FORVM, No. 193
Januar
1970

Sind Materialisten naiv?

2. Teil des Essays vom Dezemberheft 1969
voriger Teil: Marx, reideologisiert

Die Entwicklung des Neuen im Schoße des Alten vollzieht sich heute auch durch eine sehr bemerkenswerte Durchdringung aller ökonomischen und soziologischen Theorien mit den Termini und den Begriffsbildungen des Marxismus. Gleichzeitig beobachten wir eine starke Strömung zur Überwindung der dogmatischen Erstarrung des Marxismus, eine wahre Renaissance seines ursprünglichen Ideenreichtums und namentlich eine entschiedene Hinwendung zu den Gedanken und Anschauungen des jungen Marx. Jean-Paul Sartre spricht von der zurückliegenden Epoche als einer Zeit der Sklerose des Marxismus, aber er hebt hervor:

Diese Sklerose ist keine reguläre Alterserscheinung. Sie ist das Ergebnis einer Weltlage von ganz besonderer Art; der Marxismus ist längst noch nicht erschöpft, er ist noch ganz jung, er steckt fast noch in den Kinderschuhen: er hat kaum begonnen, sich zu entwickeln. Er bleibt also die Philosophie unserer Epoche: er ist noch nicht überlebt, weil die Zeitumstände, die ihn hervorgebracht haben, noch nicht überlebt sind. Unser ganzes Denken kann sich nur auf diesem Nährboden bilden; es muß sich in diesem Rahmen halten oder im Leeren verlieren oder rückläufig werden.

(J.-P. Sartre: Marxismus und Existentialismus, Hamburg 1964, S. 27/28.)

Der Marxismus bleibt die Philosophie unserer Epoche! Wenn das wahr ist, und ich glaube, es ist so, dann kommt dem Verhältnis der Marxisten zur Philosophie des dialektischen Materialismus eine nicht geringe Bedeutung zu. Ist der DIAMAT der kommunistischen Länder nur eine manipulierte Doktrin, eigens für den Gebrauch hergerichtet, ideologisch zu rechtfertigen und zu verbrämen, was jeweils der führenden Hierarchie dienlich erscheint? Ist der Marxismus hier wirklich zu einer „Ideologie“ entartet?

Für die Wiederbelebung des Marxismus, für seine Renaissance, wird es also entscheidend sein, ob diese Philosophie inhärenter Bestandteil marxistischen Denkens ist oder nur eine dem Marxismus künstlich aufgepfropfte Ideenkonstruktion, ein Mischmasch aus naivem Materialismus und vulgarisierter Hegelei.

Marx selbst hatte nicht eben viel für die Philosophen übrig. Aus seiner berühmten Feuerbachthese: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern“, spricht seine abgrundtiefe Verachtung für jene, die nur „interpretieren“, was man längst weiß. Andererseits aber spricht aus jeder seiner Zeilen, daß die Grundlage seines Denkens Materialismus und Dialektik sind.

Leider hat er sein Versprechen, eine kurzgefaßte Darstellung seiner Philosophie zu geben, nicht wahr gemacht, was vielleicht manchen Streit in der heutigen Marxologie überflüssig gemacht hätte. Da sich aber Marx selbst nie als Zeuge dafür anerkannt hätte, was richtiger Marxismus ist, so sollten wir ihm vielleicht für sein Versäumnis sogar dankbar sein.

Um so mehr hat sich sein Freund Friedrich Engels um die Darstellung der marxistischen Philosophie bemüht. Es war ihm dabei aber mehr um eine leicht faßliche Popularisierung gegangen, deren Tendenz stets ist, die Sache womöglich noch etwas einfacher darzustellen, als sie in Wirklichkeit ist. Besonders im „Anti-Dühring“ war Engels bemüht, den schwülstigen Tiraden Dührings möglichst einfache Worte und klar verständliche Gedanken entgegenzustellen. Für Engels hatte der Materialismus den Charakter der Selbstverständlichkeit. Er bedurfte eigentlich gar keines Beweises. Er war einfach die weltanschauliche Position, von der aus allein wissenschaftliche Fragen gelöst werden können, eine Position, die, wie Engels glaubte, alle Wissenschafter in ihrer Arbeit auch dann einnehmen, wenn sie es expressis verbis nicht gestehen wollen, In der „Dialektik der Natur“ (Berlin 1952, S. 21) lesen wir:

Allerdings heißt materialistische Naturanschauung weiter nichts als einfache Auffassung der Natur so, wie sie sich gibt, ohne fremde Zutat, und daher verstand sie sich bei den griechischen Philosophen ursprünglich von selbst. Aber zwischen jenen alten Griechen und uns liegen mehr als zwei Jahrtausende wesentlich idealistischer Weltanschauung, und da ist die Rückkehr auch zum Selbstverständlichen schwerer, als es auf den ersten Blick scheint. Denn es handelt sich keineswegs um einfache Verwerfung des ganzen Gedankeninhalts jener zwei Jahrtausende, sondern um seine Kritik, um die Losschälung der innerhalb der falschen, aber für ihre Zeit und den Entwicklungsgang selbst unvermeidlichen idealistischen Formen gewonnenen Resultate aus dieser vergänglichen Form. Und wie schwer das ist, beweisen uns jene zahlreichen Naturforscher, die innerhalb ihrer Wissenschaft unerbittliche Materialisten sind, außerhalb derselben aber nicht nur Idealisten, sondern selbst fromme, ja orthodoxe Christen.

Diese Rückkehr zum selbstverständlichen Materialismus führt aber nach Engels nicht einfach zum ursprünglichen Materialismus der Griechen zurück. Für ihn ist der ganze Idealismus der Vergangenheit, einschließlich Kant und Hegel, die Negation des ursprünglichen naiven Materialismus. Der moderne dialektische Materialismus ist die Negation dieser Negation und damit die Negation aller Philosophie überhaupt, Im „Anti-Dühring“ sagt Engels (Berlin 1952, S. 28/29):

Die Einsicht in die totale Verkehrtheit des bisherigen deutschen Idealismus führte notwendig zum Materialismus, aber wohlbemerkt, nicht zum bloß metaphysischen, ausschließlich mechanischen Materialismus des 18. Jahrhunderts. Gegenüber der naiv-revolutionären, einfachen Verwerfung aller früheren Geschichte sieht der moderne Materialismus in der Geschichte den Entwicklungsprozeß der Menschheit, deren Bewegungsgesetze zu entdecken seine Aufgabe ist.

Hier identifiziert Engels Marxismus und Materialismus, was sofort verständlich wird, da es weiter dann heißt, dieser moderne Materialismus ist

wesentlich dialektisch und braucht keine über den anderen Wissenschaften stehende Philosophie mehr. Sobald an jede einzelne Wissenschaft die Forderung herantritt, über ihre Stellung im Gesamtzusammenhang der Dinge und der Kenntnis von den Dingen sich klarzuwerden, ist jede besondere Wissenschaft vom Gesamtzusammenhang überflüssig. Was von der ganzen bisherigen Philosophie dann noch selbständig bestehen bleibt, ist die Lehre vom Denken und seinen Gesetzen — die formelle Logik und die Dialektik. Alles andere geht auf in die positive Wissenschaft von Natur und Geschichte.

(Hervorhebung R. H.)

Engels lehnt also alle Philosophie als „besondere Wissenschaft vom Gesamtzusammenhang“ ab und nicht, wie von manchem philosophischen Katheder in den sozialistischen Ländern beschwörend behauptet wurde, nur alle „bisherige Philosophie“. Von aller bisherigen Philosophie bleibt nach Engels nicht viel übrig, aber es bleibt etwas übrig, nämlich die Lehre vom Denken und seinen Gesetzen: die formelle Logik und die Dialektik. Die Lehre vom Denken und seinen Gesetzen ist aber keine Wissenschaft vom Gesamtzusammenhang, sondern eine sehr spezielle Wissenschaft mit eng umgrenztem Gegenstand.

Damit reduzierte Engels Logik und Dialektik zunächst auf Kategorien der Methodik und der Struktur des Denkens. Das haben vor ihm und nach ihm auch idealistische Philosophen getan. Mit dieser Reduktion kann das Wesen des modernen Materialismus also nicht begründet werden.

Engels gegen Stalinisten

Die für Engels entscheidende Begründung des modernen dialektischen Materialismus besteht darin, daß er die subjektive Dialektik unseres Denkens als das adäquate Abbild der objektiven Dialektik der Wirklichkeit betrachtet.

Die Dialektik, die sogenannte objektive, herrscht in der ganzen Natur, und die sogenannte subjektive Dialektik, das dialektische Denken, ist nur Reflex der in der Natur sich überall geltend machenden Bewegung in Gegensätzen, die durch ihren fortwährenden Widerstreit und ihr schließliches Aufgehen ineinander respektive in höhere Formen eben das Leben der Natur bedingen.

(Dialektik der Natur, Berlin 1952, S. 224.)

Erst durch diese entscheidende Aussage wird der dialektische Materialismus bei Engels zum unverfälschten Materialismus. Die Strukturen und Methoden unseres Denkens werden nur als sekundäre Abbildungen der objektiven Dialektik der Wirklichkeit verstanden. Und mit diesem entscheidenden Erkenntnisschritt erst ergibt sich das Überflüssigwerden der Philosophie, ihre dialektische Aufhebung.

Wenn wir den Weltschematismus nicht aus dem Kopf, sondern bloß vermittels des Kopfes aus der wirklichen Welt, die Grundsätze des Seins aus dem, was ist, ableiten, so brauchen wir dazu keine Philosophie, sondern positive Kenntnisse von der Welt und was in ihr vorgeht; und was dabei herauskommt, ist ebenfalls keine Philosophie, sondern positive Wissenschaft.

(Anti-Dühring, Berlin 1952, S. 42.)

Diese undoktrinäre Denkweise steht in einem derartigen Kontrast zu jeder Form einer dogmatisierten Heilslehre, daß man sich schwer vorstellen kann, wie der Stalinismus daraus eine Staatsreligion machen konnte.

Unter dem Titel „Reform und Regeneration der marxistischen Grundidee“ schreibt Jean-Paul Sartre im Schlußabschnitt seiner Schrift „Marxismus und Existentialismus“:

Somit folgt die Selbständigkeit der existentiellen Untersuchungen mit Notwendigkeit aus der Negativität der marxistischen Untersuchungen (und nicht des Marxismus). Solange die Doktrin sich ihrer Anämie nicht bewußt wird, solange sie ihr Wissen auf eine dogmatische Metaphysik (Dialektik der Natur) gründet statt auf das Verständnis des lebendigen Menschen, solange sie — wie Marx es getan hat — alle Ideologien, die das Sein vom Wissen trennen und im Rahmen der Anthropologie die Erkenntnisse des Menschen auf die menschliche Existenz zu gründen suchen, unter der Bezeichnung Irrationalismus einfach abtut, so lange wird der Existentialismus seine Untersuchungen fortführen.

Diese Vorwürfe Sartres könnten wohl mit Recht die zahlreichen marxistischen Apologeten der Stalin-Ära treffen, die den dialektischen Materialimus mit allen Kräften zu der Wissenschaft vom Gesamtzusammenhang zu machen versuchten. Aber Friedrich Engels ist über sie erhaben. Kann man sich eine entschiedenere Absage an jede Art von philosophischem Pharisäertum überhaupt vorstellen als in den von mir zitierten Worten von Engels?

Auch der Vorwurf, Marx habe die Trennung des Seins vom Wissen als Irrationalismus verurteilt, ist mir unverständlich, soweit mit diesen Worten nicht etwa schlicht und einfach der Materialismus des Marxismus abgelehnt werden soll. Wissen und Sein sind etwas Verschiedenes. Das eine ist ganz offensichtlich vom anderen abgetrennt, das Wissen nämlich vom Sein, wobei sich beide gegenüberstehen wie Bild und Abgebildetes, die wohl eine dialektische Einheit bilden, aber eben eine Einheit von ganz Verschiedenem.

Es bleibt noch die Frage, ob der Marxismus die Erkenntnis des Menschen auf die menschliche Existenz zu gründen sucht. Aber ist dies überhaupt eine Frage? Ist die Konstatierung der unlösbaren Verknüpfung und wechselseitigen Abhängigkeiten von menschlicher Existenz und Erkenntnis nicht einer der Grundgedanken Marxens?

Es ist, wie Sartre ja auch selbst sagt, nicht der Marxismus, gegen den sich seine Kritik richtet, sondern das Zerrbild des Marxismus, das das „Ergebnis einer Weltlage ganz besonderer Art“ war. Gerade um dieses Zerrbild zu überwinden, scheint mir die Position von großem Wert, die Engels eingenommen hat. Für ihn ist der Marxismus kein philosophisches System, sondern das Ende solcher Systeme. Der Marxismus ist in allen Fragen für die positive Wissenschaft und ist selber positive Wissenschaft. Selbst Logik und Dialektik sind für ihn nicht Philosophie, sondern sachliche Forschungsgebiete, die die Gesetze des Denkens zum Gegenstand haben.

Es gibt nur einen einzigen Punkt, der bei allen übrigbleibt und über den zu reden ist, heute wie zu Engels’ Zeiten: der Materialismus, der wohl doch nichts so Selbstverständliches zu sein scheint, wie Engels meinte.

Was bedeutet es, wenn wir sagen, daß die subjektive Dialektik die Abbildung der objektiven Dialektik sei? Inwieweit grenzen wir uns damit eigentlich vom objektiven Idealismus ab? Nicht nur der Materialismus, auch der objektive Idealismus versteht die Wirklichkeit als „objektive Realität unabhängig von unserem Bewußtsein“. Auch den Gesetzmäßigkeiten, die in der Realität wirken, billigt der objektive Idealismus zu, daß sie nicht vom Menschen erdacht, sondern von unserem Bewußtsein unabhängige Wesenszüge der Wirklichkeit sind, die wir nur indirekt im Akt unserer Wechselwirkung mit der Realität stufenweise erfassen und erkennen.

Für den objektiven Idealisten sind diese Gesetzmäßigkeiten — ob dialektisch oder nicht — nur insofern das Primäre, als sie über den Lauf der Dinge bestimmen. Die Dinge, die materiellen Bestandteile unserer Welt, sind in dieser Sicht das Sekundäre, weil sie gewissermaßen passives Objekt und Substrat der tieferen Wesenheiten und Gesetzmäßigkeiten sind, die selbst nicht materieller, sondern geistiger Natur sind. Der Mensch als denkendes Wesen hat Zugang zu diesem geistigen Urgrund der Welt, erkennt ihn an seinen Wirkungen auf die Dinge und in den Dingen. Die Gesetze, die wir mit unserem Verstand begreifen, sind also subjektive Abbilder objektiver Gesetze der Wirklichkeit. Nur mittelbar, vermittels unseres Verstandes, begreifen wir die „Grundsätze des Seins“. Die subjektive Dialektik ist also auch für den objektiven Idealisten die Abbildung der objektiven Dialektik der Wirklichkeit.

Man könnte meinen, damit liefe der Engelssche dialektische Materialismus letzten Endes also auf objektiven Idealismus hinaus. Tatsächlich gilt dies aber nur für den — wie Engels sich ausdrückt — „ursprünglichen, naturwüchsigen Materialismus der antiken Philosophie“, der „unfähig war, mit dem Verhältnis des Denkens zur Materie ins reine zu kommen“. (Anti-Dühring, Berlin 1948, S. 169.) Dieser naive Materialismus identifiziert nämlich die Ideen, in denen unsere allgemeinen Erkenntnisse vom Wesen dieser Welt zum Ausdruck kommen, mit diesem Wesen selbst und verleiht damit den Strukturen und Gesetzmäßigkeiten von Natur und Gesellschaft den Charakter von Ideen.

In Konsequenz dieser Anschauungen müßten sich überhaupt alle Dinge und Erscheinungen, von denen wir ja in jedem Falle Kenntnis nur in Form von Ideen, Gedankengebilden unseres Kopfes, haben, in immaterielle geistige Schemen verwandeln, womit wir den Übergang vom objektiven zum subjektiven Idealismus vollzogen hätten. In Wahrheit sind aber unsere Gedankenabbilder, unsere Ideen und Anschauungen, von dem Abgebildeten und Angeschauten wesensverschieden.

Bei aller noch so weitgehenden Entsprechung von Bild und abgebildeter Wirklichkeit sind Bild und Wirklichkeit doch niemals das gleiche. Das Bild ist eine Information über etwas Wirkliches, aber es ist nicht dies Wirkliche selbst, und dies Wirkliche selbst ist nicht von der Art einer Information.

Dabei sind Abbildungen, in denen gewissermaßen eine Punkt-für-Punkt-Beziehung zwischen Bild und Wirklichkeit besteht, wie etwa bei einer Photographie, die erkenntnismäßig niedrigste und oberflächlichste Primärform der Abbildung. In den höheren Formen der Abbildung der Wirklichkeit in unserem Bewußtsein haben wir es mit Auswertungen dieser Primärinformationen zu tun und stufenweise darüber hinaus mit Auswertungen von Auswertungen.

Das Wesen der Wissenschaft besteht ja nicht darin, die ganze unendliche und unendlich mannigfaltige Wirklichkeit in einer Totalinformation noch einmal zeitlich und räumlich nachzuvollziehen, sondern gerade umgekehrt: durch systematische Auswertung gelangen wir von einer großen Zahl relativ unsicherer Einzelkenntnisse zu einer kleinen Zahl relativ sicherer Allgemeinkenntnisse.

Materialismus heißt Praxis

Diese allgemeinen Erkenntnisse beziehen sich meist gar nicht mehr auf die speziellen Tatbestände, aus denen sie einmal abstrahiert wurden, sondern erlangen für den Menschen erst Bedeutung durch Anwendung auf Tatbestände, die noch gar nicht eingetreten sind.

Daß die Menschen bei allem, was sie tun, sich etwas denken und in der Regel auch noch glauben, daß sie das tun, was sie sich denken, hat nicht erst der Marxismus entdeckt. Eine wesentliche Grundeinsicht Marxens war aber die Erkenntnis, daß die Gedanken, Vorstellungen und Ideen der Menschen im wesentlichen von ihrem Tun, und das heißt von ihrer Position und Funktion in der Gesellschaft, bestimmt werden. „Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewußtsein.“ Das ist Materialismus in bezug auf das Verhältnis von Idee und Wirklichkeit im Leben der Gesellschaft.

Hierbei ergibt sich, daß nicht nur Bewußtsein und Sein nicht miteinander identisch sind, sondern daß ein bestimmtes gesellschaftliches Sein auch einen bestimmten Grad von Täuschung über das gesellschaftliche Sein im Bewußtsein hervorbringt, wobei und wodurch diese Täuschung wiederum zu einem wesentlichen Bestandteil des gesellschaftlichen Seins wird. Diese Täuschung, dieses falsche Bewußtsein, nannte Marx Ideologie. Sie ist die Form, in der die Selbstentfremdung des Menschen durch den Menschen vollzogen und aufrechterhalten wird.

nächster Teil: Ehrenrettung der Dialektik
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