Max Horkheimer
Beiträge von Max Horkheimer
FORVM, No. 192

Für eine Theologie des Zweifels

■  Max Horkheimer
Dezember
1969

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Das ist machbar!

Beiträge zu Max Horkheimer
FORVM, No. 319/320

Schizophren ist normal

Zum Tode Erich Fromms
Juli
1980

ln der Mitgliederliste des FORVM-Redaktionsbeirats stand hinter dem Namen Erich Fromm der Wohnort „Mexico City“. Aber nach einem Herzinfarkt, den Fromm 1968 erlitten hatte, hielt er sich meist im Tessin auf. Fotografien aus der letzten Zeit zeigen ihn mit dem zerfurchten, lächelnden Gesicht eines (...)

Café Critique, Jahr 1988

Totale Vergleichbarkeit

Eine Kritik der bürgerlichen Subjektivität und der Menschenrechte
Januar
1988

Die Linke versteht sich traditionellerweise als Hüterin und Mahnerin der Menschenrechte. Forderungen wie ’Gleiches Recht für alle’ oder ’Alle Menschen sind gleich’ gelten dem sich als alternativ verstehenden Bewußtsein als Ehrensache. Es wird der Widerspruch zwischen traurigem Sein und utopischem (...)

Weg und Ziel, Heft 1/1997

Ökonomie der „Endlösung“?

Antisemitismustheorie zwischen Funktionalismus und Wertkritik
März
1997

Zu den meisten Kriegsverbrechen, Massakern und Schlächtereien in der Geschichte gibt es eindeutige Stellungnahmen. Ein Massaker im Rahmen eines kolonialen Krieges wird entweder mit dem Hinweis auf militärische oder politische Notwendigkeiten gerechtfertigt oder aus humanitären Gründen verurteilt. (...)

Café Critique, Jahr 1997

Antisemitismus in einem ostdeutschen Dorf 

Über eine Studie zum Judenhaß in der thüringischen Provinz
September
1997

Bereits vor der nationalen Einheit war klar, daß der Antisemitismus in einem erneut erwachenden Gesamtdeutschland zunehmen würde. Nationalismus — egal ob liberaler, faschistischer oder linker — ist in Deutschland ohne Antisemitismus kaum vorstellbar. Da mit der Wiedervereinigung auch die letzten (...)

Weg und Ziel, Heft 4/1997

Kritik und Utopie

Gesellschaftskritik am Ende des 20. Jahrhunderts und der Marxsche Kommunismus
Oktober
1997

Utopische Gegenentwürfe zu den herrschenden Verhältnissen und Kritik an bestehenden Gesellschaftsordnungen sind aus allen Jahrhunderten bekannt, wobei Utopie und Kritik mal in unmittelbarem Zusammenhang standen, oft aber auch getrennt voneinander existierten. Von den griechischen Kynikern über (...)

Café Critique, Jahr 1998

Verteufelung der Juden, Auferstehung des Blutes

Über den Zusammenhang von religiösem Judenhaß und rassistischem Antisemitismus
März
1998

1. Antike und Moderne Das Wuchern des Geldes — die Fortpflanzung dessen, was man als reines Mittel des Tausches verstand — erschien ursprünglich als etwas Unheimliches und Bedrohliches: eine unbegreifbare zweite Natur, die sich nicht zähmen und kultivieren läßt. Aristoteles nannte es „naturwidrig“ (...)

Café Critique, Jahr 1999

Fetischistischer Antikapitalismus

Über den strukturellen Zusammenhang von verkürzter Kapitalismuskritik und Antisemitismus
März
1999

So wahr es ist, daß man den Antisemitismus nur aus unserer Gesellschaft heraus erklären kann, so wahr scheint mir zu werden, daß heute die Gesellschaft selbst nur durch den Antisemitismus richtig verstanden werden kann. Max Horkheimer Unterscheidung von traditionellem und modernem Antisemitismus (...)

Streifzüge, Heft 2/1999

Was bleibt von Georg Lukács’ „Geschichte und Klassenbewußtsein“?

Juni
1999

Georg Lukács ist als Verfasser von Geschichte und Klassenbewußtsein jener Autor, auf den sich alle spätere Theorie, die der Auseinandersetzung mit der Marxschen Fetischkritik zentrale Bedeutung beimißt, in der einen oder anderen Form bezieht. Er gilt als Wegbereiter einer Marx-Interpretation, die (...)

Context XXI, Heft 1-2/1999

Die Bande als Spätform des Staats

Einige Thesen am Beispiel Jörg Haiders
Juni
1999

Keine Verstaatlichung des Menschen, sondern eine Vermenschlichung des Staates — Zeitung des Freiheitlichen Bildungswerkes 1995 1. Voraussetzungen Selbst das Wunder der Nachkriegszeit, die vom Vernichtungskrieg gezeugte Wohlfahrt, währt nicht ewig. Mit dem Schrumpfen der Wachstumsraten, und vom (...)

Café Critique, Jahr 2000

Krieg der Stämme oder der Projektionen?

Mai
2000

Über die deutsche Notwendigkeit, in Jugoslawien Krieg zu führen Die zivilgesellschaftlichen Freunde des Kriegs – wie Dan Diner, Jürgen Habermas oder Daniel Goldhagen – wollen den Kosovo-Krieg als vollkommene Integration Deutschlands ins westliche Bündnis verstanden wissen. Aber die Frage lautet: wer (...)

Context XXI, Heft 3-4/2000

Kritik der reinen Projektion

Über die deutsche Notwendigkeit, in Jugoslawien Krieg zu führen
Juni
2000

Überarbeitete Fassung des zweiten Teils eines Vortrags, der im Februar in Hamburg als Veranstaltung der Jugoslawien-Filmgruppe gehalten wurde. Die ganze Entwicklung in Jugoslawien vom Anfang der neunziger Jahre bis zum Kosovo-Krieg läßt sich — wie in den Arbeiten von Jürgen Elsässer und Matthias (...)

Context XXI, Heft 6/2000

Der Fetisch im Spektakel

Guy Debord als Gesellschaftskritiker
Oktober
2000

Guy Debords Kunst- und Medienkritik kann nur vor dem Hintergrund seiner allgemeinen Kritik bürgerlicher Vergesellschaftung begriffen werden. Guy Debord und die Situationistische Internationale erfahren in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum vermehrte Aufmerksamkeit. Zum einen (...)

Context XXI, Radiosendungen 2000

Die Arbeit, der Wert, die Krise I

■  Sendungsgestaltung: Stephan GrigatRobert Zöchling
November
2000

Am 18. Juli fand an der Berliner Humboldt-Universität Marx-Interpretation eingeladen. Im Folgenden dokumentieren wir die gehaltenen Vorträge. Im zweiten Teil dieser Sendung werden wir die Diskussion wiedergeben. Clemens Nachtmann, Redakteur der in Berlin erscheinenden, antideutschen und (...)

Context XXI, Radiosendungen 2000

Erklärt Österreich I

Austrofaschismus und Nationalsozialismus
■  Sendungsgestaltung: Robert Zöchling
Dezember
2000

Vom 13. bis 21 Juni 2000 hielten Stephan Grigat und Florian Markl Vorträge in Berlin, Bochum, Wuppertal, Heidelberg, Siegen und Stuttgart, um die gegenwärtige politische Situation in Österreich und die Gesellschaft, die sie ermöglicht, zu erklären. Solcher Erklärungsbedarf besteht nicht nur bei (...)

Café Critique, Jahr 2001

Bejahen, was ohnehin ist

Slavoj Zizeks Verteidigung des christlichen Erbes
Mai
2001

Slavoj Zizek wird allerorten als „Philosophie-Entertainer“ angepriesen — so auch auf dem Klappentext seines neuen Buchs Das fragile Absolute. Der slowenische Philosoph verspricht antiautoritäre Leichtigkeit im Umgang mit schweren abendländischen Autoritäten; Zirkulation zwischen intellektuellen (...)

Context XXI, Heft 3-4/2001

Tanze mit mir in den Morgen, tanze mit mir in das Glück ...

Juli
2001

Die Volkstanz-Veranstaltungen sind gut besucht und stellen — als dezidiert politische „Events“ — einen gewissen Anziehungspunkt für Leute aus der „Szene“ dar. Stellt diese Entwicklung eine ernsthafte radikale Politisierung subkultureller Zusammenhänge dar, oder handelt es sich bloß um eine kurzlebige (...)

Streifzüge, Heft 2/2001

Was bleibt von Eugen Paschukanis’ „Allgemeine Rechtslehre und Marxismus?“

Juli
2001

I. Müsste man eine Bilanz über die derzeitige Situation der radikalen Linken ziehen, sie würde wohl aus einer Liste von Mängeln bestehen: es herrschen Theorie- und Kritikfeindlichkeit und wenn schon mal versucht wird, die Welt begrifflich zu fassen, endet dies meist in selbstverliebtem (...)

Context XXI, Heft 3-4/2001

Die politische Philosophie Antonio Negris

Juli
2001

Die politische Philosophie Antonio Negris ist nur vor dem Hintergrund der außergewöhnlich heftigen und radikalen Klassenkämpfe der 60er und 70er Jahre in Italien zu verstehen. Die Klassenkämpfe im Italien der 60er und 70er Jahre lassen sich grob gesagt in zwei Zyklen unterscheiden, erstens die (...)

Café Critique, Jahr 2001

Krieg als kommunikatives Handeln

Oktober
2001

Kein Zweifel, Jürgen Habermas hat sich den Friedenspreis des deutschen Buchhandels redlich verdient: Daß dieser Sozialphilosoph den „Weg der Bundesrepublik Deutschland ebenso kritisch wie engagiert begleitet habe“, so die Kommission, gilt für jede Stufe seiner Karriere und für jede Phase in der (...)

Streifzüge, Heft 3/2001

Es gibt sie noch, die guten Deutschen

Oktober
2001

Eine bereits 1935 geschriebene Notiz, die sich in Adornos Minima Moralia mit dem Titel Der böse Kamerad findet, veranlaßte den Autor einer sein Objekt permanent dummdreist denunzierenden Adorno-Monographie (Hartmut Scheible, Theodor W. Adorno, Rowohlt 1989) zu einer besonderen Empörung. Adornos (...)

Streifzüge, Heft 3/2001

Abschied von den Streifzügen – Willkommen im Café Critique

Oktober
2001

Auf Grund der Gegensätze in der Einschätzung von Nationalsozialismus und Antisemitismus, von Nation, Krise und postfaschistischer Gesellschaft, von Israel und dem Massenmord im World Trade Center, sowie auf Grund des Distinktionsbedürfnisses der verbleibenden Redakteure haben sechs der neun (...)

Streifzüge, Heft 1/2002

Von Auschwitz nach Bagdad

Anmerkungen zu den wundersamen Wandlungen des Anti-Antisemitismus
März
2002

Der folgende Artikel stammt aus dem Jahr 1991 und ist in der Krisis 11 erschienen. Vor allem ob der aktuellen Parallelen dokumentieren wir ihn hier in einer Kurzfassung. Die Zwischentitel stammen von der Redaktion. Hu-Hu-Hussein!? (…) Die Zuspitzung am Golf ging natürlich auch an der (...)

Streifzüge, Heft 1/2002

Auf dem Minenfeld

Vier Versuche einer Beschreibung, aber auch einer Entschärfung von Knallkörpern
März
2002

Gerüchten zufolge soll die Trennung in der alten Streifzüge-Redaktion auch damit zu tun haben, dass es dem neuformierten Kritische Kreis eigentlich darum geht, missliebige Themen auszuklammern, konkret die Frage des Antisemitismus ganz einfach zu entsorgen. Dass dem nicht so ist, demonstriert (...)

Streifzüge, Heft 1/2002

Neue Medien, alte Scheiße

Bausteine zur Theorie der verschalteten Welt
März
2002

Hier ist alles klar. Nein, es ist nicht alles klar. Aber der Diskurs muss weitergehen. Also ersinnt man Obskuritäten. (Beckett, Der Namenlose) I. Seit man Marshall McLuhan einen Zukunftsforscher genannt hat, ist der Weg frei für allerlei Medientheorien, die ihre Lagebeobachtungen in kunterbunte (...)

Café Critique, Jahr 2002

Die Selbstzerstörung der Linken

Von Jean Améry zu Edward Said
Mai
2002

I Der Antisemitismus ist im Antizionismus enthalten wie das Gewitter in der Wolke, schrieb Jean Améry 1969 in seinem Aufsatz über den „ehrbaren Antisemitismus“ - der damit schließt, daß es keinen ehrbaren Antisemitismus geben könne, denn was der Antisemit, wie immer er auch auftrete, im Sinn habe, (...)

Café Critique, Jahr 2002

To know the worst

Über den kategorischen Imperativ Adornos im Zeitalter des suicide bombing
September
2002

Das Ganze ist das Unwahre bedeutet das Gegenteil von: alles ist eins. Nicht von ungefähr hat Adorno dem zweiten Teil der Minima moralia das Motto (von F. H. Bradley) vorangestellt: „Where everything is bad / it must be good / to know the worst.“ Der kategorische Imperativ, den Adorno später in der (...)

Grundrisse, Nummer 3

Die 68er Bewegung – Versuch einer Darstellung

Teil 1
September
2002

Es gibt geschichtliche Ereignisse, die keine Theorie vorhersehen kann. Marx ging davon aus, daß die Revolution zuerst in den fortgeschrittensten Ländern losbrechen würde. Die Machtergreifung der Bolschewiki jedoch erforderte massive theoretische Anstrengungen, neue Überlegungen und neue (...)

Café Critique, Jahr 2003

Transformation der postnazistischen Demokratie

Postfaschismus als Begriff der Kritik
 
2003

Einleitung zu Stephan Grigat (Hg.): Transformation des Postnazismus. Der deutschösterreichische Weg zum demokratischen Faschismus. ça ira-Verlag, Freiburg 2003 Während in der Protestbewegung gegen die blau-braun-schwarze Bundesregierung in Österreich oder auch in der Staatsantifa der (...)

Context XXI, Heft 8/2002 — 1/2003

Pathologische Massenbildung gegen Juden und Jüdinnen

Zur Psychoanalyse des Antisemitismus
März
2003

Als die „spezifischen Motive“ des Antisemitismus nannte Freud jene, „die aus geheimen Quellen“ (Freud 1939, 197) stammen. Die Wissenschaft, welche uns den Blick auf diese geheimen (i.e. unbewussten) Quellen ermöglicht, ist die Psychoanalyse. Auch die Charakterisierung des Antisemitismus als (...)

Café Critique, Jahr 2003

Knurrender Rottweiler, schreiender Hirsch

Über einige Voraussetzungen von Adornos Denken anhand seiner Briefe
September
2003

Ein Briefwechsel wie der zwischen Adorno und Horkheimer läßt sich auf verschiedene Weise lesen: zum einen als frühe Ausprägung und erste Formulierung der wichtigsten Erkenntnisse kritischer Theorie; zum anderen als Quelle zu Funktionsweise und Struktur einer wissenschaftlichen Organisation; zum (...)

Café Critique, Jahr 2003

Jazz und ungarische Schnulzen

November
2003

Die biographische Wahrheit ist nicht zu haben – schon gar nicht bei Adorno. Wen wundert, daß die Kulturindustrie auch den einholt, der ihren Begriff geprägt hat. Die kleine Flut an Biographien, die das Adorno-Jahr kennzeichnet, macht vor allem klar, daß es in diesem Fall die Aufgabe des (...)

Café Critique, Jahr 2003

Redebeitrag für die Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom

am 9. November 2003 vor der in der Pogromnacht zerstörten Synagoge in der Zirkusgasse in Wien
November
2003

Am 9. November 1938 wurden in einer konzertierten Aktion im gesamten Deutschen Reich die Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, Juden und Jüdinnen misshandelt, verhaftet und ermordet. Die von den Nazis geplante politische Inszenierung wurde von weiten Teilen der (...)

Context XXI, Heft 6-7/2004

Deutsche Geschichtsarbeit

Oktober
2004

Nicolas Berg macht die deutsche historische Forschung zur Shoah zum Gegenstand seiner historischen Forschung. Manchmal kann die Historiographie die Philosophie einholen. 1962 schrieb Max Horkheimer, dass „das Schuldbekenntnis der Deutschen nach der Niederlage des Nationalsozialismus 1945 (…) (...)

Café Critique, Jahr 2004

Propaganda der Tat, Freiheit des Opfers

Gerhard Scheit über sein neues Buch Suicide Attack
Dezember
2004

Gerhard Scheit ist Autor verschiedener Bücher zum Antise­mitismus und Mitglied der Wiener Gruppe Café Critique. Soeben erscheint im ça ira-Verlag sein neues Buch: „Suicide Attack“ — Zur Kritik der politischen Gewalt. Phase 2 be­fragte Gerhard Scheit zu dem von ihm wiedereingeführten Begriff des (...)

Café Critique, Jahr 2005

Die friedfertige Antisemitin?

Ein Buch von Ljiljana Radonic
März
2005

In nahezu allen Bereichen des nationalsozialistischen Staates waren Frauen nicht nur als Täterinnen aktiv, sondern zählten zugleich auch zu den Profiteurinnen der Vernichtung: Frauen arbeiteten als Aufseherinnen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, sie beteiligten sich als Ärztinnen an (...)

Café Critique, Jahr 2005

Unschuld vom Lande

Österreich als Opfer und Friedensmacht
März
2005

Dem Diktum Max Horkheimers, wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen, ist wohl niemand so konsequent gefolgt wie die Österreicher. Sie haben lange Zeit weder von dem einen noch von dem anderen gesprochen. Während eine Auseinandersetzung mit dem (...)

Café Critique, Jahr 2005

Der Fotograf als Philosoph

Falko Schmieders Buch über Ludwig Feuerbach
Juli
2005

Der Titel wirkt – trotz der Anspielung auf ein Werk von Friedrich Engels – etwas befremdlich, und das spricht natürlich für das Buch: Ludwig Feuerbach und der Eingang der klassischen Fotographie. Falko Schmieder sieht in dieser bemerkenswerten Studie den Bruch mit der Spekulation, den Feuerbach (...)

Context XXI, Heft 5-6/2005

„… Geschlechtsmerkmale bei Juden auffallend häufig verwischt …“*

Eine Entgegnung auf Andreas Peham
Oktober
2005

Der jüdische Monotheismus habe als vergeistigte ‚Vaterreligion’ die Menschheit aus ihrer magisch-omnipotenten Einheit mit der ‚Urmutter’ gerissen, während das Christentum mit der Vergöttlichung des Individuums hinter diesen Schritt regrediert sei und seitdem alles den ‚Narzissmus der Unendlichkeit’ (...)

Context XXI, Heft 5-6/2005

Befreiung und Beschädigung

Eine Replik auf Sebastian Winter
Oktober
2005

Wie haben wir den Mut, in einer Welt zu leben, in der die Liebe durch eine Lüge provoziert wird, die aus dem Bedürfnis besteht, unsere Leiden von denen mildern zu lassen, die uns zum Leiden brachten. (Marcel Proust) Die ÜberbringerInnen der schlechten Nachrichten haben nie einen guten Stand. In (...)

Café Critique, Jahr 2006

Befreite Gesellschaft und Israel

Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Zionismus
 
2006

Kritische Theorie ist das Gegenteil von linker Gesinnung. Rekapituliert man, was in den letzten vierzig Jahren so alles unter „die Linke“ firmierte und damit einen Anspruch darauf anmeldete, Teil einer umfassenden Emanzipationsbewegung zu sein, läßt sich in der Rückschau die Tatsache, daß die (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Wissenschaft, Fußball und Geschlecht

Geschlecht als fußballanalytische Kategorie
Mai
2006

Context XXI, Heft 1-2/2006

Gegen die Zersetzung durch Intellekt und Trieb

Zum Hass der Antisemiten und Antisemitinnen auf die Nicht-Identischen
Mai
2006

[(Vorbemerkung: Bei vorliegendem Text handelt es sich um einen Vortrag, den ich im November 2004 am Symposium „Feindaufklärung und Reeducation. Über die Notwendigkeit Kritischer Theorie heute“ gehalten habe. Im von Stephan Grigat herausgegebenen Band zu diesem Symposium wurde er nicht aufgenommen. (...)

Context XXI, Jahr 2006

Eine kurze Einführung zur selbstverständlichen Ausnahme Context XXI

Juni
2006

Die Zeitschrift Context XXI existiert seit 1999 und ist von Anfang als Möglichkeit gedacht, eine Öffentlichkeit für Themen und intellektuelle Diskurse zu schaffen, die im Allgemeinen an den Rand der Wahrnehmung gedrängt werden. In Context XXI sind diese Themen und Diskurse zentral. Und mit einer (...)

Café Critique, Jahr 2006

Die Mörder und der Ruf nach Frieden

August
2006

„Es ist Krieg und alle wollen mitmachen.“ So beginnt Thomas Schmidinger seinen Kommentar zur Situation im Nahen Osten in dieser Zeitung am 1. August. Doch tatsächlich ist Krieg und alle wollen Frieden — einen Frieden, der es der Hisbollah ermöglichen würde, ihre Kräfte erneut zu sammeln um den Djihad (...)

Café Critique, Jahr 2007

Le dieu caché

Zur Kritik liberaler Anthropologie
Januar
2007

„Viel Unheimliches birgt die Welt / Das Unheimlichste ist der Mensch.“ Der Chor der Sophokleischen Tragödie war noch imstande, vom Menschen in der bloßen Einzahl zu erzählen, um darin Gewalt und Potential der Gesellschaft selber zum Ausdruck zu bringen. Heute aber, wenn der Chor des gesunden (...)

Café Critique, Jahr 2007

Was heißt: antideutsch?

Februar
2007

Diese Antideutschen! Seit gut 15 Jahren geistern sie durch die bundesrepublikanische politische Diskussion; und in letzter Zeit tauchen sie auch in österreichischen Debatten auf. Rassisten sollen sie sein. Und Bellizisten. Freunde von Bush und Verehrer Sharons. Mal hält man siefür akademische (...)

Café Critique, Jahr 2007

Anders als der Bürger

Über Antisemitismus, Voluntarismus und Determinismus bei Ulrich Enderwitz und in der Wertkritik
Juni
2007

Eine in der Tradition der Adornoschen Kritischen Theorie stehende Wert- und Fetischkritik ist aus unterschiedlichen Richtungen mit dem Vorwurf konfrontiert, sie reklamiere für sich, bezogen auf die gesellschaftliche Totalität, eine Art exterritorialen Standpunkt, da nur von diesem aus der (...)

Streifzüge, Heft 41

Unpopuläres zum Populismus

2. Teil: Formkriterien populistischer Anmache
Oktober
2007

Woran kann man nun den Populismus festmachen? – Konstant ist allen Populismen nur das Bekenntnis zur Konkurrenz, alles andere ist flexibel. Im Gegensatz zum marktradikalen Sozialdarwinismus, der über den Wert exkludiert und inkludiert, sind seine Kriterien des Ausschlusses oft außerökonomischer (...)

Café Critique, Jahr 2008

Kritik des Zionismus – Lob der EU

 
2008

Micha Brumlik hat eine Kritik des Zionismus vorgelegt, die ihn gleichzeitig attackiert und für ihn Partei ergreift. Von der scharfen Kritik an den antiisraelischen Auslassungen des deutsch-französischen Publizisten und Politikwissenschaftlers Alfred Grosser gelangt man bei der Lektüre zur (...)

Café Critique, Jahr 2008

Rettung der Natur und Verdrängung des Souveräns: Umweltschutz als antikapitalistischer Wahn

Februar
2008

Die Natur ist Teile ohne Ganzes. (Alberto Caeiro / Fernando Pessoa) Solange es ein göttliches Subjekt der Geschichte gibt, fungiert Natur lediglich als eine Art Futteral für den Menschen. Das galt auch noch für die letzte Erscheinungsform dieses Subjekts: die vergöttlichte Arbeiterklasse. Marx (...)

Café Critique, Jahr 2008

Psychoanalyse im Zeitalter des Suicide Bombing

April
2008

Anläßlich des Freud-Jahres und der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs wurde im April 2006 in Wien ein Symposium zum Thema Psychoanalyse und Politik. Terror, Regression und Gewalt – Lösungsmöglichkeiten? abgehalten. Im Ankündigungstext des Hauptvortragenden Vamik Volkan heißt es: „Die regressiven (...)

Café Critique, Jahr 2008

Eliminierung der Widersprüche

Geschichte der neuen deutschen Volksfront (proisraelisch) – kurzer Lehrgang
August
2008

Eine Antwort auf den Artikel „Juden als nützliche Idioten“ von Ingo Way und Stefan Wirner. Es ist ein merkwürdiges Phänomen: Dem Bedürfnis, von antideutscher Kritik sich abzustoßen, entspringen neudeutsche Liberale, die das meiste von dem verfehlen, was der Liberalismus im Guten enthält. Offenbar ist (...)

Café Critique, Jahr 2008

Islamkritik und Politik im Namen des Volkszorns

Die FPÖ und das postnazistische Österreich
Oktober
2008

Die FPÖ hat bei der Nationalratswahl 2008 17,54, das BZÖ 10,70 Prozent der Stimmen gewonnen und es wäre rein rechnerisch möglich, dass die beiden Parteien Teil der nächsten Regierungskoalition werden. Ihr Erfolg ist zu einem maßgeblichen Teil einem Rassismus geschuldet, der sich in Aussagen ausdrückt (...)

Café Critique, Jahr 2008

Engagement ohne Sartre

Zur Kritik der europäischen Neokonservativen
November
2008

Jede Nation scheint die Neokonservativen zu haben, die sie verdient. In den USA sind es politische Berater, die sich an den Platon- und Maimonides-Exegesen von Leo Strauss geschult haben; in Frankreich Moralisten nach dem Vorbild Voltaires und Zolas; und in Deutschland Komiker in der Tradition (...)

Café Critique, Jahr 2008

68 global

Dezember
2008

Schon oft wurde gefordert, die Besonderheiten des Jahres 1968 nicht nur an den Ereignissen in Berlin und Berkeley, in Prag und Paris festzumachen, sondern einen globalgeschichtlichen Blick auf die Protest- und Widerstandsgeschichte der 1960er und 1970er Jahre zu werfen. Zwei Sammelbände (...)

Café Critique, Jahr 2009

Zur Ontologie der Differenz

Über die Unmöglichkeit poststrukturalistischer Gesellschaftskritik
 
2009

Die Anrufung der Vielheit und der Differenz ist aus der linken Diskussion über Rassismus oder Geschlecht nicht mehr wegzudenken, sodass man geneigt sein könnte, Antirassismus, Anti(hetero)sexismus und Poststrukturalismus zusehends als Synonyme zu betrachten. Dies gilt für gleichermaßen für die (...)

Café Critique, Jahr 2009

Theorie des Wahns — Wahn der Theorie

Zur Kritik wertneutraler Antisemitismustheorien
Januar
2009

Max Weber, der gemeinhin als der Begründer der modernen Soziologie gilt, formuliert in seiner 1917 erschienen Schrift „Wissenschaft als Beruf“, jenen Gedanken, der für den positivistischen Wissenschaftsbetrieb bis heute nichts an Geltung verloren hat: „‘Persönlichkeit’ auf wissenschaftlichem Gebiet (...)

Café Critique, Jahr 2009

Theorie des Wahns – Wahn der Theorie

Zur Kritik wertneutraler Antisemitismustheorien
März
2009

Max Weber, der gemeinhin als der Begründer der modernen Soziologie gilt, formuliert in seiner 1917 erschienen Schrift „Wissenschaft als Beruf“, jenen Gedanken, der für den positivistischen Wissenschaftsbetrieb bis heute nichts an Geltung verloren hat: „‚Persönlichkeit’ auf wissenschaftlichem Gebiet (...)

Café Critique, Jahr 2010

Kritik der Religion

Ein Plädoyer für Islamkritik und gegen abstrakten Atheismus
Januar
2010

Im Jahr 2010 über Religionskritik zu sprechen ist schwierig. Man kann schlecht die Gefechte des Mittelalters wieder aufleben lassen. Es stellt sich die Frage, wie Menschen kritisiert werden sollen, die am Beginn des 21. Jahrhunderts allen Ernstes behaupten, es gebe höhere Wesen, und sich also, (...)

Café Critique, Jahr 2010

Sitcom as Endgame, Tatort out of the Volksempfänger

An attempt to understand the culture industry
March
2010

“Advertising has absorbed surrealism“ – and sitcoms have absorbed Beckett’s Endgame. It seems that what Adorno noticed in the appendix of the “Dialictic of Enlightenment” named “The Scheme of Mass Culture” (Adorno 1997 Bd. 3: 306) is to be extrapolated for King of Queens and Beckett. The modern work of (...)

Grundrisse, Nummer 47

Frauen- und Tierrechtsbewegung

Eine doppelt verschwiegene Geschichte
Mai
2013

Die Geschichte der Anstrengungen des Menschen, die Natur zu unterjochen, ist auch die Geschichte der Unterjochung des Menschen unter den Menschen. Max Horkheimer Auf den versteckt liegenden Pfaden des Londoner Battersea Parks kann man einem kleinen Stück einer doppelt verschwiegenen Geschichte (...)

Grundrisse, Nummer 49

Politische Geschlechter-Arithmetik: Die Regierung der Zahl

Ansätze einer feministischen Kritik der Statistik
März
2014

„Die Ideologie versteckt sich in der Wahrscheinlichkeitsrechnung“ (Horkheimer/Adorno 1997 [1944], 167), formulierten Horkheimer/Adorno in der Dialektik der Aufklärung mit Bezug auf die moderne Statistik. Dieser „Ideologie“ gehe ich im vorliegenden Beitrag am Beispiel der Geschlechterverhältnisse (...)

Grundrisse, Nummer 50

Vegan-Hype

Ursachen und Vereinnahmung aus kämpferischer Perspektive
Mai
2014

Was heute alltäglich ist, hätte noch vor fünf Jahren kaum jemand aus der Tierrechtsszene für möglich gehalten: Geschäfte werben damit, dass sie vegane Artikel führen, große, bürgerliche Zeitungen wie Die Süddeutsche oder Die Zeit behandeln den Veganismus in ganzseitigen Artikeln, im Privatfernsehen wird (...)

Grundrisse, Nummer 51

Leiblichkeit

Eine ebenso elementare wie schwierige Kategorie einer kritischen Theorie des Subjekts
September
2014

Wer sich in kritisch-wissenschaftlicher Perspektive mit den Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen befasst, sieht sich in der Wissenschaftslandschaft schnell mit zahllosen Mauern und Fallgruben konfrontiert, vielen altbekannten, aber auch vielen neu platzierten, die immer wieder und (...)

Streifzüge, Heft 63

Bürgerliches und kriminelles Handeln

März
2015

Handeln „nach Recht und Gesetz“ steht in Gegensatz zu kriminellem Handeln. Die bürgerliche Gesellschaft funktioniert normalerweise ohne kriminelles Handeln. Ihre Strukturen und ihre Lebensweise sind zugleich so beschaffen, dass aus ihnen starke Motive für kriminelles Handeln erwachsen. Einige von (...)

Streifzüge, Heft 64

Dating Digital

Juni
2015

Wir pflegen ein inniges Verhältnis. Es ist eine Symbiose, in der die Trennung zwischen dem Ich und dem Anderen wie aufgehoben ist. Weiterhin wirkt frisch und einfallsreich, was doch schon so normal ist, dass ein Denken an die Zeit, so wie es vorher gewesen sein muss, trist und fad und eigentlich (...)

Streifzüge, Heft 64

Lernen im Kapitalismus

Anmerkungen zu Schulbetrieb und Notengebung
Juni
2015

In ihrer Dialektik der Aufklärung formulieren Theodor W. Adorno und Max Horkheimer eine grundsätzliche Kritik an der Pädagogik: „Furchtbares“, so schreiben sie, „hat die Menschheit sich antun müssen, bis das Selbst, der identische, zweckgerichtete, männliche Charakter des Menschen geschaffen war, und (...)

Streifzüge, Heft 65

Digitales Spielen als widersprüchlicher Kulturprozess

November
2015

Spiele als Kultur Die Welt der PC-Spiele ist mir fremd. Ich muss sie mir erschließen wie eine fremde Kultur, in der ich nie heimisch war. Aber um mich herum werden immer mehr Menschen erwachsen, die als Gamer groß geworden sind. Die Kultur ihrer Generation beginnt mich einzuhüllen und ich muss (...)

Streifzüge, Heft 67

Pop, Kultur und Alltag

August
2016

Unser Alltag gehört zur Moderne. Nicht dass Menschen in vormodernen Zeiten nicht auch schon ihren Alltag gehabt hätten: nur war das Alltägliche weitgehend religiös gestaltet, mit reichlich Phantasie durchsetzt, die gerade half, von dem abzusehen, was heute eher als das Alltägliche erscheint – die (...)

Streifzüge, Heft 67

Irratio capitalis. Über die Idiotie des bürgerlichen Systems

September
2016

Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils. (Horkheimer/Adorno, Dialektik der Aufklärung) Was eigentlich ist ratio, ein Konzept, das seit geraumer Zeit von allen Seiten angeschwärzt wird – wobei sich die Post-Modernen besonders hervortun –, angeschwärzt, genauer (...)

Streifzüge, Heft 67

Die geltende Vernunft bekämpft nicht Macht, sondern nur deren „Entarten“ zu Herrschaft

Teil II des Beitrags „Warum Bildung bei der Überwindung der Machtverhältnisse nicht hilft“
September
2016

Als Konsequenz der bisherigen Ausführungen gilt es die Hoffnung zu begraben, dass Bildung kraft des ihr immanenten Appells, „sich seines Verstandes ohne die Anleitung durch andere zu bedienen“, Grundlage dafür sein kann, die in den gesellschaftlichen Umständen zum Ausdruck kommende Macht tatsächlich (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017

Sprache der Verdinglichung

Januar
2017

Die rastlose Selbstzerstörung der Aufklärung zwingt das Denken dazu, sich auch die letzte Arglosigkeit gegenüber den Gewohnheiten und Richtungen des Zeitgeistes zu verbieten. (Horkheimeer/Adorno, Dialektik der Aufklärung) Was für ein kometenhafter Aufstieg für ein erst kürzlich erfundenes Adjektiv! (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017

„… ein Moment von Umzentrierung“

Mai
2017

Ilse Bindseil hat uns einen Brief geschrieben. Nachdem mich schon das Themenheft „Nabelschau“ (Streifzüge 66/2016) so angesprochen hat, weil es auf die merkwürdige Resonanzlosigkeit eines engagierten Unternehmens wie Streifzüge und damit auf ein heikles Thema eingegangen ist, will ich versuchen, (...)

Max Horkheimer (vorne links), Theodor W. Adorno (vorne rechts) und Jürgen Habermas (im Hintergrund rechts), Siegfried Landshut (im Hintergrund links) im Jahr 1964 in Heidelberg

Max Horkheimer (geboren am 14. Februar 1895 in Stuttgart; gestorben am 7. Juli 1973 in Nürnberg) war ein deutscher Sozialphilosoph und führender Kopf der Frankfurter Schule. Als Direktor des Instituts für Sozialforschung und Herausgeber der Zeitschrift für Sozialforschung suchte er mit Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen und einem unorthodoxen Verständnis der Marxschen Gesellschaftstheorie ein interdisziplinäres materialistisches Forschungsprogramm zu verwirklichen, das er 1937 in der amerikanischen Emigration in einem programmatischen Aufsatz als Kritische Theorie ausflaggte. Später verfasste er zusammen mit Theodor W. Adorno die philosophische Essaysammlung Dialektik der Aufklärung, die als das grundlegende Werk der Kritischen Theorie gilt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugendzeit, Freundschaft mit Pollock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Horkheimer wuchs in der Schwieberdinger Straße 58 in Zuffenhausen[1] als Sohn einer jüdischen Fabrikantenfamilie auf. Sein Vater war der Kunstwollfabrikant Moritz Horkheimer, seine Mutter Babette, geb. Lauchheimer, kam aus Esslingen am Neckar.[2] Max besuchte kein humanistisches Gymnasium, sondern ein Realgymnasium, das die Schüler auf praktische Berufe vorbereiten sollte.[3] Auf väterlichen Wunsch verließ er als Untersekundaner im Alter von 15 Jahren das Dillmann-Gymnasium in Stuttgart.[4] Von seinem Vater als Nachfolger in der Unternehmensleitung bestimmt,[5] trat er zunächst als Lehrling in die väterliche Fabrik ein. In dieser Zeit lernte er Friedrich Pollock kennen, auch er der Sohn eines Stuttgarter Fabrikanten, doch mit ganz verschiedener familiärer Erziehung. Während Horkheimer in einer konservativ-jüdischen Familie erzogen wurde, hatte sich Pollocks Elternhaus rigoros vom Judentum abgewandt. Pollock erschloss seinem Freund eine neue Welt jenseits religiöser und konservativer Traditionen[6] und war ihm behilflich, sich gegenüber dem „omnipräsenten Vater“ zu behaupten.[7] Aus dieser Bekanntschaft ging eine lebenslange Freundschaft bis zu Pollocks Tod 1970 hervor. Am Beginn ihrer Jugendfreundschaft setzten sie einen förmlichen „Freundschaftsvertrag“ auf, der im Laufe ihres Lebens immer wieder erneuert und durch gemeinsame Beschlüsse und Memoranda ergänzt werden sollte.[8] Nach Lehrzeit und einem Volontariat in Brüssel wurde Horkheimer 1914 Juniorchef im väterlichen Unternehmen. Als Betriebsleiter und Prokurist blieb er zunächst vom Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg verschont, erst 1917 wurde er einberufen, aber nach kurzer Zeit als wehruntauglich ausgemustert.[9]

Mit Pollock erlebte er in München die Errichtung der Räterepublik und ihre brutale Niederschlagung durch die Freikorps.[10] In die Fabrik seines Vaters kehrte er nach dem Krieg nicht wieder zurück.[11] 1919 holte er gemeinsam mit Pollock in München in wenigen Monaten als Externer das Abitur nach.[12]

Akademische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Horkheimer mit Rose Riekher beim 1. Kulturkritiker-Kongress in München (1958)

1919 begann er sein Studium an der Universität in München mit dem Hauptfach Psychologie und den Nebenfächern Philosophie und Nationalökonomie.[13] Nach einem Semester wechselte er an die Universität in Frankfurt am Main, 1920/21 studierte er an der Universität Freiburg. In Freiburg hörte er den Phänomenologen Edmund Husserl und besuchte gemeinsam mit Friedrich Pollock ein Seminar von Martin Heidegger.[14] 1922 wurde er in Frankfurt mit summa cum laude von Hans Cornelius promoviert, dessen Assistent er danach für drei Jahre war. 1925 habilitierte er sich ebendort. Als Privatdozent legalisierte er 1926 das langjährige Verhältnis zu Rose Christine Riekher (1887–1969), der früheren Privatsekretärin seines Vaters, der er den Kosenamen „Maidon“ gegeben hatte. Gemeinsam mit ihr und Friedrich Pollock hatte er bereits seit 1921 gemeinsam in einem eigens vom Geld der Eltern gekauften Haus in Kronberg im Taunus, nahe Frankfurt, gelebt. Nachdem die Eltern viele Jahre sich gegen die Liaison ihres Sohnes mit der acht Jahre älteren Nichtjüdin gestellt hatten, gaben sie nach der Heirat ihren Widerstand auf und nahmen die Schwiegertochter in ihre Familie auf.[15]

1930 ernannte ihn die Universität Frankfurt zum Ordinarius für Sozialphilosophie an der Philosophischen Fakultät. Im gleichen Jahr wurde er Direktor des 1924 unter Carl Grünberg gegründeten Instituts für Sozialforschung bis zu dessen Schließung nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933.

Emigration und Rückkehr nach Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horkheimer emigrierte über Genf, wo das Institut für Sozialforschung in Kooperation mit der Internationalen Arbeitsorganisation eine Zweigstelle eröffnet hatte, 1934 nach New York, wo er an der Columbia University mit Hilfe amerikanischer Kollegen das Institut für Sozialforschung weiterführen konnte. 1941 übersiedelte er an die Westküste nach Pacific Palisades (Los Angeles) und wurde direkter Nachbar von Thomas Mann. Sein engster Mitarbeiter und Freund Theodor W. Adorno folgte ihm wenig später. 1947 veröffentlichte er in den USA Eclipse of Reason (dt. Ausgabe: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft, 1967) und – in Amsterdam – gemeinsam mit Adorno die Dialektik der Aufklärung, zwei seiner Hauptwerke. 1949 kehrte Horkheimer an die Universität Frankfurt zurück, ihrem Ruf auf den Doppellehrstuhl für Philosophie und Soziologie folgend. „Er wollte Möglichkeiten zu praktischer Einflussnahme auf historische Entwicklungen nutzen, und in Deutschland sah er einen Schauplatz wichtiger Weichenstellungen.“[16] 1950 konnte das Institut für Sozialforschung unter seiner Leitung (mit Adorno als stellvertretendem Direktor) wieder eröffnet werden.[17] 1951 und 1952 war er Rektor der Universität.

Horkheimer war Begründer und Herausgeber der Zeitschrift für Sozialforschung (1932–1939), fortgesetzt als Studies in Philosophy and Social Science (1940–1942), und Initiator der Studien über Autorität und Familie (erschienen 1936 in Paris). Als spiritus rector beider Projekte arbeitete er eng mit einer Gruppe von sozialkritischen, marxistisch und freudianisch gesinnten Wissenschaftlern zusammen, die man in der Sekundärliteratur als „Horkheimer-Kreis“ und später auch als Frankfurter Schule etikettierte. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und in den ersten Nachkriegsjahren inspirierte und organisierte Horkheimer bedeutende Studien zur Antisemitismus- und Vorurteilsforschung.[18] Er schrieb auch das Vorwort zum wichtigsten Einzelband der fünfbändigen Studies in Prejudice, der maßgeblich von Theodor W. Adorno mitverantworteten Authoritarian Personality (1950).

Sein Schüler und späterer Nachfolger[19] auf dem Frankfurter Lehrstuhl, Alfred Schmidt, hat zusammen mit Gunzelin Schmid Noerr Horkheimers Gesammelte Schriften in 19 Bänden herausgegeben. Auch der Briefwechsel zwischen Horkheimer und Adorno ist mittlerweile komplett veröffentlicht.[20]

Rückzug ins Tessin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1957 hatte Horkheimer sich zusammen mit Friedrich Pollock in Montagnola in der Schweiz niedergelassen. In einem Schreiben „an den Präsidenten der Friedhofskommission der Israelitischen Kultusgemeinde Bern“ äußerte er „den Wunsch, zusammen mit seiner Frau einmal dort auf dem jüdischen Friedhof begraben zu werden, wo sich bereits die Gräber seiner im Schweizer Exil gestorbenen Eltern befanden.“[21] In der Tat wurde er neben seiner Frau auf dem Jüdischen Friedhof Bern beigesetzt.[22][23]

Wirken und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horkheimer-Gedenktafel an dessen ehemaligem Wohnhaus im Frankfurter Westend

Horkheimer gilt als Begründer und, gemeinsam mit Adorno, als Protagonist der Frankfurter Schule und Hauptvertreter der Kritischen Theorie, einer von Hegel, Marx und Freud inspirierten Gesellschaftstheorie.[24] Jedoch sei nach seiner Aussage der erste Philosoph, an dem er sich geschult habe, Arthur Schopenhauer gewesen. Von dessen Einfluss habe, Jean Amery zufolge, der Autor sich die reinliche, kühle Sprache aufbewahrt.[25]

Zum engeren Zirkel gehörten in den Jahren vor der Emigration Friedrich Pollock, Erich Fromm, Leo Löwenthal. Mit Walter Benjamin, obwohl kein direkter Mitarbeiter des Instituts, bestand ein über Adorno vermittelter intellektueller Austausch. In der Emigration waren zudem Herbert Marcuse, Franz Neumann, Otto Kirchheimer und Arkardij Gurland zeitweilige Mitarbeiter des Instituts.

Kritik der bürgerlichen Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinen Werken formuliert Horkheimer eine fundamentale Kritik der bürgerlichen Gesellschaft, die er als eine von politischen und ökonomischen Gegensätzen, ideologischen Widersprüchen und sozialen Ungerechtigkeiten zerrissene Gesellschaftsformation kennzeichnet. Mit einer aus zeitgeschichtlichen Umständen und persönlichen Erfahrungen verständlichen Konsequenz konstatiert Horkheimer einen Zusammenhang zwischen dem Kapitalismus (der wirtschaftlichen Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft) und der Entstehung des Faschismus: Als eine Reaktion auf die Krise des Kapitalismus versuche der Faschismus, den Kapitalismus mit despotischen Mitteln aufrechtzuerhalten. „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“, formulierte er pointiert am Vorabend des Zweiten Weltkriegs.[26]

Jürgen Habermas zufolge investierte Horkheimer zwischen 1932 und 1941 seine theoretischen Impulse und intellektuellen Energien in einen „interdisziplinären Materialismus“, in eine „Aufhebung der Philosophie in Gesellschaftstheorie“. Zustimmend zitiert er Hauke Brunkhorst, der Horkheimer in seiner produktivsten Phase als „Anti-Philosoph[en]“ sah.[27] In einer wissenssoziologischen Studie zur frühen Frankfurter Schule hat Helmut Dubiel die „kognitive Führungsrolle“ Horkheimers in dem interdisziplinären Forschungsprogramm des Instituts für Sozialforschung herausgearbeitet. Demnach habe Horkheimer Sozialforschung als eine „sozialwissenschaftliche Großdisziplin“ verstanden, die auf eine Integration von Philosophie und Fachwissenschaft abzielte und alle Disziplinen umfasste, die „im Frankfurter Kreis personell repräsentiert gewesen sind: Soziologie, Sozialphilosophie, Psychologie, Ökonomik, Jurisprudenz, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Politologie“.[28] Ihr erklärtes Ziel war eine „Theorie der gegenwärtigen Gesellschaft als ganzer“.[29]

Kritik der instrumentellen Vernunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem Werk Zur Kritik der instrumentellen Vernunft (engl. 1947; dt. 1967) wandte Horkheimer sich gegen die von Max Weber nahegelegte Beschränkung der Wissenschaft auf instrumentales, technisches Wissen, das uns sagt, was zu tun ist, um vorausgesetzte Zwecke zu erreichen, während die Wahl der Handlungsziele selbst keine Frage der Wissenschaft sei.[30] Nun ist der sehr eng und streng gefasste Wissenschaftsbegriff Max Webers wohl nicht mit jedem Vernunftgebrauch gleichzusetzen. Jedenfalls warnte Horkheimer vor einer Selbstaufgabe der Vernunft, damit nicht die Technik zum Selbstzweck werde und wir zu Sklaven unserer Instrumente würden.[31] Er warnte auch vor einem Bild des Menschen, der im Industriezeitalter scharfsinniger Benutzer und zugleich Gefangener der instrumentellen Vernunft zu werden droht, Idiot dort, wo es um die Wahl von Zielen und Zwecken geht – ein Bild des „Fachidioten“.[32][33]

Auch angesichts des Anwachsens der Bürokratien ist den Ausuferungen des Instrumentellen zu begegnen. Je größer und komplizierter die bürokratischen Apparate werden, desto größer ist die Gefahr, dass sie zum Selbstzweck werden und instrumentelle Fragen, wie Zuständigkeits- und Verfahrensfragen, vom Endzweck der Regelungen ablenken und den Blick für die relative Wichtigkeit oder Unwichtigkeit der wahrzunehmenden Interessen trüben.[34]

Die Kritik der instrumentellen Vernunft ist auch eine Kritik an Naturbeherrschung, also am instrumentellen Verhältnis der (westlichen) Kultur zur Natur. Horkheimer kritisiert, dass die Natur, einschließlich der Tiere, heute „als ein bloßes Werkzeug des Menschen“ aufgefasst werde und „Objekt totaler Ausbeutung“ sei.[35] Er stellt einen Zusammenhang her zwischen der Unterdrückung der (inneren wie äußeren) Natur und intrahumanen Herrschafts- und Unterdrückungsformen; da die Geschichte der Anstrengungen des Menschen, die Natur zu unterjochen, auch die Geschichte der Unterjochung des Menschen durch den Menschen sei und Naturbeherrschung Menschenbeherrschung mit einschließe, gelte im Umkehrschluss: „Der Mensch teilt im Prozeß seiner Emanzipation das Schicksal seiner übrigen Welt.“[36]

Kritik an Mensch-Tier-Verhältnissen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in einem Aphorismus aus dem Jahr 1934, in welchem der „Gesellschaftsbau der Gegenwart“ metaphorisch als Wolkenkratzer dargestellt wird, schreibt Horkheimer, im Keller wäre „das unbeschreibliche, unausdenkliche Leiden der Tiere, die Tierhölle in der menschlichen Gesellschaft darzustellen“.[37] Im späteren Werk wird er konkreter, so schreibt er beispielsweise, dass, so wie Naturbeherrschung Menschenbeherrschung einschließe, die Solidarität der Menschen „ein Teil der Solidarität des Lebens überhaupt“ sei, und weiter: „Der Fortschritt in der Verwirklichung jener wird auch den Sinn für diese stärken. Die Tiere bedürfen der Menschen.“[38] 1945 schrieb Horkheimer in einem Brief an einen US-Politiker, in dem er sich gegen Vivisektion ausspricht, aufgrund des Zusammenhangs der Unterdrückung der inneren und äußeren Natur sei „der Kampf für das Tier, auch ein Kampf für den Menschen“.[39] Kritik am Mensch-Tier-Verhältnis, einschließlich Tierversuch, Zirkus, Zoo und Schlachthaus findet sich auch in der zusammen mit Theodor W. Adorno verfassten Dialektik der Aufklärung.

Spätwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Horkheimerschen Spätwerk trat ein von Schopenhauer beeinflusster, metaphysisch begründeter Pessimismus hervor. Horkheimer verstand die menschliche Existenz – neben dem materiell verursachten Leid – als eine durch und durch leidvolle, die in der Natur des Seins selbst begründet ist, auch wenn er mit Karl Marx das materielle Leid für überwindbar bzw. prinzipiell abmildbar begriff. Aber im Gegensatz zu Marx verstand er den Sozialismus nicht als eine auf historischer Gesetzmäßigkeit beruhende Zukunftsgesellschaft, sondern als eine in der historischen Entwicklung mögliche politisch-gesellschaftliche Konstellation, die einen Ausweg aus den sozialen Widersprüchen und Problemen der Gegenwart bieten könnte. Im Alter wollte er indessen von Sozialismus und Revolution nichts mehr wissen. In einem ungewöhnlich ausführlichen Brief an Adorno bekennt er seine „schwer überwindliche Abneigung“ gegenüber dem Institutsassistenten Jürgen Habermas und warnte eindringlich vor dessen Philosophie, in der bei ihm „Revolution […] eine Art affirmativer Idee, ein verendlichtes Absolutum, einen Götzen [bildet], der Kritik und kritische Theorie, wie wir sie meinen, gründlich verfälscht“.[40]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich zu Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse und Jürgen Habermas übte Horkheimer auf die 68-Studentengeneration nur mit seinen Aufsätzen aus der Emigrationszeit (namentlich „Die Juden und Europa“ und „Autoritärer Staat“) Einfluss aus. Dem Horkheimer- und Adorno-Schüler Alfred Schmidt, der Horkheimer für den Begründer der Kritischen Theorie ausweist,[41] ist es zu verdanken, dass Horkheimers im Exil verfasste Programmschriften aus den 1930er Jahren 1970 eine Neuauflage erlebten.[42] Alfred Schmidt hat auch mit Gunzelin Schmid Noerr Horkheimers Gesammelte Schriften in 19 Bänden im Fischer Verlag herausgegeben.

Ehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Frankfurt am Main ehrte Max Horkheimer 1953 mit der Goethe-Plakette und ernannte ihn 1960 zum Ehrenbürger. 2014 wurde auf dem Campus Westend der J.W. Goethe-Universität eine Straße nach ihm benannt.[43] Das Max-Horkheimer-Kabinett in der Ebene Leben im 3. OG der Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz wurde ebenfalls nach ihm benannt.[44]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesammelte Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesammelte Schriften. Bände 1–19. Herausgegeben von Alfred Schmidt und Gunzelin Schmid Noerr. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1985–1996.

Einzelwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über Kants Kritik der Urteilskraft als Bindeglied zwischen theoretischer und praktischer Philosophie. Habilitation. Frankfurt am Main 1925.
  • Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie. Kohlhammer, Stuttgart 1930.
  • Die gegenwärtige Lage der Sozialphilosophie und die Aufgaben eines Instituts für Sozialforschung. Öffentliche Antrittsvorlesung bei Übernahme des Lehrstuhls für Sozialphilosophie und der Leitung des Instituts für Sozialforschung am 24. Januar 1931 / gehalten von Max Horkheimer. Englert & Schlosser, Frankfurt am Main 1931.
  • Dämmerung. Notizen in Deutschland. (unter d. Pseud.: Heinrich Regius). Oprecht und Helbling, Zürich 1934.
  • mit Erich Fromm, Herbert Marcuse: Studien über Autorität und Familie: Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialforschung. Paris 1936. (Nachdruck: zu Klampen, Lüneburg 2005, ISBN 3-934920-49-7)
  • mit Theodor W. Adorno: Philosophische Fragmente. (hektographiertes Typoskript). Institute of Social Research, New York/ Los Angeles 1944.
  • mit Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Querido Verlag, Amsterdam 1947. (Nachdruck: Fischer 1988, ISBN 3-596-27404-4)
  • Eclipse of Reason, 1947. Deutsche Ausgabe unter dem Titel: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft. Übersetzt von Alfred Schmidt. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1967.
  • Zum Begriff der Vernunft. Festrede bei der Rektoratsübergabe der Johann Wolfgang Goethe-Universität am 20. November 1951. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1952.
  • Survey of the social sciences in Western Germany: a report on recent developments. Libr. of Congress, Reference Dep., European Affairs Div., Washington 1952.
  • Akademisches Studium; Begriff der Bildung; Fragen des Hochschulunterrichts. In: Gegenwärtige Probleme der Universität. Klostermann, Frankfurt am Main 1953.
  • Über die deutschen Juden. Vortrag. DuMont, Köln 1961.
  • Um die Freiheit. Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1962.
  • Über das Vorurteil. Westdt. Verl., Köln u. a. 1963.
  • Autoritärer Staat. Die Juden und Europa. u. a. Aufsätze 1939–1941. de Munter, Amsterdam 1967.
  • Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen – Ein Interview mit Kommentar von Helmut Gumnior (Stundenbücher). Furche, Hamburg 1970, ISBN 3-7730-0023-5.
  • Traditionelle und kritische Theorie: Fünf Aufsätze. 7. Auflage. Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-596-11328-6.
  • Vernunft und Selbsterhaltung. Fischer, Frankfurt a. M. 1970.
  • Sozialphilosophische Studien: Aufsätze, Reden und Vorträge 1930–1972; mit einem Anhang über Universität und Studium. Athenäum Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1972.
  • Werner Brede (Hrsg.): Gesellschaft im Übergang: Aufsätze, Reden und Vorträge 1942–1970. Athenäum-Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1972, ISBN 3-596-26545-2.
  • Aus der Pubertät: Novellen und Tagebuchblätter. Kösel, München 1974, ISBN 3-466-10016-X.
  • Die gesellschaftliche Funktion der Philosophie. Ausgewählte Essays. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-518-01391-2.
  • Theodor W. Adorno/Max Horkheimer: Briefwechsel 1927–1969, 4 Bände, hrsg. von Ch. Gödde und H. Lonitz, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003 ff.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Monika Boll und Rafael Gross (Hrsg.): Die Frankfurter Schule und Frankfurt. Eine Rückkehr nach Deutschland. Begleitpublikation zur Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt vom 17. 9. 2009 bis 10. 1. 2010. Wallstein, Göttingen 2009. ISBN 978-3-8353-0566-3.
  • Gerhard Bolte: Von Marx bis Horkheimer. Aspekte kritischer Theorie im 19. und 20. Jahrhundert. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1995, ISBN 3-534-12798-6.
  • Helmut Dubiel (Hrsg.): Wirtschaft, Recht und Staat im Nationalsozialismus. Analysen des Instituts für Sozialforschung 1939–1942. Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-434-00469-6.
  • Jürgen Habermas: Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte des Horkheimerschen Werkes. In: Alfred Schmidt, Norbert Altwicker (Hrsg.): Max Horkheimer heute: Werk und Wirkung. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1986, S. 163–179.
  • Gerd van de Moetter (Hrsg.): Horkheimer und Italien. Dokumente, Texte, Interviews. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1990, ISBN 3-631-42643-7.
  • Philipp Lenhard: Friedrich Pollock. Die graue Eminenz der Frankfurter Schule. Suhrkamp, Berlin 2019, ISBN 978-3-633-54299-4.
  • Alfred Schmidt: Drei Studien über Materialismus. Schopenhauer, Horkheimer, Glücksproblem. Hanser, München 1977. ISBN 3-446-12460-8.
  • Alfred Schmidt, Norbert Altwicker (Hrsg.): Max Horkheimer heute: Werk und Wirkung. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-596-26559-2.
  • Alfred Schmidt: Die ursprüngliche Konzeption der Kritischen Theorie im frühen und mittleren Werk Max Horkheimers. In: Axel Honneth, Albrecht Wellmer (Hrsg.): Die Frankfurter Schule und die Folgen. Referate eines Symposiums der Alexander von Humboldt-Stiftung vom 10.–15. Dezember 1984 in Ludwigsburg. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1986, S. 89–112.
  • Hugo Staudinger: Humanität und Religion: Briefwechsel und Gespräch. In: Hugo Staudinger: Max Horkheimer. Naumann, Würzburg 1974.
  • Andreas Michel-Andino; Denken in der Krise, Ökologisches Denken bei Albert Schweitzer, Max Horkheimer, Albert Camus und Bertrand Russell, Hamburg 1991 (Philosophische Dissertation Bonn), ISBN 3-926952-57-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Max Horkheimer – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Porsche und Zuffenhausen: Zwei Welten, die zueinander nicht kommen. (Memento vom 1. Februar 2009 im Internet Archive) auf: stuttgarter-zeitung.de, 26. Januar 2009.
  2. Eberhard Kögel: Habt ihr scho gedeild? Erinnerungen an den jüdischen Viehhandel in Esslingen. Esslingen 2006, ISBN 3-933231-37-X, S. 8.
  3. Stuart Jeffries: Grand Hotel Abgrund. Die Frankfurter Schule und ihre Zeit. Klett-Cotta, Stuttgart 2019, S. 53.
  4. Max Horkheimer. auf: stuttgart.de
  5. Rolf Wiggershaus: Max Horkheimer: Unternehmer in Sachen „Kritische Theorie“. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2013, S. 11.
  6. Rolf Wiggershaus: Max Horkheimer: Unternehmer in Sachen „Kritische Theorie“. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2013, S. 12.
  7. Zvi Rosen: Max Horkheimer. Beck'sche Reihe, München 1995, S. 15.
  8. Philipp Lenhard. Friedrich Pollock. Die graue Eminenz der Frankfurter Schule. Suhrkamp, Berlin 2019, S. 33.
  9. Philipp Lenhard. Friedrich Pollock. Die graue Eminenz der Frankfurter Schule. Suhrkamp, Berlin 2019, S. 51.
  10. Philipp Lenhard. Friedrich Pollock. Die graue Eminenz der Frankfurter Schule. Suhrkamp, Berlin 2019, S. 56 ff.
  11. Stuart Jeffries: Grand Hotel Abgrund. Die Frankfurter Schule und ihre Zeit. Klett-Cotta, Stuttgart 2019, S. 59.
  12. Das Schlimme erwarten und doch das Gute versuchen. Ein Gespräch mit Professor Dr. Max Horkheimer. In: Gerhard Rein (Hrsg.): Dienstagsgespräche mit Zeitgenossen. Kreuz, Stuttgart 1976, S. 149–188, hier S. 155.
  13. Das Schlimme erwarten und doch das Gute versuchen. Ein Gespräch mit Professor Dr. Max Horkheimer. In: Gerhard Rein (Hrsg.): Dienstagsgespräche mit Zeitgenossen. Kreuz, Stuttgart 1976, S. 149–188, hier S. 156.
  14. Philipp Lenhard: Friedrich Pollock. Die graue Eminenz der Frankfurter Schule. Suhrkamp Verlag, Berlin 2019, S. 65.
  15. Stuart Jeffries: Grand Hotel Abgrund. Die Frankfurter Schule und ihre Zeit. Klett-Cotta, Stuttgart 2019, S. 59.
  16. Rolf Wiggershaus: Max Horkheimer: Unternehmer in Sachen „Kritische Theorie“, Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2013, S. 168
  17. Zur Rückkehr Horkheimers nach Frankfurt und zu seinem Wirken dort vgl. die Aufsätze des Sammelbandes: Monika Boll und Rafael Gross (Hrsg.): Die Frankfurter Schule und Frankfurt. Eine Rückkehr nach Deutschland. Begleitpublikation zur Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt vom 17. 9. 2009 bis 10. 1. 2010. Wallstein, Göttingen 2009. ISBN 978-3-8353-0566-3.
  18. Vgl. Wiggershaus: Max Horkheimer: Unternehmer in Sachen „Kritische Theorie“, 2013, S. 161–182.
  19. Unmittelbarer Nachfolger auf Horkheimers Lehrstuhl war Jürgen Habermas von 1964 bis 1971.
  20. Th. W. Adorno, M. Horkheimer: Briefwechsel 1927–1969. 5 Bände, hrsg. von Ch. Gödde und H. Lonitz, Frankfurt 2003.
  21. Wiggershaus: Max Horkheimer: Unternehmer in Sachen „Kritische Theorie“, 2013, S. 199
  22. Dan Diner: Am Grab von Max Horkheimer, in: René Bloch, Jacques Picard (Hrsg.): Wie über Wolken. Jüdische Lebens- und Denkwelten in Stadt und Region Bern, 1200–2000, Beiträge zur Geschichte und Kultur der Juden in der Schweiz. Schriftenreihe des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, Band 16, Chronos, Zürich 2014, ISBN 978-3-0340-1219-5, S. 413–418
  23. Markus Dütschler: Berns Juden: Geduldet – verfolgt – anerkannt. In: derbund.ch. Tamedia, 13. Mai 2014, S. 1, abgerufen am 10. Juli 2017: „… aber nicht in Frankfurt begraben ist, sondern auf dem Jüdischen Friedhof in Bern“
  24. Siehe Max Horkheimer: Traditionelle und kritische Theorie. In: Gesammelte Schriften. Band 4, Frankfurt am Main 1988, S. 208.
  25. Jean Amery: Zwei verfeindete Denkmethoden. In: DIE ZEIT vom 4. April 1969.
  26. Max Horkheimer: Die Juden und Europa. In: Gesammelte Werke. Band 4, Frankfurt am Main 1988, S. 308 f. Erstveröffentlichung in Studies of Philosophy and Social Science, formerly Zeitschrift für Sozialforschung, vol 8, 115-137.
  27. Jürgen Habermas: Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte des Horkheimerschen Werkes. In: Alfred Schmidt, Norbert Altwicker (Hrsg.): Max Horkheimer heute. Werk und Wirkung. Fischer, Frankfurt am Main 1986, S. 163 f.
  28. Helmut Dubiel: Wissenschaftsorganisation und politische Erfahrung. Studien zur frühen Kritischen Theorie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1978, S. 150.
  29. Vorwort des ersten Heftes der Zeitschrift für Sozialforschung. 1, Jg., DH. 1/2, 1932, S. I.
  30. Max Weber: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. 3. Aufl. 1968, S. 593, 598 f.
  31. Horkheimer 1967, S. 17 ff.
  32. Horkheimer 1967, S. 97
  33. Reinhold Zippelius: Grundbegriffe der Rechts- und Staatssoziologie. 3. Aufl., 2012, §§ 1 III; 2 I
  34. Bürokratie; Reinhold Zippelius: Grundbegriffe der Rechts- und Staatssoziologie. 3. Aufl., 2012, § 16 V
  35. Max Horkheimer: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft. In: Gesammelte Schriften. Band 6: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft und Notizen 1949–1969, Frankfurt a. M. 1991, S. 19–186, S. 119.
  36. Max Horkheimer: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft. In: Gesammelte Schriften. Band 6: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft und Notizen 1949–1969, Frankfurt a. M. 1991, S. 106.
  37. Max Horkheimer: Notizen 1950 bis 1969 und Dämmerung. Notizen in Deutschland, Frankfurt a. M. 1974, S. 287f; online: Der Wolkenkratzer
  38. Max Horkheimer: Materialismus und Moral (1933), in: Gesammelte Schriften Band 3: Schriften 1931–1936, Frankfurt a. M. 1988, S. 111–149, S. 136.
  39. Max Horkheimer: Briefwechsel 1941–1948 (Gesammelte Schriften, Band 17). Frankfurt a. M. 1996, S. 629.
  40. Brief Max Horkheimers an Theodor W. Adorno vom 27. September 1958. In: Theodor W. Adorno, Max Horkheimer: Briefwechsel, Band IV: 1950–1969. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, S. 516 und 519.
  41. Alfred Schmidt: Die ursprüngliche Konzeption der Kritischen Theorie im frühen und mittleren Werk Max Horkheimers. In: Axel Honneth, Albrecht Wellmer (Hrsg.): Die Frankfurter Schule und die Folgen. Referate eines Symposiums der Alexander von Humboldt-Stiftung vom 10.–15. Dezember 1984 in Ludwigsburg. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1986, S. 89–112, hier S. 89 f.
  42. Traditionelle und kritische Theorie: Fünf Aufsätze. Frankfurt am Main 1970, 7. Auflage 1992, ISBN 978-3-596-11328-6
  43. Uni Frankfurt (Memento vom 19. Februar 2015 im Internet Archive)
  44. Stadtbibliothek Stuttgart