Heribert Steinbauer

Geboren am: 29. März 1935

Beiträge von Heribert Steinbauer
FORVM, No. 289/290
FORUM des FORVMs

Barrikaden im Parlament

Januar
1978

Am 9. November 1977 wurde in Wien der 74jährige Textilindustrielle Walter M. Palmers entführt und nach Erpressung eines Lösegelds von 32 Millionen Schilling am 13. November wieder freigelassen. Nach der Verhaftung von zwei Wiener Studenten am 23. November in der Schweiz im Zuge der Fahndung gab (…) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Heribert Steinbauer (* 29. März 1935 in Wien; † 23. Oktober 2026) war ein österreichischer Politiker (ÖVP). Steinbauer war von 1975 bis 1994 Abgeordneter zum Nationalrat.

Steinbauer war der Sohn des Juristen Gustav Steinbauer. Heribert Steinbauer absolvierte die Pflichtschule und studierte Philosophie, Psychologie und vergleichende Sprachwissenschaften an den Universitäten Wien und Freiburg im Breisgau. Er war von 1959 bis 1960 sowie zwischen 1962 und 1964 in der Metallindustrie in Deutschland tätig und zwischen 1960 und 1962 am Institute of European Studies in Wien/Chicago beschäftigt. 1953 wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KÖStV Austria Wien im ÖCV, aus der er 1971 ausgeschieden ist und in der er 2022 wieder aufgenommen wurde. Außerdem war er Mitglied der ÖCV-Verbindungen KÖHV Sängerschaft Waltharia Wien, KÖHV Leopoldina Innsbruck und KaV Norica Wien.[1] Zudem war er von 1966 bis 1969 Herausgeber/Amtsträger der Academia des ÖCV.[1][2]

Steinbauer vertrat die ÖVP vom 4. November 1975 bis zum 6. November 1994 im Nationalrat, wobei er ab 1975 die Funktion des ÖVP-Mediensprechers innehatte. Zudem war er zwischen 1964 und 1967 Leiter der Dokumentation und danach bis 1979 Leiter der Abteilung Politik der Bundesparteileitung der ÖVP. Zudem war er von 1967 bis 1970 als ÖVP-Generalsekretär aktiv und von 1970 bis 1975 stellvertretender Generalsekretär des ORF. Zudem wirkte Steinbauer in verschiedenen Gremien wie der Hörer- und Sehervertretung und war Mitglied des ORF-Kuratoriums. Steinbauer leitete die Wahlkämpfe für die Nationalratswahlen 1975, 1983 und 1986 und führte zudem die Wahlkampfleitung bei den Bundespräsidentenwahlen 1974 sowie 1986. Des Weiteren war er Büroleiter von Alois Mock. Steinbauer war zuletzt vom 26. November 1996 bis zum 9. Mai 2001 Bezirksvorsteher-Stellvertreter im Bezirk Neubau.

Heribert Steinbauer war nach seiner politischen Karriere als Verleger tätig und betrieb die Edition Steinbauer in Wien. Er starb am 23. Oktober 2026 dem Österreichischen Cartellverband zufolge an den Folgen eines Sturzes, den er am Vortag erlitten habe. Er wurde 91 Jahre alt.[1][3]

Einzelnachweise

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  1. ↑ a b c Heribert Steinbauer im Biographischen Lexikon (Biolex) des Österreichischen Cartellverbands (ÖCV)
  2. ↑ Gerhard Hartmann: Treu zu Gott und Vaterland. Die Geschichte des CV in Österreich. Lahn-Verlag, Kevelaer 2023, S. 372, 922f.
  3. ↑ 1935–2026: Ex-ÖVP-Generalsekretär Steinbauer ist tot. In: wien.ORF.at. 29. Oktober 2026, abgerufen am 29. Oktober 2026.