachdem er 1998 im Alter von 102 Jahren im Krankenhaus von Riedlingen gestorben war, wurde seine Konversion bekannt.[137] An der Beerdigung Jüngers nahmen 2.000 Menschen teil, darunter Erwin Teufel, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, ein Vertreter der Bundesregierung in Bonn und fünf Generäle der Bundeswehr.

In Gedenken an Ernst Jünger fertigte der Aachener Bildhauer Wolf Ritz eine Büste an, die anfangs in Wilflingen aufgestellt wurde, aber mittlerweile vom Deutschen Literaturarchiv Marbach übernommen worden ist.[138]

Orden und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel in Wilflingen

Aus Anlass des 90. Geburtstages Ernst Jüngers stiftete das Land Baden-Württemberg mit dem Einverständnis des Schriftstellers 1985 den Ernst-Jünger-Preis für Entomologie. Damit werden seit 1986 in dreijährigem Turnus Wissenschaftler ausgezeichnet, die mit herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Insektenkunde hervorgetreten sind. Ernst Jünger war der letzte lebende Träger des Pour le Mérite in der militärischen Klasse und damit auch der letzte Bezieher eines Ehrensolds gem. § 11 des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen aus dem Jahr 1957.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene Autoren, wie der Jünger-Biograph Helmuth Kiesel oder der Politikwissenschaftler Sven-Olaf Berggötz, beschreiben Ernst Jünger als den „umstrittensten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“.[140] Zeitgenossen warfen ihm bereits während der Zeit des Nationalsozialismus vor, als intellektueller Wegbereiter des Nationalsozialismus gewirkt zu haben. Das setzte sich in der Nachkriegszeit fort, bis ab Ende der 1970er Jahre, bedingt durch die Arbeiten von Karl Heinz Bohrer, seine Schriften auch aufgrund ihrer ästhetischen Qualität betrachtet wurden.

Verhältnis zum Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Armin Kerker galt Ernst Jünger vielen seiner Zeitgenossen der 1920er und 1930er Jahre als „radikalisierter“, ansonsten als nationalsozialistischer oder „dem Nationalsozialismus gleichgestimmter“ Schriftsteller.[141] So rechnete ihn Ernst Günther Gründel 1932 zum „orthodoxen Flügel der NSDAP“ und hielt ihn gemeinsam mit Niekisch, Schauwecker, Albrecht Erich Günther und Gregor Strasser für einen „Nationalkommunisten“.[142] Ernst Niekisch warf ihm nach dem Krieg 1958 vor, in die „Innerlichkeit“ ausgewichen zu sein, als es um die Frage der Zugehörigkeit zur „bolschewistischen oder faschistischen Front“ gegangen sei. Arnolt Bronnen, so Kerker, der in dieser Frage auf der faschistischen Seite stand und gegen die Opposition des Jünger-Kreises gegen das Regime war, gab zu bedenken, der „Katechismus“ dieses Kreises habe „in einer an Nietzsche und George geschulten Form bereits die ganze Ideologie des Nationalsozialismus von Hitler bis Goebbels und Rosenberg“ enthalten.[141] Bronnen gab nach dem Krieg zu, seine Verehrung für Jünger sei der Grund für seine Hinwendung zur kommenden nationalsozialistischen Bewegung gewesen.[143]

In einer germanistischen Nachkriegsdebatte über Jüngers „Der Arbeiter“ wurde dem Buch „eine starke Affinität zum Faschismus und Nationalsozialismus“ attestiert. Die Etikettierungen lauteten etwa „faschistisches Modernitätskonzept“ (Uwe-K. Ketelsen) oder „Verfassung des Nationalsozialismus“ (Fritz J. Raddatz). Jüngers Biograf Helmuth Kiesel bestritt nicht das totalitäre Konzept von „Der Arbeiter“ aus dem sich die Nationalsozialisten bedienen konnten. Jünger selbst räumte in seinen rückblickenden Ausführungen über Hitler, dass dieser „«vermutlich über Dritte einige Formulierungen» aus dem Arbeiter und der Totalen Mobilmachung in «den Schatz seiner Schlagworte» übernommen habe“. Gleichzeitig wies Jünger auch darauf hin, dass im Völkischen Beobachter eine unfreundliche Besprechung erschienen sei.[144] Für Kiesel stellte diese Buchbesprechung von Thilo von Trotha im Völkischen Beobachter vom 22. Oktober 1932 eine „schroffe Ablehnung“ aufgrund „ideologischen Differenzen“ dar. Er übernahm nicht die Jahre zuvor geäußerte Auffassung von Rolf-R. Henrich, dass „für die Nationalsozialisten“, „Der Arbeiter“ ein skandalöses Buch allein deshalb gewesen wäre, weil Jünger darin „die Grundfrage alles Daseins […], das Problem von Blut und Boden“ negierte. Ernst Jünger, so drohte von Trotha in dieser Rezension, nähere sich mit seinem literarischen Schaffen damit der „Zone der Kopfschüsse“.[145] Zu dieser Episode gab Kiesel als weitere ideologische Differenz zu von Trotha an, dass Jünger keinen biologischen Rassebegriff habe.[144]

Bereits während der nationalsozialistischen Diktatur sahen 1934 Golo Mann, 1938 Siegfried Marck und Hermann Rauschning und 1941 Karl Löwith in Jünger einen Wegbereiter der deutschen Katastrophe.[14] Im Volksbrockhaus 1941 ist zu lesen: „Jünger, Ernst, pol. Schriftsteller und Dichter, geb. 1895, stellte in seinen Werken, bes. seinen Kriegsbüchern (,In Stahlgewittern‘), den nationalistischen und heldischen Gedanken dem bürgerlichen Geist entgegen“[146]

Die Rezeption Jüngers nach dem Zweiten Weltkrieg ist durch die Tatsache geprägt, dass er für viele als geistiger Wegbereiter des NS-Faschismus und so als desavouiert galt.[147] Nach dem Krieg wurden zahlreiche Bücher Jüngers indiziert, so dass seine schriftstellerische Existenz auf dem Spiel stand. Da er selbst nicht schreiben durfte, bestand seine Strategie zur Umgehung alliierter Indizierung darin, zu indirekten Formen der Selbstverteidigung überzugehen, auch als Verteidigung gegen die in der literarischen Öffentlichkeit mehrheitlich vertretene Auffassung, ein „Wegbereiter des Faschismus“ gewesen zu sein. Dafür nutzte er zunächst das Mittel der Korrespondenz, um in einer „nicht-öffentlichen Form der Netzwerkbildung“ eine „klandestine Gegenöffentlichkeit“ in eigener Sache zu organisieren.[148] Hinzu kamen gezielte Reisen und eine „publikationstechnische Umgehungsstrategie“ über das Ausland, welche er mit Hilfe seiner Reiseberichte realisierte. Diese Reisen und die Reiseberichteditionen der Nachkriegszeit, so Jan Robert Weber, wurden zu einem wichtigen Teil von Jüngers Krisenbewältigungsstrategie der Jahre 1945 bis 1949.[149]

Die Debatten um den Stellenwert Jüngers wurden öffentlich geführt. So beispielsweise in einer Radiosendung „Am Runden Tisch“ des Nordwestdeutschen Rundfunks im September 1946, wo die Diskussionsteilnehmer Axel Eggebrecht, Walther von Hollander, Herbert Blank und Peter von Zahn in zwei Punkten Konsens zeigten: dass Jünger grundsätzlich kein Kriegsgegner gewesen sei, da er den Krieg vielmehr bejaht und gefördert habe, und dass man den Schriftsteller nicht verbieten sollte. Ansonsten gingen die Beurteilungen weit auseinander. Eggebrecht erklärte Jünger zu einem Wegbereiter des Nationalsozialismus; bis zu einem gewissen Zeitpunkt sei er dies möglicherweise sogar bewusst gewesen, aus einer „ästhetische[n] Freude an den gewaltsamen Kräften der Zerstörung“. Er sah in dem Schriftsteller einen „unbewußten Vor-Nazi“, von „einer inneren Wandlung könne nicht die Rede sein“. Hollander, Blank und Zahn hielten Jünger hingegen nicht für einen Anhänger der nationalsozialistischen Politik, wobei Hollander und Blank ihn sogar als einen „Gegner des Nationalsozialismus“ bezeichneten.[150] Diese Sendung war nicht die einzige. So strahlte das WDR Nachtprogramm 1948 eine Sendung über Jüngers Friedensschrift aus, mit Beiträgen von Frank Thiess, Manfred Michler und Gottfried Stein. Für Stein stellte Jünger sich „jederzeit in Wort und Haltung gegen den Hitlerismus.“ Jünger habe als einziger Kriegsbuchautor den Sinn des Krieges „ergründen und dienen“ wollen. Auch für Michler war er ein Gegner Hitlers. Nach dem fehlgeschlagenen Hitler-Attentat entging Jünger, behauptete Michler, „wie durch ein Wunder der Verhaftung, er wird jedoch aus dem Wehrdienst entlassen.“ Jünger habe aber dem Krieg, so Thiess, „einen bestimmten Sinn innegelegt“.[151] In einer anderen Debatte nahm Heinz-Joachim Heydorn eine „vermittelnde Stellung“ ein: Auch er sah in Jünger einen, wenn auch im Wesentlichen unbewussten Vorläufer des Nationalsozialismus, auch er glaubte nicht an seine innere Wendung, lehnte die Friedensschrift ab, erwartete „aber doch noch wichtige Arbeiten für die Zukunft von Jünger.“[152]

In einer Untersuchung zur Autobiographik in den ehemaligen Westzonen stellte Helmut Peitsch fest, dass 1946 in nahezu allen kulturpolitischen Zeitschriften Beiträge zum Fall Jünger veröffentlicht wurden. Peitsch unterschied grob zwei Tendenzen, zum einen das „liberale Exil und kommunistischen Widerstandskämpfer“, die Jünger als Wegbereiter des Faschismus kritisierten, zum anderen alle anderen Zeitschriften, welche eine auf Jünger gerichtete, von Peitsch nicht näher erläuterte „Hoffnung“ artikulierten.[153] Auf Vorwürfe, die ihm eine Mitschuld an den Verbrechen des „Dritten Reiches“ gaben, reagierte er 1949 in seiner Publikation Strahlungen mit der Feststellung: „Nach dem Erdbeben schlägt man auf die Seismographen ein. Man kann jedoch die Barometer nicht für die Taifune büßen lassen, wenn man nicht zu den Primitiven zählen will.“[154]

Eine Debatte um den Stellenwert Jüngers wurde ebenfalls in der Sowjetischen Besatzungszone geführt. Wohlwollende Stimmen waren in der Minderheit. Im Mai 1946 etwa hatte sich Karl Korn nach polemischen Vorwürfen von Wolfgang Harich während einer öffentlichen (und von Niekisch moderierten) Diskussion vehement „mit einer lebhaften Apologie“ für Jünger engagiert. In Jünger könne man eine exemplarische „Gestalt des Übergangs“ erblicken, dessen „authentischen Rufen“ nach dem „verlorenen Heil“ eine sittliche Selbsterneuerung Deutschlands jenseits der Vorgaben von Ost und West abzugewinnen sei.[155] Für Marcus M. Payk war Korns Apologetik „eminenter intellektueller Resonanzboden“, welche den Selbststilisierungen rechtsintellektueller Zirkel in den Nachkriegsjahren, die kaum eine Beteiligung an der Diskreditierung der Weimarer Demokratie zugeben konnten, folgte. Korn sekundierte Jüngers Rechtfertigungslehren bereitwillig, weil er sich damit identifizieren konnte.[155]

Die moralische – nicht ästhetische – Problematik von Jüngers Kriegstagebüchern sei, so Martin Konitzer in seiner Jünger-Biografie, von Hannah Arendt am treffendsten beschrieben worden:

„Ernst Jüngers Kriegstagebücher zeigen wahrscheinlich am besten und ehrlichsten die ungeheuren Schwierigkeiten denen das Individuum ausgesetzt ist, wenn es sich und seine Werte von Wahrheit und Moralität in einer Welt intakt halten will, in der Wahrheit und Moralität jeglichen sichtbaren Ausdruck verloren haben. Trotz des unleugbaren Einflusses von Jüngers frühen Schriften auf gewisse Mitglieder der Nazi-Intelligenz war er vom ersten bis zum letzten Tag des Regimes ein aktiver Nazigegner und bewies damit, dass der etwas altmodische Begriff von Ehre, wie er einst im preußischen Militärkorps geläufig war, für individuellen Widerstand völlig ausreichend war. Gleichwohl hat selbst diese unzweifelhafte Integrität einen hohlen Klang; es ist, als ob Moralität zu funktionieren aufgehört hat und zu einer hohlen Schale geworden ist, in die sich die Person, die den ganzen Tag lang leben, funktionieren und überleben muss, nur bei Nacht und Einsamkeit zurückziehen kann.[156]

Karl Prümm ging 1974 der Frage nach, welche Bedeutung Jünger in der ersten Nachkriegszeit für ein Lesepublikum gehabt haben könnte, welches sich nicht in der Presse artikulierte und zitierte hierfür Hans-Peter Schwarz, der dies in folgenden Stichworten zusammenfasste: „Der politisch-metaphysische Ordnungswille des Konservativen und das Ruhebedürfnis des kultivierten Gebildeten“. Ein weiters Stichwort, so Prümm, formulierte Wilhelm Grenzmann mit „Überwindung des Nihilismus“. Wichtiger noch, so Grenzmann, dass Jünger als „ein Verkünder auch unserer Irrtümer, ja, unserer Verhängnisse“ gelten konnte.[157] Hierzu kommentierte Prümm:

„Den Weg Jüngers zum antidemokratisch-autoritären Engagement bis in die unmittelbare Nähe des Faschismus teilten seine bürgerlichen Leserschichten weitgehend. Ihre nach 1945 forcierte Identifikation mit seinem «Widerstand» und seiner «Wandlung» ermöglicht den kollektiven Freispruch, erspart die rationale Bewältigung, die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.[157]

Damit, so urteilte Helmut Peitsch, verkörpere Jünger das, was als Literaturfunktion programmiert wäre: „den von der Katastrophe zur Katharsis bewegten Deutschen“. Diesen in den Literaturverhältnissen liegenden Wirkungsbedingungen entsprach seine „Selbstinszenierung“ „optimal“.[158]

Für Hans-Peter Schwarz hat Jünger von Beginn seiner publizistischen Wirksamkeit 1925 bis in die dreißiger Jahre hinein „die kriegerische, nationale und sozialistische Diktatur nicht allein prophezeit, sondern auch postuliert“.[159]

Bezogen auf eine Arbeit des Jünger-Kritikers Helmut Kaiser von 1962 bekräftigte Wolfgang Brekle, dass Jünger ein Schrittmacher des Nationalsozialismus insofern gewesen sei, als durch seine Schriften Die totale Mobilmachung (1931), Der Arbeiter (1932) und andere die Entwicklung zur Diktatur „von ihm als metaphysische Richtung seiner Zeit gerechtfertigt“ worden wäre. Er habe mit seinen Veröffentlichungen „Wirklichkeit und Ideen der bürgerlichen Demokratie und des Sozialismus attackiert“ und durch die Kriegsbücher „Ideen des Militarismus und Revanchismus verbreitet“.[160] Thomas Manns Urteile, Jünger sei ein „geistiger Wegbereiter und eiskalter Wollüstling der Barbarei“ beziehungsweise „ein Wegbereiter und eiskalter Genüssling des Barbarismus“ fielen in einer privaten Korrespondenz von 1945, und eines von diesen wurde mit der Publikation seiner Briefe 1963 bekannt. Das Verdikt Manns wurde als „autoritativ beglaubigtes Wort ein Topos in der Streitgeschichte der 1960er, 1970er und 1980er Jahre“. Nach Ansicht von Lothar Bluhm war in quellenkritischer Hinsicht die Validität dieses Urteils – und damit auch die Bezugnahme darauf  problematisch, da Manns apodiktische Einschätzung sich nicht auf eigene Jünger-Lektüre, sondern auf Hörensagen und Second-hand-Wissen aus dem Familien- und Freundeskreis gestützt habe.[161]

Die Verleihung des Goethepreises 1982 bot dann den unmittelbaren Anlass sowohl für heftige Kontroversen als auch für einen Aufschwung in der Jünger-Forschung.[162] In Robert Wistrichs Perspektive ließ der „halb romantische, halb technokratische Nationalismus“ Jünger als „einen Protagonisten und intellektuellen Wegbereiter des Nationalsozialismus“ erscheinen.[163] Rolf Hochhuth verteidigte Jünger apologetisch, dass die Handlungsweise eines Menschen nicht ablösbar sei „von der Epoche, die seine Sicht, sein Denken und Tun bestimmte“. Kritik am Parlamentarismus habe Jünger zu Zeiten geübt, als die Weimarer Republik obenauf war, was „moralisch gerechtfertigt, ja notwendig“ gewesen wäre.[164] Wobei das Autorenpaar Reimann/Hassel diese Aussage folgendermaßen kommentierte: „Entweder schreibt Hochhuth völlig uninformiert bzw. ignorant, indem er solche Texte nicht zur Kenntnis nehmen möchte oder er stellt sich selbst, wenn er solche rechtsradikalen Agitationen für «moralisch gerechtfertigt» und «notwenidig» hält, in den Dunstkreis dessen, was er da verteidigt.“[164] Peter Longerich bezeichnet die Schriften Die totale Mobilmachung und Der Arbeiter als „wichtige Zeugnisse des Präfaschismus“.[22]

Karlheinz Hasselbach beschrieb 1995 die vorangegangenen Debatten um Jünger. So sei nicht nur der frühe Jünger als Protofaschist abgestempelt und sein Œuvre als „fascist modernism“ (Russell Berman) abgetan worden, sondern auch Thomas Mann im Jubiläumsjahr 1975 wegen seiner „Großbürgerlichkeit“ zum Kryptofaschisten erklärt worden. Dazu gehörte auch die negativen Bewertung Jüngers durch die New German Critique 1993. Im Unterschied hierzu meinte im gleichen Jahr Martin Konitzer, dass Jünger „die deutschen Widersprüchlichkeiten dieses Jahrhunderts exemplarisch zu integrieren vermochte“ und führte Belegstellen aus dem Arbeiter auf, die nach seiner Auffassung zeigten „wie anfällig der Text in der Tat für eine faschistische Leseart ist“.[165] Rudolf Augstein räumte 1993 zwar ein, Jünger sei ebenso wie Carl Schmitt „zweifellos“ ein „Wegbereiter der Diktatur“ gewesen. Augstein weiter: „Aber wir glauben zu wissen, daß alle geistig hochstehenden Wegbereiter zusammen nicht ausgereicht hätten, Hitler den Weg zu ebnen oder zu versperren.“[166]

In ihrem vielbeachteten „Jünger-Brevier“ schrieb das Autorenpaar Bruno W. Reimann und Renate Haẞel zum Thema „Wegbereiter“, dass auch wenn „kein einzelner Akteur und Autor in einem strikt linearen Sinne verantwortlich“ sei, so hätten „doch alle, welche die nationalen und rechtsradikalen Gebetsmühlen“ gedreht hätten hierzu beigetragen – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die Art seines Schreibens, wie etwa seine Fähigkeit zu dichten und atmosphärischen Schilderungen, hoben Jünger weit aus der Masse der „bramarbasierenden Schriftsteller des Nationalen heraus“. Seine vehement vorgetragene Ideologie eines „neuen Nationalismus“ war weder kompliziert noch variationsreich, aber gerade deswegen so wirkungsvoll.[163]

1995 entflammte in den Feuilletons deutscher Zeitungen die Debatte erneut. Anlass war Jüngers 100. Geburtstag, der von Jüngerianern mit Festschriften zelebriert wurde.[167] Claudia Gerhards fasste hierzu verschiedene Stimmen zusammen, so etwa die von Elke Schmitter, die in dem „Tyrannosaurus Jünger“ das Abbild eines „faschistischen“ „Chamäleons“ zu erkennen meinte. Seine frühen Werke befänden sich „im besten Einklang mit den Schlechtesten ihrer Zeit: beladen und wirr, raunend und düster“. Die Stimme von Christian Graf von Krockow der schrieb, „er hat es nicht verdient, daß wir beschwichtigend daherreden“, denn schließlich „gehörte er zu den Schreibtischtätern des Unheils“. Die Stimme von Ralph Giordano, der Jüngers „Wort zu Auschwitz“ gerne gehört hätte oder die von Jürgen Busche, der schrieb aus dem Frühwerk Jüngers dringe nur „raunendes Schleichen ums Geheimnis, schlichter Unsinn oder Metaphysik im Oberton“.[167]

Jörg Sader kritisierte Textinterpretationen als unzugänglich welche die Biografie von Jünger erklärend in den Mittelpunkt rückten oder sich von der Wirkung oder Rezeption seines Werks bestimmen ließen. Als Beispiel nannte er bezüglich des Vorwurfs „ideologischer Vorlaüfer“ die Interpretation, welche dem widerspräche, indem auf die widersprüchliche beziehungsweise ablehnende Bewertung der NS-Kritik verwiesen würde.[168]

Der US-amerikanische Historiker Elliot Neaman befand, dass die Bezeichnung "Wegbereiter des Nationalsozialismus" angesichts der "komplizierten Rezeptionsgeschichte" Jüngers als „ungenau und oberflächlich“ anzusehen sei.[169] Die Enzyklopädie des Nationalsozialismus führt ihn als „Wegbereiter des Nationalsozialismus“ auf.[170] Auch in der angelsächsischen World Fascism. A Historical Encyclopedia wird Jünger als Schriftsteller beschrieben, der durch seine elitäre, antidemokratische und nationalistische Rhetorik dazu beitrug, ein günstiges Umfeld für den Aufstieg des Nationalsozialismus zu schaffen.[171] Daniel Morat fokussierte auf das zentrale Thema der Kontroversen um Jünger, die Frage nach seiner Wandlung. Während selbst die Verteidiger Jüngers in der Regel nicht bestritten, dass Jünger ein militanter Nationalist und Wegbereiter des Nationalsozialismus gewesen sei, jedoch seine oppositionelle Haltung während des Dritten Reiches betonten, hielten die Kritiker diese Wandlung für unglaubwürdig und vordergründig.[172]

Der Historiker Hans-Ulrich Wehler hob hervor, dass Jüngers elitärer Dünkel wie auch seine Skepsis gegenüber der Persönlichkeit Hitlers ihn von einem „öffentlichen Anschluss“ abhielten, trotz seiner Sympathie für den Nationalsozialismus: „Eine Figur wie Jünger brauchte auch gar nicht der NSDAP anzugehören, um als einer der intellektuellen Totengräber der Republik, gefeiert von einer riesigen Lesergemeinde, zu wirken“.[173] Für den niederländischen Germanisten Jan Ipema bezog sich die Anerkennung Jüngers für Hitler und seine Bewegung auf Hitlers erfolgreiches Agieren gegen die Bestimmungen des Vertrages von Versailles, und nicht so sehr auf den Nationalsozialismus als „Lehre“.[174]

Helmuth Kiesel referierte, dass Jünger selbst expressis verbis zugab, zum Faschismus zu tendieren („der allerdings vom Nationalsozialismus zu unterscheiden sei“). Angesichts seiner nationalistischen und antirepublikanischen Publizistik könne man nicht widersprechen, wenn man Jünger zu den „Totengräbern“ der Weimarer Republik und den „Pionieren“ des Dritten Reiches zählt. Andererseits sollte man seine Bedeutung für den Untergang der Weimarer Republik und den Aufstieg des Nationalsozialismus nicht überschätzen.[175] Die gleichen Punkte führte Lutz Unterseher auf, der feststellte: „In der Tat darf Jünger in einem allerdings sehr weiten Sinne als einer der intellektuellen Wegbereiter des Nationalsozialismus gelten.“[176]

Literaturkritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jünger faszinierte seine Leser und Schriftstellerkollegen bereits zu Lebzeiten, polarisierte dabei aber auch. Einer der Leser der Stahlgewitter, André Gide, schrieb am 1. Dezember 1942 in sein Tagebuch: „unbestreitbar das schönste Kriegsbuch, das ich gelesen habe“.[177] Bertolt Brecht dagegen sprach Jünger kurz nach dem Zweiten Weltkrieg jeden literarischen Rang ab: „Da er selbst nicht mehr jung ist, würde ich ihn einen Jugendschriftsteller nennen, aber vielleicht sollte man ihn überhaupt nicht einen Schriftsteller nennen, sondern sagen: Er wurde beim Schreiben gesehen.“[178] Laut Kiesel zählte Alfred Döblin neben sich und Brecht auch Jünger zu der antibürgerlichen und antiliberalen geistesrevolutionären Strömung innerhalb der deutschen Literatur.[179] Auch wenn Thomas Mann den schriftstellerischen Rang Jüngers nicht angriff, urteilte er 1945 in privaten Briefen über ihn, er sei „ein Wegbereiter und eiskalter Genüssling des Barbarismus“ gewesen, der leider „ein viel zu gutes Deutsch schrieb für Hitler-Deutschland“.[180] Alfred Andersch, Bewunderer von Jünger, nannte ihn ohne Umschweife „den letzten aus der großen Reihe Thomas Mann, Franz Kafka, Gottfried Benn und Bertolt Brecht“.[181]

Autoren wie Heiner Müller oder Rolf Hochhuth suchten die Verbindung mit dem alten Jünger. International sind Jüngers Schriften weit verbreitet, ihre Rezeption ist, im Gegensatz zur Situation in Deutschland, weniger auf die politische Publizistik Jüngers fixiert. Bereits seine frühen Schriften wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Kritisiert wurde an Jüngers Schriften schon früh die Verherrlichung von Gewalt und seine Idealisierung von Männlichkeit in Form des „Kriegers“. Später wurde das Werk Jüngers meist aus einer ästhetischen Perspektive rezipiert, wobei die brisanten politischen Implikationen ausgeblendet wurden. Während im nationalsozialistischen Deutschland Auf den Marmorklippen auch als leicht entschlüsselbare Kritik am NS-Regime gelesen wurde, hat man Jüngers Texte aus der Nachkriegszeit als politisch weniger relevant angesehen.

Einen Markstein der wissenschaftlichen Rezeption bildete diesbezüglich Karl Heinz Bohrers Studie von 1978 Ästhetik des Schreckens, die die Verflechtung von Jüngers Texten mit der europäischen und US-amerikanischen Avantgarde zeigt. Im Gefolge dieser Forschungsöffnung fand Jünger – neben Walter Benjamin, Siegfried Kracauer und anderen – als Klassiker der modernen Medientheorie Beachtung. Hieran schlossen im Zuge der poststrukturalistischen Theoriebildung in Frankreich beispielsweise Virilio und Baudrillard an. Im deutschsprachigen Raum tritt hingegen seine ästhetische Beurteilung als Stilist meist hinter die politische zurück.

Laut Claudia Gerhards ist die Jünger-Forschung – nicht zuletzt angeregt durch die formalästhetische Analyse Bohrers – erst nach 1978 aus literaturwissenschaftlicher Sicht ergiebiger geworden, weil diese die literarischen Dimensionen von Jüngers Werk stärker thematisieren. Zuvor sei diese überwiegend von politischer Sekundärliteratur beherrscht worden mit einer Prädominanz ideologiekritischer aber auch altkonservativ-apologetischer Fragestellungen. Als Bewertungsschema diente stets die Vorstellung Jüngers als „präfaschistischen“ Autor. Daraus schließt Gerhards, dass die frühe Jünger-Forschung das Risiko vermeiden wollte, einen als „Wegbereiter des Faschismus“ verfemten Autor indirekt dadurch zu rehabilitieren, indem sie ihm literarische Qualitäten zusprach.[167]

In Frankreich erschienen 2008 Jüngers Kriegstagebücher in der Prestigereihe „Bibliothèque de la Pléiade“ bei Gallimard. Der Schriftsteller Georges-Arthur Goldschmidt sah darin eine Ästhetisierung des politisch umstrittenen Autors und reagierte, so Julia Encke in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, mit „wütender Polemik“:[177] „Dass, so behauptete Goldschmidt in der Frankfurter Rundschau, «dieser doch ein wenig faschistoide, großtuerische Mystagoge» nun unter den schönen Geistern des französischen Literaturhimmels platziert werde, sei das Allerletzte, die Publikation ein klares Zeichen dafür, dass in der «Pléiade» die deutsche Emigration und der Widerstand in den Hintergrund verschoben würden. Es gehe, wenn auch unbewusst, um «eine regelrechte Rehabilitierung der deutschen Okkupation Frankreichs», um eine «Eloge der Kollaboration»“.[177][182] Die deutschsprachige Literaturkritik ist ebenfalls in ihrer Bewertung ambivalent. Jünger hatte Bewunderer wie seinen Freund Friedrich Sieburg[183] und zahlreiche Kritiker wie etwa Gottfried Benn oder Thomas Mann.[184] Marcel Reich-Ranicki äußerte 2011 in der Welt: „Einen bedeutenden Roman von Jünger sehe ich nicht. Ich glaube, dass er seine Wirkung vor allem seiner Persönlichkeit zu verdanken hatte, nicht seiner Prosa. Thomas Mann hat ihn 1945 unübertrefflich charakterisiert […] Jüngers Werk ist mir fremd.“[185] Andererseits beurteilten andere Kritiker wie Denis Scheck Jünger positiver.[186]

Wenig diskutiert wird seine oft unkonventionelle Themenwahl (in Heliopolis kommen Weltraumfahrt und eine Art von Mobiltelefon vor (der Phonophor), Gläserne Bienen beschreibt nanotechnisch betriebene Roboter). Hinzu kommen seine wissenschaftlichen Beiträge zur Insektenkunde. Zeit seines Lebens beschäftigte sich Jünger auch mit dem Thema Drogen, auch durch eigene Drogenerfahrungen u. a. mit Opium, Mescalin, Kokain und LSD, die er intensiv in seinem 1970 erschienenen Buch Annäherungen. Drogen und Rausch beschreibt und auch in seinen Notiz- und Tagebüchern immer wieder erwähnt. In literarischer Form verarbeitet Jünger Drogenerfahrungen z. B. in Strahlungen (1949), Heliopolis (1949) und Besuch auf Godenholm (1952). Zumeist nahm Jünger Drogen in gesellschaftlichen Runden ein und verwendete Dosierungen, die zu starke Räusche verhinderten. Im Jahr 2013 widmete das Literaturmuseum der Moderne dem langjährigen Briefwechsel Jüngers mit Albert Hofmann, dem Entdecker des LSD, eine umfassende Ausstellung.[187]

Die Ernst und Friedrich Georg Jünger Gesellschaft bündelt die Forschung und veranstaltet jedes Jahr am Wochenende vor Ostern ein Symposium zum Werk der Brüder Jünger.[188]

Nachlass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Teil des Nachlasses von Ernst Jünger befindet sich im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar.[189] Zahlreiche Blätter weisen mittlerweile Schädigungen auf, die durch Selbstklebebänder entstanden sind.[190]

Die Katalogisierung der umfangreichen Privatbibliothek Ernst Jüngers wurde im Juli 2018 abgeschlossen. Dabei handelt es sich um über 10.000 Bände, die im Jünger-Haus Wilflingen stehen, und 4.600 Bände, die im Deutschen Literaturarchiv Marbach verwahrt werden. Zudem wurden mehr als 60 Kästen mit Pressematerialien nebst Bild- und Tonträgern aus Jüngers Besitz erschlossen.[191]

Das Archiv zeigte im Jahre 2010 die Ausstellung Ernst Jünger. Am Abgrund mit zahlreichen Exponaten aus seinen Lebensabschnitten.[192] Einzelne Exponate aus Jüngers Nachlass sind Teil der Dauerausstellung im Literaturmuseum der Moderne in Marbach, beispielsweise sein Kriegstagebuch, aus dem später In Stahlgewittern entstand, und sein Kalender.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Post widmete Ernst Jünger 1998 aus Anlass seines Todes eine Sonderbriefmarke mit seinem Porträt.[193]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kampf als inneres Erlebnis. 1922.
Krieg und Krieger. 1930.

Erstveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tagebücher

Romane

Erzählungen

Essays

  • Der Kampf als inneres Erlebnis. 1922.
  • Das abenteuerliche Herz. Aufzeichnungen bei Tag und Nacht. 1929 (Auswahl aus der 2. Fassung als Capriccios. Philipp Reclam jun., Stuttgart, 1953, ISBN 3-15-007796-6).
  • Der Kampf um das Reich. 1929 (Thema Freikorps).
  • Die totale Mobilmachung. 1930 (im Sammelband Krieg und Krieger, hrsg. v. Ernst Jünger, Thema Freikorps).
  • Der Arbeiter. Herrschaft und Gestalt. 1932.
  • Blätter und Steine. 1934.
  • Das abenteuerliche Herz. Figuren und Capriccios. 2. Fassung, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1938, mehrere Auflagen dort – auch als Wehrmachtsausgabe, 1944 eine Sonderausgabe für das Reichskommissariat Ostland.
  • Der Friede. Ein Wort an die Jugend Europas und an die Jugend der Welt. 1945.
  • Sprache und Körperbau. 1947.
  • Am Kieselstrand. 1951.
  • Über die Linie. 1950.
  • Der Waldgang. 1951.
  • Der gordische Knoten. 1953.
  • Das Sanduhrbuch. 1954.
  • Rivarol. 1956.
  • An der Zeitmauer. 1959.
  • Der Weltstaat. 1960.
  • Sgraffiti. 1960.
  • Typus, Name, Gestalt. 1963.
  • Dezember. Bois de Noel. 1964.
  • Grenzgänge. Essays. Reden. Träume. 1966.
  • Subtile Jagden. 1967.
  • Ad hoc. 1970.
  • Annäherungen. Drogen und Rausch. 1970.
  • Träume. Nocturnes. 1970.
  • Zahlen und Götter. Philemon und Baucis. Zwei Essays. 1974.
  • Maxima–Minima, Adnoten zum „Arbeiter“. 1983.
  • Autor und Autorschaft. 1984.
  • Zwei Mal Halley. 1987.
  • Die Schere. 1990.
  • Serpentara. Mit Holzschnitten von Alfred Pohl. Passau 1991.
  • Prognosen. 1993.
  • Weiße Nächte. 1997.
  • Zur Geiselfrage. Schilderung der Fälle und ihre Auswirkungen. Hrsg. von Sven Olaf Berggötz, Klett-Cotta, 2011.

Werkausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Werkausgabe in 10 Bänden erschien 1960 bis 1965 bei Klett-Cotta. Ab 1978 erschien dann die Ausgabe der Sämtlichen Werke in 18 Bänden mit 4 Supplementbänden ebenfalls bei Klett-Cotta. Diese Ausgabe wurde 2015 als Taschenbuch und E-Book neu aufgelegt. Inhalt der Edition:

Erste Abteilung
Tagebücher
  • Band 1: Tagebücher I. Der Erste Weltkrieg: In Stahlgewittern / Das Wäldchen 125 / Feuer und Blut / Kriegsausbruch 1914
  • Band 2: Tagebücher II. Strahlungen I: Vorwort / Gärten und Straßen / Das erste Pariser Tagebuch / Kaukasische Aufzeichnungen
  • Band 3: Tagebücher III. Strahlungen II: Das zweite Pariser Tagebuch / Kirchhorster Blätter / Die Hütte im Weinberg (Jahre der Okkupation)
  • Band 4: Tagebücher IV. Strahlungen III. Siebzig verweht I
  • Band 5: Tagebücher V. Strahlungen IV. Siebzig verweht II
  • Band 6: Tagebücher VI. Reisetagebücher: Dalmatinischer Aufenthalt / Myrdun / Aus der Goldenen Muschel / Atlantische Fahrt / Ein Inselfrühling / Am Sarazenenturm / San Pietro / Serpentara / Ein Vormittag in Antibes / Xylókastron / Spitzbergen
Zweite Abteilung
Essays
  • Band 7: Essays I. Betrachtungen zur Zeit: Der Kampf als inneres Erlebnis / Feuer und Bewegung / Die Totale Mobilmachung / Über den Schmerz / Der Friede / Über die Linie / Der Waldgang / Der Gordische Knoten / Der Weltstaat / Ansprache zu Verdun
  • Band 8: Essays II. Der Arbeiter: Der Arbeiter / Maxima – Minima / An der Zeitmauer
  • Band 9: Essays III. Das Abenteuerliche Herz: Sizilischer Brief an den Mann im Mond / An einen verschollenen Freund / Das Abenteuerliche Herz – Erste Fassung / Das Abenteuerliche Herz – Zweite Fassung / Sgraffiti
  • Band 10: Essays IV. Subtile Jagden: Subtile Jagden / Parerga zu »Subtile Jagden«: Frühe Entwürfe / Carabus rutilans / Forscher und Liebhaber / Angeregt durch ein Bilderbuch / Zu Adolf Horion
  • Band 11: Essays V. Annäherungen: Annäherungen. Drogen und Rausch / Parerga zu »Annäherungen«: Hund und Katz / Zum Glücksspiel / Potenz und Vermögen / Die Preußen und der Krieg / Bücher und Leser / Krankheit und Dämonie / Notizen zu Walters Mißgeschick
  • Band 12: Essays VI. Fassungen I: Lob der Vokale / Sprache und Körperbau / Das Sanduhrbuch / November / Dezember / Sardische Heimat / Der Baum / Steine / Federbälle / Philemon und Baucis / Rund um den Sinai / Epigramme / Mantrana
  • Band 13: Essays VII. Fassungen II: Am Kieselstrand / Drei Kiesel / Fassungen / Das Spanische Mondhorn / Typus, Name, Gestalt / Grenzgänge / Sinn und Bedeutung / Zahlen und Götter / Träume / Spiegelbild / Über Sprache und Stil / Autor und Autorschaft
  • Band 14: Essays VIII. Ad hoc: Caspar René Gregory / Alfred Kubins Werk: Nachwort zum Briefwechsel, Die Staubdämonen / Nachruf auf André Gide / Geburtstagsbrief an William Matheson / Karl O. Paetel zum 50. Geburtstag / An Friedrich Georg zum 65. Geburtstag / An Friedrich Georg zum 70. Geburtstag / Brief nach Rehburg / Nelsons Aspekt / Erinnerungen an Henry Furst / Zwei Besuche. In memoriam Jean Schlumberger / Ausgehend vom Brümmerhof / Post nach Princeton / Alonso de Contreras / Kriegsstücke von drüben / Vorwort zu »Blätter und Steine« / Geleitwort zu Hans Speidels »Invasion 1944« / »Antaios«. Ein Programm / Dankansprachen bei der Verleihung des Rudolf-Alexander-Schröder-Preises, des Immermann-Preises, des Straßburg-Preises, der Freiherr-vom-Stein-Medaille, des Schiller-Preises des Landes Baden-Württemberg / Durchbruch? Paul Toinet / Rivarol / Paul Léautaud. »In Memoriam«
Dritte Abteilung
Erzählende Schriften
  • Band 15: Erzählende Schriften I. Erzählungen: Sturm / Afrikanische Spiele / Auf den Marmorklippen / Die Eberjagd / Besuch auf Godenholm / Gläserne Bienen
  • Band 16: Erzählende Schriften II. Heliopolis: Heliopolis / Stücke zu »Heliopolis«: Das Haus der Briefe / Die Phantomschleuder / Die Wüstenwanderung / Über den Selbstmord / Ortner über den Roman
  • Band 17: Erzählende Schriften III. Eumeswil
  • Band 18: Erzählende Schriften IV. Die Zwille: Die Zwille / Aladins Problem / Eine gefährliche Begegnung (Erstdrucke von vier Kapiteln) / Herbst auf Sardinien / Nachworte: Auf eigenen Spuren – Post festum / Verzeichnisse
Supplement-Bände
  • Band 19: Zweite Abteilung. Essays IX. Fassungen III : Autor und Autorschaft / Nachträge zu Autor und Autorschaft / Notizblock zu »Tausendundeine Nacht« / Die Schere / Gestaltwandel. Eine Prognose auf das 21. Jahrhundert
  • Band 20: Erste Abteilung. Tagebücher VII. Strahlungen V: Siebzig verweht III
  • Band 21: Erste Abteilung. Tagebücher VIII. Strahlungen VI: Siebzig verweht IV
  • Band 22. Späte Arbeiten – Aus dem Nachlass: Siebzig verweht V (Strahlungen VII) / Eine gefährliche Begegnung Aus »Antlitz des Weltkrieges« / Zu eigenen Werken: Vor- und Nachworte / Ansprachen und Grußworte / Zur Käferkunde / Reisenotizen / Gedichte / Prinzessin Tarakanow / Letzte Worte / Über Leibniz´ »Beste aller Welten« / Sp. R. Drei Schulwege / Übersetzungen und anderes

Korrespondenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(alphabetisch nach den Korrespondenzpartnern geordnet)

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Jünger (Hrsg.): Die Unvergessenen. Justin Moser Verlag, München 1928. Aus dem Vorwort Jüngers: „Gern habe ich mich der Aufgabe gewidmet, die Schicksale einer Reihe von Männern zu sammeln, die der Krieg unserer Mitte entrissen hat…“ (Im Bestand Deutsches Literaturarchiv).
  • Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919 bis 1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven Olaf Berggötz. Klett-Cotta, Stuttgart 2001, ISBN 3-608-93550-9.
  • Ernst Jünger: Zur Geiselfrage. Schilderung der Fälle und ihrer Auswirkungen. Mit einem Vorwort von Volker Schlöndorff. Herausgegeben von Sven Olaf Berggötz. Klett-Cotta, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-608-93938-5.
  • Jünger und Frankreich – eine gefährliche Begegnung? Ein Pariser Gespräch. Mit 60 Briefen von Ernst Jünger an Julien Hervier. Von Julien Hervier[195] und Alexander Pschera, aus dem Französischen von Dorothée Pschera. Matthes & Seitz, Berlin 2012, ISBN 978-3-88221-538-0.
  • Luftfahrt ist Not. Herausgegeben von Ernst Jünger unter dem Protektorat des Deutschen Luftfahrtverbandes e. V., Wilhelm Andermann Verlag, Berlin 1930.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliografische Hilfsmittel und Register

Primärliteratur

Sekundärliteratur

  • Thomas Amos: Ernst Jünger. Rowohlt, Reinbek 2011, ISBN 978-3-499-50715-1.
  • Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Ernst Jünger. edition text+kritik, Bd. 105/106, München 1990, ISBN 978-3-88377-359-9.
  • Karl Heinz Bohrer: Die Ästhetik des Schreckens. Die pessimistische Romantik und Ernst Jüngers Frühwerk. Carl Hanser, München/Wien 1978.
  • Kirsten Braselmann: Der „Landsknecht avec phrase“: Reaktionen von Linksintellektuellen und Republikanern zu Zeiten der Weimarer Republik auf Ernst Jüngers Frühwerk. WVB, Wissenschaftsverlag Berlin, Berlin 2013, ISBN 978-3-86573-714-4 (Dissertation Uni Osnabrück 2012).
  • Svend Buhl: „Licht heißt hier Klang“ – Synästhesie und Stereoskopie in den Tagebüchern Ernst Jüngers. R. Nenzel Verlag, Bonn 2003, ISBN 3-929035-06-5.
  • Walter Brockmann: Die Osnabrücker Ahnen des Schriftstellers Ernst Jünger. In: Osnabrücker Land 1991. Heimatjahrbuch des KHB-Osnabrücker Land, ISSN 0171-2136.
  • Oliver Demant: Zwischen Aktion und Kontemplation: Das Frühwerk Ernst Jüngers unter dem Aspekt der Entwicklung individualistischer und kollektivistischer Perspektiven als Bewältigungsversuch der Moderne. Dissertation.de, Berlin 2008, ISBN 978-3-86624-355-2 (Dissertation an der Universität München 2008, 309 Seiten), online, (PDF; 2,8 MB)
  • Albert C. Eibl: Der Waldgang des „Abenteuerlichen Herzens“. Zu Ernst Jüngers Ästhetik des Widerstands im Schatten des Hakenkreuzes. Winter, Heidelberg 2020, ISBN 978-3-8253-6957-6.
  • Nicolai Glasenapp: Jünger, Ernst. In: Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900. Mit einem Blick auf Osteuropa. Herausgegeben von Christoph F. Lorenz, Peter Lang, Frankfurt/Main 2016, ISBN 978-3-631-67236-5, S. 367–372.
  • Lutz Hagestedt (Hrsg.): Ernst Jünger. Politik – Mythos – Kunst. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2004, ISBN 3-11-018093-6.
  • Ursula Hoffacker: Jünger, Ernst. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 3, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2, Sp. 773–777.
  • Herbert Holstein, Rainer Drewes: Jüngersche Wurzeln in Bramsche. In: Osnabrücker Land 2009. Heimatjahrbuch des KHB-Osnabrücker Land 2009, ISSN 1618-5757.
  • Wolfgang Kaempfer: Ernst Jünger. (Monographie). Metzler Verlag, Stuttgart 1981.
  • Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, 2007, ISBN 3-88680-852-1.
  • Peter Koslowski: Der Mythos der Moderne. Die dichterische Philosophie Ernst Jüngers. Wilhelm Fink, München 1991.
  • Gisbert Kranz: Ernst Jüngers symbolische Weltschau. Schwann, Düsseldorf 1968.
  • Dieter Krüger: Hans Speidel und Ernst Jünger. Freundschaft und Geschichtspolitik im Zeichen der Weltkriege. Hrsg. vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78567-1.
  • Bernd A. Laska: Katechon und Anarch. Nürnberg, LSR, 1997, ISBN 3-922058-63-9. (Über Carl Schmitt und Ernst Jünger).
  • Helmut Lethen: Verhaltenslehren der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-11884-6.
  • Bernard Maris: L’Homme dans la guerre. Maurice Genevoix face à Ernst Jünger. Éditions Grasset, Paris 2013, ISBN 978-2-246-80338-6.[197]
  • Steffen Martus: Ernst Jünger. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, ISBN 3-476-10333-1.
  • Martin Meyer: Ernst Jünger. Hanser, München 1990, ISBN 3-446-15904-5.
  • Paul Noack: Ernst Jünger. Eine Biographie. Fest, Berlin 1998, ISBN 3-8286-0024-7.
  • Ulrich Prill: „Mir ward Alles Spiel“ – Ernst Jünger als homo ludens. Königshausen & Neumann, Würzburg 2002, ISBN 3-8260-2355-2.
  • Alexander Pschera: Bunter Staub. Ernst Jünger im Gegenlicht. Matthes & Seitz, Berlin 2008, ISBN 978-3-88221-725-4.
  • Heimo Schwilk: Ernst Jünger – Ein Jahrhundertleben. Piper Verlag, 2007.
  • Heimo Schwilk: Ernst Jünger – Leben und Werk in Bildern und Texten. Klett-Cotta, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-608-93842-5.
  • Horst Seferens: „Leute von übermorgen und von vorgestern“. Ernst Jüngers Ikonographie der Gegenaufklärung und die deutsche Rechte nach 1945. Philo Verlagsgesellschaft mbH 1998, ISBN 3-8257-0110-7.
  • Martin Tielke: Der stille Bürgerkrieg. Ernst Jünger und Carl Schmitt im Dritten Reich. Landt Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-938844-08-3.
  • Peter Trawny: Die Autorität des Zeugen. Ernst Jüngers politisches Werk. Matthes & Seitz, Berlin 2009, ISBN 978-3-88221-643-1.
  • Joana van de Löcht: Aufzeichnungen aus dem Malstrom. Die Genese der "Strahlungen" aus Ernst Jüngers privaten Tagebüchern (1939–1958). Klostermann, Frankfurt a. M. 2018, ISBN 978-3-465-00616-9.
  • Natalia Zarska, Gerald Diesener, Wojciech Kunicki (Hrsg.): Ernst Jünger – Eine Bilanz. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2010, ISBN 978-3-86583-452-2.
  • Wolfgang Beutin: Ernst Jünger. In: Preisgekrönte. Peter Lang Verlag, Frankfurt a. M. 2012, ISBN 978-3-631-63297-0, S. 105–132.
  • Jörg Magenau: Brüder unterm Sternenzelt: Friedrich Georg und Ernst Jünger; eine Biographie. Klett-Cotta, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-608-93844-9.
  • Gregor Eisenhauer: Antipoden: Ernst Jünger und Johann Wolfgang von Goethe, Rudolf Borchardt und Hugo von Hofmannsthal. Niemeyer, Tübingen 1998, ISBN 3-484-32099-0 (= Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte. Band 99).
  • Julien Hervier: Ernst Jünger: dans les tempêtes du siècle. Fayard, Paris, 2014.
  • Interview: Ja, gut. André Müller spricht mit dem Dichter Ernst Jünger. In: Die Zeit, 8. Dezember 1989, Nr. 50.
  • Michael Klein: Ernst Jünger, der Neo-Marxismus und der Selbstmord. In: Ossietzky. Nr. 15/16-2011.
  • Max-Rainer Uhrig, Alexandre Sladkevich: Ernst Jünger im Kaukasus: Ein eurasisches Zwischenspiel. Ergon-Verlag, 2013, ISBN 978-3-89913-979-2.
  • Peter Ullrich: Ernst Jünger in Olten. In: Oltner Neujahrsblätter, Bd. 63, 2005, S. 79–81.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ernst Jünger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Biographisches

Über Jünger

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, 2007, ISBN 3-88680-852-1, S. 40.
  2. Ralf Hoffrogge: Werner Scholem. Eine politische Biographie (1895–1940). UVK Verlag, Konstanz 2014, S. 15–41.
  3. Kriegsfreiwilliger, Füsilier-Regiment 73, 9. Kompagnie; Preußische Verlustliste Nr. 228 vom 20. Mai 1915, S. 6451 / Deutsche Verlustliste: leicht verwundet.
  4. a b Zitiert nach Benjamin Ziemann: Gewalt im Ersten Weltkrieg. Töten – Überleben – Verweigern. Klartext Verlag, Essen 2013, S. 121.
  5. Leutnant, Füsilier-Regiment 73, 2. Kompagnie; Preußische Verlustliste Nr. 650 vom 4. Oktober 1916, S. 15280 / Deutsche Verlustliste: leicht verwundet.
  6. Leutnant; Preußische Verlustliste Nr. 718 vom 23. Dezember 1916, S. 16940 / Deutsche Verlustliste: leicht verwundet.
  7. Ernst Jünger: Kriegstagebücher 1914–1918. Herausgegeben und kommentiert von Helmuth Kiesel. Klett-Cotta-Verlag, 2010, ISBN 978-3-608-93843-2.
  8. Benjamin Ziemann: Gewalt im Ersten Weltkrieg. Töten – Überleben – Verweigern. Klartext Verlag, Essen 2013, S. 121 f.
  9. Philipp Holstein: Ernst Jünger in der Landschaft des Todes. In: Rheinische Post, 22. November 2013, S. C7.
  10. Hermann Weiß (Hrsg.): Biographisches Lexikon zum Dritten Reich. Fischer Verlag, Frankfurt 1998, ISBN 3-10-091052-4, S. 245.
  11. Helmuth Kiesel: Gab es einen „rechten“ Avantgardismus? In: Ariane Hellinger, Barbara Waldkirch, Elisabeth Buchner, Helge Batt (Hrsg.): Die Politik in der Kunst und die Kunst in der Politik. Wiesbaden 2013, S. 114.
  12. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 137.
  13. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 208.
  14. a b c d e Matthias Schloßberger: Ernst Jünger und die ‚Konservative Revolution‘. Überlegungen aus Anlaß der Edition seiner politischen Schriften. Rezension über: ‚Jünger, Ernst: Politische Publizistik 1919 bis 1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven Olaf Berggötz. Stuttgart: Klett-Cotta 2001‘. In: IASL online (18. September 2002).
  15. Norbert Staub: Wagnis ohne Welt. Ernst Jüngers Schrift Das abenteuerliche Herz und ihr Kontext. Würzburg, Königshausen & Neumann, 2000, S. 247, Anm. 36.
  16. Ernst Jünger: Revolution und Idee. In: Ders.: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 36.
  17. Ulrich Fröschle: Oszillationen zwischen Literatur und Politik. Ernst Jünger und das „Wort vom politischen Dichter“. In: Lutz Hagestedt (Hrsg.): Ernst Jünger. Politik – Mythos – Kunst. De Gruyter, Berlin 2004, S. 123 f.
  18. Ernst Jünger-Friedrich Hielscher: Briefe 1927–1985. Herausgegeben, kommentiert und mit einem Nachwort von Ina Schmidt und Stefan Breuer, Klett-Cotta, S. 479.
  19. a b Heimo Schwilk: Nachwort. In: Ders. (Hrsg.): Ernst Jünger. Leben und Werk in Bildern und Texten. Stuttgart 2010, S. 101.
  20. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 255 ff.
  21. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 229 ff.
  22. a b c Peter Longerich: Jünger, Ernst, Schriftsteller. In: Wolfgang Benz, Hermann Graml (Hrsg.): Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik. C.H. Beck, München 1988, S. 164 f. (die Zitate auf S. 165).
  23. Ernst Jünger: Unsere Politiker. In: Ders.: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 63 f.
  24. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 79 f.
  25. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 82.
  26. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 186.
  27. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 133.
  28. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 86.
  29. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 124 f.
  30. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 117, 148, 151.
  31. Ernst Jünger: Das Wäldchen 125. S. 185, zitiert bei Hans Sarkowicz, Alf Mentzer: Literatur in Nazi-Deutschland. Ein biografisches Lexikon. Erweiterte Neuausgabe, Europa Verlag, Hamburg 2002, S. 234–239 (Zitat: S. 235).
  32. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 151.
  33. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 212.
  34. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 280.
  35. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 218.
  36. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 504 ff.
  37. Frank Dietrich Wagner: Appell an die Vernunft. Thomas Manns Deutsche Ansprache und Arnolt Bronnens nationale Attacke im Krisenjahr 1930. In: Thomas Mann Jahrbuch. 13/2000, S. 53.
  38. Hermann Kurzke: Republikanische Politik. In: Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk. Beck, München 2006, S. 366.
  39. Julien Hervier: Ernst Jünger. Dans les tempêtes du siècle. Fayard, Paris 2014, S. 101.
  40. Leserbrief in der FAZ vom 15. März 2011, S. 19. Zitiert nach Till Kinzel: Ernst Jünger. Anthologie. In: Informationsmittel (IFB), digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft. PDF.
  41. Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Ein abenteuerliches Herz: Ernst-Jünger-Lesebuch. Herausgegeben und mit Erinnerungen von Heinz Ludwig Arnold. Klett-Cotta, Stuttgart 2011, S. 22 f.
  42. So Hermann Kurzke: Republikanische Politik. In: Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk. Beck, München 2006, S. 365.
  43. Zit. nach Hermann Kurzke: Republikanische Politik. In: Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk. Beck, München 2006, S. 366.
  44. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 74.
  45. Ernst Jünger: Die Reaktion. In: Ders.: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 119–125, hier S. 124.
  46. Ernst Jünger: Abgrenzung und Verbindung. In: Ders.: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 167–175, hier S. 77.
  47. Kai Köhler: Nach der Niederlage. Der deutsche Faschismus, Ernst Jünger und der ›Gordische Knoten‹. In: Lutz Hagestedt (Hrsg.): Ernst Jünger. Politik – Mythos – Kunst. De Gruyter, Berlin 2004, S. 205–225, hier S. 205.
  48. a b Ernst Jünger: Der neue Typ des deutschen Menschens. In: Ders.: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 167–175, hier S. 169.
  49. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches. Oldenbourg, München 2006, ISBN 3-486-57956-8, S. 160.
  50. Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 167–175, hier S. 180 f.
  51. Ernst Jünger: Schließt euch zusammen! In: Ders.: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 214 f.
  52. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 61.
  53. Ernst Jünger: Schließt euch zusammen! In: Ders.: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 219 f. und S. 228.
  54. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 75.
  55. Ernst Jünger: Nationalismus und Nationalsozialismus. In: Ders.: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 317–320, hier S. 319.
  56. Karl Otto Paetel: Ernst Jünger. Weg und Wirkung. Eine Einführung. Stuttgart 1949, S. 89.
  57. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 343.
  58. Hans Sarkowicz, Alf Mentzer: Literatur in Nazi-Deutschland. Ein biografisches Lexikon. Erweiterte Neuausgabe, Europa Verlag, Hamburg 2002, S. 236.
  59. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 295 f.
  60. Harro Segeberg: Revolutionärer Nationalismus. Ernst Jünger während der Weimarer Republik. In: Helmut Scheuer (Hrsg.): Dichter und ihre Nation. 1. Auflage, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1993, S. 327–342, hier S. 329. Zitiert nach Norbert Staub: Wagnis ohne Welt. Ernst Jüngers Schrift Das abenteuerliche Herz und ihr Kontext. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, S. 247, Anm. 36.
  61. Norbert Staub: Wagnis ohne Welt. Ernst Jüngers Schrift Das abenteuerliche Herz und ihr Kontext. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, S. 247, Anm. 37; Bezug nehmend auf Wojciech Kunicki: Projektionen des Geschichtlichen. Ernst Jüngers Arbeiten an den Fassungen von „In Stahlgewittern“. Lang, Frankfurt am Main 1993, S. 112.
  62. Zitiert nach Heimo Schwilk: Nachwort. In: Ders. (Hrsg.): Ernst Jünger. Leben und Werk in Bildern und Texten. Stuttgart 2010, S. 106.
  63. Daniel Morat: Ernst Niekisch. In: Matthias Schöning (Hrsg.): Ernst Jünger-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart 2014, S. 389.
  64. Jan Robert Weber: Der Arbeiter und seine nationalbolschewistische Implikation. In: Andrea Benedetti, Lutz Hagestedt (Hrsg.): Totalität als Faszination. Systematisierung des Heterogenen im Werk Ernst Jüngers. De Gruyter, Berlin 2018, S. 435–464, hier S. 459.
  65. Zitiert bei Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 300.
  66. a b Heimo Schwilk: Nachwort. In: Ders. (Hrsg.): Ernst Jünger. Leben und Werk in Bildern und Texten. Stuttgart 2010, S. 76.
  67. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 342.
  68. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 320.
  69. Jan Robert Weber: Ästhetik der Entschleunigung: Ernst Jüngers Reisetagebücher (1934–1960). Berlin 2011, S. 54.
  70. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 288.
  71. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 292.
  72. Sven-Olaf Berggötz: Ernst Jünger und die Politik. In: Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 858.
  73. Wonseok Chung: Ernst Jünger und Goethe. Eine Untersuchung zu ihrer ästhetischen und literarischen Verwandtschaft. Frankfurt am Main [u. a.] 2008, S. 342.
  74. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 80.
  75. Heimo Schwilk: Nachwort. In: Ders. (Hrsg.): Ernst Jünger. Leben und Werk in Bildern und Texten. Stuttgart 2010, S. 74.
  76. Walter Delabar: Die intellektuelle Wahrnehmung bis 1945 In: Matthias Schöning (Hrsg.): Ernst Jünger-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart 2014, S. 397.
  77. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 82.
  78. Walter Delabar: Die intellektuelle Wahrnehmung bis 1945 In: Matthias Schöning (Hrsg.): Ernst Jünger-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart 2014, S. 398.
  79. Walter Delabar: Die intellektuelle Wahrnehmung bis 1945 In: Matthias Schöning (Hrsg.): Ernst Jünger-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart 2014, S. 399.
  80. Marianne Wünsch: Ernst Jüngers „Der Arbeiter“. Grundpositionen und Probleme. In: Lutz Hagestedt (Hrsg.): Ernst Jünger. Politik - Mythos - Kunst. de Gruyter, Berlin 2004. S. 459–476, hier S. 469.
  81. Sven Olaf Berggötz: Politische Publizistik 1923—1930. In: Matthias Schöning (Hrsg.): Ernst Jünger-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart 2014, S. 78–86, hier S. 83.
  82. a b Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit: konservatives Denken bei Martin Heidegger, Ernst Jünger und Friedrich Georg Jünger, 1920-1960. Wallstein, Göttingen 2007, S. 64–66.
  83. Ernst Jünger: Politische Publizistik. 1919 bis 1933. Hrsg. Von Sven Olaf Berggötz. Klett-Cotta, Stuttgart 2001, S. 193 f.
  84. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit: konservatives Denken bei Martin Heidegger, Ernst Jünger und Friedrich Georg Jünger, 1920-1960. Wallstein, Göttingen 2007, S. 65 f.
  85. Ernst Jünger: Politische Publizistik. 1919 bis 1933. Hrsg. Von Sven Olaf Berggötz. Klett-Cotta, Stuttgart 2001, S. 590, 592.
  86. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 344.
  87. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 397 f.
  88. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 409 f.; Steffen Martus: Ernst Jünger. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, S. 61.
  89. a b Steffen Martus: Ernst Jünger. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, S. 99.
  90. Steffen Martus: Ernst Jünger. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, S. 62; Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit: Konservatives Denken bei Martin Heidegger und Friedrich Georg Jünger 1920–1960. Wallstein, Göttingen 2007, S. 205.
  91. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit: Konservatives Denken bei Martin Heidegger und Friedrich Georg Jünger 1920–1960. Wallstein, Göttingen 2007, S. 205.
  92. Steffen Martus: Ernst Jünger. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, S. 61.
  93. Michael Ansel: Der verfemte und der unbehelligte Solitär Gottfried Benns und Ernst Jüngers literarische Karrieren vor und nach 1933. In: Lutz Hagestedt (Hrsg.): Ernst Jünger. Politik – Mythos – Kunst. Walter de Gruyter, Berlin 2004, S. 1–23, hier S. 2, 16.
  94. a b Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit: Konservatives Denken bei Martin Heidegger und Friedrich Georg Jünger 1920–1960. Wallstein, Göttingen 2007, S. 384.
  95. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 444.
  96. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 448 f.
  97. Reinhard Mehring in: Historische Literatur. Band 5, 2007, Heft 4, S. 234. PDF.
  98. Heimo Schwilk, Ernst Jünger – Leben und Werk in Bildern und Texten. Klett-Cotta 2010, S. 168
  99. Detlev Schöttker, Tiefe Blicke, Ernst Jüngers Chronistik, In: Andrea Benedetti, Lutz Hagestedt, Totalität als Faszination: Systematisierung des Heterogenen im Werk Ernst Jüngers, Walter De Gruyter 2018, S. 341
  100. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, 2007, S. 456.
  101. Vgl. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 259 f.
  102. Helmuth Kiesel, Ernst Jünger: Die Biographie, Siedler Verlag 2007, S. 458 und 459
  103. Jörg Magenau: Brüder unterm Sternenzelt: Friedrich Georg und Ernst Jünger. Eine Biographie. Klett-Cotta, Stuttgart 2012, S. 190.
  104. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 266.
  105. Reinhard Mehring in: Historische Literatur. Band 5, 2007, Heft 4, S. 234.
  106. Sven Olaf Berggötz: Ernst Jünger und die Geiseln. Die Denkschrift von Ernst Jünger über die Geiselerschießungen in Frankreich 1941/42. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 51 (2003), S. 406. PDF.
  107. Ernst Jünger enttarnt den Antisemiten Céline, DER SPIEGEL 23/1994, 5. Jun 1994, S. 178
  108. Philippe Barthelet: Le dernier chevalier. In: Ders. (Hrsg.): Ernst Jünger. Lausanne 2000, S. 18.
  109. Heimo Schwilk, Ernst Jünger – Leben und Werk in Bildern und Texten. Klett-Cotta 2010, S. 136
  110. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 268.
  111. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 265
  112. Hannes Heer, Das Schweigen des Hauptmanns Jünger. Ernst Jüngers Reise an den Kaukasus, In: Moritz Bassler, Ewout van der Knaap, Die (k)alte Sachlichkeit: Herkunft und Wirkungen eines Konzepts, Königshausen & Neumann 2004, S. 114
  113. Daniel Morat, Von der Tat zur Gelassenheit, Wallstein 2007, S. 270
  114. Heimo Schwilk, Ernst Jünger: ein Jahrhundertleben : die Biografie, Piper 2007, S. 417
  115. Matthias Schöning, Ernst Jünger-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, Springer 2014, S. 303
  116. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, 2007, ISBN 3-88680-852-1, S. 527 f.
  117. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, 2007, ISBN 3-88680-852-1, S. 529.
  118. Bernd Mattheus, Cioran: Portrait eines radikalen Skeptikers, Matthes & Seitz 2007, S. 217
  119. Jörg Magenau: Brüder unterm Sternenzelt: Friedrich Georg und Ernst Jünger. Eine Biographie. Klett-Cotta, Stuttgart 2012, S. 191.
  120. Daniel Morat, Von der Tat zur Gelassenheit, Wallenstein 2007, S. 330f
  121. Vgl. Christophe E. Fricker (Hrsg.): Ernst Jünger, André Müller. Gespräche über Schmerz, Tod und Verzweiflung. Böhlau, Köln 2015, S. 78.
  122. Armin Pfahl-Traughber, Konservative Revolution und Neue Rechte: Rechtsextremistische Intellektuelle gegen den demokratischen Verfassungsstaat, Leske + Budrich 1998, S. 165.
  123. Heimo Schwilk, Ernst Jünger – Leben und Werk in Bildern und Texten. Klett-Cotta 2010, S. 224
  124. Helmut Peitsch: Deutschlands Gedächtnis an seine dunkelste Zeit. Zur Funktion der Autobiographik in den Westzonen Deutschlands und den Westsektoren von Berlin 1945 bis 1949. Berlin 1990, S. 234.
  125. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 506.
  126. Reinhard Mehring, Kiesel, Helmuth: Ernst Jünger. Die Biograhie, Rezension in: Historische Literatur. Band 5, 2007, Heft 4, S. 236.
  127. Peter D. Krause, Angepasste Welt: Studien, Reden, Essays über rhetorische Kultur und romantische Politik, Quartus-Verlag 2009, S. 160.
  128. Christine Ardos, Mykola Kudin, Aus den Weken der gegenwärtigen deutschsprachigen Schriftsteller, EinLesebuch für Deutschstudierende, Nova-Verlag 2012, S. 113.
  129. Bernd A. Laska: „Katechon“ und „Anarch“. Carl Schmitts und Ernst Jüngers Reaktionen auf Max Stirner. LSR, Nürnberg 1997, ISBN 3-922058-63-9. (Inhalt, Leseprobe, Register).
  130. Ulrich van Loyen: Antaios. Zeitschrift für eine freie Welt. in: M. Schöning (Hrsg.): Ernst Jünger Handbuch. Stuttgart: Metzler, 2004, S. 223–225.
  131. Nachruf im Focus; Geburtsjahr nach Gegen die Zeit. In: focus.de. 25. März 1996, abgerufen am 25. Januar 2013.
  132. Lutz Hagestedt: Ambivalenz des Ruhmes: Ernst Jüngers Autorschaft im Zeichen des Goethepreises. In: Lutz Hagestedt (Hrsg.): Ernst Jünger: Politik – Mythos – Kunst. S. 168f und 171
  133. Niels Penke, Jünger und die Folgen, Springer Verlag 2018, S. 118.
  134. Lutz Hagestedt: Ambivalenz des Ruhmes: Ernst Jüngers Autorschaft im Zeichen des Goethepreises. In: Lutz Hagestedt (Hrsg.): Ernst Jünger: Politik – Mythos – Kunst. S. 167–179, hier S. 171.
  135. Christian Berndt: Umstrittene Ehrung. In: Deutschlandfunk, 28. Auguste 2007, abgerufen am 6. September 2020.
  136. Verweht bedeutet hier „vergangen“, „vorbei“.
  137. Helmuth Kiesel: Eintritt in ein kosmisches Ordnungswissen. Zwei Jahre vor seinem Tod: Ernst Jüngers Konversion zum Katholizismus. In: FAZ, 29. März 1999, S. 55
  138. Foto auf Homepage von Wolf Ritz: Wolf Ritz: Porträtbüste Ernst Jünger.
  139. 1953–1989 Förderpreise, Ehrengaben. In: Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. – Gremium Literatur, (PDF; 121 kB), aufgerufen am 29. November 2019.
  140. Sven-Olaf Berggötz: Ernst Jünger und die Politik. In: Ernst Jünger: Politische Publizistik 1919–1933. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Sven-Olaf Berggötz, Stuttgart 2001, S. 834.
  141. a b Armin Kerker, Ernst Jünger – Klaus Mann. Gemeinsamkeit und Gegensatz in Literatur und Politik. Zur Typologie des literarischen Intellektuellen. Bouvier 1974, S. 92f.
  142. Armin Kerker, Ernst Jünger – Klaus Mann. Gemeinsamkeit und Gegensatz in Literatur und Politik. Zur Typologie des literarischen Intellektuellen. Bouvier 1974, S. 25.
  143. Matthias Heilmann, Leopold Jessner – Intendant der Republik. Der Weg eines deutsch-jüdischen Regisseurs aus Ostpreußen. Walter de Gruyter 2005, S. 318f
  144. a b Helmuth Kiesel, Ernst Jünger: Die Biographie, Siedler Verlag 2007, S. 357f
  145. Rolf-R. Henrich: Das beste Recht wird sinnlos ohne den Gerechten: Zum 100. Geburtstag Ernst Jüngers. In: Hermann Weber (Hrsg.): Recht, Staat und Politik im Bild der Dichtung. Berlin 2003, S. 147f.
  146. Der Volks-Brockhaus. Deutsches Sach- und Sprachwörterbuch für Schule und Haus […]. Neunte, verbesserte Auflage A–Z. Brockhaus, Leipzig 1941, S. 327.
  147. Volker C. Dörr: Mythomimesis. Mythische Geschichtsbilder in der westdeutschen (Erzähl-) Literatur der frühen Nachkriegszeit (1945–1952). Berlin 2004, S. 399.
  148. Jan Robert Weber, Ästhetik der Entschleunigung: Ernst Jüngers Reisetagebücher (1934 - 1960), Matthes & Seitz Berlin Verlag 2011, S. 264.
  149. Jan Robert Weber, Ästhetik der Entschleunigung: Ernst Jüngers Reisetagebücher (1934 - 1960), Matthes & Seitz Berlin Verlag 2011, S. 268
  150. Christof Schneider: Nationalsozialismus als Thema im Programm des Nordwestdeutschen Rundfunks (1945–1948). Potsdam 1999, S. 140.
  151. Christof Schneider: Nationalsozialismus als Thema im Programm des Nordwestdeutschen Rundfunks (1945–1948). Potsdam 1999, S. 141.
  152. Ernst Jünger, Gerhard Nebel: Briefe 1938–1974. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Ulrich Fröschle und Michael Neumann, Stuttgart 2003, S. 587.
  153. Helmut Peitsch, Deutschlands Gedächtnis an seine dunkelste Zeit. Zur Funktion der Autobiographik in den Westzonen Deutschlands und den Westsektoren von Berlin 1945 bis 1949. Berlin 1990, S. 234 f.
  154. Bruno Jahn, Die deutschsprachige Presse, De Gruyter/Saur 2011, S. 509
  155. a b Marcus M. Payk: Der Geist der Demokratie. München 2008, S. 197.
  156. Martin Konitzer, Ermst Jünger, Campus Verlag 1993, S. 104f
  157. a b Wolfgang Kaempfer, Ernst Jünger: Sammlung Metzler, 201, Springer-Verlag 2017, S. 49
  158. Helmut Peitsch: Deutschlands Gedächtnis an seine dunkelste Zeit. Zur Funktion der Autobiographik in den Westzonen Deutschlands und den Westsektoren von Berlin 1945 bis 1949. Berlin 1990, S. 234.
  159. Hans-Peter Schwarz: Der konservative Anarchist. Politik und Zeitkritik bei Ernst Jünger. Rombach, Freiburg 1962, S. 74.
  160. Wolfgang Brekle, Das Unbehagen Ernst Jüngers an der Nazi-Herrschaft. In: Weimarer Beiträge 3, 1994, S. 336
  161. Lothar Bluhm: Entwicklungen und Stationen im Streit um Jünger. In: Matthias Schöning, Ingo Stöckmann (Hrsg.): Ernst Jünger und die Bundesrepublik: Ästhetik – Politik – Zeitgeschichte. Berlin/Boston 2012, S. 205–220, hier S. 207f.
  162. Wonseok Chung: Ernst Jünger und Goethe. Eine Untersuchung zu ihrer ästhetischen und literarischen Verwandtschaft. Frankfurt a. M. [u. a.] 2008, S. 3.
  163. a b Bruno W. Reimann, Renate Hassel, Ein Ernst Jünger-Brevier/Jüngers politische. Publizistik 1920 bis 1933, BdWi-Verl 1995, S. 42f
  164. a b Bruno W. Reimann, Renate Hassel, Ein Ernst Jünger-Brevier/Jüngers politische. Publizistik 1920 bis 1933, BdWi-Verl 1995, S. 49
  165. Karlheinz Hasselbach, Das weite Feld jenseits von rechts und links. Zum konservativ- revolutionären Geist von Ernst Jüngers Der Arbeiter. In: Literaturwissenschaftliches Jahrbuch 36 (1995), S. 232.
  166. Rudolf Augstein: Machiavelli im Sauerland. In: Der Spiegel. Nr. 45, 8. November 1993, S. 75.
  167. a b c Claudia Gerhards: Apokalypse und Moderne. Alfred Kubins „Die andere Seite“ und Ernst Jüngers Frühwerk. Königshausen & Neumann, Würzburg 1999, S. 75.
  168. Jörg Sader: Im Bauche des Leviathan. Tagebuch und Maskerade. Anmerkungen zu Ernst Jüngers »Strahlungen« (1939–1948). Würzburg 1996, S. 16.
  169. Elliot Y. Neaman: A Dubious Past. Ernst Jùnger and the Politics of Literature after Nazism. University of California Press, Berkeley / Los Angeles / London 1999, S. 270.
  170. Jünger, Ernst. In: Wolfgang Benz, Hermann Graml, Hermann Weiß (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. 5. aktual. und erw. Aufl., Klett-Cotta, Stuttgart 2007 (1997), S. 932
  171. Cyprian P. Blamires (Hrsg.): World Fascism. A Historical Encyclopedia. Band 1, Santa Barbara 2006, ISBN 1-57607-940-6, S. 274, 358 f.
  172. Daniel Morat: Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen 2007, S. 291.
  173. Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Band 4, C.H. Beck, München 2003, S. 487.
  174. Jan Ipema: Ernst Jünger in den Niederlanden. In: Leopold R. G. Decloedt: Der oft steinige Weg zum Erfolg: Literatur aus Deutschland im niederländischen Sprachraum 1900–2000. Rodopi, Amsterdam 2004, S. 99.
  175. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Siedler, München 2007, S. 303f und S. 308.
  176. Lutz Unterseher: Der Erste Weltkrieg. Trauma des 20. Jahrhunderts. Wiesbaden 2014, S. 101.
  177. a b c Julia Encke, Die Feder und das Schwert, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 1. August 2008, Feuilleton
  178. Helmuth Kiesel, Ernst Jüngers Marmor-Klippen, In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur (IASL), Band 14, Heft 1 (1989), S. 126.
  179. Helmuth Kiesel, Ernst Jünger 1895-1995: Festakt aus Anlass des 100. Geburtstages, C.F. Müller 1995, S. 22
  180. Matthias Schöning, Ingo Stöckmann, Ernst Jünger und die Bundesrepublik, Walter de Gruyter 2012, S. 207
  181. Volker Hage, Rainer Moritz und Hubert Winkels, Deutsche Literatur 1998, Reclam 1999, S. 62
  182. Georges-Arthur Goldschmidt: Alte Liebe. Ernst Jünger kommt nach Paris zurück. In: Frankfurter Rundschau. 26. Juni 2008.
  183. Heinz Ludwig Arnold, Krieger, Waldgänger, Anarch: Versuch über Ernst Jünger, Wallstein Verlag 1990, S. 7
  184. Fritz J. Raddatz: Kälte und Kitsch. Vom erotischen Vergnügen an Gewalt und Tod: die Herrenreiterprosa eines deutschen Dichters. In: Die Zeit. 27. August 1982, Nr. 35.
  185. Uwe Wittstock: „Wer will, soll’s besser machen.“ Gespräch mit Marcel Reich-Ranicki über den zweiten Teil seines Literatur-Kanons Die Erzählungen. In: Die Welt vom 21. Oktober 2003.
  186. Denis Scheck empfiehlt … Ernst Jünger. (Memento vom 16. Oktober 2013 im Internet Archive). In: DasErste.de / Druckfrisch, 29. September 2013.
  187. a b Ausstellung: LSD. Der Briefwechsel zwischen Albert Hofmann und Ernst Jünger. In: Literaturmuseum der Moderne, 16. Juli bis 20. Oktober 2013, aufgerufen am 29. November 2019.
  188. Ernst und Friedrich Georg Jünger Gesellschaft e. V. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  189. Bestand: Ernst Jünger. In: Deutsches Literaturarchiv, aufgerufen am 29. November 2019.
  190. Staatsanzeiger. 14. November 2008, S. 6.
  191. Pressemitteilung: Bibliothek von Ernst Jünger erschlossen. In: Deutsches Literaturarchiv Marbach. 26. Juli 2018, abgerufen am 7. August 2018.
  192. a b Daniel Haas: Ausstellung: Ernst Jünger. In Zeichenschauern. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. November 2010, Nr. 259, S. 33, mit Bildergalerie.
  193. Briefmarke: 1998 Tod von Ernst Jünger. In: Prophila Collection, aufgerufen am 29. November 2019.
  194. dazu: Detlef Schöttker: „Gefährlich leben!“ Zum Briefwechsel zwischen Ernst Jünger und Dolf Sternberger. In: Sinn und Form. 4/2011, S. 437–447.
  195. Der französische Übersetzer Jüngers, geb. 1936, der dessen Rehabilitation zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat.
  196. Andreas Langenbacher: Eine abenteuerliche Reise. Buchbesprechung. In: Neue Zürcher Zeitung, 27. August 2011, abgerufen am 27. August 2011.
  197. Jürg Altwegg: Die Wahrheit aus dem Schützengraben. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 2013, Nr. 284, S. 33.
  198. Filmbesprechung von dpa: In den Gräben der Geschichte. In: Hamburger Abendblatt, 27. November 2019.