FORVM, No. 154

Verleger und Eigentümer: „Schriften zur Zeit“ Ges. m. b. H.
Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: DDr. Günther Nenning
Herausgegeben von Günther Nenning in Verbindung mit Anton Burghardt, Felix Butschek, Fritz Csoklich, F. Th. Csokor, Wilhelm Dantine, Heimito Doderer, Milo Dor, Felix Ermacora, Anton Fellner, Fritz Fellner, Gerhard Fritsch, Claus Gatterer, Rupert Gmoser, Friedrich Heer, Werner Hofmann, Alois Jalkotzy, A. Lernet-Holenia, Norbert Leser, Wolfgang Kraus, Erich Lessing, Karl Maisel, René Marcic, Hermann Mörth, Hugo Portisch, Hanns Saßmann, Joseph Simon, Paul Schärf, Kurt Skalnik, Maria Szecsi, Franz Taucher, Hans Thirring, Leopold Ungar, Alfred Verdroß, Stephan Verosta, Ernst Veselsky, Erika Weinzierl, Fritz Wotruba
Redaktion: Alexander Lernet-Holenia, René Marcic, Günther Nenning, Elisabeth Stengel
Druck: Brüder Rosenbaum, Wien V.

Signierte Beiträge drücken die Meinung ihrer Autoren aus, nicht unbedingt die des Neuen FORVM. Die „Nota Bene“-Notizen von Günther Nenning sind durch „N. B.“ gekennzeichnet.

Beiträge

Monatskalender der Weltpolitik

September 1966

558

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FORVM DES FORVMS

559

Liebe Leser, während unser Einfluß bei Einfußlosen rapide wächst, schwindet unsere Beliebtheit bei Einflußreichen noch rapider. Das Neue FORVM wurde mittels eingeschriebenen Briefes per 15. September d.J. aus seinen seit 12 Jahren innegehabten Räumen, als Untermieter im kulturellen Aktionsbereich (...)


Glossen zur Zeit

560

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Tagebuch aus Zadar

562

Am 23. September wurde Mihajlo Mihajlov, unter anderem wegen seiner im Neuen FORVM veröffentlichten Aufsätze „Warum ich schweigen muß“ (Februar 1966), „Bekenntnis zu Djilas“ (Juni/Juli 1966 ), „Fall Rankovic: Säuberung, nicht Liberalisierung“, „Brief an Marschall Tito“, „Für eine freie Stimme“ (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Deutschland, deine Ängste

564

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Hans Kelsen zum 85. Geburtstag

565

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Recht und Politik in den Vereinten Nationen

565

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Die Gestalt des Richters

569

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Struktur und Praxis der Anarchie

572

Es ist aus der Mode gekommen, sich in der Rechts- und Staatsphilosophie über Staatsformen Gedanken zu machen. Das führt zu manchen Unklarheiten und eröffnet Möglichkeiten für bedenklichen Begriffszauber im politischen Bereich. Der aus der Lehre von den Staatsformen stammende Begriff der Anarchie (...)


Streitbare und neutrale Demokratie

575

I. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, das Bonner Grundgesetz (1949), bestimmt in Art. 21 Abs. 2, daß „Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den (...)


Demokratie heißt Kontrolle

579

Es heißt: Kontrolle vollendet demokratische Republik. Dennoch stellt der beliebteste und zugkräftigste Einwand unserer Zeit sich ein: die Verfassungsgerichtsbarkeit verstoße gegen die Demokratie, vollends gegen die Volkssouveränität. Hier, so schreibt Kelsen, glaube Carl Schmitt der (...)


Der Primat des Völkerrechts

580

Den Ausdruck „Primat des Völkerrechts“ hat Hans Kelsen in seinem 1920 erschienen Werk „Das Problem der Souveränität und die Theorie des Völkerrechts“ geprägt. Er versteht darunter, daß das Völkerrecht nur dann eine Gemeinschaft gleichberechtigter Staaten konstituieren kann, wenn es nicht auf der (...)


Logik und Recht

582

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Der große Dialog

586

Waldemar von Knoeringen, Humanist, Sozialist, Bayer aus altem Adel, wird in diesem Monat 60 Jahre alt. Mitglied des Parteivorstandes der SPD, ehemaliger Parteivorsitzender in Bayern, seinerzeit Architekt einer insbesondere kulturell bedeutsam gewesenen Koalitionsregierung in Bayern, Inspirator (...)


Christlicher und marxistischer Humanismus

593

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Die Räte des Volkes

Zum 10. Jahrestag der ungarischen Revolution

596

Das erstaunlichste war, daß aus einer Volksaktion ohne Führer und ohne vorher festgelegtes Programm kein Chaos entstand und keine Anarchie. Es kamen keine Plünderungen der Läden vor, überhaupt keine Eigentumsdelikte, und dies in einem Lande, dessen niedriger Lebensstandard und großer Warenhunger (...)


Der rote Prinz

Zum 120. Geburtstag von Aloys Liechtenstein

598

Aloys Prinz Liechtenstein wurde am 18. November 1846 als Sohn des Fürsten Franz aus der zweiten Linie des Hauses Liechtenstein und der Gräfin Julie Potocka in Wien geboren. Sein Weg entsprach zunächst der bei seinen Standesgenossen üblichen Ausbildung und Laufbahn: Absolvierung des (...)


Am Beispiel Friedrich Adlers

601

Die Ermordung des Grafen Stürgkh, Hauptvertreters des österreichischen Kriegsabsolutismus, durch Dr. Friedrich Adler, Sohn des Schöpfers und Führers der österreichischen Sozialdemokratie, hat, wie kaum ein Vorgang der Innenpolitik während des Krieges, aufwühlenden Eindruck auf die Bevölkerung gemacht. (...)


Das Apriori des Sozialismus

Ein bisher ungedruckter Vortragstext

604

Im letzten Herbst des Zweiten Weltkriegs, Ende September 1944, hielt Friedrich Adler in New York eine Rede zur 80. Wiederkehr des Gründungstages der Ersten Internationale. Wir drucken den bisher unveröffentlichten Text mit Erlaubnis Frau Kathia Adlers, Zürich, aus dem Friedrich-Adler-Archiv, Wien. (...)


Atheismus und Naturrecht / Ein Streitgespräch

(II)

607

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Was bleibt vom Austromarxismus?

Zur Bilanz einer politischen Idee (III)

612

Die marxistische Romantik der austromarxistischen Sprache und Agitation wirkte intern als Ersatz- und Ausweichlösung, als Entschädigung für den ausgebliebenen gesellschaftlichen Erfolg, nach außen als scheinbare Bestätigung derer, die dem Austromarxismus immer schon bolschewistische Intentionen (...)


Eine heimliche Gruppe

Die Maler Theo Braun, Ludwig Merwart und Günther Kraus

619

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Das Inbild vom Menschen

Reflexionen über ein Werk Fritz Wotrubas

620

Immer wieder wird die Klage laut, die Kunst habe keinen allgemeingültigen Stil, sie böte ein zerrissenes, in sich widersprüchliches Bild. Es wird nicht bedacht, daß der Künstler als Mensch von seiner Umwelt abhängig ist, und zu seiner Umwelt gehört vor allem die Gesellschaft, in der er lebt. Sie (...)


Zustände

623

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Nota bene

624

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Rebell oder Revolutionär?

Zu dem nachgelassenen Roman von Joseph Roth

625

I. Joseph Roth konzipierte den erst vor kurzem veröffentlichten Roman „Der stumme Prophet“ im Jahre 1927 und fixierte während der zwei nachfolgenden Jahre seinen Inhalt im einzelnen. Er sollte jedoch nie dieses Werk endgültig abschließen, denn am 2. Mai 1939 ging der in einem Pariser Armenspital (...)


Alfred Kubin

629

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Requiem für Habsburg

(Schluß des Beitrages aus Heft 152/153)

633

Ich bin in einer wahren Hamlet-Stimmung. Von der Galerie herab beobachte ich diese ganz gut organisierte kaiserliche und königliche Offiziersmesse — man raucht Zigarren, Frontwitze werden erzählt (hier haben wir soundsoviele Geiseln erschossen, dort haben wir Tausende dieser Schurken und Verräter (...)


Eine nicht gehaltene Rede

639

Als Miroslav Krleža am 8. September in Wien zu einem Vortragsabend der Österreichischen Gesellschaft für Literatur weilte, wurde sein ehemaliger Landsmann, nun schon seit vielen Jahren deutsch schreibender Kollege Milo Dor gebeten, eine kleine Einführungsrede zu halten. Der ungeachtet seiner 70 (...)


Die Schwingtüre

640

Emil Kolozsvári Grandpierre gehört zu jenen Autoren der ost- und südosteuropäischen Literatur, die bei uns mangels politischer Sensation trotz hervorragender Qualität noch gänzlich unbekannt sind. Der bedeutendste Roman des ungarischen Schriftstellers, Jahrgang 1907, ist „Die Kunst, unglücklich zu (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Theater

Kritische Rückschau

645

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Theater

Spielplan

646

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Über politischen Stil

647

Es gibt noch politische Ereignisse in Österreich — Veranstaltungen, zu denen nicht erst ein Apparat die Schäfchen mobilisieren muß. Vielmehr waren am 21. September die Schäfchen ausdrücklich anderswohin mobilisiert, zu einer blitzschnell einberufenen Konferenz der SPÖ-Bildungsfunktionäre. Aber die (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Innenpolitik von innen

653

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Der Österreicher und seine Schande

Erster Versuch einer empirischen Studie über Antisemitismus

655

Der Antisemitismus in Österreich kann auf eine taten reiche Geschichte zurückblicken. Wer Näheres darüber wissen will und wem vor nichts graust, der kann darüber bei Körber, „Rassesieg in Wien“, einiges nachlesen. Der Antisemitismus der Nazis darf übrigens als österreichisches Exportprodukt angesehen (...)


Seipel und Winter — Gegner und Brüder

658

Ernst Karl Winter, der große österreichische Sozialphilosoph, schrieb eine „biographie spirituelle“ seines ebenso großen Gegenspielers in Theorie und praktischer Politik, des Prälaten und Bundeskanzlers Ignaz Seipel. Das im Nachlaß aufgefundene Werk erscheint soeben im Europa Verlag, Wien, mit dem (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Für ein Wirtschaftskonzept der Opposition

661

Egon Matzner, Jahrgang 1938, ist Doktor der Handelswissenschaften, war Mitarbeiter im volkswirtschaftlichen Referat des ÖGB und Assistent am Institut für höhere Studien in Wien (Ford Foundation) und ist derzeit Research Fellow an dem von Prof. Ingvar Svennilson geleiteten „Institute for (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Knapp glossiert

Alpbacher Vielecke

Bericht mit Fußnoten

665

Schon aus Finanzierungsgründen muß das jeweilige Alpbacher Wirtschaftsgespräch eine Begegnung von Theorie und Praxis ermöglichen. Das mag den Nachteil haben, daß im Gedankenstrom Untiefen entstehen, hat aber den großen Vorteil, daß der Realitätsbezug gewahrt bleibt. Insofern war z. B. die Behauptung (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Agrarpolitik für Anfänger

Aus „Geldverdienen für Anfänger“, Diogenes-Verlag, Zürich

669

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