Friedensbewegung / Antimilitarismus
Beiträge
FORVM, No. 184/I

Warum das Bundesheer aufgelöst wurde

Die Rede Außenminister Waldheims vor der UNO*
April
1969

Hohes Haus! Ich darf Sie hier mit der demonstrativen Geste eines kleinen Landes vertraut machen. Demonstrativ, weil sie die tatsächlichen Machtverhältnisse in der Welt keineswegs verändert. Trotzdem glauben wir an die Sinnhaftigkeit unseres Tuns. Österreich ist der Rest einer einmal (…)

FORVM, No. 192

Für ein Volksbegehren zur Abschaffung des BH

Ein persönlicher Vorschlag zur Diskussion
Dezember
1969

W. D., unser Freund und Mitherausgeber, läuft immer weit voraus. Ich bin dafür. — G. N. In bin für ein Volksbegehren ın Österreich. Es geht dabei um die Abschaffung des österreichischen Bundesheeres. Hiefür stehen keineswegs Steuergelder zur Propaganda zur Verfügung, wie den Befürwortern des (…)

FORVM, No. 195/I

BH-Volksbegehren, Begründung

März
1970

Die Wahlzeit mußte genutzt werden. Denn in ihr gab es gewaltige, unsere Erwartung weit übertreffende Publizität für das BH-Volksbegehren, unentbehrlicher Vorspann für unsere sehr schwachen eigenen Kräfte (vgl. die Dokumentation der Pressestimmen und Schlagzeilen in diesem und dem vorigen Heft). (…)

FORVM, No. 198/I

Organisierter Unfrieden

Juni
1970

I. Angesichts der Tatsache, daß das Wort Frieden jahrelang als kommunistische Vokabel diffamiert worden ist, ist allein schon dies: daß man die Notwendigkeit entdeckt hat, sich mit Frieden systematisch und wissenschaftlich zu beschäftigen, ein Fortschritt. Allerdings ist die Gefahr zu (…)

FORVM, No. 198/I

Don Quijote reitet wieder

Notizen zu Nennings Volksbegehren
Juni
1970

I. Beginnen wir gleich mit dem Text des Gesetzentwurfes. Die Firma läuft unter dem Markennamen „Das Bundesheer wird aufgelöst“ (Paragraph 1 Abs. 1). Absatz 2 und 3 widerlegen diese Behauptung insofern, als lediglich eine Umformung des Bundesheeres (BH) in eine „Neutralitätsschutztruppe“ (NST) (…)

FORVM, No. 331/332

Kiegsamis und Friedensruskis

Juli
1981

Das ist nicht neu. Beflissene Redner und Schreiber unterstellen denjenigen, die zunehmend Skepsis, ja Angst vor der atomaren Nachrüstung haben, Moskaublindheit. Und umgekehrt wird denjenigen, die die Stationierung von Mittelstreckenraketen und weitere Drehung der Rüstungsspirale durch (…)

FORVM, No. 337/338

Durchsuchung, Bewegung, Spaltung

Deutschland im Herbst
Februar
1982

Mit dem Intercity durch 25 Städte. Der Intercity, das ist eine eigene Kultur, eine segregierte: Geschäftsmänner reisen darin, aufgereiht wie im Flugzeug. Manchmal betrinkt sich einer und muß vom Zugpersonal auf den Bahnsteig gehoben werden, wenn er angekommen ist, routiniert und ohne Aufhebens. (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 23

ALW zur Gewaltfrage

August
1983

Die installierte Gewalt zieht eine Gegengewalt nach sich: Die Revolte der Unterdrückten oder der Jugend, die entschlossen für eine gerechtere und bessere Welt kämpft. Wenn der Protest gegen die Ungerechtigkeit auf die Straße kommt, dann glauben die Autoritäten, das Recht und die Pflicht zu (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 24

Leben in Frieden = Friede mit der Natur

Interview mit Roland Jahn
Oktober
1983

Roland Jahn wurde 1953 in Jena (DDR) geboren (Vater: wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Zeiss, Mutter: Buchhalterin), wo er auch die „Johannes R. Becher“-Oberschule besuchte. Nach Ableistung seines Militärdienstes 1972 bis 1974 begann er im Herbst 1975 das Studium der Wirtschaftswissenschaften (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 25

AL Tirol und der Frieden

November
1983

FRIEDENSBEWEGUNG — Die Alternative Liste Tirol unterzeichnet den Linzer Appell, den Friedensappell der Österreichischen Bischöfe und den Aufruf zur Friedensdemonstration am 22. Oktober 1983 in Wien. Die ALT steht nicht unkritisch zu den drei Appellen: Das Bundesprogramm der Alternativen (…)

FORVM, No. 361/363

Der Tatort

März
1984

I. Am 12. Februar 1984 sind österreichische Rekruten vor dem Gemeindehaus »Karl Marx-Hof« vereidigt worden. Das bescheidene Pfeifkonzert, das sich während dieser Zeremonie erhoben hat, ist nicht etwa nur berechtigt gewesen, sondern, wie chaotenhaft das auch klingen mag, viel zu brav. Denn die (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 38
Militarismus-Kritik:

Horst Stowasser geht 35 Tage ins »Häfn«

April
1985

Horst Stowasser, bundesdeutscher Anarchist und Mitarbeiter dieser Zeitung, wird demnächst eine 35-tägige Gefängnisstrafe antreten. Der Grund: in einem Kommentar hatte er geschrieben, eine Armee sei »organisierte Gewalt«, das Handwerk des Soldaten bestehe, im »Töten anderer Menschen« und ein (…)

MOZ, Nummer 46
Bertha von Suttners „Die Waffen nieder!“

Pazifistischer Agitprop

November
1989

Da aus jedem Schüler ein Vaterlandsverteidiger herausgebildet werden soll, so muß doch schon des Kindes Begeisterung für diese seine erste Bürgerpflicht geweckt werden; man muß seinen Geist abhärten gegen den natürlichen Abscheu, den die Schrecken des Krieges hervorrufen könnten, indem man von (…)

Context XXI, Robert Zöchling
Ausgegraben:

Das Volksbegehren gegen das Bundesheer

Dezember
1989

Seit der Schweizer Armee-Abstimmung ist auch das österreichische Heer wieder ins Gerede gekommen. Einige denken bereits laut über ein Volksbegehren nach. Eine Diskussionsgrundlage wäre bereits vorhanden: das BH-Volksbegehren aus dem Jahr 1970. Ein Drittel der ÖsterreicherInnen ist für die (…)

MOZ, Nummer 50
Antimilitarismus:

Chronologie des Widerstands

März
1990

1945: Die allgemeine Stimmung gegen Krieg und Militarismus ist wahlkampffähig — Ferdinand Graf, der ehemalige Heimwehrführer und spätere ÖVP-Verteidigungsminister, meint: „Und heute sieht man schon wieder Uniformen. Wir Österreicher haben mehr als genug davon.“ 1947/48: Beginn der (…)

MOZ, Nummer 56

Maßnahmen gegen Gewalt

Oktober
1990

Die Werbekampagne des österreichischen Bundesheeres unter dem Motto „In der Erde herrscht Krieg“ mutet angesichts der westlichen Kriegshetze skurril an. Die Frauen der Grünen Alternative nehmen die zur Imageaufbesserung des Heeres gedachte Plakat- und Inseratenaktion nun zum Anlaß, eine weitere (…)

MOZ, Nummer 56

Zivildienersolidaritätsfest

Oktober
1990

Die Gruppe „Zivildiener für Zivildiener“ veranstaltet am 11. Oktober 1990 im WUK ein Fest für alle, die sich nicht so ohne weiteres zu „Hilfsschackln der Militärs“ degradieren lassen wollen. Durch die letzte Novellierung des Zivildienstgesetzes (1988) wurde sein Charakter endgültig vom (…)

Context XXI, ZOOM 2/1996

Wahrnehmungsprobleme

März
1996

Die Wahrnehmung ist eine komplizierte Sache, die Er­kenntnis gleich noch komplizierter. Bevor im „Truppen­dienst“ die LeserInnen daher mit Erkenntnistheorie überfor­dert werden, beschränkt sich der Autor lieber auf die „Wahr­nehmung von psychisch rele­vanten Tatsachen“, da dabei die größten (…)

Context XXI, ZOOM 3/1996

Kein Privat-Vergnügen

Juni
1996

Die Öffnung des Bundesheeres für Frauen kann nur im Zusammenhang mit Militarismus und Sicherheitspolitik diskutiert werden. Frauen ins Heer? Hier handelt es sich um eine politische Entscheidung, die gefällt wird, und nicht um das Privatvergnügen einzelner Frauen, die ihr wahres Berufsziel als (…)

Context XXI, ZOOM 6/1996

Friedensprozeß statt Frieden

Oktober
1996

Uri Avnery war Abgeordneter der Knesseth, friedenspolitischer Berater verschiedener Regierungspolitiker (u.a. auch von Bruno Kreisky). Heute ist er prominenter Aktivist der israelischen Friedensbewegung, Publizist und Journalist in Tel Aviv. ZOOM: Wie sehen Sie die Chancen für den (…)

Context XXI, ZOOM 6/1996

Militärische Notwendigkeiten

Oktober
1996

Noch dieses Jahr muß ein neues Zivildienstgesetz beschlossen werden. Der Beamtenentwurf zu einer Gesetzesnovelle liegt nun vor. Die Arbeitsgemeinschaft für Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit kritisiert die vom Innenministerium vorgelegten Vorschläge, da sie die Schlechterstellung der (…)

Context XXI, ZOOM 7/1996

Zuvieldienstgesetz beschlossen

Dezember
1996

Der Zivildienst wird auf zwölf Monate verlängert, das Aufschubrecht praktisch abgeschafft, das restriktive Antragsrecht drängt Gewissensverweigerer in die Kriminalität und verletzt außerdem den Gleicheitsgrundsatz der Verfassung. Umwelt-, Friedens- und Jugendorganisationen sind weiterhin keine (…)

Context XXI, ZOOM 6/1997

Europäisches Netzwerk gegen Atomwaffen gegründet

Nichtregierungsorganisationen fordern ein atomwaffenfreies Europa
Oktober
1997

Vertreter von Nichtregierungsorganisationen aus 15 europäischen Ländern haben am 15. Juni 1997 im österreichischen Schlaining ein europäisches Netzwerk zur Abschaffung der Atomwaffen gegründet. Zum Abschluß einer internationalen Konferenz stellten die Veranstalter das „Schlaininger Manifest“ (…)

Context XXI, ZOOM 7/1997

Der Militärstaat im Hintergrund

November
1997

Seit drei Jahren besteht die antimilitaristische Gruppe SERPAJ – OCA (Servicio Paz y Justicia – Objecion de Conciencia) in Ecuador. Einer ihrer Begründer, der 26jährige Jurist Vinicio Jiménez, war vom 17. September bis 9. Oktober in Österreich, um in Vorträgen und Diskussionen über die Situation (…)

Context XXI, ZOOM 7/1997
Begegnung der anderen Art

NATO-Gegner treffen im Gebirge auf den Pandur

oder: Pandur und die Büchse der Pandora
November
1997

Es war einmal: Nationalfeiertag 1997. Von den militärischen Eliten wurde er in einen „Festtag des Bundesheeres“ umbenannt, gleichsam nach dem umgewandelten Motto: Die Neutralität ist tot, es lebe das Militär! Wenn sich heimische Tourismusgemeinden trendig als Erlebnisgemeinden und für (…)

Context XXI, ZOOM 1/1998

Fristenregelung gefährdet Grundrecht auf Wehrdienstverweigerung

März
1998

Die Antragsfristen des Zivildienstgesetzes sind derart kompliziert, daß sie kaum zu durchschauen sind, zumal das Gesetz in den letzten Jahren ständig geändert wurde. Dies hat zu zahlreichen Verfahren vor den Höchstgerichten geführt. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hält in einer Entscheidung (…)

Context XXI, ZOOM 2/1998
Spanien:

Neue Strategien gegen das Militär

Mai
1998

Die spanische Bewegung der Wehrdienstverwei­gerer aus Gewissensgründen (MOC) verfolgt seit März vergangenen Jahres eine neue Strategie gegenüber dem Militär. Neue Strategi­en sind vor allem durch die Umbildung des spanischen Militärs zu einer Berufsar­mee ab 1. Jänner 2003 not­wendig. Ziel ist (…)

Context XXI, ZOOM 2/1998

„Plop“: GSoA will heilige Kuh erneut schlachten

Mai
1998

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) startete am 17. März zwei neue Gesetzesinitiativen, die einer Volksabstimmung unterzogen werden sollen. Die erste dient der Errichtung ei­nes freiwilligen Zivilen Frie­densdienstes. Die Freiwilligen, Frauen und Männer, sollen sich für die Einhaltung (…)

Context XXI, ZOOM 2/1998

Kriegsdienstverweigerer in Belgrad in Haft

Mai
1998

Pavle Bozic, ein religös mo­tivierter Kriegsdienstver­weigerer aus einem Dorf na­he bei Belgrad, wurde am 23. Februar von einem Militär­gericht in Belgrad wegen Ver­weigerung militärischer Be­fehle zu einem Jahr Gefäng­nis verurteilt. Er war 1993 bereits aufgrund des gleichen Vorwurfs neun (…)

Context XXI, ZOOM 4/1998

Neutralität oder NATO oder ...?

Kritische Anmerkungen zum Handbuch von Klaus Heidegger und Peter Steyrer
Oktober
1998

Mit dem Band von Klaus Heidegger und Peter Steyrer liegt der bisher fundierteste und umfassendste Beitrag aus dem NATO-kritischen Spektrum zu dem Thema „Österreich und die NATO“ vor. Besonders gut dargestellt ist dort die Rolle des Verteidigungsministeriums und der Militärs beim Einpeitschen der (…)

Context XXI, ZOOM 2/1999

Stoppt den Krieg!

Aufruf zu antimilitaristischen Aktionen gegen den Krieg in Jugoslawien
März
1999

Nach mehreren Wochen Bombardements und Vertreibungen ist ein Ende des Krieges noch lange nicht absehbar. Und während woanders, in Rom beispielsweise (und dort mit sichtbarem Einfluß auf die Position der Regierung), Zehntausende auf die Straßen gehen, um aus einer klaren antimilitaristischen (…)

Context XXI, ZOOM 2/1999

Briefe aus Budapest

März
1999

6. April 1999 Tausende von Leuten aus Serbien sind bereits nach Ungarn gekommen, auch einige unserer Freunde. Frauen, Kinder, Ältere und einige Männer, die vor der Intervention kamen. Die Grenze wurde vor zwei Wochen für alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren geschlossen. Der Umfang der (…)

Context XXI, ZOOM 2/1999

Für eine neue Friedensbewegung

März
1999

Die USA, ihre Verbündeten und die ihnen untergeordneten Staaten haben die internationale Lage durch ihren Angriffskrieg gegen Jugoslawien entscheidend verändert. Es liegt aber nicht allein an den USA, ob die Vereinten Nationen nun zu einer Institution ähnlich dem Völkerbund nach der japanischen (…)

Context XXI, Heft 1-2/1999
Antimilitarismus in Lateinamerika

Kreativität gegen Militärs

Juni
1999

„Ya basta! Es reicht!“ sagen nicht nur die Zapatistas im Urwald von Chiapas, sondern auch die Aktivistinnen des lateinamerikanischen Netzwerks für Kriegsdienstverweigerung, die den Militärs mit bunten, kraftvollen Aktionen gegenübertreten. Wir sprachen mit zwei Vertretern dieser Bewegung - (…)

Context XXI, Heft 3/1999

Antimilitarismus in Großdeutschland

September
1999

Die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär ist eine der wichtigsten antimilitaristischen Organisationen in Berlin. Internationale Aufmerksamkeit erregte sie zuletzt durch die von ihr mitorganisierten Störaktionen beim Öffentlichen Gelöbnis der Bundeswehr am 20. Juli in Berlin. (…)

Context XXI, Radiosendungen 1999

Antimilitarismus heute und der Krieg von morgen

Oktober
1999

Der nachstehende Text ist nicht das wörtliche Transkript der Radiosendung, sondern die bearbeitete Wiedergabe des Interviews in Context XXI 3/1999. Die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär ist eine der wichtigsten antimilitaristischen Organisationen in Berlin. Internationale (…)

Context XXI, Heft 4-5/1999

Aktionstage gegen Abschiebung

November
1999

Durch ein Straßentheater sahen sich am 10. und 14. Oktober die Menschen in der Wiener Innenstadt mit dem rechtsstaatlichen Mittel der zwangsweisen Abschie­bung konfrontiert. Menschen werden durch Gesetze für il­legal erklärt. Menschen kom­men ins Gefängnis, weil ih­nen der Aufenthalt in (…)

Context XXI, Heft 6/1999

Spendensammlung für europäische Sicherheit

Kunstaktion bei der Waffenschau am Wiener Heldenplatz
Dezember
1999

Alle Jahre wieder organi­siert das Bundesheer am 26. Oktober ein Happening mit Waffenschau am Wiener Heldenplatz. Die Plattform „Zur Neubewertung ...” betei­ligte sich an dieser Veranstal­tung. 25 AktivistInnen be­suchten in kleinen Gruppen das Militärspektakel und ba­ten die BesucherInnen der (…)

Context XXI, Heft 1/2000

Haus für Deserteure aus Jugoslawien in Budapest

Februar
2000

Die Idee für das Projekt entstand im Mai 1999 unter Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern aus Jugoslawien, die in Ungarn Zuflucht gesucht haben. Das Haus für Deserteure steht nicht nur Kriegsdienstver­weigerern serbischer Herkunft als Anlaufstelle zur Ver­fügung, sondern zum Beispiel auch (…)

Context XXI, Heft 1/2000

ARGE bietet antimilitaristische Schulstunden an

Februar
2000

Die ARGE für Wehr­dienstverweigerung und Gewaltfreiheit organisiert in Zusammenarbeit mit dem In­ternationalen Versöhnungs­bund und den Österreichi­schen Friedensdiensten anti­militaristische Unterricht­seinheiten an Schulen. Um verstärkt Jugendliche zu erreichen, starten wir ein Angebot für (…)

radiX, Flugblätter

Gewaltlosigkeit oder Legalismus?

Februar
2000

Der teilweise falschen und manipulativen Darstellung der Ereignisse der letzten Tage – insbesondere der Auseinandersetzungen vom Freitag, den 4.2. — in den österreichischen Medien, scheinen nun auch einige GegnerInnen des neuen Regimes aufgesessen zu sein. Dabei waren die Informationen der (…)

Context XXI, Heft 1/2000

Antimilitarismus in der Türkei

Februar
2000

Der türkische Staat führt seit 15 Jahren Krieg. Die Friedensarbeit gestaltet sich dementsprechend schwierig. Zwei Ereignisse haben die Türkei in diesem Jahr nachhaltig erschüttert: die Entführung und Verhaftung von Abdullah Öcalan und das Erdbeben von Ismit. Der Prozeß gegen Öcalan und seine (…)

radiX, Aussendungen

Wehrmachtsausstellung voll rehabilitiert — bald wieder auf Tour!

November
2000

Eine internationale Historikerkommission hat nach der intensivsten Prüfung, die je eine zeitgeschichtliche Ausstellung über sich ergehen lassen mußte, festgestellt, daß weniger als 20 von 1.433 Bildern der Ausstellung problematisch oder unrichtig betitelt wurden. GegnerInnen der Ausstellung (…)

Context XXI, Heft 3-4/2001

Das Bundesheer rüstet für das WEF-Treffen in Salzburg, wir rüsten ab!

Juli
2001

Wie jedes Jahr wird auch heuer wieder der Gipfel des World Economic Forums in Salzburg stattfinden. World Economic Forum bezeichnet den weltweiten Zusammenschluß der global leaders, der reichsten und mächtigsten Wirtschaftsträger, unter ihnen befinden sich Konzerne wie Siemens oder Nestlé, sie (…)

Context XXI, Heft 6/2001

Friedenskundgebungen Nein zum Krieg!

November
2001

Das Bundesheer präsentiert traditionell am 26. Oktober sein Arsenal am Heldenplatz und an anderen Orten in Österreich. Kinderspielplatz und die Inszenierung von Krieg als Abenteuer suggerieren das „lustvolle Töten“. In diesen Tagen ist aber durch Bombenkrieg, Flucht und Hungerelend das Sterben (…)

Context XXI, Editoriales

Geschichte der Zeitschrift

Aus dem Web-Impressum, Stand: 2001
Dezember
2001

Häufige Titeländerungen gehören ebenso zur 20-jährigen Geschichte dieses Blattes wie thematische und betriebliche Expansionen / Kontraktionen.

Context XXI, Heft 2/2002

26 Jahre: Von Zivildienst bis Context XXI

Mai
2002

Bereits ein Jahr vor Gründung der Arge Zivildienst erschien im Mai 1976 die erste Ausgabe der Zeitschrift Zivildienst. Nach sechs Jahren erfolgte die erste Umbenennung in Gewaltfreier Widerstand und 1989 die erste Fusionierung mit dem Friedolin, der Zeitschrift der Grazer Arge für Zivildienst (…)

Context XXI, Heft 2/2002

(Keine) Bilder einer Ausstellung

Mai
2002

Der alte Mann läuft aufgebracht die Wendeltreppe des Semperdepots hinunter. „So ein Blödsinn, so ein Blödsinn, was die zeigen“, ruft er uns zu. - Ein Rundgang in der neuen Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944“. Liegen Wendeltreppe, Kassa und (…)

Context XXI, Heft 2/2002
Wessen Frieden?

„Die Friedensbewegung auf der palästinensischen Seite ist geführt von Yassir Arafat“

Uri Avnery im Gespräch
Mai
2002

Die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten, aber auch die deutliche Zunahme antisemitischer Anschläge und Übergriffe weltweit, hat auch in der Redaktion von Context XXI zu Diskussionen geführt. Wir wollen dabei nicht in die aufgeregte Kriegsberichterstattung bürgerlicher und linker Medien (…)

Context XXI, Heft 3-4/2002

„Es gibt eine Grenze!“

Interview mit Dan Tamir
Juni
2002

Dan Tamir ist Offizier der israelischen Armee und Mitarbeiter der israelischen Friedensbewegung Yesh Gvul, die 1982 im Zuge der Libanon-Invasion entstanden ist um Soldaten zu unterstützen, die repressive Befehle gegen Zivilisten verweigern. Damals wurden 168 Dienstpflichtige inhaftiert. Seit dem (…)

Context XXI, Heft 7/2002

Personenkomitee „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz“

Dezember
2002

Nach 1945 schwiegen sie, mussten sie schweigen. Nun haben sich einige der wenigen noch lebenden Wehrmachtsdeserteure zu einem Personenkomitee zusammengeschlossen, um von der Republik späte Gerechtigkeit einzufordern: “Es ist untragbar: Während ehemalige Nationalsozialisten rasch in die Zweite (…)

Grundrisse, Texte außerhalb der Grundrisse

Über Kämpfe und Ängste

Soziale Bewegungen in Süditalien
März
2003

Obwohl nach Ende der unmittelbaren Kampfhandlungen im Irak auch italienische Truppen zum Einsatz kamen, flaute die millionenstarke Antikriegsbewegung in Italien ziemlich rasch ab. Dies ist kaum verwunderlich, sind doch die alten und zunehmend auch neuen AktivistInnen der Bewegung meist noch in (…)

Café Critique, Jahr 2003

Der Irak und der Krieg

März
2003

Einladungstext zu der Veranstaltung „Die Ideologie des Baath-Regimes, die Friedensbewegung und das Massaker von Halabja“ mit Thomas von der Osten-Sacken im Jüdischen Gemeindezentrum im März 2003 Die baathistische Herrschaft im Irak ist am ehesten als ein panarabischer Faschismus unter (…)

radiX, Aussendungen

Antisemitischer Angriff durch FriedensdemonstrantInnen in Frankreich

März
2003

Am Samstag wurde auf einer Friedensdemonstration in Frankreich Yoni Odona, ein israelischer Teenager der im Rahmen einer Jugendreise der linkszionistischen Jugendbewegung HaShomer HaZair nach Frankreich gereist war, von anderen FriedensdemonstrantInnen schwer verprügelt. Er erlitt einen Schock (…)

Context XXI, Heft 2-3/2003

Warum ich auf keine Friedensdemo ging

Mai
2003

Dieser und die zwei folgenden kurzen Artikel sind persönliche Blitzlichter auf die Friedensbewegung insbesondere in Österreich bzw. in Deutschland, die an Diskussionen, die innerhalb der Redaktion geführt wurden, anknüpfen. Sie stehen also zueinander in — wie zu lesen ist — streitbarer (…)

Context XXI, Heft 2-3/2003

Fähnchen im Kopf

Mai
2003

Wir erleben es in rascher Abfolge, das politische Weltgeschehen hält Ent­scheidungen für uns parat, wir sollen Angebote affirmieren: kauft Frieden Leu­te, bejaht den Krieg! Wir sollen uns daran gewöhnen, für oder gegen etwas zu sein, Niederlagen machen uns nicht klüger, zum mit­spielen sind wir (…)

Context XXI, Heft 4-5/2003

Dort, wo man Fahnen verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen

August
2003

Markus Kemmerling brachte es auf den Punkt: „In einem Land, in welchem nicht nur vereinzel­te Rechtsextreme mit Befrei­ung den Abzug US-amerika­nischer Truppen assoziieren, kann es niemanden ernsthaft überraschen, wenn im Groß­deutschen und Antijüdischen fußende Ressentiments durchbrechen, (…)

Context XXI, Heft 4-5/2003

Auschwitz ist die Antwort

Anmerkungen zur Friedensbewegung
August
2003

Dass die Friedensbewe­gung weniger eine Be­wegung des Friedens als viel mehr eine Manifestation des „massenhaften Antiamerika­nismus“ — „eng verwoben mit Antisemitismus“ — war und ist, hat Heribert Schiedel in seinem Beitrag „Warum ich auf keine Friedensdemo ging“ differenziert ausgeführt und (…)

Context XXI, Heft 4-5/2003

Frieden oder Appeasement?

Die Friedensbewegung verteidigte alles andere als Frieden
August
2003

Die Kommentare zur Friedensbewegung und Positionierung der Linken im Irakkrieg, wie sie in der letzten Nummer von Context XXI erschienen sind, sagen vieles zur Situa­tion der österreichi­schen Linken, aber wenig zur Situation im Irak. Die Friedensbewegung hierzulande verteidigte einen Frieden, (…)

Café Critique, Jahr 2003

Pace non c’è senza liberazione!*

Reclaim The Rainbow!
August
2003

Eine Intervention zum Christopher Street Day 2003. Im Frühjahr hingen Regenbogenfahnen aus Fenstern und von Balkonen. ’So viel Bekenntnisdrang, da wird mir ganz schwummrig!’, werden all jene gedacht haben, die sich, wie auch immer, zur queer community rechnen. Aber die Fahne sah genauer (…)

Grundrisse, Nummer 7
Wolf Wetzel:

Krieg ist Frieden

September
2003

Münster: Unrast Verlag 2002, 14 Euro, 228 Seiten (Zahlen in runden Klammern beziehen sich auf die Seiten dieses Buches) „Nie wieder Auschwitz – Nie wieder Krieg“ diese Parole galt jahrzehntelang als fester Konsens der westdeutschen Linken. Wolf Wetzel zeigt nun in seinem Buch „Krieg ist (…)

Context XXI, Heft 2-3/2004

Psychopathologie des Friedens

Der deutsche Pazifismus gegen die USA
März
2004

Nachdem alle Ge­schichtsphilosophien sich im letzten Jahr­hundert verraten ha­ben, ist nur der Glau­be an die emotionale Macht der Geschichte übrig geblieben. Editorial von Ästhetik & Kommunikation. Ge­schichtsgefühl, Winter 2003 Wir haben uns auf den Weg gemacht, auf unseren deutschen (…)

Context XXI, Heft 2-3/2004

Hallo, Leute von der Context XXI!

März
2004

Dieses Schreiben richtet sich an alle, die die Zeitschrift mitgestalten und sich verantwortlich fühlen. Die Arge Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung möchte ihre Zusammenarbeit mit der Context XXI beenden, und zwar auf allen Ebenen: keine MitherausgeberInnenschaft (…)

Context XXI, Heft 2-3/2004

Hallo, Leute von der Arge Wehrdienstverweigerung!

März
2004

Dieses Schreiben richtet sich an alle, die in der Arge tätig sind und sich verantwortlich fühlen. Die Redaktion Context XXI ist über die Trennung von der Arge nicht unglücklich. Längst schon hat es inhaltliche Differenzen gegeben, die jetzige Trennung ist nur mehr eine formale Angelegenheit. (…)

Café Critique, Jahr 2006

Die Mörder und der Ruf nach Frieden

August
2006

„Es ist Krieg und alle wollen mitmachen.“ So beginnt Thomas Schmidinger seinen Kommentar zur Situation im Nahen Osten in dieser Zeitung am 1. August. Doch tatsächlich ist Krieg und alle wollen Frieden — einen Frieden, der es der Hisbollah ermöglichen würde, ihre Kräfte erneut zu sammeln um den (…)

Café Critique, Jahr 2009

Das Leid in Gaza und der Ruf nach Frieden

Januar
2009

Haben Palästinenser und Palästinenserinnen Glück im Unglück und leben im Westjordanland, so haben sie mit einer korrupten Autonomiebehörde zu tun, die sich seit Jahrzehnten als unfähig erweist, mit den Milliarden Dollar und Euros, die aus aller Welt an sie fließen, etwas Vernünftigeres (…)

Grundrisse, Nummer 30

Gegen die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Pınar Selek*

Dose
Juni
2009

Wieder einmal ist in der Türkei eine Kampagne für die feministische Soziologin Pınar Selek angelaufen, die letzte Kampagne fand im Jahr 2006 statt. Anlass der Kampagne ist, dass das seit nunmehr 11 Jahren laufende Verfahren wiedereinmal aufgenommen wurde. Die Vorgeschichte ist eine Explosion (…)

Café Critique, Jahr 2017

Krieg & Frieden

Pazifismus und der kategorische Imperativ nach Auschwitz
April
2017

Diskussion mit Stephan Grigat u.a.

FORVM, WWW-Ausgabe

Nah und fern Günther Nenning

Später Nachruf ohne Kollegenrabatt
September
2020

Gesprochen an der Tagung „Günther Nenning — Journalist, Schriftsteller und politischer Querdenker“ am 20. Oktober 2018, veranstaltet vom Kulturausschuss der Gemeinde Weidring, wo G.N. zuletzt gelebt und der er seine Bibliothek vermacht hatte. Um diese mit Leben zu erfüllen, veranstaltet Helmut (…)

Streifzüge, Heft 84

Eine radikale Friedens­bewegung ist nötiger denn je

März
2022

Der Ukraine droht ein ähnliches Schreckens­szenario wie Syrien – und der Welt vielleicht ein Atomkrieg. Mag der Kriegsverlauf für Russlands Armee bislang auch ein Desaster sein, so hat der Kreml doch einen günstigen strategischen Zeitpunkt für die Invasion der Ukraine gewählt. Dies legen (…)

FORVM, Zur Zeitgeschichte der Zukunft

Je länger der Krieg andauert, desto wichtiger wird die Propaganda

Die „Wohlmeinenden“ auf dem Kriegspfad
Mai
2022

Preprint seines Editorials zur „Zwischenwelt“ Nr. l/22 Zeitschrift der Theodor Kramer Gesellschaft Erscheint Anfang Juni Der Vernichtungskrieg, den das Terrorregime der Russischen Föderation gegen die Republik Ukraine führt, die Vergewaltigungen, die Verwüstung und Plünderung von Wohnstätten, (…)

Streifzüge, Jahrgang 2024

„Standing Together“

Juni
2024

Seit dem letzten Oktober haben in unserer von Gegensätzen zerrissenen Welt im Windschatten der Großmächte Hamas, Israel und Iran die „Vorkriegszeit“ weiter vorangebracht. Wir wollen hier statt auf diese Bedrohungen einen Blick auf ein Gegenstück, eine israelisch-palästinensische Bewegung gegen (…)