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mimikama

Internationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch und zentrale Anlaufstelle für Internetuser, die verdächtigte Internetinhalte melden möchten.

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Vereinslogo Mimikama

Mimikama ist ein 2011 durch Tom Wannenmacher gegründeter österreichischer „Verein mit dem Ziel der Aufklärung über Internetmissbrauch“. Er wurde vor allem durch seinen Facebook-Account „ZDDK“ („Zuerst denken – dann klicken“) bekannt, der im August 2020 rund 680.800 Abonnenten hatte.[1][2]

Der Vereinsname stammt aus der afrikanischen Sprache Suaheli und geht auf eine Fehlübersetzung für „Gefällt mir“ durch den maschinellen Google Übersetzer zurück.[3][4] Das Vereinslogo ist seit 15. Juni 2015 eingetragene europäische Bildmarke.

Der gemeinnützige Verein beschäftigt sich mit Hoaxes, Abofallen, Spam, Fake-Gewinnspielen und -News sowie schädlichen Internet-Links, die nach Analyse auf dem eigenen Blog dargestellt werden.[5][6] Er versteht sich als Anlaufstelle für Internetuser, die verdächtige Internetinhalte melden möchten. Zu seinen ehemaligen Werbepartnern zählten unter anderem der österreichische Kindernotruf Rat auf Draht und Kaspersky Lab.[7] Diese Partnerschaften bestehen nicht mehr. Die Finanzierung erfolgt zu 100 Prozent über Spenden der Nutzer.[8]

ZDDK (Zuerst denken – dann klicken)

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Logo der Initiative ZDDK (2015)

Unter der Marke Mimikama werden verschiedene Initiativen betrieben; die bekannteste davon, wie bereits angeführt, ist die Initiative Zuerst denken – dann klicken.

Die Initiative ZDDK entstand ursprünglich auf Facebook, als Tom Wannenmacher im März 2011 Opfer eines Computervirus wurde, den er sich über das dortige Browserspiel FarmVille eingefangen hatte.[4] Um andere Spieler zu warnen, installierte er die Facebook-Seite facebook-facts, die unter dem Suchnamen Fakepostings zu finden war.[9][4] Anfangs lag der Fokus in der Aufklärungsarbeit komplett auf Facebook: Facebooknutzer wurden vor Klickfallen oder urbanen Legenden gewarnt, welche sich über das soziale Netzwerk verbreiteten. Behandelt wurden fast ausschließlich Anfragen von Nutzern, die sich selbst mit der Problematik konfrontiert sahen und um Hilfe baten. Über die Jahre hinweg hat sich das Spektrum der Anfragen von reinen Facebook-Problemen auf allgemeine Fakenews- und Malware-Probleme im Netz entwickelt. Somit bearbeitet ZDDK heute auch Anfragen zu Phishing-Mails, Spam, Viren und auch ethisch-moralische Fragen in Bezug auf gewaltverherrlichende Veröffentlichungen oder Hetz- sowie Propagandamaterial. Seit Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahre 2020 liegt der Fokus unter anderem auf Themen wie beispielsweise Klimawandelleugnung und Impfgegnerschaft.

Aus dem ursprünglichen Konzept facebook-facts entwickelte sich ZDDK, da die Referenzseite www.wi3.at von Facebook gesperrt wurde, sodass seit Juni 2014 nun auch auf Facebook offiziell die Initiative unter dem neuen Suchnamen Zuerst denken – dann klicken zu finden ist und auch gleichzeitig von Facebook verifiziert wurde.[10][9] Der Titel geht auf eine von Wannenmachers Mutter genutzte Redensart zurück: „Zuerst denken, dann reden!“[4]

Neben der Nutzung der Analysen von ZDDK in anderen Print- und Onlinemedien tauchen auch Statements von ZDDK in diversen TV-Produktionen auf.[11][12]

Die Initiative ZDDK gliedert sich in ein Stammteam von 16 hauptsächlich ehrenamtlichen Mitarbeitern (Stand: April 2015). 2015 gab es eine rund 11.000 Mitglieder starke ZDDK-COMMUNITY Gruppe bei Facebook, in der nur Nutzer-Anfragen beantwortet und Inhalte diskutiert, jedoch keine Artikel gepostet wurden.[13] Für letzteres gibt es die Schwerpunktseite Zuerst denken – dann klicken![14] auf Facebook. Aktuell (Stand 2022) besteht die Facebook-Präsenz aus der Community-Hauptseite „Zuerst denken – dann klicken“ mit rund 700.000 Abonnenten[15] der „Mimikama“ Facebookseite mit über 260.000 Nutzern, sowie der „Mimikama Faktencheck“ Facebookgruppe mit über 93.000 Mitgliedern, in der Mitglieder Fragen stellen können, die von Mimikama-Administratoren so wie auch anderen Mitgliedern beantwortet werden.[16] Darüber hinaus gab es die Seite „ZDDK – Hilfecenter für PC, Smartphone und Internet Nutzer“, auf der auf allgemeine Fragen und Themen wie beispielsweise „Was ist eigentlich Phishing?“, „Liegen die Bildrechte deiner Fotos bei WhatsApp?“ oder „Gibt der Bundestag den Staatstrojaner frei?“ eingegangen wird[17] sowie seit Juli 2016 die Seite „Zuerst denken-dann klicken News“ (auch „ZDDK24“) der Newsredaktion von mimikama, die kurz und faktenbezogen über aktuelle Neuigkeiten informiert.[18]

Neben ZDDK mit dem größten Umfang und öffentlichen Interesse betreibt der Verein Mimikama noch weitere Projekte.

Als Reaktion auf die immer weiter verbreitete Nutzung des Messengers WhatsApp und die daraus resultierenden Entwicklungen – sowohl die offiziellen technischen Veränderungen, aber auch der Gebrauch von Messengern als Medium zur Verteilung von Spam, Fakes und Falschmeldungen – entwickelte sich als Entlastungsprojekt für ZDDK die Plattform ThatsApp.[19] Diese Plattform wurde zu 100 % von Mimikama betrieben und berichtete ausschließlich über Entwicklungen und Meldungen rund um WhatsApp. Diese Plattform wurde eingestellt.

Plattform „Wir dulden dies nicht länger“

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Aufgrund der stark angestiegenen Politisierung in den sozialen Netzwerken und der großen Nachfrage zu einer Diskussionsplattform gründete Mimikama die politische Diskussionsplattform „Wir dulden dies nicht länger“.[20] Diese Initiative grenzt sich deutlich von den sachlich nüchternen Fakethemen ab, so wie sie auf ZDDK beschrieben werden. Der Schwerpunkt dieser Initiative liegt auf der bewussten Auseinandersetzung mit politischen Inhalten, die vielseitig diskutiert werden sollen.

Einzelnachweise

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  1. Facebook ist DIE Plattform für Internetkriminelle. (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) Ruhr Nachrichten, 16. Juli 2013; abgerufen am 10. Juni 2021
  2. Riesige Spam-Welle. Bild (Zeitung), 4. März 2013; abgerufen am 16. April 2015
  3. Der Verein mimikama sorgt bei Facebook für Aufklärung. Neue Osnabrücker Zeitung, 5. April 2013; abgerufen am 16. April 2015
  4. a b c d Raffael Reithofer: Keine Macht den Fake News (PDF) In: pro-medienmagazin.de, S. 6–9; abgerufen am 16. April 2017.
  5. Trojaner nimmt neugierige Facebook-Nutzer ins Visier. Neue Zürcher Zeitung, 30. Dezember 2014; abgerufen am 15. April 2015
  6. Neuer „WhatsApp“ Kettenbrief. Landeskriminalamt Niedersachsen, 14. Januar 2014; abgerufen am 16. April 2015.
  7. Eigenaussage des Vereins: Presseinformation (PDF) abgerufen am 16. April 2015
  8. Wie kann ich unterstützen? In: mimikama.org. Abgerufen am 26. Februar 2023.
  9. a b Facebook blockiert Webseiten, die über Spam berichteten. Mimikama, 8. Dezember 2011; abgerufen am 22. April 2015
  10. Das war das Jahr 2014 bei ZDDK Mimikama, 31. Dezember 2014; abgerufen am 22. April 2015
  11. Smartphone: Abo-Falle Bekanntheit von WhatsApp wird mit neuer Masche missbraucht. WDR, 10. November 2014; abgerufen am 22. April 2015
  12. YouNow - Die Reportage mit Tim. WDR, 22. Februar 2015; abgerufen am 22. April 2015
  13. ZDDK Community. In: Mimikama. facebook, 22. April 2015, archiviert vom Original am 22. April 2015; abgerufen am 24. April 2018.
  14. Zuerst denken – dann klicken! In: Mimikama. facebook, 22. April 2015, archiviert vom Original am 22. April 2015; abgerufen am 24. April 2018.
  15. mimikama.at: Zuerst denken - dann klicken. facebook, abgerufen am 24. April 2018.
  16. Zuerst denken - dann klicken. In: mimikama.at. facebook, abgerufen am 24. April 2018.
  17. mimikama.at: ZDDK - Hilfecenter für PC, Smartphone und Internet Nutzer. facebook, abgerufen am 24. April 2018.
  18. Zuerst denken-dann klicken News. In: mimikama.at. facebook, abgerufen am 24. April 2018.
  19. WhatsApp? ThatsApp! Mimikama, 13. November 2014; abgerufen am 22. April 2015
  20. Wir dulden dies nicht länger. Mimikama, 3. August 2014; abgerufen am 17. August 2015
  21. Goldene Blogger im BASECAMP: Das sind die besten Blogger des Jahres. 4. März 2017
  22. Grimme Online Award 2016, (PDF; 4,8 MB) S. 44 (KLICKSAFE PREIS Grimme Online Award)
  23. Menschenrechtspreis für "Mimikama" und "Fridays for Future""
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