Lynn Snook

Geboren am: 7. Juli 1918

Gestorben am: 25. Juli 2013

Hat als Bibliothekarin, Dolmetscherin, Dramaturgin und als Autorin für Film und Funk gearbeitet, bis sie über Essays für Programmhefte (u. a. über „Tannhäuser“ und den „Ring“ in Bayreuth) zur Mythenforschung gelangte, die nunmehr ins Zentrum ihrer Studien und Veröffentlichungen rückte.

Beiträge von Lynn Snook
FORVM, No. 158

Der lächerliche Liebesambassadeur

Zur Geschichte des Hanswurst
Februar
1967

Wie leid ist es mir, daß wir um das Extemporieren gebracht sind ... denn es war die Schule und der Probierstein des Akteurs ... er war gezwungen, sich mit allen Ressourcen, die das Theater anbietet, bekannt zu machen ... und ein Dichter, der Gabe genug gehabt hätte, diese Werkzeuge zu brauchen, (...)

Lynn Snook (* 7. Juli 1918 in Hamburg; † 25. Juli 2013 in Berlin)[1] war eine deutsche Autorin, Regisseurin, Übersetzerin und Bibliothekarin, die sowohl bei den Bayreuther Festspielen als auch an der Deutschen Oper Berlin und dem Münchner Nationaltheater tätig war.

Snook (sprich: Snuk) wurde als Lieselotte Snoek in Hamburg geboren. 1942 machte sie ihr Staatsexamen als Diplom-Bibliothekarin. Es folgte ein Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft in Berlin und München. Seit 1952 übernahm sie mehrfach die Filmdramaturgie in der Vorbereitungsphase zur Wiederaufnahme der UFA-Produktion. Anschließend wirkte sie als Übersetzerin und Synchronregisseurin von Kulturfilmen für den Sender Freies Berlin.[2]

Dank ihrer engen Kontakte zu Wieland Wagner wurde Snook ab 1964 zu einer der am häufigsten herangezogenen Autorinnen für die im Nachkriegs-Bayreuth erschienenen Schriften zu Richard Wagners Œuvre, wobei ihre Interpretationen den Deutungen C. G. Jungs verpflichtet sind.[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Die verbotene Frage: Anmerkungen zum Lohengrin; Vortrag, gehalten am 22. Juni 1979 aus Anlaß der Neuinszenierung "Lohengrin" in Bayreuth im Offenbachsaal der Opernterrassen, Köln. [Richard-Wagner-Verband e.V., Ortsverband Köln, Sekretariat c/o Rheinisches Kammerorchester] Kölner Richard-Wagner-Verb., 1979
  • Wagners mythische Modelle. Hrsg. von Ulrike Feld und Wolfgang Behrens. Anif/Salzburg: Mueller-Speiser 2009, 270 S. Ill. ISBN 978-3-902537-15-7
  1. Der Tagesspiegel, Todesanzeige
  2. Symbolon, Bd. 10, S. 160, Wienand Verlag, 1991
  3. Udo Bermbach: Die Entnazifizierung Richard Wagners: Die Programmhefte der Bayreuther Festspiele 1951–1976. J.-B.-Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl-Ernst-Poeschel-Verlag; Berlin 2020.