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Liebe Leserinnen und Leser, dankenswerterweise ist auch dieses Jahr 1966 zu Ende gegangen. Zur Jahresmitte (Neues FORVM, Juni/Juli 1966) berichteten wir vom rapiden Anstieg der Auflage — bei weiterhin prekärer Finanzlage, denn das vorangegangene erste Jahr unserer verlegerischen (…)
Glossen zur Zeit
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Das ist machbar! Mit der fördernden Mitgliedschaft
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Dies ist der Auszug aus einem Referat, das Ernst Bloch vor der Paulus-Gesellschaft hielt. Zusammen mit Referaten von Iring Fetscher, Konrad Lorenz, J.B. Metz, Karl Rahner, Adam Schaff, Ernst Topitsch sowie umfangreicher Diskussion wird dieses Referat noch in diesem Jahr als Band der Reihe (…)
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Der Marxismus-Leninismus ist heute nicht mehr so einheitlich wie zu Stalins Zeiten (selbst unter Ausklammerung der chinesischen Form). Zwar gibt es noch immer eine offizielle Version in den Lehrbüchern, daneben aber — besonders in den Fachzeitschriften — so verschiedene Stellungnahmen, daß die (…)
Politische Theologie
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DDr. Johannes Baptist Metz ist rasch in die Reihe der bedeutendsten katholischen Theologen jüngerer Generation aufgerückt. Die Anführung von Gründen erübrigt sich, wenn man z. B. den nachfolgenden Text liest, aus einem Referat auf der jüngsten Tagung der Paulus-Gesellschaft in Bad Brückenau. J. (…)
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Atheismus und Naturrecht / Ein Streitgespräch
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Vom geistigen Rang des Faschismus
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Nochmals: Recht und Logik
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In der Oktober- und November-Nummer des FORVM 1965 habe ich unter dem Titel „Recht und Logik“ die Frage erörtert, ob der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch und die Regel der Schlußfolgerung auf Rechtsnormen anwendbar sind, und die Frage verneint. In Ergänzung dieser Abhandlung möchte ich auf (…)
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Karl Korsch, Universitätsprofessor und Reichstagsabgeordneter in der Weimarer Republik, gehört zu jenen deutschen Marxisten, denen in ihrer Lebenszeit ein dreifacher geistiger Tod beschert wurde: erst wurden sie von der pseudo-marxistischen Orthodoxie der Sozialdemokratie auf den Index gesetzt, (…)
Gebt Parteifreiheit!
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Mihajlo Mihajlov, akadernisch grundierter Intellektueller jüngerer Generation, vertritt einen christlichen demokratischen Sozialismus. Er bekam sehr rasch große Schwierigkeiten mit der Parteiführung, insbesondere wegen Aufsätzen, die er im FORVM publizierte. Seine Schwierigkeiten potenzierten (…)
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Plaidoyer für soziale Planung
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Als Leiter des Arbeitskreises „Gesellschaft in Wandlung“ der „Aktion 20“ hielt der Ordinarius für Soziologie an der Universität Wien, Dr. Leopold Rosenmayr, unter dem Titel „Soziologische Forschung und gesellschaftliche Planung“ das nachfolgende Referat auf dem Parteitag der ÖVP, Oktober 1966.
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Eine notwendige Neuerscheinung
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Aufruf zur Genauigkeit
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Es ist ist erfreulich, daß das Neue FORVM gelegentlich auch Fragen der Architektur, ja sogar der Planung zur Diskussion stellt. Nur so kann nämlich die Veröffentlichung des Artikels „Wien jenseits der Donau“ von Kurrent und Spalt verstanden werden. Vor allem ist anzumerken, daß die Autoren mit (…)
Innenpolitik von innen
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An den Parteivorstand der Sozialistischen Partei Österreichs
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An die Delegierten des Parteitags der SPÖ: Liebe Freunde, normalerweise würde ich das Folgende Euch auf dem Parteitag sagen können. Die innerparteiliche Kritik auf diesem Parteitag wird jedoch den Schönheitsfehler haben, daß die Vertreter bestimmter Meinungen dorthin nicht delegiert wurden. (…)
Gegen den Maulkorb
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Am 18. Oktober, bzw. 3. November 1964 faßte die sozialistische Fraktion in der Gewerkschaft Kunst und Freie Berufe, bzw. in der Sektion Journalisten Beschlüsse über die Meinungsfreiheit. Hiezu lag ein Memorandum vor, in welchem maßgebliche sozialistische Journalisten und Publizisten sich zu (…)
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FORVM DES LESERS
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Am 23. Dezember 1966 starb Heimito von Doderer nach zwei kurz aufeinander folgenden Operationen in einem Wiener Spital. Im Namen aller unserer Mitarbeiter, und im eigenen Namen nehmen wir Abschied von dem Menschen Heimito von Doderer, der als Schriftsteller in unserer Zeitschrift weiterleben (…)
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Heimito von Doderer ist vor der Vollendung seines großangelegten Projekts „Roman No. 7“ gestorben. Seine Devise, der Romanschriftsteller habe zugunsten der Objektivität und Totalität seiner Figurenwelt „sich selbst unvollendet stehn zu lassen“, erhält damit eine schmerzliche Parallele. Was das (…)
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Vor knapp vier Monaten, als wir Doderers siebzigsten Geburtstag feierten, schrieb ich über den verehrten Meister und geliebten Freund; und erzählte — recht plump, denn ich genierte mich, ihm das gewissermaßen ins Gesicht zu sagen — eine kleine, aber mein ganzes Leben bestimmende Begebenheit aus (…)
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Er war das, was man einen Herrn nennt, aber er war es nicht bloß deshalb, weil er einen Titel führte und das Protokoll beherrschte, sondern weil er unter den vielen Herren dieses Landes, betitelten und unbetitelten, protokollären und unprotokollären, zu den wenigen gehört hat, die sich auch (…)
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Ich hatte mir insgeheim schon lange gewünscht, Heimito von Doderer einmal aus der Nähe zu sehen, als aber sein Sekretär und Mitarbeiter, mein Freund W. F., mich wissen ließ, der große Mann wünsche mich in Augenschein zu nehmen, waren meine Gefühle doch etwas zwiespältig. Anlaß für den (…)
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Ich habe Heimito von Doderer im Mai 1919 auf der Durchreise von Omsk nach Wladiwostok in einem in der Nähe dieser Stadt gelegenen Kriegsgefangenenlager kennen gelernt. Wir alle standen damals unter dem Eindruck des Zusammenbruchs, des Untergangs der österreichischungarischen Monarchie, „unseres“ (…)
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Auf das Brett, auf den Deckel des Sarges, in dem dein Körper liegt, habe ich Erde gestreut, Erde aus einer runden Blechschüssel. (Gerade war die zweite Schüssel leer geworden, nachdem Erzsi vor mir ein paar eisige kleine Klumpen mit der Kinderschaufel hinausgekratzt hatte, mit einer (…)
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Am selben Ort und vielleicht sogar in demselben Zimmer und demselben Bett habe ich Boeckl und Doderer liegen gesehen. Nichts von Erhabenheit, nichts von Friede und Ruhe. Gemartert, abgekämpft, das waren sie. Als ich das Tuch von Boeckl hebe, sehe ich den Stumpf. Also auch noch verstümmelt. Sein (…)
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George Saiko (vgl. Heft IX/107: „Die Klauen des Doppeladlers“), aus Böhmen gebürtig, Dr. phil., Psychologe und Kunsthistoriker, veröffentlichte seine erste Erzählung 1913 im „Brenner.“ Erst 35 Jahre später, nach der Rückkehr aus angelsächsischer Emigration, ließ er den nächsten Prosaband folgen, (…)
Wider die Dummheit (II)
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Schein im Spiegel
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In den sanften bürgerlichen Zeiten der Neunzigerjahre liebte man Schwäne, aß Korinthenbrot, und die wollenen Strümpfe der Damen dufteten nach Lavendel oder zerriebenen Zitronenschalen. Die Großmütter blickten gütig lächelnd durch eisenumränderte Brillen. Man glaubte an Metschnikoff und Professor (…)
Spielplan
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Libretto zu „Aventures“ und „Nouvelles Aventures“ (II)
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Österreich noch in unserem Besitz
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Vermögen in Arbeiterhand
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Georg Leber, eine markante Gestalt der deutschen Sozialdemokratie mit weitreichendem theoretischem wie praktischem Einfluß, gilt als „Rechter“; vielleicht aber ist manches von dem, was er denkt und will, einfach zu neu, um als (traditionell) „links“ eingestuft zu werden — obwohl dieses Denken und (…)
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