Judentum
Beiträge
FORVM, No. 186/187

Für jüdisch-arabische Symbiose

Juni
1969

I. Wenn der durchschnittliche Bibelleser die Grußanrede Jesu liest: „Der Friede sei mit euch!“, so erscheint ihm als christlich, was nichts anderes ist als die Übersetzung der normalen hebräischen Grußformel, ihrerseits identisch mit dem arabischen Normalgruß, der aus Karl May oder Haremsoperetten (...)

Context XXI, Heft 7/2002

Ein mittelalterliches jüdisches Reich

Dezember
2002

Ein neues Buch über die Juden des Chasaren-Reiches gibt den aktuellen Stand der Forschung über die Anfänge des osteuropäischen Judentums wieder. Das mittelalterliche Reich der Chasaren im Süden des heutigen Russland, der Ukraine und im Nordkaukasus, stellt einen der am meisten ignorierten Bereiche (...)

Context XXI, Heft 2-3/2004

Kritik des Opfers

Jüdischer Messianismus und materialistisches Denken
März
2004

Bruchstücke eines ver­drängten Zusammen­hangs. Vielleicht ist es der zentrale Glaubenssatz des Neuen Testaments: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ (Joh 18,36) Jesus sagt ihn im Ver­hör durch Pilatus. Damit ist ein bestimmter Gegensatz ausgesprochen, denn die Ju­den erwarteten einen Abkömmling (...)

Context XXI, Heft 3-4/2005

„Versäumte Aufgaben der Kritik“

Walter Benjamin im Zeitalter der Technik
Juni
2005

Walter Benjamins geschichtshistorische und kunstkritische Schriften bilden ein Gesamtwerk, in dem sich die verschie­denen Strömungen der abendländischen Philosophie mit den Fragen der Zeit kreuzen, von denen er als Mensch und als Jude betroffen ist. Die technische Fragestellung liquidiert die (...)

Context XXI, Heft 5-6/2005

Befreiung und Beschädigung

Eine Replik auf Sebastian Winter
Oktober
2005

Wie haben wir den Mut, in einer Welt zu leben, in der die Liebe durch eine Lüge provoziert wird, die aus dem Bedürfnis besteht, unsere Leiden von denen mildern zu lassen, die uns zum Leiden brachten. (Marcel Proust) Die ÜberbringerInnen der schlechten Nachrichten haben nie einen guten Stand. In (...)

Context XXI, Jahr 2006

Religions- und Ideologiekritik

März
2006

Eine Veranstaltungsreihe der Studienvertretung Politikwissenschaft an der Universität Wien. Religions- und Ideologiekritik Eine Einführung mit Stephan Grigat Karl Marx schrieb 1843: "Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. (...)

Der Davidstern (hebräisch magen david „Schild Davids“) ist eines der Symbole des Judentums.

Unter Judentum (Übersetzung von griechisch ἰουδαϊσμός ioudaismos; hebräisch יהדות jahadut) versteht man einerseits die Religion, die Traditionen und Lebensweise, die Philosophie und meist auch die Kulturen der Juden (Judaismus) und andererseits die Gesamtheit der Juden.[1] Letztere wird auch Judenheit genannt.[2]

Die jüdische Religion ist die älteste der monotheistischen abrahamitischen Religionen. Sie hat eine Geschichte von mehr als 3000 Jahren, in denen sie sich entwickelt hat. Die jüdische Eingottlehre wird als ethischer Monotheismus[3] bezeichnet: „Gott ist im Judentum Inbegriff ethischen Wollens.“[4]

Historisch wird zwischen aschkenasischem, sephardischem, mizrachischem (irakische, persische, jemenitisch, äthiopische, indische, libysche, türkische, georgische Juden, Bergjuden usw.) und karäischem Judentum unterschieden. Seit dem Durchbruch der jüdischen Aufklärung gibt es zusätzlich religiöse Unterteilungen in Reformjudentum, konservatives und orthodoxes Judentum mit verschiedenen Strömungen.

Grundlage des Judentums ist die Tora (hier deutsch „Gesetz“),[5] das sind die fünf Bücher Mose, die den für das Judentum wichtigsten Teil der hebräischen Bibel (Tanach) bilden, sowie die, die Tora erläuternden rabbinischen Schriften, welche traditionellerweise als „mündliche Tora“ bezeichnet werden.

Im Jahr 2010 lebten weltweit etwa 13,5 bis 15 Millionen Juden, die meisten in Israel und in den Vereinigten Staaten von Amerika. 10 bis 15 Prozent von ihnen werden der jüdischen Orthodoxie zugerechnet.

Begriffsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Bezeichnung „Jude“ geht über den lateinischen Ausdruck judaeus, dann den griechischen Ausdruck ioudaios und aramäische und persische Entsprechungen zurück auf das hebräische Wort yehudi. Dieses bezeichnete zunächst die Angehörigen des Stammes Juda und die Bewohner dessen Territoriums. Unter der Herrschaft Davids (ungefähr 1000 vor u. Z.) in Hebron wurde dieses Gebiet „Königreich Juda“ genannt (2 Sam 5,3 LUT). Unter Rehabeam wurde es aufgespalten. Das südliche Teilgebiet wurde Juda genannt, das nördliche Teilgebiet Israel. Der Ausdruck „Judäer“ wurde wiederum sowohl für Stammesangehörige wie auch sonstige Bewohner gebraucht, so etwa auch für die Angehörigen des Stammes Benjamin (1 Kön 12,16–21 LUT). Das Nordreich Israel bestand nur bis 722 v. Chr. Danach wurde yehudi und dessen Entsprechungen unterschiedslos gebraucht, auch als Bezeichnung für die Angehörigen einer spezifischen Religion (mityahadim, vgl. Est 8,17 LUT); religiöse, politische und nationale Aspekte sind terminologisch nicht differenzierbar.[6] Dieser Sprachgebrauch ist – manifest unter anderem auch später in neutestamentlichen Texten – vorwiegend Fremdbezeichnung; als Selbstbezeichnung überwiegt am yisrael (Volk Israel), und zwar vermutlich, um die nationale Identität durch Erinnerung der Frühgeschichte zu stabilisieren.[7]

Nach halachischem Recht gilt als Jude, wer Kind einer jüdischen Mutter ist[8] oder regelgerecht zum Judentum konvertiert ist (Gijur).

In Personalausweisen ist von le’om die Rede, was unter anderem mit „Nationalität“ wiedergegeben werden kann. 1958 spitzte sich eine Kontroverse im israelischen Kabinett unter Premierminister David Ben-Gurion zu, wie dieser Terminus zu handhaben sei: im Sinne einer Identifikation mit dem Staat Israel oder im Sinne des halachischen Rechts. Ben-Gurion ließ Gutachten von jüdischen Gelehrten einholen, deren Mehrheit sich dafür aussprach, der halachischen Definition zu folgen.[9] Der oberste Gerichtshof Israels schlug 1968 anlässlich einer Klage von Benjamin Shalit, Chefpsychologe der israelischen Armee, der Staatsregierung vor, das betreffende Gesetz zu ändern. Nachdem die Regierung dem nicht gefolgt war, entschied das Gericht am 23. Januar 1970 mit fünf von neun Stimmen, dass in den Pass aufzunehmen sei, was glaubwürdig vom Antragsteller angegeben werde. Einige der Richter notierten, dass le’om nicht-religiös definierbar sei. Dieses Urteil hätte darüber hinaus keine weiteren Konsequenzen gehabt, zum Beispiel für Eheschließungen vor rabbinischen Gerichten. Nach massiven Protesten wurde das Gesetz allerdings wieder im Sinne der halachischen Definition verändert; es wurden aber auch Konversionen vor nichtorthodoxen Rabbinern zugelassen.[10]

Ein Jude nach der vorerwähnten halachischen Definition könnte auch einer anderen Religion folgen. Derartige Fälle wurden allerdings über Jahrhunderte hinweg kontrovers debattiert, auch im Zusammenhang mit „Apostaten“.[11][12]

Ein weiterer Problemfall ist die Konversion aus nicht-altruistischen Beweggründen, etwa zum Zwecke einer gültigen Eheschließung. Nach halachischem Recht sollte diese ungültig sein. Es wurde aber auch vorgeschlagen, Konversionen gelten zu lassen, bei welchen nur kein Wissen von den jüdischen Vorschriften bestand, diese aber nicht explizit abgelehnt wurden.[13]

Ioudaios und Ioudaismos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein sorgfältiger Blick auf das Vorkommen von Ioudaios in griechischen und lateinischen jüdischen Inschriften deutet darauf hin, dass der Begriff nicht nur eine einheitliche Übersetzung zulässt, sondern eine Reihe von Konnotationen haben kann.[14] Die Wahl der Übersetzung Ioudaios ist aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für Passagen in der Bibel (sowohl in der hebräischen Bibel als auch im Neuen Testament) sowie in Werken anderer Autoren wie Flavius Josephus und Philon von Alexandria Gegenstand häufiger Debatten. Die Übersetzung mit Jude impliziert dahingehend eine Konnotation in Bezug auf religiöse Überzeugungen, während die Übersetzung Judäer die Identität auf die geopolitischen Grenzen Judäas beschränkt.[15][14][16] Eine damit zusammenhängende Übersetzungsdebatte bezieht sich auf das Verb ἰουδαΐζειν, wörtlich übersetzt als „jüdisch leben“, „sich auf die Seite der (Judäer) stellen oder sie nachahmen“[17], und auf das Substantiv Ἰουδαϊσμός das kontrovers als Judentum oder Judäertum übersetzt wird.[18][19][20] Der US-amerikanische Hebraist Shaye J. D. Cohen schrieb hierzu:

We are tempted, of course, to translate [Ioudaismos] as „Judaism,“ but this translation is too narrow, because in this first occurrence of the term, Ioudaismos has not yet be reduced to designation of a religion. It means rather „the aggregate of all those characteristics that makes Judaeans Judaean (or Jews Jewish).“ Among these characteristics, to be sure, are practices and beliefs that we would today call „religious,“ but these practices and beliefs are not the sole content of the term. Thus Ioudaïsmos should be translated not as „Judaism“ but as Judaeanness.[21]

Der Begriff Ἰουδαϊσμός taucht erstmals im 2. Buch der Makkabäer im 2. Jahrhundert v. Chr. auf. Im Kontext der damaligen Zeit hatte es die Bedeutung, eine kulturelle Einheit anzustreben oder ihr anzugehören, und ähnelt seinem Antonym Hellenismos, welches die Akzeptanz hellenischer kultureller Normen einbezieht.[22][23] Der Konflikt zwischen Ioudaismos und Hellenismos wird in der Forschung als Grund für den Makkabäeraufstand und damit für die Erfindung des Begriffs Ioudaismos betrachtet.[24]

Wer gilt als Jude?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orthodoxer Jude beim Gebet an der Klagemauer in Jerusalem (2012)

In den Statistiken werden in der Regel diejenigen als Juden gezählt, die sich selbst als solche bezeichnen. Norman Solomon definiert als Juden „alle Mitglieder jener heutigen Gruppe, die sich positiv auf die von den Rabbinen des Talmuds definierten Traditionen beziehen“.[25] Im orthodoxen und konservativen oder liberalen Judentum gilt als Jude, wer jüdische Eltern hat oder zum Judentum konvertiert ist. Ist nur ein Elternteil jüdisch, so richtet sich gemäß jüdischem, auf Mischna und Talmud basierendem Gesetz (Halachah) die Zugehörigkeit nach der Mutter; Kinder jüdischer Väter, die keine jüdische Mutter haben, müssen zum Judentum konvertieren, um als Juden zu gelten.[26] Im amerikanischen Reformjudentum, seit Ende des 20. Jahrhunderts die größte jüdische Denomination in den USA, gilt dagegen jedes Kind als Jude, das einen jüdischen Elternteil hat, sofern es jüdisch erzogen wird.[27]

Biblische und rabbinische Überlieferung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Erzählungen der Tora, den fünf Büchern Mose, beginnt die Geschichte des Volkes Israel mit dem Bund, den Gott mit Abraham schließt (1. Mose 12 LUT).

Diesen Bund setzt Gott mit Abrahams Sohn Isaak und dessen Sohn Jakob fort, der seit dem Ringkampf am östlichen Ufer des Flusses Jabbok (Gen 32 LUT) Jisrael („Israel“) genannt wurde.

Jakob hatte zwölf Söhne, die als Stammväter der Zwölf Stämme Israels (Israeliten) gelten. Diese ziehen von Kanaan, dem heutigen Palästina bzw. Israel nach Ägypten, wo ihre Nachfahren vom Pharao versklavt werden. Aus dieser Sklaverei werden die von Mosche (Moses) angeführten Hebräer durch Gott befreit, der ihnen am Berg Sinai die schriftliche und mündliche Tora offenbart. Obwohl das Volk an dieser Aufgabe häufig scheitert, was die späteren Propheten immer wieder beklagen, bleibt der Bund mit Gott ungebrochen.

Die jüdische Tradition sieht Abraham als den Begründer des Monotheismus, des Glaubens an den einzigen Gott. Frühe Textbelege, anknüpfend u. a. an biblische Überlieferungen von Götterpolemik, finden sich im Buch der Jubiläen und in Verbindung mit einer Abraham zugeschriebenen astronomischen Expertise in Texten des hellenistischen Judentums (orphische Fragmente, Pseudo-Eupolemos, Philo von Alexandrien, Josephus) und vermittels mündlicher Überlieferung in späteren Midraschim, insbesondere Genesis Rabbah.[28] Daran knüpft die jüdische Philosophie und Theologie (z. B. Maimonides) an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 12. Jahrhundert v. Chr. siedelten erste Israeliten auf beiden Seiten des Flusses Jordan. Nach dem Tod König Salomons im 10. Jahrhundert v. Chr. kam es zu einer Teilung des Reiches. Zwischen dem 8. und 6. Jahrhundert v. Chr. wurde zuerst der Nordteil, später auch der Südteil von fremden Herrschern erobert. Die Bewohner beider Reiche wurden nach Babylon und Persien vertrieben. In der nun beginnenden jüdischen Diaspora und dem babylonischen Exil (597 bis 539 v. Chr.) entstanden die wesentlichen Grundüberzeugungen des Judentums, siehe auch Geschichte des Judentums im Irak. Ab 538 v. Chr. wurde den Juden erlaubt, wieder in ihre Heimat zurückzukehren, doch viele blieben im Exil und wirkten an der Entstehung kultureller Zentren in Ägypten und Babylonien mit.

In hellenistischer Zeit entwickelte sich in der jüdischen Diaspora um 300 v. Chr. das Hellenistische Judentum. Spätestens seit der Umwandlung des jüdischen Königreichs in eine römische Provinz im 1. Jahrhundert nach Christus unter Tiberius, der Zerstörung Jerusalems durch Titus im Jüdischen Krieg (70 n. Chr.) und der hadrianischen Neugründung mit dem Namen Aelia Capitolina (wahrscheinlich 135 n. Chr.) zerstreuten sich die Juden als regional greifbares und geschlossenes Volk endgültig und siedelten zu einem großen Teil innerhalb des Römischen Reiches. Ein weiterer bedeutender Anteil lebte im Perserreich, wo in der Spätantike und dem frühen Mittelalter mit den Akademien von Sura und Pumbedita in Babylonien, damals Teil des Sassanidenreichs, der intellektuelle Schwerpunkt lag.

Die übrigen Anhänger des Judentums verteilten sich im Hochmittelalter auch in andere Teile Europas, im Spätmittelalter, im Zuge der Pestpogrome und der Ausweisung beispielsweise aus Frankreich, besonders nach Osteuropa, ferner in die islamische Welt und im Anschluss, Vertreibung aus Spanien 1492, wieder ins heutige Palästina sowie auch in die Neue Welt. Juden wurden oft verfolgt, konnten sich stellenweise aber auch unter Beibehaltung von Glaube und Tradition als integraler Bestandteil der lokalen Gesellschaften etablieren.

Jüdische Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Torarolle

Die jüdische religiöse Tradition ist eine monotheistische Religion, deren Gott auch als der Gott Jisraels bezeichnet wird. Dieser Gott wird im orthodoxen Verständnis als Schöpfer des Universums angesehen, der auch heute noch aktiv in der Welt handelt (Theismus). Einige wenige jüdische Philosophen des Mittelalters (Gersonides, Abraham ibn Daud), beeinflusst durch die Kabbala und Neu-Aristotelismus, und der Neuzeit, Harold Kushner (insbesondere nach dem Holocaust) tendieren allerdings zu einer eher distanzierten Positionierung dieses Gottes (Deismus), der sich von seiner Schöpfung entfernt habe.

Die jüdische Religion basiert auf den religiösen Überlieferungen der Juden. Diese Überlieferungen teilen sich auf in eine schriftliche Lehre, die in der Tora niedergelegt ist (schriftliche Tora), und eine mündliche Lehre, auch: mündliche Tora, die im Talmud diskutiert wird. Dieser ist historisch gesehen in Mischna und Gemara aufgeteilt. Auf beiden beruht die Halacha, das jüdische Gesetz. Die Halacha beruht aber auch auf rabbinischen Gesetzgebungen und Responsen, die im Laufe der Zeit gefällt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Versuche unternommen, die Halacha zusammenzufassen; eines der bekanntesten Beispiele dafür ist der Schulchan Aruch.

Glaube[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Jüdischer Glaube bezieht sich auf die religiösen Traditionen des Judentums in der jüngsten Geschichte, in der biblischen und vorbiblischen Zeit und in der Vielfalt seiner Strömungen. Das diese religiösen Traditionen tragende, bewahrende und lehrende Judentum der Gegenwart wird rabbinisch genannt. Häufig wird im Sinne dieses Begriffs von den jüdischen Glaubensprinzipien gesprochen, die im angelsächsischen Raum Jewish principles of faith genannt werden. Diese sind jedoch im Unterschied zum Christentum nicht allgemeingültig definiert und somit nicht dogmatisch. Auch der Glaube an die Existenz Gottes ist im Judentum nicht dogmatisch, im Gegensatz zum Beispiel zum islamischen Glaubensbekenntnis, der Schahāda. Das Judentum kennt keinen Katechismus.

Glaubensprinzipien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Geschichte des Judentums entstand eine Reihe grundlegender Glaubensprinzipien, deren Einhaltung von Juden mehr oder weniger erwartet wird, um in Einklang mit der jüdischen religiösen Gemeinschaft und ihrem Glauben zu sein, deren genaue Anzahl jedoch nicht feststeht und immer noch diskutiert wird. Die Strenge und der Umfang dieser Forderungen variieren unter den verschiedenen jüdischen Gemeinden. Siehe Strömungen des Judentums, insbesondere Orthodoxes Judentum, Liberales Judentum und Rekonstruktionismus. Rabbiner Josef Albo zählt im Sefer ha-Ikkarim drei Glaubensprinzipien.

Maimonides hat sowohl in halachischen wie in religionsphilosophischen Werken einige Grundprinzipien des jüdischen Glaubens formuliert, darunter der Glaube an Gott als höchste und erste Ursache und Schöpfer von Allem, an Gottes Einheit und Unkörperlichkeit.[29] Diese Kodifikation wurde breit rezipiert. Ähnliche Hervorhebungen treffen andere Autoren der jüdischen Scholastik vor und nach Maimonides.

Auch wird darauf verwiesen, dass ein ganzes, gerade gewordenes Volk Zeuge Gottes bei der Schneidung des Bundes am Berg Sinai war (im Christentum: etwa ein Dutzend Apostel, im Islam nur Mohammed, auch bei den Mormonen nur ein Mensch, deren Begründer).

Im Gegensatz zum Christentum und zum Islam hat das Judentum bis auf eine kurze Ausnahme in der antiken Geschichte auf Missionierung Andersgläubiger verzichtet. Das Judentum betrachtet es nicht als eine Sünde oder zum Beispiel als Ausschlusskriterium für die Empfängnis des Heils durch Gott (siehe: Auferstehung), wenn Nicht-Juden und andere Völker ihre abweichenden Religionen bzw. Glaubensvorstellungen pflegen. Das Judentum ist der Ansicht, dass auch Angehörige anderer Religionen Anteil am Leben nach dem Tode haben können, wenn sie ein ethisches Leben geführt haben. Siehe hierzu Noachidische Gebote.

Die Beschneidung an Jungen ist ein elementares Gebot des Judentums und konstitutives Merkmal der jüdischen Identität.[30]

Religiöse Führung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jüdische Gemeinden werden geistlich und rechtlich von einem Rabbiner geleitet. Sephardische Juden sowie die Karäer bezeichnen ihren geistlichen Leiter auch als Chacham (Weiser). Bei jemenitischen Juden ist der Begriff Mori (mein Lehrer) gebräuchlich. Die Gottesdienste werden im Allgemeinen von einem Kantor (Chasan) oder allgemeiner gesagt von einem Vorbeter geleitet; zu ihrer Durchführung wird ein Quorum bzw. (hebräisch) Minjan, das heißt, die Versammlung von zehn religiös volljährigen jüdischen Personen (in der Orthodoxie nur Männer), benötigt. Die allgemeine, weltliche Leitung einer jüdischen Gemeinde hingegen liegt bei einem von den Gemeindemitgliedern zu wählenden Gemeindevorstand.

Strömungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gegenwart gibt es verschiedene Strömungen innerhalb des religiösen Judentums. Die Gruppierungen unterscheiden sich nicht in erster Linie, aber auch in Hinblick auf Gottesvorstellungen und Glauben. Es werden orthodoxe und nicht-orthodoxe jüdische Strömungen unterschieden. In einem weiteren Sinn können die nicht-orthodoxen Strömungen auch als progressiv, reformiert oder liberal (wobei hier liberal nicht vom politischen Liberalismus abgeleitet ist) bezeichnet werden. Eine Mittelstellung zwischen Orthodoxie und dem liberalen Judentum nimmt das im 19. Jahrhundert sich formierende konservative Judentum ein.

Einer der grundlegenden Unterschiede zwischen orthodoxem Judentum und den nicht-orthodoxen Strömungen ist das Verständnis der Offenbarung am Berg Sinai, wobei die Orthodoxie vom buchstäblichen Sinn der von Moses empfangenen Tora als unbedingt gültiger Weisung ausgeht. Das nicht-orthodoxe Judentum versteht diese Offenbarung nicht als absolut, sondern als einen fortdauernden Prozess des Dialoges Gottes mit seinem Volk, in der Zeit und in den Kulturen. Im Kontext dieser historisch-kritischen Auslegung der Offenbarung entstanden alle nicht-orthodoxen Strömungen des Judentums. Da sie alle die Entwicklung betonen, gehören sie zum progressiven Judentum im weitesten Sinne. Im engeren Sinne gehören zum progressiven Judentum alle Gruppen des Reform-Judentums, die sich im Verband Weltunion für progressives Judentum zusammengeschlossen haben.

Alle religiösen jüdischen Strömungen der Gegenwart haben ihren Ausgang in den Impulsen der Geistesgeschichte vor allem Deutschlands und Europas ab Ende des 18. Jahrhunderts. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich der Schwerpunkt der wissenschaftlichen und theologischen Entwicklung des Judentums in die USA verlagert. Aus Deutschland sind die Beiträge zur Entwicklung jüdischen Denkens und Geistesleben nach der Schoah unbedeutend. Langsam entwickelt sich dieses aber zunehmend unter der Zuwanderung jüdischer Menschen aus der ehemaligen UdSSR, aus der Diaspora Osteuropas und Asiens. In Israel identifizieren sich die meiste jüdischen Israelis mit einer von vier Gruppen, den Haredi (ultraorthodoxen), den Religiösen (Orthodoxen, „Dati“), den Masorti (“Traditionellen”) und den Hiloni („Säkularen“).[31]

Wichtigste religiöse Strömungen des Judentums
Strömung Anteil
in Israel in DE
Orthodoxes Judentum 17 %
 
 
 
2,5 %
 
 
 
Liberales Judentum (auch Reformjudentum oder progressives Judentum)
Konservatives Judentum
Rekonstruktionismus < 1 %
Traditionalisten (Masortim) (vor allem in Israel).[32] 25 %
Religiöse Zionisten
Jewish Renewal
Humanistisches Judentum (Jüdischer Säkularismus)

Unter Einfluss einiger Freikirchen entstand in den USA die Gruppe der so genannten messianischen Juden (Eigenbezeichnung) oder modernen Judenchristen, die sich zum Christentum bekennt. Meist sind dies konvertierte Juden evangelikaler Prägung, die an ihrer jüdischen Identität festhalten sowie ein paar jüdische Traditionen pflegen und hauptsächlich in den USA zu finden sind. „Messianisches“ Judentum ist nach dem Verständnis aller anderen Strömungen des Judentums (orthodox, konservativ, liberal, reformiert) im religiösen Sinn kein Judentum, da seine Interpretation der Tradition christlich ist. Hier unterscheiden sich Selbstwahrnehmung und Außenwahrnehmung.

Aktueller Kontext[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Judentum ist seit Jahrtausenden häufig religiösen, ideologischen und politischen Anfeindungen und dabei Pogromen und Verfolgungen ausgesetzt. Einmalig in der Geschichte ist dagegen die Schoah, der Versuch der planmäßigen und quasi-industriellen Ausrottung der „jüdischen Rasse“ durch das nationalsozialistische Deutschland.

1934 wurden 17 Millionen jüdische Menschen auf der Welt gezählt. Sechs Millionen Menschen, die zuvor von Nationalsozialisten als „Juden“ eingestuft worden waren, fielen dem Holocaust zum Opfer. Dies beschleunigte nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs die Umsetzung der zionistischen Bestrebungen und führte 1948 zur Gründung und internationalen Anerkennung des Staates Israel als jüdische Heimstätte.

Der heutige Staat Israel ist eine säkulare Demokratie nach westlichem Vorbild, seine Innenpolitik ist jedoch in einigen Bereichen weiterhin stark religiös geprägt. So ist eine bürgerliche Heirat in Israel nach wie vor nicht möglich, da das Familienrecht den jeweiligen Religionsgruppen unterstellt ist. Dies kann zum Beispiel bei einer Scheidung zu Problemen für Frauen führen, wenn sich der Ehemann weigert, der Frau den Scheidebrief (Get) zu überreichen. Gegen einen Ehemann, der eine Scheidung dauerhaft grundlos verhindert, kann zwar vom Rabbinatsgericht eine Erzwingungshaft angeordnet werden, doch ohne einen Get bleibt nach traditionellem jüdischen Recht die von ihrem Mann getrennte Frau „gebunden“ und kann nicht erneut heiraten.

Aufgrund der besonderen Geschichte und Tradition des Judentums ist das Verständnis einer jüdischen Identität ausgeprägt, die sich auf ein gemeinsames Schicksal bezieht und nicht notwendigerweise religiös begründet wird. Viele Juden betrachten sich gleichzeitig zum Beispiel als Briten oder US-Amerikaner, bis 1933 auch als patriotische Deutsche, die im Ersten Weltkrieg kämpften.

Aufteilung in ethnische Gruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genetische Untersuchungen erlauben es, Populationen, die sich nach Religion und Tradition als jüdisch verstehen, in unterschiedliche ethnische Gruppen zu unterscheiden. So stammt beispielsweise die heutige jüdische Bevölkerung Osteuropas genetisch aus kaukasischen, europäischen und semitischen Anteilen.[33]

Unterschieden werden vor allem folgende ethnische Gruppierungen:

Kleinere Gruppen (meistens zu den Mizrachim gezählt) sind:

Umstritten ist die Stellung folgender Gruppen:

Historische Gruppierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast alle Juden der Neuzeit folgen dem in Mischna und Talmud enthaltenen mündlich überlieferten Gesetz; sie werden als Rabbinisches Judentum bezeichnet. Innerhalb des rabbinischen Judentums gibt es verschiedene Richtungen, wie etwa das Orthodoxe oder das Reformjudentum.

  • Die kleine Gruppe der Karäer stellt eine Abspaltung von der Mehrheit der Juden dar. Sie lehnt die in Mischna und Talmud enthaltenen Lehren ab.
  • Die Samaritaner haben als heilige Schriften eine Version der Tora, die Memar Markah sowie eine eigene Liturgie, Gesetze und Auslegungsschriften. Ein Großteil des Tanach (jüdische Bibel) gilt ihnen nicht als inspiriert. Im Gegensatz zum Judentum hat der Psalter der Samariter 155 Psalmen; Judentum und Christenheit kennen nur 150. Die Autorität von Mischna und Talmud lehnen sie ebenfalls ab. Es gibt nur noch wenige Anhänger der samaritischen Religion.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jüdische Kultur steht in starker Wechselwirkung zu den Kulturen, in denen die jeweilige jüdische Gemeinschaft ihr kulturelles Leben entfaltet, so dass sie kaum isoliert betrachtet werden kann. Dabei spielt die Religion eine unterschiedlich große Rolle.

Durch die Spaltung des Europäischen Judentums in die Aschkenasim und Sephardim haben sich hier zwei auch durch die Sprache unterschiedene Kulturräume entwickelt.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hebräisch ist die Sprache der ältesten jüdischen Schriften und war Umgangssprache der Juden in der antiken Periode ihrer Unabhängigkeit. Es wurde als Umgangssprache nach Jahrhunderten vom Aramäischen verdrängt, blieb aber bis in unsere Tage hinein Gottesdienstsprache, zum Teil auch Gelehrtensprache. Das Aramäische ist eine dem Hebräischen sehr ähnliche Sprache, die auch das schriftliche Hebräisch späterer jüdischer Schriftwerke beeinflusst hat. Einige Passagen in den Schriften des Tanach wurden schon auf Aramäisch verfasst, so wechselt beispielsweise das Buch Daniel vom Hebräischen ins Aramäische. Jesus und seine jüdischen Landsleute sprachen aramäisch. Die Bibel der äthiopischen Juden ist auf Altäthiopisch verfasst.

In der Diaspora nahmen die Juden die Sprachen der Länder an, in denen sie lebten (siehe Jüdische Sprachen). In einigen Fällen haben die jüdischen Gemeinschaften diese Sprachen aufgrund der historischen und kulturellen Umstände teils zu eigenständigen Ethnolekten, teils zu selbständigen Sprachen weiterentwickelt; Beispiele sind:

Im Alltag sprechen Juden in ihrer großen Mehrheit die Sprache des Landes, in dem sie leben, in Afrika auch die Sprache der jeweiligen Volkszugehörigkeit.

Das Ivrit, welches heute in Israel gesprochen wird, stellt eine gelungene Wiederbelebung des antiken Hebräisch dar, das um einen modernen Wortschatz erweitert wurde und auch in der Grammatik einige Anpassungen erfuhr. Es entwickelt sich heute im lebendigen Gebrauch weiter wie andere Sprachen auch.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein

Reformjudentum

Religionen

  • Peter Schäfer: Die Geburt des Judentums aus dem Geist des Christentums, Fünf Vorlesungen zur Entstehung des rabbinischen Judentums. Mohr Siebeck, Tübingen 2010, ISBN 3-16-150256-6.
  • Monika, Udo Tworuschka: Religionen der Welt. Grundlagen, Entwicklung und Bedeutung in der Gegenwart. München 1996, ISBN 3-572-00805-0.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biografien

  • Julius Carlebach, Michael Brocke (Hrsg.): Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und grosspolnischen Ländern 1781–1871 (Biographisches Handbuch der Rabbiner 1). Bearbeitet von Carsten Wilke. K.G. Saur, München 2006, ISBN 3-598-24870-9.
  • Julius Carlebach, Michael Brocke (Hrsg.): Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945 (Biographisches Handbuch der Rabbiner 2). Bearbeitet von Katrin Nele Jansen, Jörg H. Fehrs, Valentina Wiedner. K.G. Saur, München 2006, ISBN 3-598-24874-1.[34]
  • Salomon Wininger: Große Jüdische National-Biographie. 1925–1936.

Nachschlagewerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Internetarchiv compactmemory stellt mehr als 80 jüdische Periodika des 18., 19. und 20. Jahrhunderts zur Verfügung.
  • Jüdische Allgemeine, seit 1946. Die Zeitung steht in der Tradition der 1837 gegründeten Allgemeinen Zeitung des Judenthums.
  • Der Aufbau. (Neue, europäische Ausgabe seit 1999) [1] Hrsg. Jüdische Medien AG, Zürich. Alle älteren Ausgaben sind über die Suchmaschine als Text lesbar.
  • Tachles ist eine jüdische Wochenzeitung in der Schweiz (seit 2001)
  • Jewish Voice from Germany Eine deutsch-jüdische Zeitung in Englisch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portal: Judentum – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Judentum
Commons: Judentum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Judaica – Quellen und Volltexte
Wikiquote: Judentum – Zitate
Wiktionary: Judentum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Judentum.online. Deutschsprachiges Portal zum Thema Judentum aus jüdisch-orthodoxer Perspektive, mit vielen Rabbinern als Autoren. Tora online lesen, aktuelle Kommentare zum jüdischen Leben, jüdisches Gesetz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Renate Wahrig-Burfeind (Hrsg.): Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Wissenmedia, Gütersloh 2011, ISBN 978-3-577-07595-4, S. 794.
  2. Judenheit, die, Duden online, abgerufen am 29. Oktober 2016.
  3. Louis Jacobs: Judaism. In: Michael Berenbaum, Fred Skolnik (Hrsg.): Encyclopaedia Judaica. 2. Auflage. Band 11. Macmillan Reference USA, Detroit 2007, S. 511–520 (englisch, online: Gale Virtual Reference Library).
  4. Gerd Theißen, Annette Merz: Der historische Jesus. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1996, ISBN 3-525-52198-7, S. 126.
  5. Norman Solomon: Torah from Heaven. The Reconstruction of Faith. Littman Library of Jewish Civilization, Oxford 2012, ISBN 978-1-906764-13-5, S. 19–31 (englisch).
  6. Vgl. hierzu und zum vorhergehenden Y. M. Grintz: Art. Jew, Semantics. In: Encyclopaedia Judaica, 2. Auflage, Bd. 11, S. 253 f.
  7. Grintz, 253.
  8. Vgl. Mishnah Kiddushin 3,12, 68b; Yadayim, Issurei Biah 15,3–4. Maimonides: Mishneh Torah, Kedushah, Issurei Biah 12–15, bes. 12,7; 15,3–6. Schulchan Aruch, Eben Ha-Eser 4,5; 19.
  9. Vgl. die Dokumentation in Sidney B. Hoenig, Baruch Litvin (Hrsg.): Jewish Identity: Modern Responsa and Opinions on The Registration of Children of Mixed Marriages – David Ben-Gurion’s Query to Leaders of World Jewry. Philip Feldheim, New York 1965.
  10. Vorstehender Absatz nach Posner, 254.
  11. Vgl. Posner, 254 f.
  12. Vgl. etwa J. Blidstein: Who Is Not A Jew? The Medieval Discussion. In: Israel Law Review 11/3 (1976), 369–390; Edward Fram: Perception and Reception of Repentant Apostates in Medieval Ashkenaz and Premodern Poland. In: AJS Review 21/2 (1996), S. 299–339.
  13. Vgl. Posner, 255 mit Verweis auf Moshe Feinstein.
  14. a b Margaret H. Williams: The Meaning and Function of Ioudaios in Graeco-Roman Inscriptions. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Band 116, 1997, ISSN 0084-5388, S. 249–262, JSTOR:20189983.
  15. James D. G. Dunn: Jesus, Paul, and the Gospels. Wm. B. Eerdmans Publishing, 2011, ISBN 978-0-8028-6645-5, S. 124 (google.de [abgerufen am 24. Juli 2023]).
  16. John M. G. Barclay: Ἰουδαῖος: Ethnicity and Translation. In: Katherine M. Hockey, David G. Horrell (Hrsg.): Ethnicity, Race, Religion: Identities and Ideologies in Early Jewish and Christian Texts, and in Modern Biblical Interpretation. Bloomsbury Publishing, 2018, ISBN 978-0-567-67731-0, S. 46–58 (google.de [abgerufen am 24. Juli 2023]).
  17. Galater 2,14 | Lutherbibel 2017 :: ERF Bibleserver. Abgerufen am 24. Juli 2023.
  18. judaism | Etymology, origin and meaning of judaism by etymonline. Abgerufen am 24. Juli 2023 (englisch).
  19. Wolfgang Stegemann: Jesus und seine Zeit. Kohlhammer Verlag, 2009, ISBN 978-3-17-023184-9, S. 222 (google.de [abgerufen am 24. Juli 2023]).
  20. Johannes Christian Bernhardt: Die Jüdische Revolution: Untersuchungen zu Ursachen, Verlauf und Folgen der hasmonäischen Erhebung. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2017, ISBN 978-3-05-006482-6, S. 465 (google.de [abgerufen am 24. Juli 2023]).
  21. Shaye J. D. Cohen: The Beginnings of Jewishness: Boundaries, Varieties, Uncertainties. University of California Press, 1999, ISBN 0-520-21141-3, S. 105 (google.de [abgerufen am 24. Juli 2023]).
  22. Dieter Sänger: Ἰουδαϊσμός – ἰουδαΐζειν – ἰουδαϊκῶς Sprachliche und semantische Überlegungen im Blick auf Gal 1,13 f. und 2,14. In: Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft. Band 108, Nr. 1, 8. Februar 2017, ISSN 1613-009X, S. 150–185, doi:10.1515/znw-2017-0005 (degruyter.com [abgerufen am 25. Juli 2023]).
  23. Yiśraʾel L. Leṿin, Lee I. Levine: Judaism and Hellenism in antiquity: conflict or confluence? (= The Samuel & Althea Stroum lectures in Jewish studies). University of Washington Press, Seattle 1998, ISBN 0-295-97682-9, S. 16 (google.de [abgerufen am 25. Juli 2023]).
  24. Oskar Skarsaune: In the Shadow of the Temple: Jewish Influences on Early Christianity. InterVarsity Press, 2002, ISBN 0-8308-2670-X, S. 39 ff. (google.de [abgerufen am 24. Juli 2023]).
  25. Norman Solomon: Das Judentum. Eine kleine Einführung (= Reclams Universal-Bibliothek. Nr. 18653). 5. Auflage. Stuttgart 2009, ISBN 978-3-15-018653-4, S. 12 f. (Übersetzung aus dem Englischen. Originaltitel: Judaism).
  26. Yehoshua M. Grintz, Raphael Posner: Jew. In: Michael Berenbaum, Fred Skolnik (Hrsg.): Encyclopaedia Judaica. 2. Auflage. Band 11. Macmillan Reference USA, Detroit 2007, S. 253–255 (englisch, online: Gale Virtual Reference Library).
  27. Dana Evan Kaplan: Reform Judaism. In: Michael Berenbaum, Fred Skolnik (Hrsg.): Encyclopaedia Judaica. 2. Auflage. Band 17. Macmillan Reference USA, Detroit 2007, S. 172 f. (englisch, online: Gale Virtual Reference Library).
  28. Paul Mandel, The Call of Abraham: A Midrash Revisited, in: Prooftexts 14/3 (1994), 267–284.
  29. Vgl. zum Beispiel die ersten der 13 Iqqarim, Mischnakommentar zu Sanhedrin, X; den Anfang des Sefer ha-Mitzvoth; Mishneh Torah, 1. Buch Sefer ham-Madda.
  30. Erklärung von Dr. Dieter Graumann zur Strafanzeige gegen einen Mohel. Zentralrat der Juden in Deutschland, 22. August 2012, abgerufen am 6. Januar 2020.
  31. Travis Mitchell: Israel’s Religiously Divided Society. In: Pew Research Center's Religion & Public Life Project. 8. März 2016, abgerufen am 4. Februar 2023 (amerikanisches Englisch).
  32. Charles Liebman, Yaacov Yadgar: Beyond the Religious-Secular Dichotomy: Masortim in Israel. In: Religion or Ethnicity? Jewish Identities in Evolution. Zvi Gitelman, abgerufen am 4. Februar 2023.
  33. Nicole Sagener: Wo liegt der Ursprung der europäischen Juden? In: Wissenschaft Aktuell. 18. Januar 2013, abgerufen am 6. Januar 2020. Englisches Original: Eran Elhaik: The Missing Link of Jewish European Ancestry: Contrasting the Rhineland and the Khazarian Hypotheses. In: Genome Biology and Evolution. Band 5, Nr. 1. Oxford University Press, Januar 2013, ISSN 1759-6653, S. 61–74, doi:10.1093/gbe/evs119 (englisch).
  34. Vgl. Nathanael Riemer: M. Brocke u.a. (Hrsg.): Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945. In: H-Soz-Kult. 17. März 2010, abgerufen am 6. Januar 2020. Rezension zu Michael Brocke, Julius Carlebach (Hrsg.): Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945 (= Biographisches Handbuch der Rabbiner. Band 2). Saur, München 2009, ISBN 978-3-598-24874-0.
  35. Christiane Goldenstedt: Rezension: Dorothea Bohnekamp, Penser les identiés juives dans l’espace germanique. In: Francia-recensio. Deutsches Historisches Institut in Paris, 2016, abgerufen am 21. September 2022.