FORVM, No. 183/II
März
1969

Von Marx bis Hitler

Das Leben Eugen Dührings (1833-1921)

I

Und heutzutage stellen sich, beinahe mit gutem Gewissen und aller Verlegenheit bar, mittelmäßige und dazu noch übelgerathene Menschen an den Markt und preisen sich selbst als große Männer, Reformatoren an; wie zum Beispiel Eugen Dühring thut, wahrhaftig ein geschickter und wohlunterrichteter Gelehrter, der aber doch fast mit jedem Worte verräth, daß er eine kleinliche Seele beherbergt und durch enge neidische Gefühle zerquetscht wird; auch daß nicht ein mächtiger, überschäumender Geist ihn treibt, — sondern der Ehrgeiz! In diesem Zeitalter aber nach Ehren zu geizen, ist eines Philosophen noch viel unwürdiger als in irgend einem früheren Zeitalter: jetzt wo der Pöbel herrscht, wo der Pöbel die Ehren vergiebt! [1]

So urteilte Friedrich Nietzsche über einen Zeitgenossen, der in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts viel von sich reden machte, dann schon zu Lebzeiten durch seine freiwillig-unfreiwillige Isolierung in Vergessenheit geriet und heute wohl nur noch einigen historisch interessierten Nationalökonomen bekannt wäre, wenn nicht Friedrich Engels eın dickes Buch hinterlassen hätte, das schon im ironisch gemeinten Titel den Gegner nannte: „Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft“ („Anti-Dühring“). Engels faßte sein vernichtendes Urteil in den Worten zusammen: „Unzurechnungsfähigkeit aus Größenwahn“. [2]

Damit war Dühring für alle folgenden Generationen von Marxisten erledigt. Von Lenin bis Lukács und Bloch finden sich keine Äußerungen, die über Engels’ Polemik hinausgehen und eine selbständige Beschäftigung mit dem Verfemten verraten. So nimmt es nicht wunder, daß auch von marxistischer Seite nicht auf die Affinität Dührings zum Nationalsozialismus hingewiesen worden ist, obwohl Engels’ Bemerkungen über dessen „spezifisch preußischen Sozialismus“ [3] den heutigen Leser geradezu darauf stoßen könnten.

Nach wie vor wird Eugen Dühring unter den Ahnen der Nationalsozialisten gewöhnlich nicht erwähnt, obwohl er lange vor Houston Stewart Chamberlain einen fanatischen Rassenantisemitismus vertreten und mit diesem sowohl die deutsch-nationale Bewegung des Österreichers Georg von Schönerer [4] als auch die judenfeindliche Propaganda des Sachsen Theodor Fritsch [5] entscheidend beeinflußt hat. Hitler und andere führende Nationalsozialisten haben sich wiederholt öffentlich zu diesen Männern bekannt.

Doch sind dies nicht die einzigen Verbindungslinien zwischen Eugen Dühring und der Hitler-Bewegung. Im Jahre 1904 wurde in Trautenau in Böhmen die Deutsche Arbeiterpartei gegründet, die, von Hitler nirgends erwähnt, das organisatorische Missing link zwischen den verschiedenen, nur lose verbundenen Dühring-Gruppen und der späteren NSDAP bildete. [6]

Schon lange bevor sich diese antitschechische, antiklerikale und antisemitische, aber auch antikapitalistische Reformpartei 1918 offiziell in „Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei“ (DNSAP) umbenannte, wurden ihre Anhänger allgemein als „Nationalsozialisten“ bezeichnet.

Nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel die Partei in selbständige Sektionen innerhalb der Tschechoslowakei, Polens und Österreichs. Nach einem mehr formellen Zusammenschluß der nationalsozialistischen Bewegungen Österreichs, Deutschlands und der Tschechoslowakei auf dem Salzburger Parteitag im August 1920, unterwarf sich 1926 die Mehrheit der österreichischen Parteiführer auf einer Konferenz in München endgültig der Führerschaft Adolf Hitlers.

Einige Führer der deutschen Nationalsozialisten in der Tschechoslowakei, wie Rudolf Jung und Hans Krebs, brachten es später zu hohen SS-Rängen.

Jung und Krebs beriefen sich ausdrücklich auf Dühringsche Anregungen, nachdem schon 1897 der Chemiker Matthäus Joksch, ein rühriger deutschnationaler Gewerkschaftsführer in Böhmen, das Programm einer Arbeiterpartei auf Grund der Schriften Dührings entworfen hatte.

Sind schon diese kurzen historischen Hinweise ein Indiz für die Rolle des Berliner Philosophen Dühring als Vorläufer und Anreger des Nationalsozialismus, so lassen etliche Zeugnisse aus der Zeit des Dritten Reiches vollends keinen Zweifel daran, wie sehr man sich dieser Zusammenhänge bewußt war. So veröffentlichte die von Theodor Fritsch herausgegebene Zeitschrift „Hammer“ im Jänner 1933 einen hymnischen Beitrag zum 100. Geburtstag Dührings, in dem es hieß:

Dühring war einer der deutschesten Männer aller Zeiten, ein unbeugsamer, herrlicher Charakter, ein schwergerüsteter Streiter und Kämpfer für Deutschland, gegen eine Welt von Feinden, ein Führer durch die Nachtseiten des Lebens, ein Erzieher zu männlicher, herber, klarer Weltauffassung und für ‚aktionsfähige Geisteshaltung‘. Er wird schon deshalb zu den allergrößten Befreiern und Erziehern des Menschengeschlechts gerechnet werden müssen ...

Vom Aufgang bis zum Niedergang überblickte sein Auge alle Erscheinungen der Natur und des Menschenherzen, und er hielt scharfe Wacht, daß kein Sinnentrug unterlief und die Klarheit des Urteils trübte.

In dieser Zeit grauenhafter Schande und Not des geistigen und leiblichen Deutschtums, in dieser ganz aussichtslos erscheinenden Knechtschaft unseres Volkes, unter der feindlichen Zwingherrschaft leuchtet uns Dührings Kämpfertum gegen Einstein und seine unübersehbaren Anhängerscharen wie ein tröstender, helleuchtender Morgenstern, wie ein ‚Licht in der Finsternis‘! [7]

Vier Jahre später wird uns in derselben Zeitschrift Dühring als Vater des Rassegedankens vorgestellt und seine Affinität zu den inzwischen etablierten Machthabern des Dritten Reiches noch stärker betont:

Dührings Verdienst in der Erkenntnis der Judenfrage und in der Schaffung eines lebensbejahenden, dem Deutschen artgemäßen Sozialismus (bleibt) eine Großtat, die verdient, nicht vergessen zu werden. Dühring ist der Mann, der als erster Deutscher am schärfsten aus seinem Persönlichkeitsgedanken und aus seinen Gefühlen für das Kämpferische heraus den Führergedanken betont hat.

Dabei deckt er sich auch sonst in sehr vielen Dingen mit Adolf Hitler ... Es lebt und webt von seinem Geiste in der deutschen Vorkriegsjugend ganz unbewußt viel in Ruhland, viel in Rosenberg, viel in Hitler fort. [8]

In einer Marburger Dissertation aus dem Jahre 1940 heißt es ähnlich:

Dühring war einer der ganz wenigen, der das Judenproblem in seiner ganzen Tiefe erfaßte und die kommenden Gefahren einer Judenherrschaft mit klarem Auge sah ... Dührings Erkenntnisse und die aus ihnen gezogenen Folgerungen zur Lösung des Judenproblems (eilten) ihrer Zeit weit voraus ... [9]

Es ist deshalb erstaunlich, daß trotz dieser Tatsachen und Zeugnisse Eugen Dühring bis heute in den zahlreichen Untersuchungen über die ideologischen und sozialen Wurzeln des Nationalsozialismus vernachlässigt worden ist. So wird beispielsweise in dem umfangreichen Sammelband „Entscheidungsjahr 1932 — Zur Judenfrage in der Endphase der Weimarer Republik“, den Werner E. Mosse 1965 herausgegeben hat, Eugen Dühring überhaupt nicht erwähnt; nicht einmal in der ausführlichen Bibliographie findet sich sein Buch „Die Judenfrage als Racen-, Sitten- und Culturfrage“, das nach seinem ersten Erscheinen 1880 immerhin noch fünf weitere Auflagen — die letzte 1930 — erlebt hat und unmittelbar neben Dietrich Eckarts [10] und Julius Streichers [11] berüchtigten Elaboraten seinen Platz behauptet.

Daß Dühring als Vorläufer des Nazismus so wenig beachtet wird, erscheint verständlicher, wenn wir zweierlei berücksichtigen: einmal läßt er sich nicht wie die meisten anderen Protagonisten Hitlers in die irrationalistische Linie von der Romantik bis zum „Mythus des 20. Jahrhunderts“ einfügen, wenn es auch bemerkenswert ist, daß ein so extremer Irrationalist wie Ludwig Klages in seiner Jugend Dühring bewundert hat.

Er blieb zeitlebens Rationalist und Positivist, ja in vieler Hinsicht ein verspäteter Aufklärer, der nicht nur die Religion, sondern auch eine Reihe von Überlieferungen und Idolen wütend bekämpfte, die den betont nationalen Kreisen stets heilig waren: so Richard Wagner, die Romantik und alle Versuche, den Mythos zu restaurieren. Zum andern unterschied sich Dühring vom üblichen Typ des nationalistischen Ideologen durch seine vielseitige wissenschaftliche Produktivität, vor allem auf physikalischem, nationalökonomischem und philosophiegeschichtlichem Gebiet.

So untersuchten immer wieder Fachgelehrte Dührings Schaffen aus dem Blickwinkel ihrer speziellen Disziplin und vernachlässigten dabei dessen zutiefst fragwürdige Züge. [12] Während es unmöglich ist, Dietrich Eckart oder Alfred Rosenberg zu behandeln, ohne auf deren wahnsinnigen Rassenantisemitismus einzugehen, kann eine derartige methodische Beschränkung bei Dühring durchaus sinnvoll sein. So enthält auch Friedrich Engels’ „AntiDühring“ nur eine einzige, nebenbei gemachte Bemerkung über diesen Punkt. [13]

Es ist eine Ironie der Geschichte, daß dieser fanatische: Antisemit über Theodor Hertzka und Franz Oppenheimer [14] direkt die israelische Genossenschaftsbewegung inspiriert hat, die dann von Martin Buber als bisher einziges nicht mißlungenes Experiment eines freiheitlichen Sozialismus gefeiert worden ist. [15] Ebenso stark hat Dühring die Praxis der deutschen Sozialdemokraten beeinflußt, insbesondere Eduard Bernsteins Revisionismus. [16]

Dühring wurde am 12. Jänner 1833 in Berlin als Sohn eines preußischen Staatsbeamten geboren. Die väterlichen Vorfahren stammen aus Schweden. Zeitlebens hat Dühring gern auf seine nordische Abkunft hingewiesen. In seiner Autobiographie „Sache, Leben und Feinde“ [17] schildert er die puritanische Erziehung, die ihm sein Vater, ein offenbar deistisch-pantheistisch eingestellter Freidenker, zuteil werden ließ: keine Märchen und Geschichten, dafür Arithmetik, Geometrie und Astronomie und „geistige Unschuld oder vielmehr Unbeflecktheit in Sachen der Religion“. Antisemitismus war dem Elternhaus fremd. Dühring betont, „daß mir geradezu ein großmüthiges Vorurtheil für die Juden eingepflanzt und erst von der vollen Lebenserfahrung und gereiften Erkenntnis wieder ausgerodet wurde.“ [18]

Weder die klassische noch die romantische Literatur waren dem prononciert amusischen Vater erwünscht.

„Dazu war die Luft in unserm Haus viel zu gesund. Ich habe dort nie etwas von einem belletristischen Buch gesehen ... Die einzigen Bücher, um die er sich bekümmerte, waren diejenigen, aus denen ich zu lernen hatte. Er fragte sonst nach keiner Literatur.“ [19] Die grotesken Urteile des späten Dühring über die antike Tragödie, Goethes Lyrik und Wagners Gesamtkunstwerk verraten nicht nur eine rudimentäre ästhetische Sensibilität, sondern auch eine furchtbar verklemmte, die übliche viktorianische Prüderie übersteigende Feindschaft gegen die als minderwertig und drohend empfundene Sphäre der Libido. In einem Aufsatz, der den Titel „Metze Kunst“ trägt, wendet sich Dühring in aller Schärfe gegen die gesamte ästhetische Überlieferung des Abendlandes, angefangen von

den antiken Puppenfabricanten und ihren gerühmten olympischen Werkstätten von allerlei Götter-, Halbgötter- und Menschenvolk. Sie haben uns die gerühmte nackte Schönheit überliefert, die heutiges Judenblut gern zur Deckung seiner hebräischen Dirnenideale, mit Nasen, die sich schon einst wie Thürme auf dem Libanon ausnahmen, verwerthen möchte. ... Künstler und Prostituierte haben in der That manche bedenkliche Beziehungen gemein ... Ist nun etwa die Erregung von Vorstellungsreizen auf künstlerischem oder poetischem Wege, wenn sie zur Prostitution der Phantasie führt und letztere mit falschen Eindrücken verunsaubert, etwas weniger Verwerfliches als die eigentliche und buchstäbliche Prostitution niederer Dirnen oder sich höher dünkender Cocotten? ... Es ist hier eine Art geistiger Kuppelei im Spiele, die Erregung von Spannungen der Gefühle und Triebe, wie sie sonst nicht entstehen würden. Das sogenannte Künstlerische sozusagen mit seiner Kitzeltechnik regt ideell auf, aber bei Leibe nicht ideal an und arbeitet so den Prostitutionsthatsachen jeglicher Art vor. Es ist der eigentliche Vorkuppler, dergestalt, daß man beide Sphären nicht trennen kann, wenn man die Prostitution in ihren niedern und höhern Formen zureichend begreifen will. [20]

Aus diesem Zitat, einer Kostprobe des Dühringschen Schimpfstils, spricht nicht bloß mangelndes Kunstverständnis, wie es vielen Gelehrten in allerlei Anekdoten nachgesagt wird. Der bilderfeindliche Asket Dühring wütet gegen die Kunst wie der Anachoret gegen die aphrodisischen Reize von Frau Welt. Sie wird verpönt als Mach- und Blendwerk einer antimenschlichen Gegenrasse.

Dühring begann mit dem Rechtsstudium in der Annahme, dabei seinen Gerechtigkeitssinn ausbilden zu könnien. Daneben beschäftigte er sich mit Mathematik, Naturwissenschaften, Philosophie und Nationalökonomie. Ein frühes Augenleiden, das schließlich zur vollständigen Erblindung des erst Achtundzwanzigjährigen führte, zwang Dühring, auf eine juristische Laufbahn zu verzichten. Er promovierte an der Universität Berlin zum Doktor der Philosophie mit einer lateinisch verfaßten Dissertation „De tempore, spatio, causalitate atque de analysis infinitesimalis logica“ (Berlin 1861) und erwog, freier Schriftsteller zu werden. Über seine Erblindung schrieb er die stoischen Sätze:

Ich habe diese Katastrophe mit verhältnismäßig gutem Muth überstanden. Sie hat mich in den Tiefen des Gemüths gewaltig bewegt, obwohl sie nicht gänzich unvorbereitet hereingebrochen war. Sie hat aber den Enthusiasmus, mit dem ich einen menschlichen Beruf von geistiger Tragweite mir schon vorher vorgezeichnet hatte, nicht gedämpft, sondern erhöht ... Mein Ziel war mein Trost ... Von allen Gedanken, die mir im späteren Leben fern geblieben sind, ist bisher der fernste derjenige gewesen, meine Blindheit zu beklagen. [21]

Trotz dieses Bekenntnisses, das an die männlichen Worte eines anderen Erblindeten, Ernst Niekischs, [22] erinnert, dürfen wir annehmen, daß Dührings persönliches Unglück auch sein Lebenswerk getroffen hat. Erst als Blinder verwickelte er sich in jene monströsen Fehden mit der offiziellen Universitätswissenschaft, witterte er in jeder Nichtbeachtung oder Kritik persönliche Perfidie, bis er zuletzt seine ganze Begabung in Haß, Rache und Schmähung ausmünzte. [23]

Seinen Plan, sich ganz dem freien Schriftstellertum zu widmen, mußte Dühring bald aufgeben. Dem noch unbekannten Akademiker, der sich soeben verheiratet hatte, fiel es schwer, Verleger und Redaktionen für seine literarischen Projekte zu gewinnen. Er habilitierte sich deshalb 1863 an der Berliner Universität zunächst für Philosophie, bald darauf auch für Nationalökonomie, um sich auf diese Weise eine für die allgemeine Anerkennung förderliche Basis zu schaffen.

[1Friedrich Nietzsche: Gesammelte Werke (Musarion-Ausgabe), hrsg. von Max und Richard Oehler, München 1922 ff., Bd. 19, S. 206 f. Vgl. ebd. Bd. 15, S. 139, 404; Bd. 16, S. 17.

[2Friedrich Engels: Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft (Anti-Dühring), Berlin (Ost) 1960, S. 406, (Die erste Auflage erschien 1878.)

[3Ebd.: S. 371, 392 f., 395.

[4Vgl. Eduard Pichl: Georg Ritter von Schönerer, Oldenburg 1912-1938, Bd. 1, S. 207, 316 ff.; Bd. 2, S. 124 f, 332; Bd. 3, S. 153, 175, 214, 335; Bd. 4, S 335.

[5Vgl. Josef Müller: Die Entwicklung des Rassenantisemitismus in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts (Diss. Univ. Marburg), Berlin 1940, S. 32 f.; Reginald H. Phelps: Theodor Fritsch und der Antisemitismus. In: Deutsche Rundschau, Jg. 87, 1961, H. 5, S. 442 ff.; Peter George Julius Pulzer: The Rise of Political Antsemitism in Germany and Austria, New York — London — Sydney, 1964, S. 53.

[6Vgl. Andrew G. Whiteside: Nationaler Sozialismus in Österreich vor 1918. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Jg. 9, 1961, H. 4, S. 333-359; Alois Ciller: Deutscher Sozialismus in den Sudetenländern und der Ostmark, 1939.

[7Alfred Seeliger: Eugen Dühring. In: Hammer, Jg. 32, Nr. 733/734, Jänner 1933, S. 10-12.

[8Alfred von Terzi: Der Deutsche Vater des Rassegedankens. Ein Blinder, der die Anschauungen einer ganzen Welt umwälzte. In: Hammer, Jg. 36, Nr. 820, April 1937, S. 120—123.

[9Josef Müller: op. cit. Anm. 5, S. 32. Vgl. auch Arnold Voelske: Die Entwicklung des „rassischen Antisemitismus“ zum Mittelpunkt der Weltanschauung Eugen Dührings, Diss. Hamburg 1936.

[10Dietrich Eckart: Der Bolschewismus von Moses bis Lenin. Zwiegespräch zwischen Adolf Hitler und mir, München 1925.

[11Streicher gab seit 1923 das antisemitische Hetzblatt „Der Stürmer“ heraus.

[12Vgl. Edmond Laskine: Les doctrines économiques et sociales d’Eugen Dühring. In: Revue d’histoire des doctrines économiques et sociales, Paris 1912; H. Köppe: Das „sozialitäre System“ Eugen Dührings. In: Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung, Jg. 4 H. 3, Leipzig 1914, S. 393-438; Gerhard Albrecht: Eugen Dührings Wertlehre, Jena 1914; ders.: Die Ausgestaltung des Listschen Nationalitätenprinzips durch Eugen Dühring. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Bd. 83, 1927, H. 1, S. 1-32; ders.: Eugen Dühring. Ein Beitrag zur Geschichte der Sozialwissenschaften, Jena 1927; H. Lamberz: Carey und Dühring. Ein Vergleich ihrer nationalökonomischen Lehren, Diss. Münster 1926; Hans Blüher: Betrogener Aufklärer. In: Neue Deutsche Hefte, Jg. 1, H. 1, Gütersloh 1954, S. 74-77; Alfred Kruse: Eugen Dührings wissenschaftliche Isolierung. In: Otto Stammer und Karl C. Thalheim (Hrsg): Festgabe für Friedrich Bülow zum. 70. Geburtstag, Berlin 1960, S. 209-221.

[13Friedrich Engels: op. cit. Anm. 2, S. 136. — Vgl. dazu Edmund Silberner: Sozialisten zur Judenfrage. Ein Beitrag zur Geschichte des Sozialismus vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis 1914, Berlin 1962, S. 151 ff.

[14Vgl. Franz Oppenheimer: Erlebtes, Erstrebtes, Erreichtes, Berlin 1931, S.133 ff., 151 ff.

[15Vgl. Martin Buber: Pfade in Utopia. In: Werke, Bd. 1: Schriften zur Philosophie, München — Heidelberg 1962, S. 938 ff.

[16Vgl. Eduard Bernstein: Entwicklungsgang eines Sozialisten. In: Felix Meiner (Hrsg.): Die Volkswirschaftslehre der Gegenwart in Selbstdarstellungen, Bd. 1, Leipzig 1924, S. 9 ff.; ferner zwei polemische Beiträge in Dührings Zeitschrift „Personalist und Emancipator. Halbmonatszeitschrift für actionsfähige Geisteshaltung und gegen corrupte Wissenschaft“, Nr. 3, Anfang November 1899, S. 19-21 („Socialdemokratelnde Judendemagogen“), und Nr: 14, Mitte April 1900, S. 110 f. („Die Socialdemokratler Cohen Bernstein“), in denen Bernstein die Entwendung Dühringschen Geistesgutes vorgeworfen wird.

[17Eugen Dühring: Sache, Leben und Feinde, Als Hauptwerk und Schlüssel zu seinen sämtlichen Schriften, Leipzig 1903.

[18Ebd.: S. 14.

[19Ebd.: S. 15.

[20Eugen Dühring: Metze Kunst. In: Personalist und Emancipator, Nr. 12, Mitte März 1900, S. 92, und Nr. 13, Anfang April 1900, S. 99 ff.

[21Eugen Dühring: op. cit. Anm. 17, S. 100-102.

[22Ernst Niekisch: Gewagtes Leben. Begegnungen und Begebnisse, Köln — Berlin 1958, S. 308 f.

[23Vgl. Theodor Lessing: Dührings Haß, Hannover 1922. — Trotz einiger biographiscer Ungenauigkeiten und geistesgeschichtlicher Fehlurteile bietet diese Gelegenheitsschrift die beste Einführung in das psychologische Milieu des Denkers.

Fortsetzung im nächsten Heft

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