Lotta Continua
Beiträge von Lotta Continua
FORVM, No. 235/236

Die Sklaven des Südens stehen auf

Arbeitsaristokratie, Binnenkolonialismus, Gastarbeiter
Juli
1973

Der Text wurde im November 1972 von der italienischen Linksgruppe „Lotta Continua“ zur Diskussion gestellt. Er ist von Guido Viale redigiert, der am 28. Jänner 1973 von der Turiner Polizei nach einer antifaschistischen Demonstration unter absurden und konstruierten Beschuldigungen verhaftet wurde. (...)

Demonstration von Lotta continua 1973

Lotta Continua (dt. „ständiger Kampf“ sowie „Der Kampf geht weiter“) war eine außerparlamentarische Gruppe der Linken in Italien. Sie entstand im Zusammenhang mit der Studentenbewegung im Herbst 1969.

Ihren Ursprungsort hatte die Bewegung in Turin, wo Studenten und Arbeiter der Fiat-Fabriken im Anschluss an die Studentenbewegung einen zunehmend radikalen, teilweise auch militanten Politikbegriff entwickelten. Ab November 1969 existierte eine wöchentlich erscheinende Zeitung, die ebenfalls den Namen Lotta continua[1] trug. 1972 realisierte das Kollektiv den Dokumentarfilm Der 12. Dezember.

Bekannte Mitglieder der Gruppe waren Adriano Sofri, Guido Viale, Marco Revelli, Alexander Langer, Gad Lerner, Erri De Luca, Giorgio Pietrostefani, Ovidio Bompressi, Paolo Brogi, Marco Boato und Massimo Carlotto. Die Organisation löste sich 1976 auf.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antonio Lenzi: Die Entstehung der italienischen revolutionären Linken: das Beispiel von „Il Manifesto“ und „Lotta Continua“. Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien, Heft I/2016; ISBN 978-3-86331-281-7.
  • Adriano Sofri, Luciano Della Mea: Zur Strategie und Organisation von „Lotta continua“. Berlin, Merve 1971.
  • Luigi Bobbio: Storia di Lotta continua. Mailand, Feltrinelli 1988.
  • Aldo Cazzullo: I ragazzi che volevano fare la rivoluzione. 1968–1978: Storia critica di Lotta continua. 1998. Mailand, Sperling & Kupfer (2006).
  • Davide Degli Incerti (Hg.): La sinistra rivoluzionaria in Italia. Documenti e interventi delle tre principali organizzazioni: Avanguardia operaia, Lotta continua, PdUP. Rom, Savelli 1976.
  • Leonardo Marino: La verità di piombo. Io, Sofri e gli altri. Mailand, Ares 1992.
  • Elena Petricola: I diritti degli esclusi nelle lotte degli anni Settanta: Lotta continua. Rom, Edizioni Associate 2002.
  • Sergio Sinigaglia: Di lunga durata. Ancona, Affinità elettive 2002.
  • Adriano Sofri: Memoria. Palermo, Sellerio editore 1990.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lotta Continua – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lotta continua: Wochenzeitschrift "Lotta Continua". 20. November 2017, abgerufen am 20. November 2017 (italienisch).
  2. Werner Raith: Neue Ermittlungen im „Fall“ Lotta Continua. In: taz.de. 23. August 1988, abgerufen am 26. September 2023.