Leo Kühberger

Lebt in Graz, wo er Geschichte und Kulturanthropologie studierte. Er arbeitet in der Erwachsenenbildung. Als Journalist, Aktivist und Forscher konzentriert er sich auf Theorien und praktische Erfahrungen von sozialen Bewegungen sowie auf den (Post)Operaismus. Er ist auch Mitglied bei Radio Helsinki.

Beiträge von Leo Kühberger
Grundrisse, Nummer 38

Car(e) Workers

Große Krise und (noch) kleine Kämpfe in der Steiermark
Mai
2011

Lange Zeit war es ruhig hinter dem Semmering. Krise hin oder her, an der „Kernölrepublik“ schien das alles vorüberzugehen, auch wenn uns am „Höhepunkt der Krise“ die erschütternde Nachricht ereilte, dass nur 5 von 26 Kernölen wirklich steirisch sind, und der Rest aus chinesischen Kürbiskernen gepresst (...)

Leo Kühberger (* 1975 in Leoben) ist ein österreichischer Historiker, Kulturanthropologe, Journalist und Übersetzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch des Stiftsgymnasium Admont begann er 1994 ein Studium der Geschichte und Kulturanthropologie an der Universität Graz, das er im Jahr 2002 mit dem Magistertitel abschloss. Es folgte ein Doktoratsstudium der Geschichte in Graz und Puebla mit einer Dissertation über Das Prinzip Widerstand. Der Abschluss erfolgte mit Auszeichnung im Jahr 2011.

Kühberger ist vor allem im Kulturbereich und der Erwachsenenbildung tätig. Seit 2012 arbeitet er auch als Lektor am Institut für Kulturanthropologie an der Universität Graz und lehrt insbesondere über die Geschichte, Theorie und Praxis Sozialer Bewegungen und die multiplen Krisen unserer Zeit. Als Journalist arbeitet Kühberger vor allem für Radio Helsinki und verschiedene unabhängige Printmedien. Von 2017 bis 2020 war er für die Sparte „Gesellschaftspolitik“ im Forum Stadtpark mitverantwortlich.[1][2] Für die Steiermark-Schau 2021 gestaltete er einen Beitrag über die Agrargemeinschaften in der Steiermark und einen Stadtrundgang, der eine Vision von Graz als autofreier Stadt zum Thema hat.[3]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • we make history! bewegungen – widerstand – GLOBAL – institutionen – kapitalismus. Diplomarbeit 2002. Grüne Akademie, Graz 2004, ISBN 3-950185-60-7.
  • mit Robert Reithofer, Marusa Krese (Hrsg.): Gegenwelten. Rassismus, Kapitalismus und soziale Ausgrenzung. Leykam, Graz 2007, ISBN 978-3-7011-7585-7.
  • mit Samuel Stuhlpfarrer: Angekommen. Krise und Proteste in der Steiermark. Forum Stadtpark, Graz 2011, ISBN 978-3-901109-33-1.
  • mit Ernest Kaltenegger, Samuel Stuhlpfarrer (Hrsg.): Alle Verhältnisse umzuwerfen… Gespräche und Interventionen zu Krise, globaler Bewegung und linker Geschichte. Mandelbaum, Wien 2016, ISBN 978-3-85476-653-7.

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julia Schafferhofer: Programm 2018: Forum Stadtpark: Die Suche nach einem neuen Wir. 6. Februar 2018, abgerufen am 11. August 2021.
  2. Georg Tomaschek: Forum Stadtpark: Kann es ohne Staat Demokratie geben? 31. März 2019, abgerufen am 11. August 2021.
  3. Nina Müller: Als die Autos die Stadt verließen: Verhindertes Kulturjahr-Projekt wird zum utopischen Spaziergang. 26. April 2021, abgerufen am 11. August 2021.