Franz Peter Künzel

Geboren am: 31. März 1925

Beitræge von Franz Peter Künzel
FORVM, No. 195/II

Wie man einen Drogisten schafft

Aus dem Zyklus „Bambini di Praga“
März
1970

Am Ende des Städtchens war eine Umzäunung, über deren ganze Länge sich die Aufschrift zog: TECHNISCHES LABOR DER DROGUERIE ZUM WEISSEN ENGEL. „He, Bucifalchen“, sprach der Herr Gruppenleiter der Pensionskasse für Gewerbetreibende Stütze im Alter, „jeder Versicherungsmann, wenn er anfängt, muß sein (...)

Franz Peter Künzel (* 31. März 1925 in Königgrätz, Tschechoslowakei; † 26. Mai 2023 in Puchheim[1][2]) war ein deutscher Übersetzer tschechischer und slowakischer Literatur, Verlagslektor und Redakteur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach zunächst tschechischer Schulbildung besuchte Künzel in Reichenberg die deutschsprachige Realschule. Von 1943 bis 1945 war er Soldat und anschließend in englischer Kriegsgefangenschaft. 1959 legte er in München die Staatsprüfung als Übersetzer und Dolmetscher der tschechischen Sprache im Fachgebiet Geisteswissenschaften ab. Von 1954 bis 1964 war er Verlags-Cheflektor und übte anschließend eine freiberufliche Tätigkeit als literarischer Übersetzer und Interpret tschechischer und slowakischer Literatur sowie kulturpolitischer Entwicklungen in Presse, Rundfunk und Fernsehen aus. Von 1985 bis 2014 wirkte er als Chefredakteur der Europäischen Kulturzeitschrift Sudetenland.

Mitgliedschaften bestanden in Schriftsteller-Vereinigungen wie Internationaler P. E. N., Künstlergilde e. V., Adalbert-Stifter-Verein und Literatur-Jurys (Andreas-Gryphius-Preis, Georg-Dehio-Preis, Nikolaus-Lenau-Preis und andere).

1980 wurde er als ordentliches Mitglied der Klasse der Künste und Kunstwissenschaften in die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste berufen.[1]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein literarisches Wirken fand vielfach nationale und internationale Anerkennung:

Übersetzungen ins Deutsche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Peter Künzel. Dreifach Diener der Literatur als Übersetzer, Lektor und Redakteur. Herausgegeben von Manfred Jähnichen, Diether Krywalski und Reinfried Vogler. Helmut Preußler Verlag, Nürnberg 2009, ISBN 978-3-934679-36-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eintrag über Franz Peter Künzel auf Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste, abgerufen am 10. August 2022
  2. sudetendeutsche-akademie.eu (Memento vom 15. Juni 2023 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt