Karl Pfeifer

Geboren am: 22. August 1928

Gestorben am: 6. Januar 2023

Karl Pfeifer, Jahrgang 1928. Im Alter von 10 Jahren Flucht mit seinen Eltern nach Ungarn. Mit 14 gelingt ihm die Auswanderung nach Palästina, wo er nach einer Ausbildung im Kibbuz im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpft. 1951 kehrt er nach Europa zurück, arbeitet seit 1979 als Journalist in Wien, schreibt u. a. für die Wiener Illustrierte Neue Welt und die Berliner Wochenblätter Jüdische Allgemeine und Jungle World.

Beitræge von Karl Pfeifer
FORVM, No. 339-341

Antisemitismus in Ö

Mai
1982

Bild-Journalist, widerlich Betr.: Michael Siegert: »Jud kaputt?«/Jänner-Februar-Heft 1982 War schon der Cover des FORVM vom Jänner/Februar 1982 und der Titel des Artikels von Michael Siegert (»Jud kaputt/Jud süßsaurer«) befremdend, so leistete sich Siegert in seinem nachfolgenden »Bericht« über den (...)

FORVM, No. 448-450

Realitätsflucht oder Friede

Mai
1991

Der Autor, 1928 in Baden bei Wien geboren, emigrierte 1938 über die Schweiz, Italien und Jugoslawien nach Ungarn und kehrte 1951 nach Österreich zurück, wo er unter Pseudonymen und eigenem Namen in »AZ« und FORVM publizierte. Der zwischen 1980 und 1987 viermal aus Ungarn ausgewiesene Journalist ist (...)

FORVM, No. 452-454

Palästinenser &/oder Juden

Juli
1991

Friederice Beyers „Die Antisemiten sind die Israelis“ hat, gemeinsam mit Karl Pfeifers „Friede oder Realitätsflucht“ im vorigen Heft, jene produktive Erregung ausgelöst, der wir die wildesten Diskussionen danken: hier ist sie, mehr im nächsten Heft. Zudummheiten „Friederice Beyer“ zitiert mich in (...)

FORVM, No. 452-454

Israelischer Faschismus oder polnische Erbschaft?

Juli
1991

Zionismus = Rassismus? Am 10. November 1975 nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution an, die Zionismus mit Rassismus gleichsetzt. Das Ziel der Urheber dieser Resolution war es, den Staat Israel und die Bewegung, die ihn hervorgebracht hat, zu verleumden. Sowohl in der (...)

FORVM, No. 455

Etwas bleibt immer hängen

Antwort
Oktober
1991

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Das ist machbar! Mit der fördernden Mitgliedschaft

FORVM, No. 456

Der Präsident und die Juden

Auch Franjo Tudjman ist ein zeitgemäßer Mann
Dezember
1991

Die österreichischen Massenmedien schildern den innerjugoslawischen Konflikt eindimensional als eine Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Auf der einen Seite die bösen Panzerkommunisten und die Tschetniks, auf der anderen die guten römisch-katholischen Demokraten, „die Kroaten“, die nur Opfer (...)

FORVM, No. 458/459

Unwissenheit oder Etikettenschwindel? / Grenzstreit

März
1992

Unwissenheit oder Etikettenschwindel? Karl Pfeifers Ausführungen im Dezember-Heft über den weltbekannten Linksdissidenten und Buchautor Dr. Ante Ciliga werden in Paris und Rom mit Kopfschütteln quittiert und erfordern einige Klarstellungen. Ciliga, geboren 1896 in Istrien, war seit 1919 (...)

FORVM, No. 458/459

Die katholische Kirche Kroatiens, der Vatikan und die Ermordung der kroatischen Juden

März
1992

Ob die katholische Kirche eine moralische Autorität oder bloß eine weltweite politische Institution ist? Ihr Anspruch werde an ihren Taten gemessen. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Erzbischof Aloys Stepinac, das Oberhaupt der katholischen Kirche Kroatiens, mit einer Anzahl (...)

FORVM, No. 462-464

Wer assimiliert die Ungarn?

Juli
1992

Rassismus Die gut gekleidete, ältere ungarische Dame bückt sich im Autobus und zischt ins Ohr des Nigerianers Osa: „Warum gehst Du nicht nach Hause, Nigger?“ Laut Aussagen afrikanischer und arabischer Studenten sind solche rassistischen Belästigungen seit der Wende vor zwei Jahren in Ungarn (...)

FORVM, No. 465-467

Ein paar Fakten über die Vojvodina

November
1992

Die Vojvodina liegt im Nordosten Jugoslawiens. Ihr Territorium (21.506 Quadratkilometer = 24,34 Prozent der Gesamtfläche Serbiens) befindet sich im Gebiet der Dreiländergrenze Jugoslawiens, Ungarns und Rumäniens. Dieses Gebiet nimmt den südöstlichen Teil der pannonischen Tiefebene ein. Die Flüsse (...)

FORVM, No. 465-467

Vojvodina, Herbst 1992

November
1992

Kleinlicher, gewalttätiger Nationalismus Wahr ist ferner, daß in dieser Region wirrste politische Philosophien und grobschlächtigste politische Lügen wuchern, die in Gesellschaften mit einer gesunden Entwicklung nicht einmal formuliert werden könnten, geschweige denn glaubwürdig wären. Es wäre aber (...)

FORVM, No. 465-467

Die Barbaren ante portas?

November
1992

Die Berichte der meisten österreichischen Massenmedien über das ehemalige Jugoslawien sind auch 1992 meistens einseitig und oft genug werden Fakten mit Kommentaren vermischt. Manchmal entsteht der Eindruck, das österreichische Fernsehen wäre ein Organ des autoritären Tudjman-Regimes. Diesbezüglich (...)

FORVM, No. 469-472

Methodischer Massenmord und die Methoden eines Massenblattes

April
1993

Opfer der Opfer Der französische Historiker Pierre Vidal-Naquet setzt sich in seinem Buch „Les Assassins de la Mémoire“ (Die Mörder der Erinnerung) mit den Leugnern und Verharmlosern der Schoa auseinander und erklärt den Begriff „Inexistentialismus“ als Leugnung von gesellschaftlichen, politischen, (...)

FORVM, No. 473-477

Trotzkist und/oder faschistischer Propagandist

Juli
1993

In meinem Artikel Der Präsident und die Juden (FORVM Dezember 1991) wies ich darauf hin, daß Kroatiens Präsident Dr. Tudjman sich in seinem Buch »Bespuca«, mit dem er u.a. den Holocaust verniedlicht, auf Dr. Ante Ciliga, der kurze Zeit im Ustascha-KZ Jasenovac angehalten war, beruft. Ciliga (...)

FORVM, No. 495

Gruß aus der Heimat

März
1995

Liebe Freunde! Häufig werde ich seit der Machtergreifung gefragt, »wieso wandern Sie nicht aus? « Meine Antwort: Der Bedarf an 70jährigen deutschsprachigen Journalisten im Ausland ist gedeckt. Seit der letzten Abwertung des Schilling ist meine Pension nur mehr halb so viel wert wie während der (...)

FORVM, No. 496-498

Rückkehr nach Österreich

Juni
1995

K.P., geboren 1928 in Baden bei Wien, FORVM-Autor und Mentor unserer Blattmacher seit Michael Siegert, wird am 31. August d.J. als Redakteur des off. Organs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, »Die Gemeinde«‚ in Pension gehen. Früher als »Kommunist« verdächtigt, wird er jetzt gern wegen seiner (...)

Context XXI, Heft 5-6/2002

„Neue Historiker“ schreiben die Geschichte um

November
2002

40 Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg trat in Israel eine Generation „neuer Historiker“ auf, die in den arabischen Ländern und von links- und rechtsextremen „Antizionisten“ bejubelt werden. Es sind in der Regel nach 1948 geborene israelische Wissenschaftler, die sich in ihren Arbeiten auf die Jahre (...)

Context XXI, Heft 4-5/2003

Dort, wo man Fahnen verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen

August
2003

Markus Kemmerling brachte es auf den Punkt: „In einem Land, in welchem nicht nur vereinzel­te Rechtsextreme mit Befrei­ung den Abzug US-amerika­nischer Truppen assoziieren, kann es niemanden ernsthaft überraschen, wenn im Groß­deutschen und Antijüdischen fußende Ressentiments durchbrechen, sobald (...)

Context XXI, Radiosendungen 2003

Verleihung der Samuel Bloch Medaille an Karl Pfeifer

November
2003

Elisabeth Orth, Erika Weinzierl und Wolfgang Neugebauer über einen unermüdlichen Kämpfer wider den Antisemitismus.

Context XXI, Heft 4-5/2004

Wiederauferstehung des „christlichen Mittelstands“ Ungarns?

Juni
2004

Seit der Wende 1990 gab es in Ungarn vier Parlamentswahlen, wobei jedes Mal die Regierung abgewählt wurde. Dieser ständige Wechsel ist Zeichen einer kontinuierlich wachsenden Polarisierung in der ungarischen Gesellschaft, die von einer rückläufigen Wahlbeteiligung begleitet wird. Seit 1990 (...)

Context XXI, Jahr 2006

Schandl interpretiert die Welt

Juni
2006

In der letzten Ausgabe der „Volksstimme“ erschien der Leitartikel von Franz Schandl, der zum Widerspruch herausfordert. Seine Analyse „Wider die Eingliederung in die okzidentale Phalanx“ beginnt so: Dass „wir alle Londoner sind“, ist zu einem geflügelten Wort geworden. Dass wir alle Kabuler sind (...)

Café Critique, Jahr 2009
Suicide Attack:

Hintergründe des Selbstmordterrors

Rezension
Mai
2009

Gerhard Scheit hat gründliche Arbeit geleistet. Er untersucht auf 616 Seiten den antisemitischen Wahn, der zum Völkermord an Juden geführt hat und auch zum Selbstmordterror im Heiligen Land. Gerhard Scheit versucht – sich auf die Frankfurter Schule stützend – mit den Mitteln der Philosophie und der (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Karl antwortet ...

September
2018

... beim Fest für Karl Pfeifer anlässlich seines 90. Geburtstages im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes in Wien am 27. September 2018 Nach Ansprachen von Andreas Peham, Elisabeth Orth, Doron Rabinovici und Gerhard Oberschlick kam endlich der Jubilar zum Wort und das klang so: (...)

Beitræge zu Karl Pfeifer
Café Critique, Jahr 2009

Über alles in der Welt

Stellungnahme zur antizionistischen Attacke des österreichischen Trotzkisten Michael Pröbsting auf den Journalisten Karl Pfeifer
Januar
2009

Wenn Café Critique sich mit Karl Pfeifer solidarisch erklärt angesichts der unbeschreiblichen Infamien, die gegen ihn vom ArbeiterInnenstandpunkt publiziert wurden, dann nicht nur deshalb, weil wir uns ganz allgemein mit dem Zionismus als politischer Emanzipationsbewegung von Juden und Jüdinnen (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Für Karl Pfeifer

Zum Neunzigsten
September
2018

Erste Laudatio des Abends für Karl Pfeifer. Eine Rühmung im Dokumentationszentrum des Österreichischen Widerstandes am 27. September 2018 Wenn hierzulande die Lüge wieder zur einzigen Wahrheit erklärt wird und das Totschweigen beredter ist denn je, dann ist da immer einer, der sicher nicht still (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Lieber Karl !

Anrede
September
2018

Zweite Laudatio des Abends für Karl Pfeifer. Eine Preisung im Dokumentationszentrum des Österreichischen Widerstandes am 27. September 2018 Lieber Karl, zuerst will ich gratulieren – ja, Dir auch, eigentlich aber uns, dass wir Dich haben und so lange haben. Ganz besonders gratuliere ich Deiner (...)

Videos
„Über Ungarn sprechen“ Ausschnitt aus der Podiumsdiskussion über Angriffe auf die Kunst, Strömungen (...)
Karl Pfeifer — Republikanischer Club 21.11.2013 „Einmal Palästina und zurück“ nennt Karl Pfeifer (...)
(German w/ English Subtitles) Note: For English subtitles, please make sure the „cc“ button in (...)