radiX, Aussendungen
März
2003

Demonstration und Kundgebung „Nein zu Rechtsextremismus! Nein zu Neofaschismus!“

am 8. März 2003 in Haid/Ansfelden (OÖ)

Am Samstag, 8. März 2003 veranstaltet der „Bund Freier Jugend“ (BFJ) der vom „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes“ (DÖW) als „rechtsextreme Nachwuchskaderorganisation für Oberösterreich“ eingestuft wird - einen sog. „Tag der volkstreuen Jugend“ mit rechtsextremer Prominenz aus Österreich. Da auch die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschland) für die Veranstaltung wirbt, rechnet das DÖW auch mit dem Eintreffen deutscher Rechtsextremisten und Neonazis.

Aufgrund der geplanten rechtsextremen Veranstaltung ruft ein breites antifaschistisches Aktionsbündnis zu einer Gegendemonstration unter dem Motto „Nein zu Rechtsextremismus! Nein zu Neofaschismus!“ auf. Die Demonstration startet am kommenden Samstag um 11:00 Uhr vor dem Bahnhof Nettingsdorf, verläuft durch ein Siedlungsgebiet und endet um 12 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Treffpunkt der Rechtsextremen. Es spricht unter anderem AK-Vizepräsident Reinhold Entholzer (Gewerkschaft der Eisenbahner).

Die Organisatoren der Gegendemonstration fordern ein Verbot der AFP sowie ein sofortiges Ende der staatlichen Unterstützung rechtsextremer Umtriebe.
Es wird mit 200-300 TeilnehmerInnen gerechnet.

Die rechtsextreme Veranstaltung findet allerdings nicht — wie ursprünglich kolportiert — im „Gasthof Kremstalerstube“ in Haid (Ritzlhofstr.) statt. Dieser wird vom BFJ lediglich als Treffpunkt missbraucht, um von dort um 9 Uhr „Programm im Freien“ und um 12 Uhr die Fahrt Richtung Veranstaltungsort zu starten, der bis dato noch immer unbekannt ist. Der Wirt der „Kremstalerstube“ streitet glaubhaft jede Verbindung zum BFJ ab. Er hat angekündigt, sein Grundstück mit einem Traktor zu versperren und denkt an eine Anzeige gegen den BFJ.

Es wird vermutet, dass sich der Veranstaltungsort im näheren Umkreis befindet, da der Beginn der Veranstaltung mit 13 Uhr festgesetzt wurde.

Die örtlichen Polizeibehörden sind jedenfalls in Alarmbereitschaft und haben Anweisungen, nach der Lokalität Ausschau zu halten. Eine Handhabe zur Untersagung sehen sie derzeit nicht.

Die antifaschistische Demonstration wird von folgenden Gruppen unterstützt: Antifa Haid/Ansfelden, Infoladen Wels, Plattform „Wider das Vergessen“, OÖ-Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus, Welser Initiative gegen Faschismus, Die Grünen Ansfelden, AUGE - Alternative und Grüne GewerkschafterInnen OÖ, GAJ-OÖ, Mauthausen Komitee Österreich, Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, KZ-Verband der AntifaschistInnen OÖ, Gewerkschaft der Chemiearbeiter OÖ, KJÖ-OÖ, KPÖ-OÖ, Antifaschistische Linke Wien, Ökologische Linke (ÖKOLI)

Für weitere Auskünfte gibt es ein Infotelefon mit der Nummer: 0699/10 65 58 28.

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