Willfried Gredler
Beiträge
FORVM, No. 188/189

Die FPÖ ist DOCH so

August
1969

Nachspiel zu Willfried Gredlers Brief „Auch die FPÖ ist nicht so“ im NEUEN FORVM, Juni/Juli 1969. Sehr geehrter Herr Dr. Gredler! Sie haben kürzlich an den Chefredakteur der Wiener Zeitschrift NEUES FORVM, Herrn Pelinka, einen von dieser auch veröffentlichten Brief gerichtet, in welchem Sie, ohne (...)

FORVM, No. 317/318

Hoppla, wir sterben!

NDP-Burgers Auftritt in Perchtoldsdorf
Mai
1980

Am 18. Mai 1980 ist Bundespräsidentenwahl, für die nächsten 6 Jahre. SPÖ-Kandidat ist wieder Rudolf Kirchschläger; sein Widerpart ist Willfried Gredler von der FPÖ. Norbert Burger von der NDP will auch mitmischen: am 15. März organisierte die Kameradschaft Prinz Eugen für ihn eine Veranstaltung in (...)

Willfried Gredler (geboren als Wilfried Gredler-Oxenbauer 12. Dezember 1916 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 18. November 1994 ebenda) war ein österreichischer Diplomat und Politiker (FPÖ).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willfried Gredlers Vater Richard Oxenbauer[1] nahm 1913 den Familiennamen Gredler-Oxenbauer an. Seine Mutter Berta Kiticsan stammte aus einer Offiziersfamilie, die Ehe wurde 1923 geschieden.[2]

Gredler studierte unter anderem an der Hochschule für Welthandel und besuchte die Konsularakademie (Dr. iur.). Er war ab November 1936 illegales Mitglied österreichischen NSDAP und der SA. Nach dem Anschluss Österreichs beantragte er am 24. Mai 1938 die reguläre Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.334.817).[3] Im Juli 1939 trat er in den Justizdienst ein, im Mai 1940 wurde er Soldat. Gredler wurde im September 1942 als Angestellter für Deutschtumsfragen beim Auswärtigen Amt eingestellt und war im zweiten Halbjahr 1943 im besetzten Belgrad beschäftigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Gredler zunächst der ÖVP an und war gemeinsam mit Ernst Strachwitz führend in der „Jungen Front“ und danach in der Aktion zur politischen Erneuerung tätig, die mit dem Verband der Unabhängigen kooperierte. Von 1953 bis 1963 war er Abgeordneter zum Nationalrat, von 1956 bis 1963 Klubobmann der FPÖ. Ab 1960 gehörte er der österreichischen Delegation zur Beratenden Versammlung des Europarates an. Von 1963 bis 1970 war er Vertreter Österreichs beim Europarat, in den Jahren 1970 bis 1980 Botschafter in Bonn und Peking. Er wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.[4]

Gredler kandidierte bei der Bundespräsidentenwahl 1980 und erreichte 17 % der Stimmen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gredler-Oxenbauer, Willfried, in: Maria Keipert (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: G–K. Paderborn : Schöningh, 2005, ISBN 3-506-71841-X, S. 90f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gredler-Oxenbauer Richard Ing., bei DÖW
  2. Kiticsan Berta, verh./gesch. Gredler-Oxenbauer. In: Ilse Korotin (Hrsg.): biografıA. Lexikon österreichischer Frauen. Band 2 Wien : Böhlau, 2016, S. 1648
  3. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11801281
  4. Grabstelle Wilfried Gredler Oxenbauer, Wien, Zentralfriedhof, Gruppe 46, Gruppe Erweiterung C, Nr. 3.
  5. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  6. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)