FORVM, No. 213/I/II
September
1971

Beschlußprotokoll

der Redakteurskonferenz vom 9. September 1971

Kritik der Kulturredaktion wegen Zurückstellung verschiedener Artikel. Kritik an Erscheinungsweise. Vorstellungen über NF differieren scharf mit Realität. Kruntorad empfindet Kommunikation in Redaktion (mit Chefredakteur) als unterentwickelt und legt seine Funktion zurück. Brandstaller fühlt sich ebenfalls in ihrer Mitarbeit behindert und stellt ihre Funktion zur Verfügung. Diskussion.

Übergabe des Vorsitzes durch die scheidende Obfrau an den Kassier A. Krims.

Neuaufnahme der ständigen Mitarbeiter in die Redakteursgesellschaft: Willi Burian, Lutz Holzinger, Michael Siegert werden einstimmig als Mitglieder der Redakteursgesellschaft gewählt.

Anträge Nenning: 1) Soll man angesichts des Rücktritts der Obfrau und des Leiters der Kulturredaktion ab 1.1.1972 den Verein und die Zeitschrift auflösen? 2) Soll man Verein und Zeitschrift mit veränderter Struktur, Demokratisierungsprozeß, weiterführen?

Antrag Geyrhofer: Antrag auf Auflösung soll nicht behandelt werden. Dieser weitergehende Antrag wird abgestimmt: 8 dafür, 1 dagegen, 1 Enthaltung.

Anträge Holzinger: 1) Gründung von Subredaktionen. 1a) Politik: Burian, Greussing, Holzinger, Krims, Nenning, Sagerschnig, Siegert; 1b) Soziale Tendenzen: Siegert, Aschner, Geyrhofer, Greussing, Nenning, Springer; 1c) Kirche: Krims, Nenning; 1d) Kultur und Wissenschaft: Springer, Burian, Geyrhofer, Holzinger, Prießnitz, Schönwald. Einstimmige Annahme.

2) Jede Subredaktion wählt einen Delegierten (obige fettgedruckte Namen), der sich verpflichtet und das Recht hat, über Manuskripteingänge informiert zu werden, bzw. zu informieren. Der Chefredakteur billigt uneingeschränktes Informationsrecht. Einstimmige Annahme.

3) Bei Blattschluß treten die Redakteure zu einer zusätzlichen Konferenz zusammen (Daten werden von Aschner erstellt). Einstimmige Annahme.

4) Der Chefredakteur ist verpflichtet, das zu wählende Obwesen an der gesamten Produktion des Heftes teilnehmen zu lassen. Einstimmig — eine Enthaltung. (Überwachung der Beschlüsse der Red.Konf., im Fall eines Abweichens mit Obwesen in Einvernehmen setzen.)

5) Der Kassier wird beauftragt, sich der Finanzkontrolle zu widmen. Krims wird an der nächsten Finanzkonferenz (30.9.) teilnehmen. Soll der Redaktionskonferenz vierteljährlich berichten. Einstimmig, eine Enthaltung.

Die Vorschläge Holzingers und der weitere Verlauf der Konferenz sollen im nächsten Heft als Information ohne Kommentar erscheinen. .

Antrag Geyrhofer: Die Konferenz soll den scheidenden Mitgliedern danken und sie einladen, sich an der Arbeit wieder zu beteiligen, wenn Nennings Diktatur gebrochen ist. Einstimmig, eine Enthaltung.

Kruntorad nimmt obige Einladung an, Brandstaller ist an Mitarbeit interessiert, will aber nicht Marionettenfigur sein.

Kruntorad formuliert eine Bekanntgabe der Rücktritte zur Information für seine Freunde; die folgende Formulierung wird von der Red.Konf. zur Kenntnis genommen.

Dr. Trautl Brandstaller, bisher Obfrau der Gesellschaft der Redakteure des Neuen Forum, und Paul Kruntorad, bisher Herausgeber und Leiter der Kulturredaktion, treten aus der Redaktion des Neuen Forum aus und legen ihre Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Redakteure nieder. Der Grund liegt in Differenzen mit dem Chefredakteur Günther Nenning in der inhaltlichen Erfüllung der Gründungsidee der Gesellschaft, der Mitbestimmung. Außerdem hat auch Barbara Coudenhove-Kalergi bereits vor zwei Monaten ihren Austritt bekanntgegeben.

6. Wahl eines neuen Obmanns. Einziger Vorschlag: Holzinger. 9 Ja-Stimmen, eine Enthaltung. Holzinger nimmt die Wahl an.

P.S. In der Redaktionskonferenz am 21.9.71 wurde die Kulturredaktion geteilt: Springer: Aktuelles, Geyrhofer: Theorie. Einstimmig.

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