Eddy Grant
Beiträge
Streifzüge, Heft 66

Symmetrische und asymmetrische Kriege

Teil II – Von Merkel, Counterinsurgency und Dschihad
Mai
2016

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“ (Bach-Cantate) Die Warensubjektivität beinhaltet das emotionale Manko der Vereinzelung und der Einsamkeit wie auch einen aggressiven Allmachtsanspruch. Beides erzeugt den Wunsch nach einer starken Gemeinschaft. Im Kleinen verwirklicht sich dieses Bedürfnis (...)

Eddy Grant (2009)

Edmond Montague „Eddy“ Grant (* 5. März 1948 in Plaisance, Guyana) ist ein britischer Popmusiker, Sänger, Komponist und Gitarrist. Er wurde mit der Band The Equals, vor allem durch deren Superhit Baby Come Back von 1968, bekannt.

Grants Familie zog 1960 von Guyana nach London. Er wurde Mitbegründer der Gruppe The Equals, die zwischen 1967 und 1971 etliche Hits hatte. Im Alter von 23 Jahren erlitt Grant einen Herzinfarkt, der ihn zum Kürzertreten zwang. Er verlegte sich aufs Produzieren und gründete sein eigenes Studio, Coach House, sowie sein eigenes Plattenlabel, Ice Records.

Mitte 1979 hatte Grant mit Living on the Frontline seinen ersten Single-Hit. Er baute in Barbados das Studio Blue Wave auf, um wieder bei seiner Familie zu leben, die zuvor in die Karibik gezogen war. Auf Barbados produzierte Grant unter anderem Mick Jagger, Sting und Elvis Costello.

Der endgültige Durchbruch gelang Ende 1980 mit Do You Feel My Love. Dieser Hit war Teil des Albums Can’t Get Enough, von dem auch die Hitsingles Can’t Get Enough of You und I Love You Yes, I Love You stammen. Mit dem im Herbst 1982 erschienenen Album Killer on the Rampage blieb Eddy Grant auf Erfolgskurs. Die Auskopplungen I Don’t Wanna Dance, Electric Avenue und War Party erreichten vordere Plätze in mehreren Musikcharts.

Mitte 1984 kam das Album Going for Broke in den Handel. Die beiden Singles daraus, Till I Can’t Take Love No More und Romancing the Stone, wurden die nächsten Charterfolge. Anfang 1985 nahm Grant Baby Come Back neu auf. Als Gitarrist seiner ehemaligen Band, The Equals, hatte er 1967/1968 mit diesem Lied einen weltweiten Hit. Diesmal reichte es für Platzierungen in Deutschland und der Schweiz.

Gimme Hope Jo’anna war der einzige Hit vom Album File Under Rock (1988); er kam in vielen europäischen Singlecharts in die Top 10. Walking on Sunshine erreichte eine mittlere Position in den UK-Charts. Erst 2001 gelang mit einem Remix des Liedes Electric Avenue ein weiterer Charterfolg. Zuletzt kam Grant ins Gespräch, als er die britische Band Gorillaz des Plagiats bezichtigte: Deren 2010 erschienene Single Stylo sei mit seiner 1982 herausgekommenen Nummer Time Warp identisch. Der Streit konnte erst 2023 geschlichtet werden.[1]

Grant engagiert sich politisch. Sein Hit Gimme Hope Jo’anna forderte etwa das Ende der Apartheid in Südafrika – der Name ‚Jo’anna‘ im Songtitel bezieht sich nicht auf eine Frau, sondern auf die südafrikanische Metropole Johannesburg.

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2][3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1981 Can’t Get Enough DE41
(12 Wo.)DE
UK39
(6 Wo.)UK
1982 Killer on the Rampage DE11
(23 Wo.)DE
AT16
(2 Wo.)AT
UK7
Silber
Silber

(23 Wo.)UK
US10
Gold
Gold

(30 Wo.)US
1984 Going for Broke DE48
(7 Wo.)DE
US64
(17 Wo.)US
1988 File Under Rock DE48
(10 Wo.)DE
1992 Paintings of the Soul CH33
(1 Wo.)CH

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Weitere Alben

  • 1975: Eddy Grant
  • 1977: Message Man
  • 1979: Walking on Sunshine
  • 1980: My Turn to Love You
  • 1980: Love in Exile
  • 1981: Live at Notting Hill
  • 1985: Born Tuff
  • 1990: Barefoot Soldier
  • 1993: Soca Baptism
  • 1997: I Don’t Wanna Dance
  • 2000: Hearts and Diamonds
  • 2001: The Best of Eddy Grant
  • 2001: Hearts & Diamonds
  • 2006: Reparation
  • 2008: Lost & Found
  • 2017: Plaisance
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1984 All the Hits – The Killer at His Best UK23
Gold
Gold

(10 Wo.)UK
1989 Walking on Sunshine – The Very Best of Eddy Grant DE22
(11 Wo.)DE
UK20
Silber
Silber

(8 Wo.)UK
2001 The Greatest Hits DE78
(2 Wo.)DE
AT19
(11 Wo.)AT
CH69
(2 Wo.)CH
UK3
Platin
Platin

(16 Wo.)UK
2001 Greatest Hits Collection UK94
(1 Wo.)UK
2008 The Very Best Of – Road to Reparation UK14
Silber
Silber

(7 Wo.)UK

Weitere Kompilationen

  • 1981: Eddy Grant (2 LPs)
  • 1993: Essential – The Very Best of …
  • 1995: The Best of Eddy Grant
  • 1996: Greatest Hits
  • 1997: The Best Of
  • 1998: The Complete Collection
  • 1999: Greatest Hits Collection
  • 1999: Grant’s Greatest
  • 1999: Hits from the Frontline
  • 2004: Baby Come Back: The Best of Eddy Grant
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1979 Living on the Front Line
Walking on Sunshine
UK11
(15 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Mai 1979
1980 Do You Feel My Love
Can’t Get Enough
DE12
(28 Wo.)DE
CH3
(8 Wo.)CH
UK8
Silber
Silber

(11 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: November 1980
1981 Can’t Get Enough of You
Can’t Get Enough
DE22
(17 Wo.)DE
CH12
(4 Wo.)CH
UK13
(10 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: März 1981
I Love You, Yes, I Love You
Can’t Get Enough
DE58
(8 Wo.)DE
UK37
(6 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juli 1981
1982 I Don’t Wanna Dance
Killer on the Rampage
DE7
(25 Wo.)DE
AT2
(16 Wo.)AT
CH1
(9 Wo.)CH
UK1
Gold
Gold

(16 Wo.)UK
US53
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: September 1982
1983 Electric Avenue
Killer on the Rampage
DE9
(18 Wo.)DE
AT6
(10 Wo.)AT
CH6
(6 Wo.)CH
UK2
Silber
Silber

(9 Wo.)UK
US2
Platin
Platin

(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Januar 1983
War Party
Killer on the Rampage
DE47
(8 Wo.)DE
CH11
(3 Wo.)CH
UK42
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: April 1983
Till I Can’t Take Love No More
Going for Broke
DE26
(10 Wo.)DE
CH14
(8 Wo.)CH
UK42
(7 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1983
1984 Romancing the Stone
Going for Broke
DE42
(10 Wo.)DE
UK52
(5 Wo.)UK
US26
(17 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 1984
Boys in the Street
Going for Broke
UK78
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1984
1985 Baby Come Back
Born Tuff
DE58
(4 Wo.)DE
CH26
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: Februar 1985
1988 Gimme Hope Jo’anna
File Under Rock
DE4
(23 Wo.)DE
AT2
(18 Wo.)AT
CH2
(18 Wo.)CH
UK7
(12 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Januar 1988
Harmless Piece of Fun
File Under Rock
UK90
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: April 1988
Put a Hold on It
File Under Rock
UK79
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1988
1989 Walking on Sunshine
Walking on Sunshine – The Very Best of Eddy Grant
UK57
(5 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Mai 1989
2001 Electric Avenue (Ringbang Remix)
The Greatest Hits
DE68
(3 Wo.)DE
AT56
(4 Wo.)AT
CH100
(1 Wo.)CH
UK5
(12 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juni 2001

Weitere Singles

  • 1970: Baby Don’t Let Me Down
  • 1974: My Queen Tonight
  • 1975: Hello Africa
  • 1975: Nobody’s Got Time
  • 1977: Say I Love You
  • 1978: Child
  • 1978: Walking on Sunshine
  • 1978: Love
  • 1980: My Turn to Love You
  • 1980: Preachin’ Genocide
  • 1981: Hello Africa
  • 1981: Time to Let Go
  • 1982: Niño Jamaicano
  • 1984: Dance Party
  • 1988: Grant-Mix
  • 1990: Restless World
  • 1992: Paco & Ramone
  • 1992: Welcome to La Tigre
  • 1993: Ra-Ti-Ray
  • 2002: Queen of My Heart & Soul

Auszeichnungen für Musikverkäufe

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Silberne Schallplatte

  • Frankreich Frankreich
    • 1988: für die Single Gimme Hope Jo’anna

Goldene Schallplatte

  • Spanien Spanien
    • 1988: für das Album File Under Rock

Platin-Schallplatte

  • Kanada Kanada
    • 1983: für die Single Electric Avenue
    • 1983: für das Album Killer on the Rampage
  • Neuseeland Neuseeland
    • 2001: für das Album The Greatest Hits

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
Silber Gold Platin Ver­käu­fe Quel­len
 Frankreich (SNEP) Silber10! G0! P250.000infodisc.fr
 Kanada (MC)0! S0! G 2× Platin2200.000musiccanada.com
 Neuseeland (RMNZ)0! S0! G Platin115.000nztop40.co.nz
 Spanien (Promusicae)0! S Gold10! P50.000Sólo éxitos: año a año, 1959–2002
 Vereinigte Staaten (RIAA)0! S Gold1 Platin11.500.000riaa.com
 Vereinigtes Königreich (BPI) 5× Silber5 2× Gold2 Platin11.580.000bpi.co.uk
Insgesamt  6× Silber6  4× Gold4  5× Platin5
Commons: Eddy Grant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Musikbeispiele

Einzelnachweise

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  1. 80s80s: Eddy Grant beendet seinen Streit mit den Gorillaz. Abgerufen am 13. Dezember 2023.
  2. a b c Chartquellen: Singles Alben UK US
  3. US-Alben: Joel Whitburn: Joel Whitburn’s Top Pop Singles 1955–2006. Billboard Books, New York 2006, ISBN 0-89820-172-1.