Lorenz Glatz

Lorenz Glatz, geb. 1948, zugezogener Wiener. Nach 6 Jahren Studium diverser Fächer 32 Jahre Latein- und Griechischlehrer, seither Pensionist, praktizierender Großvater, Leser, Schreiber und Webmaster. Nach vielen Jahren Marxismus und Engagement in der Antikriegsbewegung seit 2001 Mitglied der Redaktion der Streifzüge.

Im WWW
Hedwig Seyr & Lorenz Glatz
Beiträge von Lorenz Glatz
Context XXI, ZOOM 1/1998

Keinen Menschen, keinen Groschen für die NATO!

■  Lorenz Glatz
März
1998

Zwei Neutralitäten Mit dem Status der „Immerwährenden Neutralität“ waren in Österreich von Anfang an zwei sehr unterschiedliche Vorstellungen verbunden. Für die einen war Neutralität schlicht der Preis für den Abzug der Besatzungstruppen, vor allem der sowjetischen. In (...)

Streifzüge, Heft 3/2001

Terror und Vergeltung: Paranoia gegen Paranoia

Frieden gibt es nur jenseits von Markt und Staat
■  Lorenz Glatz
Oktober
2001

Gleichheit Die über 6.000 Opfer der mörderischen Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington haben in der westlichen Welt eine riesige Welle von Entsetzen und Bestürzung ausgelöst. War es aber wirklich nur die Abscheu vor der Tat und das Mitleid mit den (...)

Streifzüge, Heft 1/2002

Afghanistan: „Kein Krieg um Öl“

■  Lorenz Glatz
März
2002

Im Jahre 1900 nahmen die Großmächte die Ermordung des deutschen Gesandten im Zuge des sogenannten Boxeraufstands in China zum Anlass, dieses riesige Land in einem äußerst blutigen Feldzug endgültig zu einer Halbkolonie zu machen. Der deutsche General von Moltke notierte am 11. Juli in seinem (...)

Streifzüge, Heft 2/2002

Die Bedeutung von „labor“

Blick auf einige Stellen bei lateinischen Autoren und einige Bemerkungen über die „Tyrannei der Uhr“
■  Lorenz Glatz (Übersetzung) ▪ Paolo Lago
Übersetzungen
Juni
2002

Das Dasein als Knecht ist der Inhalt der Abstraktion „Arbeit“. So ist es kein Wunder, dass dieser abstrakte Begriff in der Antike die metaphorische Nebenbedeutung von Leid und Unglück angenommen hat (etwa im Lateinischen). (Robert Kurz) Im „Manifest gegen die Arbeit“ der Gruppe Krisis lesen wir in (...)

Streifzüge, Heft 2/2002

„Jüdischer Staat“ und „Befreiung Palästinas“

Konzepte ohne Perspektive
■  Lorenz Glatz
Juni
2002

Die „Befreiung Palästinas“ hat im Mittel des Mords durch Selbstmord einen Trumpf entdeckt. Auch wenn die Zahl der Todesopfer auf palästinensischer Seite das Drei- bis Vierfache der getöteten Israelis ausmacht, so können die „Gotteskrieger“, welche auf längere Sicht allein zu dieser über- und daher (...)

Streifzüge, Heft 1/2003

Warum läuft Herr B. Amok?

Gedanken über die Logik von Krieg und Terror und über den Bruch mit ihr
■  Lorenz Glatz
März
2003

Werner Fassbinder hat 1969 den Film „Warum läuft Herr R. Amok?“ gedreht. Darin erwächst der abschließende Amoklauf aus dem normalen Alltag, aus einem Leben, in dem Herr R. gerade deswegen entgleist, weil er es so ernst und wörtlich nimmt. Mittlerweile weiß auch der fassungslose Normalverbraucher aus (...)

Streifzüge, Heft 1/2003

Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau, nicht schlecht, nicht anspruchslos, nicht gut genug

■  Lorenz Glatz
März
2003

Für ein Leben in dieser Gesellschaft ist die Spezies Mensch sehr schlecht gerüstet. Aus der Evolution sind wir über bloß biologische Maßstäbe zu gesellschaftlichen Lebenwesen hinausgewachsen, die sich in vielerlei Art bewusst aufeinander beziehen und kooperieren müssen, um lebensfähig zu sein. Das (...)

Streifzüge, Heft 2/2003

Ratlos unzufrieden

1 Beobachtung und 8 Behauptungen zur Frage, warum es eine gute Zukunft nur jenseits von Markt und Staat geben kann
■  Lorenz Glatz
Juni
2003

Ein Beitrag zum Workshop „Jenseits von Markt und Staat — Perspektiven radikaler Transformation“ am Austrian Social Forum in Hallein am 31. Mai 2003 Zu Beginn eine Beobachtung: Soviel Unzufriedenheit war schon seit Jahrzehnten nicht. So viel Ratlosigkeit auch nicht. Seit einigen Jahren schon gehen (...)

Streifzüge, Heft 2/2003

Verweigerung des Alltags und der Arbeit

Ein Wiedersehen mit „Stroszek“
■  Lorenz Glatz (Übersetzung) ▪ Paolo Lago
Juni
2003

... i tuoi occhi come vuoti a rendere per chi ti ha dato lavoro i tuoi occhi assunti da tre anni i tuoi occhi per loro ... (... deine Augen wie Pfandflaschen für deine Chefs deine Augen, vereinnahmt drei Jahre schon deine Augen für sie ...) Fabrizio De Andre aus: Verranno a chiederti del nostro (...)

Streifzüge, Heft 30

Das Kampfhundsyndrom

Kurzer Versuch über eine verheerende alltägliche Unauffälligkeit im kritischen Betrieb
■  Lorenz Glatz
März
2004

Schatten an der Wand In Wirklichkeit ist es nicht ganz leicht so mitten in der Gesellschaft darüber zu reden und zu schreiben, obwohl es viele tun und auf die Schwierigkeit nicht wirklich achten. Wer sich nämlich theoretisch zu Vorgängen und Zuständen in der Gesellschaft äußert, erst recht wer (...)

Streifzüge, Heft 30

Von der Herrenbildung zur Begabungswirtschaft

Vier Betrachtungen über Menschsein und Bildung zum Zwecke der Skandalisierung diverser Fortschritte
■  Lorenz Glatz
März
2004

1. Herr des Weibes – Hirte der Mannen Beim römischen „Buntschriftsteller“ Aulus Gellius (Noctes Atticae XIII 17; 2. Jh. n. Chr.) findet sich die Bemerkung, dass „humanus“ (menschlich) im Latein der besten Autoren nicht so wie im „gemeinen Volk“ (vulgus) üblich einen umgänglichen, sondern vielmehr (...)

Streifzüge, Heft 31

Wo bitte geht’s hier raus?

Produktivkraftentwicklung und Kultur
■  Lorenz Glatz
Juni
2004

Im Marxismus gilt die aktive menschliche Gestaltung des „Stoffwechsels zwischen Mensch und Natur“ als der zentrale Punkt für das Geschichtsverständnis. Stefan Meretz spricht darauf aufbauend von einem Dreiecksverhältnis Mensch-Mittel-Natur, aus dem die „Produktivkraftentwicklung der Arbeit“ (...)

Streifzüge, Heft 32

Warum nichts mehr geht …

Überlegungen zu den persönlichen Bedingungen eines Ausbruchs aus der Warengesellschaft
■  Lorenz Glatz
Oktober
2004

„Im letzten Zimmer“ Das Arbeitsleben der heute aktiven Generationen gleicht bedrohlich dem Schicksal der Maus in Fanz Kafkas „Kleiner Fabel“. Die Maus sieht in ihrem Lauf „rechts und links in der Ferne Mauern“ auftauchen, „aber“, so sagt sie, „diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß (...)

Streifzüge, Heft 33
2000 Zeichen abwärts

Zukunft Bildung

■  Lorenz Glatz
März
2005

Aufregung um die „Bildung“ ist ja nicht grad was Häufiges. Aber jetzt hat Österreichs Schulwesen bei der Pisa-Studie sauschlecht abgeschnitten. Na und? Was ist das schon gegen eine Schi-WM? Zumindest nach dem Gefühl vieler Eltern und SchülerInnen ist es tatsächlich mehr. Dass die junge Generation ihre (...)

Streifzüge, Heft 33

Ein anregendes Kaleidoskop

■  Lorenz Glatz
März
2005

Wer nur Texte gut findet, die sich an wertkritischen Erkenntnissen orientieren, wird Eberhard Straubs Büchlein „Vom Nichtstun“ nicht mögen. Ihm entgeht jedoch ein kleines, prächtiges Feuerwerk an Gedanken, das der studierte Historiker und Archäologe in sechs Feuilletons abbrennt. Sätze wie „Die (...)

Streifzüge, Heft 33
2000 Zeichen abwärts

Katastrophen 1

■  Lorenz Glatz
März
2005

Die Leute im Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii vermuteten bald nach dem Seebeben, dass eine Flutwelle unterwegs ist. Sie sind aber für den Pazifik zuständig, wo keine Gefahr bestand. Am Indischen Ozean haben sie „keine Adressaten“. Die Seismologen in Thailand haben Adressen, aber sie sind nach einem (...)

Streifzüge, Heft 33

Vom Denken und sich Emanzipieren

Zwei Fragmente
■  Lorenz Glatz
März
2005

1. Emanzipatorisches Denken im „Unreinen“ Der Mensch denkt nicht als souveräner, „über den Wassern schwebender Geist Gottes“, wie es die alte patriarchale Vorstellung meint. Er ist auch keineswegs das autonome Subjekt der Aufklärung, das durch einen Willensakt des Wagnisses seine selbstverschuldete (...)

Streifzüge, Heft 34

Otium und Negotium in der Komödie…

■  Lorenz Glatz (Übersetzung) ▪ Paolo Lago
Juni
2005

Soli omnium otiosi sunt qui sapientiae vacant, soli vivunt. (Allein von allen sind die der Muße hingegeben, die für Philosophie Zeit haben; sie allein leben. ) Seneca, De brevitate vitae, XIV, 1 Für das lateinische Wort otium (Muße) sind verschiedene interessante Etymologien vorgeschlagen worden: (...)

Streifzüge, Heft 35

„Code unbekannt“

Zu einigen uncoolen Unzugänglichkeiten des Lebens in der Waren„gesellschaft“ und der Kritik daran
■  Lorenz Glatz
Oktober
2005

1. Vom Sterben Vorgänge lassen sich oft am besten von ihrem Ausgang her begreifen. So z. B. das Leben, wenn man auf das Sterben schaut. Darüber, wie jemand so lebt, kann eins so. einiges erfahren, wenn man fragt, wie sie sich den unvermeidlichen Abgang wünscht – soweit es da was zu wünschen gibt (...)

Streifzüge, Heft 35

Strange in Town

■  Lorenz Glatz
Oktober
2005

Weitermachen Hinten braust unter der Brücke auf acht Spuren der Highway. Oben schieben sich auf der Avenue die Autos über die Brücke, darüber dröhnt auf angerostetem Tragwerk die Subway durch Queens. Hin und her zwischen Arbeit und Freigang. Dazwischen stehen auf beiden Seiten ebenerdig und (...)

Streifzüge, Heft 35

„Für eine bessere Ordnung“

Buchbesprechung
■  Lorenz Glatz
Oktober
2005

Was ein Mensch schreibt, sagt anderen nicht selten mehr und anderes, als er selbst zu schreiben meint. Als Reinhard Federmanns Roman „Chronik einer Nacht“ 1950 als Fortsetzungsgeschichte im mittlerweile längst verblichenen Zentralorgan der SPÖ, in der Arbeiterzeitung, erschien, sagte er nur wenigen (...)

Streifzüge, Heft 35
2000 Zeichen abwärts

So etwas von wurscht!

■  Lorenz Glatz
Oktober
2005

Der „Passagengouverneur“ unterm Opernring hat die Obdachlosen schon aufgeweckt; die sind jetzt beim Frühstück mit der Doppelliterflasche. Weiter hinten redet der erste Junkie Passanten an. Die hasten vorbei, jeder zu seinem Geschäft – Verkauf, Verwaltung, Versicherung, Finanzen heißt das hier in der (...)

Streifzüge, Heft 35
2000 Zeichen abwärts

Etwas Besseres als den Tod …

■  Lorenz Glatz
Oktober
2005

In Wien hat im September ein Fünfzehnjähriger bei einer Rauferei in der Schule einen Mitschüler mit dem Messer tödlich verletzt. Die Politiker rufen routiniert nach Gewaltprävention und Sicherheitsmaßnahmen, in Der Standard klagt ein Journalist die „allgegenwärtige Mediengewalt“ an, „die Sorte (...)

Streifzüge, Heft 36

Nebelschwaden und Gewitterwolken

Sechs Notizen anlässlich des Nahostkonflikts
■  Lorenz Glatz
März
2006

1. Lechts und Rinks Mangelnde Bildung mag durchaus die mentale Stabilität fördern, wenn man ein Antisemit ist. Voraussetzung ist das jedoch keineswegs. Und beschönigen oder verharmlosen lässt sich damit auch kaum etwas. Die beschwichtigenden Hinweise auf eine gewisse intellektuelle Unbedarftheit (...)

Streifzüge, Heft 36

10 Jahre Streifzüge

März
2006

Lernbub von Martin Scheuringer Auf die Idee, dass ich mich nicht unbedingt in die gängigen Denk- und Handlungsformen einpassen muss, kam ich erst, als mich während des Studiums die 68er-Nostalgie packte. Diese befällt einen Soziologie- und Philosophie-Studenten wohl fast zwangsläufig, wird doch (...)

Streifzüge, Heft 37

Verlieren und Verlierer. Loser

■  Lorenz Glatz
Juni
2006

Verloren! Dass mir nichts abgegangen ist, dass ich mich geborgen und stark gefühlt habe, das ist mir sogar noch im frühen Erwachsenenalter passiert. Mit der Freundin, mit dem Eltern- und Kinderkollektiv und auch in der Wohngemeinschaft lief es gut, selbst mit dem leidigen Geld sind wir recht gut (...)

Streifzüge, Heft 66

Home Stories

Aus den gezinkten Märchenbüchern der Streifzüge-Redaktion
August
2006

Schreiben hilft von Maria Wölflingseder Ja, so etwas! Neben dem Gründer der Streifzüge, Franz Schandl, bin ich von den aktuellen Mitarbeitenden die einzige, die von Anbeginn dabei ist. Franz kannte mich aus der Weg und Ziel-Redaktion, in die er von Julius Mende eingeladen wurde, und in der ich (...)

Streifzüge, Heft 39

Alles außer Krieg ist schwer zu machen

Nicht nur im Nahen Osten, aber vor allem dort – Einige Behauptungen zum Streiten
■  Lorenz Glatz
März
2007

Misere der Wert-Ordnung Krieg ist der Vater aller Dinge. Staat muss sein. Ohne ihn herrscht blanke Gewalt. Mit ihm auch. Aber ordentlich. Seit Thomas Hobbes ist das der Weisheit letzter Schluss, wenn eins über das Leben räsoniert. Und für die moderne Gesellschaft, zu deren Propheten Hobbes zählt, (...)

Streifzüge, Heft 39
2000 Zeichen abwärts

„Straße der Sieger“

■  Lorenz Glatz
März
2007

Es ist trüb. Ich auch. Neben mir humpelt mein Jüngerer, ich stütze ihn, wir sind unterwegs zur Krankenkassenambulanz auf der Mariahilfer Straße, Wiens repräsentativer Shopping Mall. Der übliche Einkaufsbetrieb und einige Mienen, die zu diesem Gottesdienst passen, auf den Gesichtern der Touristen und (...)

Streifzüge, Heft 39
2000 Zeichen abwärts

Türken vor Wien

■  Lorenz Glatz
März
2007

Leute mit österreichischem oder türkischem Pass brauchen ein Visum, wenn sie einander besuchen wollen. Alpenländler erstehen das Ding bei der Ankunft am Flughafen für 15 Euro. Schließlich soll niemand abgeschreckt werden, dem Land Devisen zu bringen, was ja der Zweck ist, wozu ein Land sich (...)

Streifzüge, Heft 39

„Dissidente Praktiken“

■  Lorenz Glatz
März
2007

Interesse an dem Buch hatte Andreas Exner in der Redaktion noch vorm Erscheinen mit seinem Bericht vom Workshop „Prozesse der Selbstorganisation-gemeinsame Selbstversorgung“ der „Stiftung Fraueninitiative“ (http://www.stiftung-fraueninitiative.de/) im Herbst 2005 geweckt. Auf den Beiträgen dieser (...)

Streifzüge, Heft 40

Ein Leben in einer Welt

Wie Kritik wirksam werden kann (1.Teil)
■  Lorenz Glatz
Juni
2007

Der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking will das öffentliche Interesse für die Raumfahrt steigern: „Ich denke, die Menschheit hat keine Zukunft, wenn sie nicht ins Weltall fliegt.“ Auf der Erde werde es nämlich angesichts des Klimawandels, des Atomkriegrisikos oder der Gefahr eines gentechnisch (...)

Streifzüge, Heft 41

Lifelong Guidance

■  Lorenz Glatz
Oktober
2007

0. Vorspiel „Lifelong guidance“ ist nicht nur eine Fortentwicklung und Ausweitung von ebensolchem „learning“, es ist auch ein deutlicher und ehrlicherer Name für das, was derzeit als Erfordernis postmoderner Lebensweise über uns hereinbricht. Erwerb von Wissen und Fertigkeiten ist schon lange nur (...)

Streifzüge, Heft 41

Ein Leben in einer Welt

Wie Kritik wirksam werden kann (2.Teil)
■  Lorenz Glatz
Oktober
2007

Es gibt viel mehr Menschen, denen die Ergebnisse und Früchte der herrschenden Ordnung falsch, gefährlich, ja unerträglich erscheinen, als es Leute gibt, die es für möglich halten, sie zu ändern und es auch versuchen. Es ist die Ordnung der Beziehungen, der Verhältnisse unter uns Menschen und vor allem (...)

Streifzüge, Heft 41
2000 Zeichen abwärts

„Das Mittelmeer ist voller Toter“

■  Lorenz Glatz
Oktober
2007

Das verkündete der italienische Innenminister Amato Ende August. Es war Hochsaison für Arbeitsuchende aus Afrika, die Überfahrt nach Italien zu versuchen. Mindestens 800 Euro soll schon vor ein paar Jahren ein Platz in einem der Seelenverkäufer in Libyen gekostet haben. Aber dort muss eins erst (...)

Streifzüge, Heft 42
2000 Zeichen abwärts

Hunger 2

■  Lorenz Glatz
März
2008

Von Zeit zu Zeit machen sie ein wenig von sich reden, die „Brotunruhen“ in verschiedenen Ländern der so genannten Dritten Welt. Ob in Mexiko, Jemen, Mauretanien, Usbekistan, Senegal, Pakistan oder Indonesien – die Polizei prügelt Hungerdemonstranten. Diese melden mit ihren Umzügen und (...)

Streifzüge, Heft 43
2000 Zeichen abwärts

Konstantinopel brennt

■  Lorenz Glatz
Juni
2008

Normalerweise dürfen sie das gar nicht. Hierzulande verbietet irgendein Gesetz, dass die Leute mit Fähnchen, rot-weiß-rot, ev. noch den Bundesgeier mittendrin, durch die Gegend fahren. Dank der Kronenzeitung hat der Innenminister zum Wohl des Patriotismus das Gesetz für die Dauer der EM sistiert. (...)

Streifzüge, Heft 43
2000 Zeichen abwärts

Monster

■  Lorenz Glatz
Juni
2008

Fast jede/r kennt den Spruch des frühmodernen Theoretikers Thomas Hobbes, dass der Mensch dem Menschen ein Wolf sei. Beim altrömischen Komödiendichter Plautus, von dem er seinen Satz hat, heißt es aber: „Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, nicht ein Mensch, wenn man sich nicht kennt“. Für den (...)

Streifzüge, Heft 43

„… und dann gnade uns Gott!“

Interview mit Moshe Zuckermann
■  Lorenz Glatz ▪ Moshe Zuckermann
Juni
2008

Eckpunkte eines Friedens … Ich habe mit einer Reihe Leute in Israel gesprochen. Sie haben Angst, dass, ja weil es keinen Frieden mit den Arabern geben könne. Gibt es noch eine politische Perspektive oder muss man sich auf eine Katastrophe einstellen? Verzweiflung, Absage an die Möglichkeit der (...)

Streifzüge, Heft 44

Wir Teilzeitidioten

■  Lorenz Glatz
Oktober
2008

Drei Jahrzehnte sind Rekord. So lange hat der Glaube und die Hoffnung durchgehalten, die deregulierte und liberalisierte Geldschöpfung mit Bankkrediten und Börsenspekulation werde irgendwann reale Wirtschaft werden, doch noch einmal Substanz bekommen. Nicht dass es keinen neuen Technologieschub (...)

Streifzüge, Heft 44

Maseltov!

Auf Besuch in Israel – Einige Randglossen
■  Lorenz Glatz
Oktober
2008

Die junge Frau von der Security am Busbahnhof in Haifa will meinen Pass sehen. Die alte Dame neben ihr erkennt mich: groß, graues Haar, Brillen und einen großen schwarzem Rollkoffer. Sie streckt mir die Hand entgegen. Die junge ist beruhigt, winkt mich durch samt dem Gepäck – nicht einmal der (...)

Streifzüge, Heft 45

Transformation statt Demokratie

Krise, Mitbestimmen und der Schnee der Inuits
■  Lorenz Glatz
März
2009

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Das ist machbar!

Streifzüge, Heft 46
2000 Zeichen abwärts

Irrtümlich zu Fuß gegangen

■  Lorenz Glatz
Juni
2009

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Streifzüge, Heft 46

Reichtum und Ressource

■  Lorenz Glatz ▪ Severin HeilmannFranz SchandlMaria Wölflingseder
Juni
2009

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Streifzüge, Heft 47

Home Stories

Oktober
2009

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Streifzüge, Heft 47

What we do matters

Zu Friederike Habermann: Der homo oeconomicus und das Andere
■  Lorenz Glatz
Oktober
2009

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Streifzüge, Heft 48

Einlauf

■  Lorenz Glatz
März
2010

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Streifzüge, Heft 48

Freundschaft!

Zwei Anrisse für eine Perspektive auf Frieden und Freiheit
■  Lorenz Glatz
März
2010

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Streifzüge, Heft 48
2000 Zeichen abwärts

„Alles Leben ist Chemie“

■  Lorenz Glatz
März
2010

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Streifzüge, Heft 49

Die „Konsumismusglocke“

■  Lorenz Glatz
Juni
2010

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Streifzüge, Heft 51

Einlauf

■  Lorenz Glatz
März
2011

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Streifzüge, Heft 51

Das verlorene Meer der Lust

■  Lorenz Glatz
März
2011

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Streifzüge, Heft 51
2000 Zeichen abwärts

Liberating Art

■  Lorenz Glatz
März
2011

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Streifzüge, Heft 51

One World One Pain

■  Lorenz Glatz
März
2011

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Streifzüge, Heft 52

Fiction live

■  Lorenz Glatz ▪ Severin HeilmannMaria Wölflingseder
Juni
2011

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Streifzüge, Heft 53

Home Stories

■  Lorenz Glatz ▪ Ricky Trang
Oktober
2011

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Streifzüge, Heft 53

Unsere Gedanken sind nicht ohne Grund

■  Lorenz Glatz
Oktober
2011

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Streifzüge, Heft 54

Bei der Freundschaft hört sich das Geld auf

Anläufe zu einem Verständnis
■  Lorenz Glatz
März
2012

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Streifzüge, Heft 56

Vermutungen über Kampf

■  Lorenz Glatz
März
2012

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Streifzüge, Heft 54
Raúl Zibechi:

Territorien des Widerstands

■  Lorenz Glatz
März
2012

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Streifzüge, Heft 54
W. Rätz, T. von Egan-Krieger (Hrsg.):

Ausgewachsen!

Ökologische Gerechtigkeit. Soziale Rechte
■  Lorenz Glatz
März
2012

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Streifzüge, Heft 56
Cecosesola:

Auf dem Weg

■  Lorenz Glatz
Oktober
2012

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Streifzüge, Heft 56
Andreas Exner, Brigitte Kratzwald:

Solidarische Ökonomie & Commons

■  Lorenz Glatz
Oktober
2012

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Streifzüge, Heft 57
2000 Zeichen abwärts

Un-Orte der Bewegung

■  Lorenz Glatz
März
2013

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Streifzüge, Heft 58
Nadine Marquardt, Verena Schreiber (Hg.):

Ortsregister

Ein Glossar der Gegenwart
■  Lorenz Glatz
Juni
2013

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Streifzüge, Heft 59

Demokratie macht auch nur Staat

■  Lorenz Glatz
Oktober
2013

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Streifzüge, Heft 59
Friederike Habermann:

Der unsichtbare Tropenhelm

Wie koloniales Denken noch immer unsere Köpfe beherrscht
■  Lorenz Glatz
Oktober
2013

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Streifzüge, Heft 60
Lisa Mittendrein:

Solidarität ist alles, was uns bleibt

Solidarische Ökonomie in der griechischen Krise
■  Lorenz Glatz
März
2014

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Streifzüge, Heft 61

Einlauf

■  Lorenz Glatz
Juni
2014

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Streifzüge, Heft 61

Mit uns und der Welt ins Reine kommen

Verstreute Bemerkungen gegen apokalyptisches Fühlen, Denken und Handeln
■  Lorenz Glatz
Juni
2014

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Streifzüge, Heft 62
2000 abwärts

Mauern und Zäune

■  Lorenz Glatz
Oktober
2014

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Streifzüge, Heft 63
2000 abwärts

„Nous sommes Charlie“?

■  Lorenz Glatz
März
2015

Die Zivilgesellschaft steht auf gegen den Terror. Auch im Theater. Der katholische Dompfarrer, der evangelische Bischof, der Oberrabbiner, die Sprecherin der Muslime, ein Maler und Sänger, ein dekorierter Autor und noch eine Anzahl anderer vips. Alle lesen, ein paar singen auch. Nathan des (...)

Streifzüge, Heft 63

Den Kapitalismus vor sich selber retten?

■  Lorenz Glatz
März
2015

Vielleicht ist es ja unvermeidlich, dass über die Rettung einer herrschenden Lebensweise am erbittertsten gestritten wird, wenn sie nicht mehr zu retten ist, wenn sie sich allenthalben aufzulösen beginnt. Es wird „um Arbeitsplätze gekämpft“, als ob Hackeln der Sinn des Lebens wäre. Und für das (...)

Streifzüge, Heft 64

Vorwärts, müssen wir zurück?

Mein mangelndes Verständnis für Bildung und Pädagogik
■  Lorenz Glatz
Juni
2015

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Streifzüge, Heft 65
Auslauf

Humans welcome! Everywhere

■  Lorenz Glatz
November
2015

Der Literaturnobelpreisträger José Saramago soll geschrieben haben: „Die Vertreibung aus dem Süden in den Norden ist unausweichlich, sie wird weder von Stacheldraht, noch Mauern oder Deportationen zu verhindern sein. Millionen werden kommen und Europa wird von den Hungernden eingenommen werden. Sie (...)

Streifzüge, Heft 66
Richard Schuberth:

Bevor die Völker wussten, dass sie welche sind.

■  Lorenz Glatz
Mai
2016

Ein „Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht“ – mit Mephistopheles sind Schuberth und seine Diplomarbeit verwandt. Das ist dem Thema und der Weltgegend, wo sie es behandeln, auch durchaus angemessen. Und dass der Text mittlerweile (...)

Streifzüge, Heft 67

Alltag

Vermutungen zum anstehenden Kultur-Bruch
■  Lorenz Glatz
Juli
2016

I. Alltag hat für unsereinen, der gerade im Auge des Orkans lebt, noch eher den Geruch des stabilen, normalen, ausgetretenen Pfads der Reibungslosigkeit. Man könnte auch sagen: der relativ sanften Indolenz und Resignation. Die Arbeit und der Freigang, das private und das öffentliche Gewirks (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Gegen das Getöse um Brexit und derlei Kinkerlitzchen

■  Lorenz Glatz
August
2016

Eine knappe Mehrheit der Insulaner hat gegen die satte Mehrheit der politischen und ökonomischen Eliten für den EU-Austritt gestimmt. Alte Leute, sozial schlechter Gestellte, Engländer und Waliserinnen haben eher dafür, Junge, besser Verdienende und Leute in Schottland und Nordirland eher dagegen (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

„Ein gutes Leben“ – für wen?

■  Lorenz Glatz
August
2016

2013: 435.000, 2014: 626.000, 2015: 1,xxx.xxx, 1/2016: 58.600 Flüchtlinge, 3.735 Tote. – In Zahlen und Statistik wird in dieser Welt alles wahrgenommen, nur so kann bewertet, berechnet, verworfen oder verwertet werden. Menschen sind in dieser Lebensordnung generell bei allem, was zählt, wandelnde (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

André Gorz. Une vie (parution)

■  Lorenz Glatz
août
2016

Cette première biographie d’André Gorz (1923-2007) retrace le parcours de l’un des penseurs les plus clairvoyants et innovants de la critique du capitalisme contemporain. Marqué par les pensées de Marx, Husserl, Sartre et Illich, Gorz pose la question fondamentale du sens de la vie et du travail. Né (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Andrè Gorz dans Libération et l’Obs

■  Lorenz Glatz
août
2016

Commentaires et digressions autour de la pensée d’André Gorz ce jeudi 1er septembre dans Libération, et dans l’Obs. Et sur le site de l’Obs.

Streifzüge, Heft 68

MorgenGrauen?

Einige Behauptungen zum gesellschaftlichen Niedergang und zu möglichen Auswegen
■  Lorenz Glatz
Oktober
2016

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Das ist machbar!

Streifzüge, Heft 69

Alternative Facts

■  Lorenz Glatz
April
2017

Trump-bashing macht bei zivilisierten Leuten in Amerika und in Europa (soweit sie sich noch trauen) Furore. Trump selbst hingegen bei der anschwellenden Zahl der eher Unzivilisierten aller sozialen Klassen, einschließlich der „politischen Klasse“ auch. Deren aller Haltung ist: Es gibt kein (...)

Streifzüge, Heft 70
„2000 Zeichen abwärts“

Frühstückslektüre

■  Lorenz Glatz
Juli
2017

In der Wiener Zeitung vom 2. Juni 2017 sind mir auf der Titelseite drei Schlagzeilen aufgefallen. „Industrie in Europa schafft wieder Jobs“ war der Aufmacher, „Trump kippt Klimaschutzabkommen“ der zweite, gleich daneben. Schon diese beiden haben einen bemerkenswerten Zusammenhang. Das Jobwachstum (...)

Streifzüge, Heft 70

Anmerkung zu „Gebrauch“

■  Lorenz Glatz
September
2017

Χρῆμα (Chrêma) schreibt Aristoteles, wenn er „etwas“ meint, das als für Menschen brauchbar, nützlich gilt, zur Grundlage des Lebens und möglichen Reichtums zählt. Es ist ein vom Verb χράομαι (chráomai) – (ge)brauchen, sich etwas zunutze machen – abgeleitetes Substantiv, „Gebrauchswert“, „Nützling“ gewissermaßen. (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017

Reisen zu verlorenen Nachbarn. Die Juden von Wiesmath

■  Lorenz Glatz
Oktober
2017

Buch von Lorenz Glatz, Redaktionsmitglied der Streifzüge Über die Vertreibung der Juden aus seinem Heimatdorf, die Generation seiner Väter, die Reisen zu den noch Lebenden, sein Dorf heute und die Begegnung mit eigenen Verdrängungen 70 Jahre danach Löcker Verlag Wien Taschenbuch 240 Seiten ISBN (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017

La fine del capitalismo, dieci scenari

Un libro di Giordano Sivini
■  Lorenz Glatz
November
2017

Giordano Sivini, già professore di sociologia politica nella facoltà di economia dell’università della Calabria, pubblica con l’Editore Asterios La fine del capitalismo, dieci scenari. Vengono presentate le posizioni di studiosi che negli anni recenti hanno affrontato il problema, non di rado (...)

Streifzüge, Heft 71

Aus Ratlosigkeit weitermachen?

Mit Politik und Wirtschaft wird nichts besser
■  Lorenz Glatz
Dezember
2017

„Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten“, ob das nun von Rosa Luxemburg, Kurt Tucholsky, Emma Goldman oder sonstwem stammt, so falsch ist der Spruch nicht, und in kritischen Kreisen ist er auch ganz geläufig. Dass es dann aber wenig Sinn macht, Wahlen allzu große Bedeutung beizumessen (...)

Streifzüge, Jahrgang 2019

Eine Menge Frust für ein Quäntchen Lust

■  Lorenz Glatz
Februar
2019

Bei Begriffen, die im Alltag wie in der Wissenschaft eine lange und verschlungene Tradition haben, ist es manchmal durchaus fruchtbar, auf frühe Konzepte zurückzugehen. Im Falle der Lust auf Epikur, auf seine „negative“ Darstellung, dass Lust grundsätzlich die Abwesenheit von Schmerz bedeute, die (...)

Streifzüge, Heft 75

Ein Leben in Stress

Notizen gegen Staat und Politik
■  Lorenz Glatz
Mai
2019

„Politik“ ist griechisch und meint die „Technik“, das Leben der politai/Bürger in der polis/dem (Stadt-)Staat zu regeln. In den Politai wie den Bürgern steckt die Mauer, die der Stadt, die der Burg. Verteidigung und Angriff, Gewalt und Krieg. Konstitutiv für „Politik“ ist der Stress des Fremden und (...)

Streifzüge, Jahrgang 2019
Friederike Habermann:

Ausgetauscht!

■  Lorenz Glatz
Juni
2019

Es ist eine Stärke von Habermanns Büchern, dass sie in einer unakademischen, schnörkellosen Sprache Engagement mit Theorie verbindet. Das eine führt sie zum andern. Auf der ersten Seite spricht eine junge Frau, bewacht von zwei Polizisten, nach einer Räumung im Hambacher Forst fürs Schlägern für (...)

Streifzüge, Heft 76
2000 Zeichen abwärts

Kakophonie des Schönen

■  Lorenz Glatz
Juli
2019

Ganymed in Love“, das Wiener Kunsthistorische Museum unternimmt seit ein paar Jahren eine Serie von Präsentationen seiner Kunstwerke durch Schriftsteller, Musikerinnen und Schauspieler. Immer „Ganymed“ und dazu ein Thema, heuer eben „Love“, etliche Male abends von Mitte März bis Mitte Juni. Elf (...)

Streifzüge, Jahrgang 2019

„Sprache wird zu einer Waffe, mit der man zurückschlägt, da man sich vom Leben wie es ist, gedemütigt fühlt.“

■  Lorenz Glatz
September
2019

Am 5. September 2019 ist völlig überraschend unser Freund und Autor Karl Kollmann gestorben. Karl war den Streifzügen in vieler Hinsicht verbunden, als kluger Autor, als aufmerksamer Leser, als diskreter Unterstützer. In seinem bürgerlichen Leben war Karl Kollmann Ingenieur, Soziologe, Ökonom. (...)

Streifzüge, Jahrgang 2019

Streifzüge-App

■  Lorenz Glatz
Oktober
2019

Liebe Leser*innen, für Menschen mit einem Android-Smartphone gibt es nunmehr eine Streifzüge-App: Ihr könnt sie hier herunterladen.

Streifzüge, Heft 77

„Europa“ als aktuelles Grundproblem (1)

■  Lorenz Glatz
Januar
2020

Zunächst einmal zu, ich möchte sagen: „Klein-Europa“. Nach einer Union schaut die Europäische nicht mehr so wirklich aus. Streit ist in allen geschäftlichen und politischen Zusammenhängen sowieso normal, aber derzeit streitet sich die nach Deutschland größte Wirtschaftsmacht Großbritannien in einem so (...)

Streifzüge, Heft 78

Es kracht im Gebälk

Europa als aktuelles Grundproblem — Teil II
■  Lorenz Glatz
April
2020

Seit den Siebziger Jahren sind die natürlichen und die gesellschaftlichen Fundamente der herrschenden Lebensweise im Kapitalismus dabei, sich aufzulösen. 1972 haben besorgte Wissenschaftler just in Europa, dem alten Zentrum und Ausgangspunkt dieser Wirtschafts- und Lebensweise, verkündet: „Die (...)

Streifzüge, Heft 79

Pandemie, Politik und Solidarische Landwirtschaft

■  Lorenz Glatz
Juni
2020

Covid-19: „Krieg“ und „Wiederaufbau“? Die Warnungen der Weltgesundheitsorganisation WHO vor der Pandemie von Covid-19 haben spontan auch ein gutes Echo gefunden. Fürsorglicher und vorsichtiger Umgang mit den Gefahren der Ansteckung und nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft sind vielerorts (...)

Streifzüge, Jahrgang 2021

Erich Ribolits

■  Lorenz Glatz
April
2021

Unser Autor Erich Ribolits ist im Alter von 73 Jahren viel zu früh verstorben. Er war mir ein empfindsamer, selbstkritischer und einfühlsamer Freund, dem ich gern nahegekommen bin. Wie in unserer Lebensweise gar nicht selbstverständlich ist der Fluss seiner Vorlieben und Interessen noch in den (...)

Streifzüge, Heft 81

Politik und Bürger. Zivilität und Konvivialität

■  Lorenz Glatz
April
2021

1. Die Herkunft eines Wortes und die Geschichte seiner Bedeutung helfen nicht selten zu klarerem Verständnis. So bewohnt und verteidigt schon dem Wortsinn nach der „Bürger“, der „Bourgeois“ die „Burg“, das feste Haus auf dem „Berg“, den Marktflecken, die selbstverwaltete Stadt(burg, die Akro-polis). (...)

Streifzüge, Heft 82

Das Land und die Wirtschaft darauf

■  Lorenz Glatz
Juli
2021

Vorlauf Die Oberfläche des Planeten, das Land, die Gewässer und die Atmosphäre sind der Schauplatz des Lebens und seiner Erhaltung. Der Zustand von alledem treibt auf eine Krise zu, auf eine Entscheidung zwischen Bewahrung und Untergang eines Großteils des Lebens auf der Erde. Pflanzen und Tiere (...)

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Wann sind wir reich? Was heißt brauchbar? Überlegungen zum Reichsein in der Warengesellschaft und (...)